Lithium Ionen Akku HEIZEN BEI KALTEN TAGEN

Daniel Jansen

Neues Mitglied
09.12.2020
20
Grüße euch,
Also wie die Überschrift schon sagt bin ich momentan am Bau meiner Akkuheizung.
In Kurzfassung habe ich vier Akkupacks a 100zellen 10p10s 18650. Zwischen je zwei dieser Packs soll eine 35w heizmatte. Die zwei Packs samt dazwischen liegender Matte werden dann mit zwei Lagen Polsterfolie umwickelt (so bisher mein plan)

So nun aber zur eigentlichen Frage, was macht mehr Sinn.

Den Lithium Akku permanent mit Temperatur Fühler und Schaltung auf Temperatur zu halten, wenn ja auf welcher minimal Temperatur?

Oder aber den Akku mit voller Leistung sagen wir Mal 30min vor dem Start aufzuheizen?

Die Frage Stelle ich mir aus technischer Sicht, bezogen auf Erfahrungen was die Langlebigkeit angeht. Jedoch auch da ich und andere ja auch denke ich mein/ihr Fahrzeug manchmal zwei Mal am Tag nutze, manchmal aber vier Tage ohne Lademöglichkeit im Hof parke.

Was ist allgemein ratsamer, was in meinem Falle?

Das Lithium es nicht ganz knackig kalt hat ist bekannt, nur wo läge der Kompromiss..

Ich danke euch für euer Wissen und eure Zeit.

LG Daniel
 

wchriss

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30.12.2010
1.553
55
Egweil
Hallo Daniel,
also ich würde nicht permanet die Akkus auf Temperatur halten, da der Energieverbrauch hierfür zu hoch ist, insbesondere wenn das Fahrzeug wie du geschrieben hast auch mal länger steht.
Was die langlebigkeit betrifft sind eigentlich nur hohe Temperaturen schädlich, bzw. hohe Stromentnahme bei minusgraden. Laden geht natürlich bei selbigen auch nicht.
Ich bin selbst einige Jahre TWIKE gefahren und bis etwa 0° ist das mit den Zellen kein großes Problem. Klar der Spannungseinbruch ist schon doppelt so hoch wie bei etwa 20°, aber das stecken die Zellen locker weg. Wenn die gut isoliert sind gegen kälte werden die dann auch relativ schnell warm. Schnelladen ist natürlich bei den Temperaturen Tabu. Ich hab eigentlich nur im Sommer mit zu hoher Tempertur auf Langstrecke zu kämpfen gehabt.

Wenn ich das richtig rechne hast du dann 40 Zellen parallel und 36V Nennspannung. Da wird dann die Belastung der einezlenen Zelle etwa 2 fach so hoch sein wie im TWIKE. Von daher würde ich dir empfehlen nicht unter 5° plus zu gehen, sonst wird der Spannungseinbruch schon stark.
Gruß
Christian
 

saxobernd

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23.07.2020
383
Mein Mii, ich habe das erst gestern bemerkt, hat die Innenraumheizung gesern mit über 11kW Heizleistung bedient. In wenigen Minuten waren die vollen 22°C erreicht. Das darf nicht passieren, wenn es deutlich kälter wird. Nein, da würde ich mit Zeitschaltuhr extern vorheizen.
Also, das Thema interessiert mich sehr und ich werde berichten, wenn es kälter wird.
Nachdem die Temperatur erreicht war, ging der Verbrauch schnell auf 1,1 kW zurück. Damit kann ich eigentlich leben. Bei meinem Saxo benötigen das zu mehr als die Häfte schon die Nebenaggregate, die nicht ein paar Minnuten, sondern immer laufen.
Die eingebaute Wärmepumpe kühlt nur mit ungleich geringerem Energieverbrauch. Wärme: Widerstandsheizung.
Ich sehe keinen Grund, die Benzin-Webasto einzubauen. Die Sitzheizung ist übrigens hervorragend.
Keine Ahnung, wie man beim e-up (=Mii) die Batterien vorheizen kann. Mit meiner lemnet-Station könnte ich das. Heizmatte unter das Auto, oder Infrarot?
Heizdecken fürs Bett gibt es schon ab 17 Euro, sind ziemlich brandsicher. Morgens ist es am kältesten...
Die Anfangsheizleistung bei meinem Mii von gut 11 kW entspricht etwa 0,3C. Damit kann man sehr schnell aufheizen, die geht gefühlt zunächst in den Innenraum.
Leider kann ich bei den hiesigen Spezialisten Null Information bekommen.
Hier erfahre ich nun, dass gerade die Lifepos kälteempfinglicher sind und weniger robust.

Wem soll ich nun glauben? Ich fühle mich veräppelt, genau, wie bezüglich Corona.
 
Zuletzt bearbeitet:

Kamikaze

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24.08.2020
672
Ich habe eine 230V-Heizung verbaut. Das heißt meine EL-Akkus werden nur dann beheizt, wenn es auch geladen wird.
Hat den Vorteil, dass nicht Heizenergie aus dem Akku gsaugt wird, und dieser im Zweifelsfall ohne Fremdeinwirkung leer gesaugt wird während das Fahrzeug steht - andererseits muss dafür der Akku schon isoliert sein (bei mir Styropor und eine alte Isomatte), damit bei Standzeiten ohne Ladestrom der Akku nicht zu schnell auskühlt.
So bin ich bisher auch durch kalte Wintertage gekommen (letztes Jahr ein paar Tage lang -25°C).
Nachteil: Man sollte laden ehe man fährt, und zwar in meinem Fall etwa 1-2h (so lange braucht der Batterieblock, bis die Zellen durchgewärmt sind. Bringt ja nichts, wenn die nur außen warm sind und die Chemie im inneren noch eiskalt.
In meinem Fall erledigt das eine Zeitschaltuhr, die zwischen Steckdose und Ladekabel hängt. Die startet werktags morgens etwa 2h bevor ich los muss die Ladung/Heizung, und ich kann mit warmen und stramm vollen Batterien in die Arbeit gondeln. Die Standzeit dort (~10h) hält die Isolierung den Akku dann warm genug, dass die Heimfahrt kein Problem ist.
Nachteil des Ganzen: Im Sommer können die Akkus sehr heiß werden, wenn man die Isolierung nicht öffnet/entfernt. Diesen Sommer hatte ich zwischenzeitlich mal 45°C auf dem Thermometer (trotz geöffnetem Isolations-Deckels - glücklicherweise am Ende der Fahrt und mit zwei Tagen Standzeit genug Zeit zum Abkühlen). Könnte also auf Langstrecken - insb. mit Schnelladung und/oder langen Bergauffahrten (da werden die Akkus richtig heiß) ein ernstes Thema werden.
 

Daniel Jansen

Neues Mitglied
09.12.2020
20
Wenn ich das richtig rechne hast du dann 40 Zellen parallel und 36V Nennspannung. Da wird dann die Belastung der einezlenen Zelle etwa 2 fach so hoch sein wie im TWIKE. Von daher würde ich dir empfehlen nicht unter 5° plus zu gehen, sonst wird der Spannungseinbruch schon stark.
Gruß
Christian
Hallo,
Jaein, arbeite momentan an einem neuen Akku mit nochmal 150 zellen also wären es dann 55 parallel. Fahre mit 120A Strombegrenzung.

Ich tendiere momentan auch zur Aufheizung bei Fahrtantritt bzw vorher. Eine Heizung bei laden habe ich momentan indirekt da ein lifepo4 Ladegerät mittels zwei Dioden die Spannung anpasst und somit Wärme an zwei Kühlkörpern produziert (jedoch nicht direkt sie Akkus wärmt).
Mit Übertemperatur hatte ich noch nie Probleme. Nur vorgestern wirklich gemerkt wie wenig Strom kommt wenn es an die 0grad geht.

Das heizen beim laden wäre zwar schön, bei mir leider aber nicht möglich aufgrund einer Wohnung ohne Lademöglichkeit. Laden ist bei mir nur auf der arbeit und halt die öffentlichen Säulen möglich.

Was meint ihr, 30minuten vor dem Start mit 2x 35w sollten doch schon etwas bringen oder? Der Stromverbrauch hierfür wäre auch zu verkraften.

Wie heizen denn die anderen ihre Lithium Ionen Akkus? Oder fährt ihr diese langsam "warm"?:ROFLMAO:

LG Daniel
 

wchriss

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30.12.2010
1.553
55
Egweil
Was meint ihr, 30minuten vor dem Start mit 2x 35w sollten doch schon etwas bringen oder? Der Stromverbrauch hierfür wäre auch zu verkraften.
Wie heizen denn die anderen ihre Lithium Ionen Akkus? Oder fährt ihr diese langsam "warm"?:ROFLMAO:
LG Daniel
Die allermeisten hier fahren mir Lifepo4 Akkus, die sind da nicht so empfindlich.
Mit deiner Zeitangebe zum vorheizen ist relativ. Bei 0 Grad denke ich reichen 30 min, bei -10° sicherlich nicht.
Ich würde das an der Zellentemperatur fest machen wie lange Heizen must.
Dann stellt sich noch die Frage welche Strecke musst du denn Fahren ?
 

Daniel Jansen

Neues Mitglied
09.12.2020
20
Ich würde das an der Zellentemperatur fest machen wie lange Heizen must.
Dann stellt sich noch die Frage welche Strecke musst du denn Fahren ?

Das war jetzt auch meine Überlegung. Einen Knopf im Innenraum den ich drücken kann, die heizmatten gehen an bis 10grad Akkutemperatur und dann wieder aus/halten die Temperatur.

Meine Strecke ist immer die gleiche, 19,8km hin und nach dem Laden auf dem Arbeitsplatz nach 8 Stunden wieder zurück. Ladezeit ~2,5std.

LG Daniel
 

wchriss

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30.12.2010
1.553
55
Egweil
Also fast die gleiche Stecke wie ich, hab 16km. Ich habe gefragt weil bei 5 km Stecke rentiert sich ein aufheizen gar nicht. Für den Winter ist eine gute Isolierung eigentlich das a und o.

@Einen Knopf im Innenraum den ich drücken kann, die heizmatten gehen an bis 10grad Akkutemperatur und dann wieder aus/halten die Temperatur.

Ja macht so Sinn. Ich würde am Morgen in die Arbeit fahren, in der Mittagspause EL aufladen und die Heizmatten einschalten. So geht die hälfte der Zeit mit der Ladezeit und du hast etwas weniger Akkuabnutzung ;)
LG
Christian
 
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saxobernd

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23.07.2020
383
Ich habe je eine ungeheizte Garage. Manchmal wird es kalt und wir frieren. Mein MII ist dann auch eine Frierhippe. Wenn ich das richtig sehe, dann ist der Akku mitten unter dem Auto und wenn ich früh einen Heizstrahler einschalte, kann sich die Kiste von unten aus erwärmen. Hat jemand eine Ahnung, wie viele Tage es dauern kann, bis die Wärme durch den Boden gedrungen ist? Mein Fahrrad hat zwar keine Heizung, fährt aber noch, wenn der Mii eingefroren ist. Notfalls schnalle ich mir den Akku vor den Bauch. Beim Mii klappt das nicht, habe ich schon probiert.
 

Loelle

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27.01.2014
177
Moin
Ich habe in meinem Clio eine Heizfolie die man normalerweise als Fußbodenheizung nutzt unter meine LiFePo4 Zellen gelgt und mit einem
 

Loelle

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27.01.2014
177
Regler wird das ganze im Winter nachts auf 17 Grad gehalten. Funktioniert super und die Zellen brechen dann nicht zusammen.
Gruß Lölle
 

Daniel Jansen

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09.12.2020
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Stefanseiner

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29.10.2021
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Die allermeisten hier fahren mir Lifepo4 Akkus, die sind da nicht so empfindlich.
Eigentlich ist genau das Gegenteil der Fall.
LiFePo4 sollten nur bis +5°C geladen werden und ab 0°C auch nicht mehr entladen werden. Tiefere Temperaturen zerstören die Zellen.

LiIon verlieren bei tieferen Temperaturen die Fähigkeit, hohe Ströme aufzunehmen und auch abzugeben, aber dabei geht nichts irreparabel kaputt.

@ Daniel:
Ich würde versuchen durch Erhöhung der Zellenanzahl im Akkupack den maximalen Entladestrom auf 0,5A / Zelle oder niedriger zu bekommen.
Wie ist Dein AKku denn aufgebaut? EIn paar Detailfotos vom Innern würde mich mal interessieren. Und ob gelötet oder punktgeschweißt. Wie abgesichert, welches BMS. Du zerlegst und recycelst wohl Bosch eBikeakkus mit BMS-Defekt würde ich mal tippen?

Ansonsten: ich kenne mich mit dem City EL nicht aus, aber hat schonmal jemand versucht, die Batteriespannung etwas anzuheben? Dabei käme mehr Leistung bei gleichzeitig weniger Ampère am Motor an, was der Wintertauglichkeit der Zellen zu Gute kommen würde.
Ich würde aber mal tippen, dass der Motor locker etwas mehr Spannung verträgt und allenfalls vorgeschaltete Elektronikbauteile wie Controller der Flaschenhals sind.
 

Daniel Jansen

Neues Mitglied
09.12.2020
20
LiIon verlieren bei tieferen Temperaturen die Fähigkeit, hohe Ströme aufzunehmen und auch abzugeben, aber dabei geht nichts irreparabel kaputt.
.
Grüß dich,
Das ist ja Mal gut zu wissen. Ich dachte immer es wäre schädlich und bin daher immer mit ~50A Fahrstrom unterwegs gewesen. Maximal abgeriegelt auf 120A.
Die Batterie Spannung liegt Serie bei 36v (3x12v Bleibatterie).
Durch die 18650 Zellen liegt die Ladeschlussspannung gesamt nun bei 42v bis wohin ich auch lade. Entladeschluss liegt durch mein Fahrprofil bei ~34V.
Geladen wird mit 20A, die Kapazität von Akku ist momentan bei ~100AH, in den nächsten Wochen erweitert jedoch um 30Ah.
Meine Akkus sind punktgeschweißt, das Gerät ist auf dem ersten Foto oben links im Bild zu sehen.
Ich habe insgesamt momentan (wie gesagt noch) 420 Zellen verbaut 10s42p also.

Bald dann 10s56p :)
BMS ist (steinigt mich nicht) pro Pack (es gibt drei a 100zellen und eins mit 120zellen) ein günstiges aus china verbaut. Dieses überwacht aber nur das laden und Balance. Entladen wir am BMS vorbei.
Gebaut sind die Akkus mit Einzelzellenhaltern wie auf den Fotos zu sehen.
Die Zellen sind in den Packs auf die gleiche Kapazität gerechnet. Jedoch die Packs unterschiedlicher Kapazität. Zwei mit 28AH, eines mit ~33AH und eins mit ~12Ah.
Das hängt damit zusammen das ich den Akku gebaut und mit und mit erweitert habe. Aus neu gekauften, gebraucht getestet gekauften und selbst getesteten aus lauter Akkus.

Habe im Umkreis so einige Computer wie auch Fahrrad Geschäfte dazu bekommen mich ein wenig dabei zu unterstützen :D wenn dann bald alle Packs verbaut sind sind es also fünf Packs,
2x 28Ah
1x33Ah
1x12Ah
1x30Ah

Bin Mal sehr gespannt was das gibt.
Bin ja immernoch nach einem guten jedoch auch bezahlbaren BMS welches ich an alle anschließen kann. Bisher hat jedes Pack einen Stecker mit 11 Pins welche man super zusammenführen zu einem BMS könnte.

Ggf hat ja hier jemand eine Idee.

Abgesichert ist jedes Pack mit 80A, insgesamt dann noch einmal alle mit einer 200A Sicherung.
 

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Stefanseiner

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29.10.2021
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Maximal abgeriegelt auf 120A.
[...]
Ich habe insgesamt momentan (wie gesagt noch) 420 Zellen verbaut 10s42p also.
Bald dann 10s56p
Hier sehe ich das Haupt-Problem. 120A bei 56p sind rund 2,2A je Zelle. Im Sommer schaffen die das locker, im WInter - nicht.
Klar ich weiß - leichter gesagt als getan, aber ich würde versuchen, die Zellanzahl wenigstens zu verdoppeln. Das wären dann rund 1A / Zelle, das geht kurzzeitig auch im Winter klar.

Zu einem bezahlbaren BMS schau mal in den Thread hier rein, da habe ich auch was dazu geschrieben
 

Stefanseiner

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29.10.2021
67
39
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mona-stefan.de
Würde ja gerne alle meine Akku Packs an ein BMS anstecken. Also alle Stecker auf eine Leiste so das alle Stränge parallel zu einem BMS gehen.
Hmm, das wird nicht funktionieren. Ich wüsste kein BMS, das mehrere Akkupacks managen kann - und genau das bräuchtest Du ja.

Zwar hast Du alle Akkupacks parallel geschaltet, also ist die Gesamtspannung dieselbe, aber innerhalb der einzelnen Packs können die parallelen Stränge unterschiedliche Spannungen haben. Das kannst Du nur mit einem BMS je Akkupack abfragen.
 

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