LED-Scheinwerfer = doppelter Verbrauch?

SB

Aktives Mitglied
19.05.2006
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#1
LED-Scheinwerfer = doppelter Verbrauch?

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0,1518,445752,00.html

Ich dachte LEDs sind Sparweltmeister!
Kann mir das jemand erklären?

Grüsse Sebastian
 

Ralf Wagner

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15.03.2007
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#2
Hallo Sebastian,
ich bin Fan neuer Technik, aber bei LEDs wird gelogen ohne Ende. Ich habe dazu schon Fachvorträge gehalten...

Die Effizienz von Lampen wird in Lumen pro Watt [lm/W] gemessen, d.h. wieviel Lichtstrom bekomme ich pro elektrischer Leistung.

Zum Vergleich:

Allgebrauchsglühlampe ca 12 lm/w
LED weiß 5mm 20-25 lm/w
Hochleistungsled Lumileds bis 45lm/W
Metalldampflampe 80 lm/W
Leuchtstofflampe T5HE bis 106 lm/W

Die Led ist als heute deutlich schlechter als eine Leuchtstofflampe und auch schlechter als die bisherigen Entladungslampen im Auto, aber ca. so gut wie eine Halogenlampe.

Die LED hat viele Vorteile, aber effizienter als alles andere ist sie nicht und wird sie so schnell auch nicht. Die Zielvorstellung der Hersteller liegt bei bei 80 lm/W.

Auch bei der "Lebensdauer" wird gelogen. DIe LED brennt nicht durch wie ein Glühfaden aber sie wird je nach Bauart relativ schnell dunkler. Es macht deshalb Sinn von einer Brauchbarkeitsdauer zu sprechen. Einige low Cost 5mm LEDs trüben sich bereits nach 1000 Stunden durch die Energiereiche Strahlung deutlich ein. Bei Hochleistungsled (ab 1 Watt) würde ich von 20-50.000 Stunden Brauchbarkeitsdauer ausgehen.

Grüße
Ralf
 
#3
Hallo Sebastian,

Ich dachte LEDs sind Sparweltmeister!
Kann mir das jemand erklären?
Es scheint nur so.... aber beim Licht geht es ja um den Schein! Der Schein aber trügt, wie so oft.
Spass beiseite, für viele Anwendungsfälle reicht wenig Licht. Das Auge läßt sich leicht betrügen in dem Sinne, dass auch wenig Licht oft fürs Erkennen ausreicht. Daher können LED sehr gut dort eingesetzt werden, wo man mit 100 mW oder 1 Watt auskommt. In diesem Bereich gibt es praktisch keine vernünftigen anderen Lampen. So werden heute LED Lampen in praktisch jedem Baumarkt in ansprechenden Fassungen auch für häusliche Anwendungen angeboten, und sie brauchen in der Tat nur einige Watt - und werden dann als Sparweltmeister angeboten. Übersehen wird dabei, dass sie auch wenig Licht liefern. Die Helligkeit ist jedenfalls nach meinen unmaßgeblichen Versuchen meistens eher bescheiden. In vielen Fällen reicht es aber aus, um ein wenig Sichtbarkeit zu erreichen.
Meine 19 Euro teure LED Lampe als Ersatz für einen 20 Watt Halogen Scheinwerfer hat nach kurzer Zeit den Geist aufgegeben durch Flackern der Leuchten. Bei meiner LED Taschenlampe sind nach einiger Zeit 2 von den 5 LED dunkel. Ich bin daher sehr ernüchtert.
Wie in allen Bereichen auch wird hier wohl auch viel Mist - sprich schlechte Qualität - auf den Markt geworfen nach dem Motte: hält die Garantiezeit durch, das reicht doch. Wie Ralf schon schrieb: es gibt solche und solche, gilt auch für LED.
Trotzdem fiel mir bei der letzten Belektro-Messe in Berlin die Fülle von LED auch für ganz normale Beleuchtungszwecke auf. Da wird mächtig entwickelt und angeboten. Selbst OSRAM bietet vieles jetzt mit LED an, nachdem da in den vergqangenen Jahren eher wenig zu sehen war.

Übrigens: im Spiegel Artikel waren schon viele Antworten: Designfreiheit und lange Gebrauchsdauer wurde hier erwähnt, nicht etwa Energiesparen. Und trotzdem geht es den Automobilbauern um den Schein. Nämlich um die "Unverwechselbarkeit der Marken", mit denen man den Käufern die Scheine entlockt. Alles andere scheint nebensächlich zu sein.

Gruss, Roland
 

Karl W

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16.05.2005
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#5
Hallo Ralf,

hier wird ordentlich gepuscht :
http://www.sueddeutsche.de/,mucl1/automobil/artikel/704/94610/

Und jetzt noch eine kleine Frage die sich mir im Technik der Elektrofahrzeuge Forum gestellt hat: Gibt es Leuchtdioden ( für Signalzwecke) welche bei einem Volt leuchten können? Ich denke nein, lasse mich aber gerne belehren.

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 

R.M

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24.12.2006
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#6
Hallo

Erst mal: jede LED hat eine vom Material abhängige Betriebsspannung und das Material häng von der Leuchtfarbe ab.

Im Bereich des sichtbaren Lichts gibts kein LEDs die mit 1V funktionieren.

Es gibt jedoch Stromversorgungen für LEDs die schon ab 0,8V funktionieren.

Direkt gegen Glühlampen austauschbare LEDs gibts ab 6V (die leuchten ab ca 4,5 V)

Beim Austausch immer den Abstrahlwinkel der LEDs beachten sonst gehts schief.


Gruß

Roman
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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#7
Hallo Zusammen,
2007 ein kleines Update zur LED-Effizienz. Die Firma www.Cree.com hat den Spung auf 80 Lumen/pro Watt geschafft, d.h. eine Verdoppelung der Effizienz. Ein LED Scheinwerfer mit 3x1Watt hängt bei mit im Wohnzimmer neben einem Hochvolt Halogen Spot mit 35 Watt. Die LED ist fast so hell wie die Halogenlampe, hat aber leider noch die bekannte bläuliche Lichtfarbe. Die Warmtonversion steht noch aus, wird systembedingt aber eine schlechtere Effizinez haben.

Es tut sich was, schneller als ich dachte.

Grüße
Ralf
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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#8
Hallo Zusammen,

das nächste Update. Das LED Wettrennen geht weiter. Phillips hat mit mit der Rebel LED nachgezogen und jetzt die 100Lumen/Watt Grenze geknackt, damit ist die LED so effizient wie eine moderne Leuchtstofflampe, bzw hat diese jetzt mit 125 Lumen/W deutlich übertroffen. LED mit 140 Lumen / Watt sind noch für dieses Jahr angekündigt.

Der Systempreis liegt allerdings noch Faktor 10 höher als bei der Leuchtstofflampe. Ich spiele gerade mit den LED und bin dabei einen Teil der Beleuchtung im Haus umzustellen, auch wenn sich das wirtschaftlich noch nicht darstellen läßt.

Wenn Ihr was ausprobieren wollt, es gibt Ersatztypen für die 12V Spots (MR16) und die 230V Spots (GU10). Ich empfehle die warmweißen zu nehmen, und die Streulinse einzubauen, zu bekommen z.B. hier www.leds.com.

Die GU10 Typen gehen schon bei 30V Gleichspannung, haben ein Schaltnetzeil eingebaut lassen sich also auch im E-Fzg anschließen...z.B. für eine starke Innenbeleuchtung. Die MR16 gehen ab etwa 6V.

mfG
Ralf
 
11.05.2007
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#11
Hallo Ihr Lieben!
Kann das Zufall sein, dass vor kurzer Zeit in meinem Waschmittel meines Vertrauens von Phillips eine 100W Glühbirne als Bonus zugesetzt wurde? Es war soeine, die noch etwas früher, wegen ihrer bläulichen Farbe superteuer verkauft wurde.
Außerdem, ich (Frau) wollte für unser Kinderzimmer eine neue Lampe kaufen. Da es aber nur eine sein kann, in Strahlerform sprich dicht an der Decke, da sonst die Schranktür nicht aufgehen würde und auf der anderen Seite die Dachschräge ist, also kurz es gibt keine Strahlerfassungen indenen eine Energiesparbirne gut aussieht. Meine Gören müssen somit weiter mit einer Baustellenfassung in ihrem Zimmer leben. Die Lampenindustrie und die Birnenindustrie sind anscheinend sowieso verquert miteinander oder besser gegeneinander. Und Phillips braucht sich nicht mit irgendwelchen tollen Neuerungen rühmen, wenn sie auf die Art Arielreine Glühbirnen an die Frau bringen, die sie im Laden nicht mehr losbringen. Nur zur Info an Manfred, dass Frau manchmal nix dafür kann, wenn Energiemonster ungewollt ins Haus fallen, sprich aus der Waschbox.
Zur LED- Birne im Kühlschrank kann ich nur sagen, geht garnicht. Weil bei Kühlschrankkombinationen mit Gefrierschrank eine Glühbirne gebraucht wird, damit bei zu großer Außentemperatur innen das Licht angeht, damit der Kühlschrank innen aufwärmt und anfängt früher wieder seinen Kühlkreislauf losfahren zu lassen. Sprich von wegen Tür zu und Licht ist aus!
Fragt mal nach bei Liebher. Standby im Kühlschrank trotz Energieeffizientzeichen A.
Da soll Frau noch schlau werden.
Liebe Grüße Andrea
 

Manfred aus ObB

Bekanntes Mitglied
12.12.2006
7.087
0
#12
Hallo Sebastian


Schau da hatt der Tomi Engel was geschrieben
http://www.solarmobil.net/download/SE0507-120g.pdf

des kimmt ins Radio ( a biserl a Werbung braucht der BSM
noch untern alten Namen ;-) )

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/695163/

und dann steht sowas drinn

"Und wem die zehn Prozent mehr an Strom zuviel sind - die ließen sich durch den Einsatz von LEDs in der Beleuchtungstechnik einsparen."


Auweh Energiefakten in Zusammenhang mit dem BSM sollte man nie bis an die Quelle folgen
das entzaubert ungemein, schon wieder das gefühlte V2G Netz

"Mit den Akkus der Millionenflotte hätten sie endlich den irgendwann technisch notwendigen
Zwischenspeicher für das schwankende Angebot der Erneuerbaren Energien, etwa der geplanten Off-
Shore-Windparks. Maubach:"

Irgendeiner erzählt da den Jornalisten gezielt Humbug, den in dem Text vom Tomi Engel steht
sowas nicht drinn sondern von Wind fahren und net Zwischenspeicher, als bewußte Verbraucher
und nicht bewuste Täuschung der Öffentlichkeit.


Verärgerte Grüße aus den Bergen Manfred