Megapluse - Erfahrungen?


11.12.2004
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#1
Hallo!

Mal wieder die Frage nach Erfahrungen mit dem Megapulse (gabs ja schon mehrmals, aber leider ohne konkrete Erfahrungswerte).
Spontan bin ich ja jemand, der sowas eher für Quacksalberei hält. Aber prinzipiell halte ich es für möglich, dass es funktionieren kann.

Hat es schon mal jemand hier ausprobiert?

Viele Grüße

Gunther
 
W

wolfgang

Guest
#2
Also ich probier es gerade mit alten Champion Batterien aus
frei nach dem Motto : was nicht Nutzt kann auch nicht Schaden.
Am nächsten Montag hab ich das DING 14 Tage dran und dann
werden wir sehen . Hab die Batterie mit 14V(Konstantspg.) und 1A (Konstantstrom)mittels Experimentiernetzteil beaufschlagt.Eines ist mir
schon negativ aufgefallen was nicht der Beschreibg. entspricht.Angeblich
soll das GERÄT bis 12,8 V arbeiten (grüne LED) Mein Exemplar fängt lt.
Digitalvoltmeter unter 13 V mit garnichts an. Am Montag werde ich
die Batt kräftig zum Gasen bringen was lt Experten die letzten Sulfatkristalle
ausschwemmen soll und dann werden wir sehen oder NICHT.
MfG Wolfgang
 
11.12.2004
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#3
Hallo Wolfgang

Hmm, da bin ich ja mal gespannt.
Aber ich denke, mit einem mal Zykeln kann das kaum funktionieren - wenn überhaupt. Oder hast du schon mehrere Zyklen gefahren?
Wie alt sind denn die Batterien? Also wieviel % der nennkapazität haben (hatten) sie noch?

Gruß, Gunther
 
A

andre prellwitz

Guest
#4
ich hatte 3 deta´s,die 6 monate ungenutzt waren,für 2 wochen gepulst-es war dann eine deutliche steigerung der reichweite (+15km)festzustellen.bei neuen batterien die ständig in betrieb waren war keine verbesserung festzustellen.
 
W

wolfgang

Guest
#5
Keine Ahnung wie Alt die Batterien sind .Ich hab den Pizzaflitzer
im August 2002 neu 0KM gekauft und bin dann ca. 4500 KM gefahren.
Die Batts waren ziemlich tot .Nachdem Wasser auffüllen gings dann
schon wieder etwas besser. Wie ermittel ich die % der Nennkapazität
bzw. Restkapazität?
mfg wolfgang
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
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#6
Hallo,

wer genaueres zu Batteriepulsern nachlesen oder sogar einen selbst nachbauen will, der bekommt hier http://www.flex.com/~kalepa/desulf.htm viele interessante Informationen. Es gibt auch ein Forum das über diese Webseite erreicht werden kann.

Ich selbst habe auch einen Megapulse im Einsatz mit meinen Wohnmobilbatterien. Ich konnte zumindest bisher nichts negatives feststellen. Allerdings werden die Elecsol Batterien sowieso mit einer geringeren Säuredichte als üblich gefahren was die Sulfatierungsneigung verringert.

Bezüglich der Spannung ab der er anfängt zu pulsen spielt es absolut keiner Rolle ob es bei 12,8 V oder 13 V anfängt. Wichtig ist, dass er erst pulst wenn geladen wird und nicht eine volle Batterie einfach leer macht. Jedenfalls pulst er immer wenn ein bischen Sonne auf die Solaranlage fällt und die Spannung auf über 13 V ansteigt. Je länger der Pulser läuft desto mehr wird eine vorhandene Sulfatschicht wieder aufgebrochen. Deshalb ist eine Kombination mit einem Erhaltungsladegerät oder Solarzellen ideal da dann der Vorgang tatsächlich über lange Zeit laufen kann.

Viel Spass,
Emil
 
11.12.2004
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#7
Hallo Andre

Das hört sich ja positiv an. Wieviel % Reichweitensteigerung entspricht das denn?
Ich hab ein ähnliches Problem. Die Akkus wurden viel zu wenig benutzt, und sind vermutlich daher ziemlich am Ende. Wenn da was zu retten wäre, wäre das ganz schön.

Gut, dass man bei Neuen keinen Kapazitätszuwachs bekommt, war mir klar. Wie denn auch? Aber evtl lassen sie nicht so schnell nach...

Viele Grüße

Gunther
 
11.12.2004
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#8
Hallo Wolfgang

Hmm, das ist nicht ganz einfach, wenn man es korrekt machen will. Üblicherweise gibt es zwei Werte für die Kapazität: C5 und C20. Das bedeutet: C5 ist die Kapazität, wenn die Batterie in 5 Stunden entladen wird, C20 in 20 Stunden. Jetzt ist es natürlich nicht ganz einfach einen Konstanten Strom so zu entnehmen, dass sie genau nach 5 bzw 20 Stunden leer ist. Aber so genau kommts ja auch nicht drauf an.
Für uns sind jedenfalls die C5 der bessere Anhaltswert, weil die Belastung im E-Auto recht hoch ist.

Ich wollte aber auch keine exakten werte, sondern eher (Reichweiten-) Vergleichswerte zu neuen Akkus, bzw zu den Ausgelutschten vor dem Pulsen. Das kann man ja recht gut beurteilen, denke ich.

Viele Grüße

Gunther
 
11.12.2004
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#9
Hallo Emil

Das ist ein guter Tip, selbstbauen wär sicher nicht schlecht. Ich hätt mir eh nur einen gekauft und den dann 11x nachgebaut (wenn das geht), für 12 x 12V = 144V ;-)
Naja, vielleicht auch nur 2 oder 3 mal, muss ja nicht alle auf einmal wiederbeleben...

Gut, dass er keine negativen Auswirkungen hat, war zu erwarten. aber die positiven?

Klar, die Schwelle bis zu der runter er arbeitet ist nicht soo wichtig, nur soll er halt die Batterie nicht komplett entladen.

Viele Grüße

Gunther
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.172
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#10
Hallo Gunther,

üblicherweise reicht es ein paar Halogenlampen anzuschliessen die etwa den C20 Strom der spezifizierten Kapazität ziehen. Natürlich wird während der Entladung zusammen mit der Spannung auch der Strom weniger, dies sollte aber für einen Vergleich keine Rolle spielen.

Verkraftet es eigentlich ein Netzteil/Ladegerät mit einstellbarer Strombegrenzung wenn man es verpolt an eine Batterie anschliesst?

Emil
 
11.12.2004
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#11
Jepp, das ist richtig. aber halt nicht ganz nach spezifikation. aber egal.

Wobei die Frage ist, ob man dann nicht mit dem Strom entladen muss, dass tatsächlich nach 20 h leer ist... Naja, definitionsfrage.

Nee, das dürften die meisten Netzgeräte nicht verkraften. Die meisten haben eine Diode von minus nach plus, und die macht das nicht mit.
Wie das bei Ladegeräten aussieht, hängt vermutlich vom Typ ab. aber auch ein Schaltnetzteil als Ladegerät macht es nicht mit, auch wegen den Dioden.

Gruß, Gunther
 
G

Georg Schütz

Guest
#12
Hallo Gunther,
du meintest, dass du deine Batterien zuwenig benutzt hast. Dann hilft es manchmal, sie langsam wieder in Fahrt zu bringen.
Falls du ein City-El besitzt kannst du z.B. einfach die Heizung (Stufe 1 = 400W entspricht 11-12A dürfte reichen) laufen lassen, bis die Spannung bei etwa 31-32V liegt. Merke dir die Laufzeit. Lade das El. und wiederhole den Vorgang. Wenn die Batterie vorher eine längere Phase der Arbeitslosigkeit oder Teilzeitbeschäftigung hatte, kannst du mit dieser Methode eine deutliche Reichweitensteigerung erzielen.
 
11.12.2004
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#13
Hallo Georg

Ich (im moment noch mein Vater) besitze einen POPelektro. Der ist etwas grösser, aber vom Prinzip her funktioniert das da natürlich genauso. Nur muss ich dann halt einen Heizlüfter mit 2Kw anschliessen, damit die Akkus nicht 2Tage zum Entladen brauchen ;-)

Das Problem ist bei dem Auto, dass er nur 1 bis 2 mal pro woche bewegt wurde, ausserdem sind die Akkus wohl nicht wirklich toll. Im Moment sind welche von Moll drin, glaube ich. Die unserer Erfahrung nach langlebigsten sind DETA. Aber die kosten halt richtig Geld...

Danke für den Tipp!

Gruß, Gunther
 
11.12.2004
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#14
Den Pulser hab ich mir heute mal gebaut. mal sehen, ob der was bringt. ist auf jeden Fall super einfach, kaum Teile drauf. Hat man in 30 Minuten gebastelt, und die Teile kosten vielleicht 5,- Euro. Und da ich in ner Elektronikfirma arbeite, ist das sogar für umme :)

Gruß, Gunther
 
R

Roland Reichel

Guest
#15
Hallo Emil,
ich habe mit Verpolen schon einige Netzgeräte geschlachtet.
Freundlicherweise hat mir Bernd Kürten bereits einige Male dann die Leistungshalbleiter ausgetauscht. Die Labornetzgeräte mit stabilisierten Ausgangsspannungen scheinen da recht empfindlich zu sein (meine Geräte kamen von Conrad). Zur Zeit ist mein 15V 30A Gerät wieder bei ihm zur Reparatur.....

Abhilfe habe ich jetzt dadurch, dass ich Akkus über ein spezielles Kabel anschließe. Im Bananenstecker für Plus habe ich eine kleine Schottkydiode integriert für max. 5 A. Damit wird Rückstrom vom Akkus ins Gerät verhindert. Seitdem gibts keine Ausfälle mehr bei meinen kleinen 40V 2,5A Geräten.

Mein "Robusta" Ladewürfel von 1989 (36V 18 A, Ringkerntrafo und Brückgleichrichter sowie Lüfter, Schalter und Messgeräte) habe ich erst einmal beim Laden von drei Mesmer-Akkus durch Verpolen mit einem lauten Knall geschlachtet. War aber nicht schlimm, denn durch den hohen Stromstoss hat sich innen die Plus-Leitung vom Brückengleichrichter schlagartig abgelötet. Nach Reparatur durch Wieder-Einlöten gings wieder einwandfrei.

Gruss, Roland Reichel
www.solarmobil.net
 
R

Roland Reichel

Guest
#16
Hallo Gunther,
Wer hat denn Megapluse Erfahrungen? ( ja wirklich, alle schreiben immer von Mega-pluse). Was ist Pluse?
Hats wirklich keiner gemerkt? Na ja, immer diese Bachstubenverwurzelungen oder Bechstubenverwarzelungen oder Buchstabenverwechselungen oder so.
Oder ist noch viel zu wenig bekannt, dass man beim Antworten auch in die Betreff-Zeile seinen eigenen Text eingeben kann?

Ich habe nur drei Megapulse Geräte im Einsatz. Spass beiseite, bei mir hats erstmal einen dummen Nebeneffekt gegeben: Die Megapulser haben mit ihren kurzen Nadelimpulsen das Fronius Ladegerät so gestört, dass es nicht mehr geladen hat. Folge: Nach vier Wochen waren die MOLL Bleisäure Akkus im CityEl echt tiefentladen mit je nur noch wenigen messbaren Volt drin.

Also: Megapulser abgeklemmt und nur mit Fronius 3020 wieder geladen, jetzt so etwa 6 Monate dran. Werde demnächst mit meinem Geyer Kapazitätsmesser mit 8 A Entladung mal wieder die Kapazität prüfen und plane auch, die Ergebnisse dann hier oder an passender Stelle mit zu veröffentlichen.

Meine Frage nun:
Ich könnte 20 oder auch 28 Pulser brauchen. Könntest Du die für mich mitbauen? Ich komme kaum noch zum Basteln von Einzelgeräten. Allerdings: es sollen Pulser für 6V Bleiakkus sein.
Machbar????

Gruss, Roland Reichel,
www.solarmobil.net
 
A

andre prellwitz

Guest
#17
vorsicht mit der heizung!!!mir ist nach dem ich die akkus mehrmals mit der heizung entladen habe die temperatursicherung auf dem heizelement durchgebrannt!
 

peter

Neues Mitglied
12.08.2015
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#18
Hallo Roland
Seit ein paar Tagen Schmulzen ich schon über den Pluser.War schön.
Zu Deinen Plusern die Du bestellt hast.
Nimm doch einfach 12V Pluser über 2 in Reihe geschaltete 6V Batts das hat den gleichen Effekt,und Du brauchst nicht so viele Pluser.HiHi.
Gruss Peter
 

Dirk H.

Neues Mitglied
05.04.2006
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#19
Hallo Roland,

ich habe mir schon vor fast zwei Jahren die von Emil per Link angegebene Schaltung (low Power Version) gebaut und an einer Motorradbatterie ausprobiert.

Leider hat das nach vier Tagen Pulsen nur dazu geführt, daß die Batterie aus irgendwelchen Gründen ihr destilliertes Wasser oberhalb der Platten (ohne Ladestrom!) vergast hat.
Eine Leistungssteigerung war nicht festzustellen.

Beim Megapulse scheint die interne Schaltung etwas besser optimiert zu sein, jedenfalls hat die gleiche Batterie nach einigen Tagen wieder so gut funktioniert, daß ich sie noch für ein Jahr benutzen konnte. Dann mußte ich sie allerdings nach erneutem Pulsen wegen Ausfall der aktiven Masse entsorgen.

Viele Grüße

Dirk
 
11.12.2004
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#20
Hallo Ronald

Scherzkeks! ;-) Ich habs aber wirklich nicht gemerkt...
Dass die Pulser das Ladegerät stören, wundert mich nicht, ich würde sie auch nicht ständig dran lassen, und wohl auch nicht unbedingt beim laden.

Bei den Pulsern, die ich gebaut habe, sollten die 6V kein Problem sein. Die haben ja nur nen NE555 drauf, und der geht auch mit 6V, wenn ich mich nicht schwer irre.
Aber meinst du das Ernst, dass ich dir 28 Stück bauen soll? Prinzipiell ist das kein so grosses Problem. Aber so viel Zeit hab ich halt auch nicht. Aber es würde sich dann sicher auch lohnen, die Platinen bei PCB-pool machen zu lassen und nur noch zu bestücken. dann geht das erheblich schneller, denke ich. Und soo teuer ist es da auch nicht.
Aber die Pulser sind halt keine Megapulser, sonder nur sowas ähnliches. Hast du mal nen Megapulser zerlegt und geschaut, was din ist?
Ich weiss nur, dass sie mit 8 anstatt mit 1 KHz takten und dass sie unter 12,8V abschalten sollen. Interessant wäre halt, wie die die Takte erzeugen. Und wie lange die Pulse sind. Sollte man recht schnell rausmessen können.

Falls das auch noch andere interessiert, könnte ich mir auch die Schaltung mal anschauen, wenn mir jemand so ein Teil zuschickt.

Gruß, Gunther
 

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