LiFePo4 Blöcke als Bleiersatz - Limits? - Elektroauto Forum

LiFePo4 Blöcke als Bleiersatz - Limits?

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Kamikaze

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dennoch kann das BMS eben immer nur 4 Zellen sehen und weiß überhaupt nichts von den anderen Blöcken.
Ist also eine Zelle in auch nur einem 12V Block, wird die Ladung aller Akkus beendet.
Das gleiche gilt bei auseinanderlaufenden Zellen.
Gleicht das die Kewet-Steuerung nicht aus?
Gibt es da kein Balancing der Blöcke?
Wäre auch bei Bleiankern blöd, wenn die munter driften dürften...
 

matzetronics

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08.07.2020
997
Berlin, DE
und man dann den einzelnen Block ausfindig machen und behandeln muss.
Das ist beim Kewet kein Problem, denn der misst ja jeden 12V Block einzeln. Aber einzelne Lader kommen für mich nicht in Frage. Wie gesagt, ich lasse mir Zeit dafür und denke das alles mal in Ruhe durch. Viel mehr Kopfzerbrechen bereitet die Gewichtsfrage.

Wäre auch bei Bleiankern blöd, wenn die munter driften dürften...
Bleibatterien driften auch ohne Balancing nicht. Das wird seit Jahrzehnten in jedem 24V LKW gemacht.

Ja, klar, freigegeben schon, nur sind die dann nicht für z.B. 3000 sondern für 1000-1500 Zyklen ausgelegt,
Das darf man dabei nicht vergessen.
Eco-Worthy redet von 3000 Zyklen ohne Einschränkung durch Serien- oder Parallelschaltung.
 
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L.S.

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05.05.2021
231
Mühldorf am Inn
Batterieplätze m Kewet sind für Blöcke mit 35cm x 17cm. gedacht
Das sind ja genau die Maße von den Akkukästen im Thrige-EL! Da sollten doch eigentlich mittlerweile die günstigsten Varianten schon weitläufig bekannt sein...

aber immer noch verdammt viel Geld
Also doch nicht soo billig? Du wirst logischerweise immer günstiger kommen, wenn Du die Einzelteile direkt (aus Fernost?) beziehst, ohne Zwischenhändler und Montage. So brauchst Du z.B. auch nur ein Bms (wenn auch dann etwas teurer), wovon ja im Preis dieser Fertigblöcke jeweils eines einzeln mit eingepreist ist.

Ist also eine Zelle in auch nur einem 12V Block, wird die Ladung aller Akkus beendet.
Ich denke, das ist das Totschlagargument. Da die Bms in Reihe sind, braucht nur eines abschalten, schon ist der komplette Stromkreis getrennt (außer bei parallelen Blöcken, da würde dann der gesamte Strom durch das andere Bms fließen => bumm). Da bräuchtest du also zusätzlich einen Balancer zwischen den 12V-Blöcken, der entsprechend auch den vierfachen Ausgleichsstrom eines normalen Balancers aufbringen kann. Der würde dann vermutlich genausoviel kosten wie ein Bms für Einzelzellen mit intergiertem Balancer.
Besonders bei Bms mit Passiv-Balancern (wie in solchen Fertigblöcken), wird außerdem regelmäßiges Schnelladen dazu führen, dass die Zellen auseinanderdriften weil das Bms nicht schnell genug ausgleichen kann und nur während dem Laden aktiv ist. Besonders bei Langstrecken mit Schnelladehalten würde das die Reichweite einschränken. Daher besser aktive Balancer verbauen, bzw. Bms mit aktiven B..

beim Kewet kein Problem, denn der misst ja jeden 12V Block einzeln
Messen ja, aber jedes Bms in jedem Block hat die Möglichkeit die Verbindung zu trennen. Dagegen kann auch die Kewet-Steuerung nichts unternehmen. Im Gegenteil, wenn Blockspannungen da sind, aber eine komplett falsche oder gar keine Systemspannung gemessen wird, wird die Kewet-Steuerung unter Umständen sogar in Störung gehen (?).

3. Wenig Rückfragen beim TÜV, wenn das fertige 12V Blöcke sind, die praktisch wie die Originalbestückung aussehen.
Es gibt auch leere DIY-Cases zu kaufen, vielleicht genau in der passenden Größe, wo Du dann die richtigen Zellen selbst einbauen könntest. Sieht dann auch nach "Plug&Play" aus, wenns zu ist. Da kannst Du aber mit einheitlichem Steckersystem an ein übergeordnetes Bms anschließen. Ich denke das wäre die "cleanste" Lösung, die dann beim Tüv auch keine Fragen aufwirft.

Hier z.B. die gleiche Größe:

Hier ein paar etwas größere, wo die Maße aber vielleicht noch nicht ganz passen:

Um maximale Kapazität zu bekommen könntest Du in so ein passendes Case sogar bis zu 210Ah in einen Block reinpuzzlen (4S6P 35Ah; dann natürlich teurer als der 100Ah-Fertigakku) oder wenn Du 100Ah-Blöcke willst, wäre es zumindest billiger und technisch sicherer.

Bin gespannt welchen Weg Du gehst!
 
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matzetronics

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08.07.2020
997
Berlin, DE
also doch nicht so billig?
Im Vergleich mit Eco-Worthy 100Ah fertig für 210 Euro.

Ich denke, das ist das Totschlagargument.
Die Batterien sind explizit für Serien- und Parallelschaltung gedacht und zeigen dieses Verhalten auch in den E-Booten nicht, bei denen wir die Blöcke schon verbaut haben.
Ich möchte keine Zellen direkt von Aliexpress oder so kaufen. Zu viele Probleme und Betrug. Bei Leergehäusen ist das weniger problematisch, aber preislich dann auch nicht mehr der Unterschied, der mich vom Hocker reisst. Ich habe etwas Geld übrig für den Spass, es kommt nicht auf jeden Euro an.

Trotzdem vielen Dank für deine Mühe, im Netz nach Kästen zu suchen. Die Idee hat schon was, aber dann muss ich alter Esel 10 solche Kästen bestücken - ist nun mal leider kein 3 Blöcke Auto wie das EL.
 
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Sven Salbach

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15.03.2007
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46
Hannover
www.litrade.de
Das Problem mit der Reihenschaltung und BMS, werden auch die Boote haben, wenn nicht jetzt, dann früher oder später.
It nur eine Frage der Zeit und Alterung.
Ist es für das Überwachhungssystem vo Kewet kein Problem, wenn man den Akkustrang in der Mitte austrennt?
Ich weiß nicht, wie der die Spannung misst.
BMS Systeme gehen bei sowas meist kaputt, aber evtl ist das System im Kewet dafür auslgelegt, da es damals nicht m die hoh Genauuigkeit ankam, im Gegensatz zum Li Einzelzelle
 

L.S.

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05.05.2021
231
Mühldorf am Inn
explizit für Serien- und Parallelschaltung gedacht
Ja, genau, bis 48V(4S) oder 12P. In euren Booten habt ihr ja anscheinend geringere Anfahrströme und einen größeren Akku mit größerem Bms.
Was wenn da jetzt durch ein 100Ah-Bms dauerhaft 200A durchfließen, statt 100A, weil ein paralleles Bms bereits getrennt hat? Bei 12P geht das vielleicht gut (pro Bms 109A), aber bei 2P? Da würde ich dem Datenblatt von Eco-Worthy nicht so wirklich trauen. Und viel Spaß dabei, ein Datenblatt vom HP28SA in der 4s Konfiguration mit 100A zu finden.;) "Peak Current 200A" (laut ali***) reicht nicht weil das nur Peak ist (also für ein paar ms) und die Bms Hersteller bei der Peakangabe meistens seeehr hart an die Grenzen gehen, sprich bei 205 A für 1s fliegt Dir das Ding wahrscheinlich um die Ohren (dann trennt das Bms für immer die Verbindung 🙃 ).
Außerdem könnte es in einem 12P-System in einem Parallelen Strang mehrere getrennte Bms gleichzeitig geben, dann hättest Du ja plötzlich bei z.B. 9 Ausfällen (bei relativ ausgeglichenen Blöcken durchaus realistisch) 1200A durch 3 Blöcke, also 400A pro Bms! Mag sein dass das als Versorgungsakku mit geringen Strömen, langsamer Ladung und seltenen tiefen Entladungssituationen geht, aber als Traktionsbatterie?😬

Ich finde generell diese Fertigblöcke mit integrierten Bms sehr bedenklich, oft sind die Akus viel zu groß für das Bms, so dass es gar nicht mehr wirklich als Sicherheitseinrichtung (z.B. Schraubenschlüssel auf den Polen) funktionieren kann.

Wie willst Du dann eigentlich den Ladestand und die Parameter kontrollieren? Immer 10 Mal Bluetooth verbinden und über die App öffnen? Dann den Durchschnitt aus allem ausrechnen?
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Ich finde generell diese Fertigblöcke mit integrierten Bms sehr bedenklich, oft sind die Akus viel zu groß für das Bms, so dass es gar nicht mehr wirklich als Sicherheitseinrichtung (z.B. Schraubenschlüssel auf den Polen) funktionieren kann.
Kurzschlüsse direkt zwischen den Polen sind auch bei Einzelzellen der GAU.
Insbesondere auch, weil da gar nichts - weder BMS noch Sicherung trennen KANN.
Wie willst Du dann eigentlich den Ladestand und die Parameter kontrollieren? Immer 10 Mal Bluetooth verbinden und über die App öffnen? Dann den Durchschnitt aus allem ausrechnen?
Naja - Ah-Zähler mit Messhunt zum über die Leitung schieben gibt's für wenige Euros. Reicht aus, um einen guten Überblick über die Ladesituation zu behalten.
Das sagt aber natürlich nichts zur Akkubalance.
Aber Balancer für 4-6S-Systeme sind jetzt auch nicht soooo selten. Nur die Ausgleichsströme sind meist eher klein. Oft sind sogar die Spannungen ziemlich egal, da nur die Spannungsdifferenzen ausbalanciert werden.
 
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matzetronics

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08.07.2020
997
Berlin, DE
in einem 12P-System
Mir ist nicht ganz klar, was ein 12p System hier macht. Eco-Worthy erlaubt maximal 4p4s.
Immer 10 Mal Bluetooth verbinden und über die App öffnen? Dann den Durchschnitt aus allem ausrechnen?
Diese Blöcke haben kein BT. Ich habe aber ein hervorragendes Qualitätsladegerät von ATIB, bei dem ich alle Parameter einstellen und viele verschiedene Ladestrategien auswählen kann. Das reicht von Ladestrom über Ladeschlussspannung, Erhaltungsspannung usw. Dieses LG ist einfach auf die Blöcke zu konfigurieren.
Der Witz bei diesen Blöcken ist doch, das sie sich nach aussen wie ein Bleiblock verhalten. Und genauso denke ich sie anzuwenden.
Ich poste doch diesen Thread, weil ich hören will, ob hier jemand schon die Dinger eingesetzt hat.
(z.B. Schraubenschlüssel auf den Polen
Das haben die Bleiblöcke aber auch nicht.
Zu den Strömen: Der Kewet zieht beim Anfahren an der Ampel so typisch 130-150A, beim Cruisen mit 50km/h sinds so 60-70A.
Der grösste Stress ist die Ausfahrt aus meinem Garten, weils da steil bergauf geht. Da bin ich so bei 200-220A, für etwa 10 Sekunden.
Wie gesagt, ich suche erfahrene Anwender. Ich habe durchaus Erfahrung mit Elektronik und könnte mir sicher ein System aus Einzelzellen zusamenbauen. Aber passende Fertigblöcke sind nun mal sehr verlockend.

Naja - Ah-Zähler mit Messhunt zum über die Leitung schieben gibt's für wenige Euros. Reicht aus, um einen guten Überblick über die Ladesituation zu behalten.
Dazu habe ich im Auto zwei unabhängige Systeme. Der Kewet Carcontroller misst per Shunt Ladestrom und Entladestrom und stellt danach die Tankanzeige. Mit der Zeit soll er auch Batterien lernen, die andere als die Originalkapazität haben. Mit Schalterchen zeigt er auch Spannung und Momentanstrom an.
Zum zweiten habe ich ein Coulombmeter mit Hallsensor und einem umfangreichen Display aus dem schönen China im Armaturenbrett. Laufzeitanzeige, Spannung, Kapazität usw.

Ist es für das Überwachhungssystem vo Kewet kein Problem, wenn man den Akkustrang in der Mitte austrennt?
Ich weiß nicht, wie der die Spannung misst.
Der Carcontroller hat zwischen jedem 12V Block eine Messleitung zu den Batterien, also bei 12, 24, 36, 48 und 60V.
 
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L.S.

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05.05.2021
231
Mühldorf am Inn
Mir ist nicht ganz klar, was ein 12p System hier macht. Eco-Worthy erlaubt maximal 4p4s.
Entschuldige, es sind tatsächlich max. 4S4P (ist ja mal kryptisch, ich dachte erst 16P 🫣 ). Trotzdem würd ich mich selbst das nicht trauen, das wären ja 16 Bms, die blind vor sich hin arbeiten. Vor allem wie bekomm ich denn mit, dass eines der Bms abgeschaltet hat? Ich könnte ja munter weiterfahren bis in einem parallelen Strang das vierte Bms trennt. Und der Trennstrom wäre hierbei dann im Vollastfall 400A (per Design, nicht im Kewet).
Wenn im Kewet der max. Strom zwischen 60-150A ist, wird es beim Anfahren an der Ampel (>>1sek.) mit 150A schon eng, wenn einer der beiden parallelen Blöcke schon getrennt hat.
Und es bleibt immer noch die Frage nach der Spannungsverträglichkeit. Da muss ein Bms im Ernstfall 73V statt 58,4V trennen, ggf. sogar bei einer Last von 150A!
Ich rede hier nicht vom Fahrbetrieb zwischen 30-80% Ladezustand (klar, dass der Kewet da ohne Probleme fahren wird), sondern von den Extremsituationen, gegen die ein Bms eigentlich schützen soll.

Die Blöcke einfach wie Bleiakkus zu behandeln würde bedeuten, sie z.B. mit 14,8V pro Block zu laden, was bereits eine Überladung der LiFePos wäre. Man muss sich also schon dessen bewusst sein was man da eigentlich hat und seine Planung entsprechend anpassen.

 
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matzetronics

Aktives Mitglied
08.07.2020
997
Berlin, DE
sie z.B. mit 14,8V pro Block zu laden
Das Datenblatt sagt 14,5V
Und der Trennstrom wäre hierbei dann im Vollastfall 400A
Nö, das wären 100A, wenn man sich das Schema bei Eco-Worthy anschaut. Die 4 Stränge gehen ja nicht über 1 BMS. Auch im Kewet würde ich 2 Stränge bauen, die sich an den Enden treffen. So würde kein BMS je mehr als 100A sehen.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.953
Der Witz bei diesen Blöcken ist doch, das sie sich nach aussen wie ein Bleiblock verhalten.
Das ist eben nicht der Fall, weil ein Bleiblock kein BMS hat das abschaltet, wie z.B. beim Laden wenn eine Zelle die Abschaltspannung erreicht hat.

Für das Balancing der in Reihe geschalteten LI-Blöcke könnte man auf die Idee kommen die früher für Blei verwendeten 12/24 V Balancer ala PowerCheq und Co verwenden.

Allerdings werden diese bei der Abschaltung des BMS wahrscheinlich die negative Gesamtspannung nicht vertragen und in Rauch aufgehen.
 

Norbert

Aktives Mitglied
19.08.2018
455
79771 Klettgau
nun, Versuch mach kluch.... offenbar hat es hier noch niemand probiert um zu berichten.
bei meinem letzten 4 er hab ich 40 Zellen a 72 Ah gut vorne reingebracht und eine sogar recht grozügige 100 Ah Blei ( weil grad vorhanden ) unter den Rechten Sitz eingebaut sozusagen als eine Art Gegengewicht zum Fahrer und nach Spur korrektur war er richti toll zu fahren. Das müsste auch für gut 80 km reichen. Und andere Federn brauchts da nich. Bei meinem ersten hab ich mal neue Ferdern berechnen lassen, hatte da aber auch nur 20 Zelle a 100 ah ca. 60 kg vorne drinn. Der neue Besitzer macht es aktuel grad so das er das Laden über ein einfaches BMS mit Blauzahn ( weil vorhanden ) laufen lässt und das Entladen durch eine Victron überwacht. Ein kompacktes Akkupacket vorne kann auch gut und einfach warm gehalten werden im Winter mit einer keinen Heizplatte unte drinn. Einfach zu Isolieren, alle Zellen gleich Themperiert und im Sommer Isolierung abnehmen und gut.
 

matzetronics

Aktives Mitglied
08.07.2020
997
Berlin, DE
weil ein Bleiblock kein BMS hat das abschaltet, wie z.B. beim Laden wenn eine Zelle die Abschaltspannung erreicht hat.
Weisst du denn, das es abschaltet, oder ist das Spekulation?
Das ist eben die Frage, ich möchte jemanden ansprechen, derpraktische Erfahrungen hat.

Das übliche Verhalten eines BMS ist nämlich, das es bei Ladeschlussspannung nicht abschaltet, sondern vorbeileitet, damit die nächste Zelle weiterhin geladen werden kann.

@Norbert: Wie ich oben schrieb, werde ich das ganze an dem anderen 4er testen, wenn er hier ist. Deine Umbauten sind nämlich sehr interessant und ich würde gerne wissen, wie du das mit den Gewichten nun gelöst hast.
Spur einstellen reicht, meinst du?
Ich plane eigentlich, so viel wie möglich vorne unterzubringen, evtl. Gewicht auf die querliegende Platform für die eine Batterie zu machen und dann unter den Sitzen einzubauen, was noch gebraucht wird.
 

matzetronics

Aktives Mitglied
08.07.2020
997
Berlin, DE
schadet es dem System nicht, wenn das Akkupack z.B bei 36V unterbrochen wird
Verstehe ich leider nicht. Was meinst du mit 'unterbrochen'? Ich hatte nicht vor, da was zu unterbrechen. Ich werde den Carcontroller nur so anschliessen können, das er einen Strang misst, den anderen entweder nicht oder mit was selbstgebautem.
Ich kann nur wiederholen, das Eco-Worthy explizit die Reihenschaltung erlaubt und das auch als Solarspeicher bewirbt. Genauso die Parallelschaltung.
 

Norbert

Aktives Mitglied
19.08.2018
455
79771 Klettgau
Also 40 Zellen a 1,8 kg + Box + Ladegerät sind knapp 100 kg vorne. Dazu die ca. 30 kg Batterie ganz rechts unten Sitz gibt genug Fahrspas ohne Änderungen außer Einstellungen Spur Sturz.
 

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L.S.

Mitglied
05.05.2021
231
Mühldorf am Inn
Verstehe ich leider nicht. Was meinst du mit 'unterbrochen'? Ich hatte nicht vor, da was zu unterbrechen.
JEDES Bms trennt/unterbricht bei Über- oder Unterspannung einer Zelle die Verbindung!

Die 4 Stränge gehen ja nicht über 1 BMS. Auch im Kewet würde ich 2 Stränge bauen, die sich an den Enden treffen. So würde kein BMS je mehr als 100A sehen.
Nehmen wir mal dieses Schaubild:

Wenn also z.B. im ersten Strang in Block 3 das Bms eine Zellunterspannung entdeckt und trennt, ist der komplette Strang 1 getrennt, da ja kein Strom mehr fließen kann.

Das ist gleichbedeutend mit einer Trennung zwischen Block 3 und 4 (bzw. 2 und 3 wenn das Bms bei - trennt):

Dann fließt in diesem Fall also nicht nur über das Bms von Block 3 im zweiten Strang der volle Strom von 200A sondern durch den gesamten Strang 2, Du hast also auch nur noch die Hälfte deiner Akkukapazität (bzw. Ladung) zur Verfügung.


Das übliche Verhalten eines BMS ist nämlich, das es bei Ladeschlussspannung nicht abschaltet, sondern vorbeileitet, damit die nächste Zelle weiterhin geladen werden kann.
Mit "nächste Zelle" meinst Du wahrscheinlich den nächsten Block (bestehend aus 4 Zellen)? Das würde ja bedeuten, dass das Bms einen Kurzschluss zwischen Minuspol und Pluspol erzeugt. Da würde ich aber dabei sein wollen, wenn Du zwei Blöcke mit so einem "Bms" parallel verbindest. Aber mit ausreichendem Sicherheitsabstand, denn das gäbe ein schönes Feuerwerk 🫣 ;)

Woran Du wahrscheinlich dachtest, ist ein Balancer, der sorgt dafür, dass wenn die erste Zelle voll ist, diese wieder etwas entladen wird und die anderen Zellen weitergeladen werden, damit dann am Ende alle voll sind. Das Bms sorgt dafür, dass die Zellen in sicheren Zuständen bleiben, also Temperatur und alle Einzelzellenspannungen innerhalb bestimmter Werte liegen. Wenn einer dieser Werte nicht mehr passt, kappt das Bms die Verbindung der Akkus, um die Zelle zu schützen.
In neueren/besseren Bms sind mittlerweile Balancer mit integriert, die dann auch dafür sorgen, dass diese Einzelspannungen auch immer möglichst gleich sind und das Bms nicht aufgrund einer Zelle abschaltet, die bei Ladung oder Entladung besonders stark vorauseilt. Das Bms selbst ist aber im Prinzip nur ein sehr smarter Trennschalter.

Das Datenblatt sagt 14,5V
Eben, es sind ja auch keine Bleiakkus. Man darf sie also auf keinen Fall wie Bleiakkus behandeln!

Ich finde @Norbert s Setup sieht sehr gelungen aus, orientier dich doch daran! Wichtig ist, dass es original ausschaut, dann sagt der Prüfer da auch nichts.
Ich würde z.B. statt der Plexiglasplatte eine schwarze Abdeckung fest verbauen (dann darf es der Tüv nicht aufmachen, also auch nicht reinschauen) und einen großen gelben "Achtung Hochspannung"-Aufkleber draufkleben. Das sieht dann echt serienmäßig aus und funktioniert auch ordentlich!
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.953
Das übliche Verhalten eines BMS ist nämlich, das es bei Ladeschlussspannung nicht abschaltet, sondern vorbeileitet, damit die nächste Zelle weiterhin geladen werden kann.
Das übliche Verhalten eines BMS ist dass es bei zu hoher Spannung den Stromfluss unterbricht. Bevor das passiert versucht das BMS über Balancing ungleich geladene Zellen auszugleichen, d.h die Zelle mit der höchsten Spannung über einen Widerstand zusätzlich zu belasten. Diese Belastung ist aber bei den meisten BMS nur ein paar 100 mA groß, meist sogar deutlich geringer. Dies ist gegenüber den üblichen Ladeströmen von ein paar A viel zu klein um einen Spannungsanstieg dauerhaft zu verhindern. So steigt dann die Spannung einer Einzelzelle immer weiter an bis die Abschaltspannung erreicht ist. Dann trennt das BMS die ganze Batterie und es kann kein Strom mehr durchfließen.

Eine wirkungsvolle Verhinderung der Abschaltung wäre nur dann möglich wenn eine Kopplung zum Ladegerät bestünde und dieses vor dem Erreichen der Abschaltspannung den Ladestrom so reduzieren würde dass die Spannung nicht mehr ansteigt. Dafür gab es früher spezielle Lader die mit dem BMS gekoppelt waren. Heute gibt es solche Funktionen bei bestimmten Komponenten von Heimspeichern mit einer Kommunikation über den CAN Bus. Da steuert dann das BMS alle Ladequellen.

Bei diesen Blöcken hast Du aber diese Möglichkeiten nicht und es wird deshalb das passieren was schon beschrieben wurde. Da wird dann einer der Stränge beim Laden irgendwann mal abschalten, und dann der doppelte Strom durch den anderen fließen. Dies führt dann dort entweder wegen zu hohem Ladestrom auch zum Abschalten, oder aber weil die Spannung dann zu schnell ansteigt und ebenfalls die Spannungsgrenze erreicht wird.

Natürlich wird das soweit wie von Eco-Worthy versprochen funktionieren. Du solltest aber wissen was tatsächlich passiert, damit Du entsprechende Vorkehrungen treffen kannst. So darf der maximale Ladestrom bei der Parallelschaltung von 2 Strängen nur halb so hoch sein, damit bei der Abschaltung eines Strangs nicht gleich auch der 2-te abschaltet. Es ist auch empfehlenswert bei der Ladespannung nicht an die Grenze zu gehen, sondern etwas darunter zu bleiben. Das verlängert auch die Lebensdauer der Zellen. Dass man die Batterien nicht im vollem Zustand herumstehen lassen soll, das weißt Du sicher.

Insgesamt gesehen bleibt die Lösung mit Blocks aber eine Krücke, vor allem dann wenn man nicht mal über BT sehen kann was die Ursache eines Problems ist, und auch EInstellungen an den Parametern vornehmen kann. Ich persönlich würde die Blöcke auf jeden Fall um einen aktiven Balancer mit ein paar A pro Block erweitern, und dann nur bis etwa 13,6 - 13,8 V/Block laden. Dies reduziert die Degradation erheblich. Ich habe erst wieder eine Studie gelesen die einen Vergleich zwischen 0-100 % und 20 - 80 % laden gemacht hat. Bei 0 - 100 % lag nach 600 Zyklen die Degradation bei etwa 10 %, bei 20 -80 % bei nur etwa 2 %.
 
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Wertungen: Sven Salbach