Langstrecke mit Saxo electrique

Adolf Höötmann

Neues Mitglied
13.07.2006
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#1
Hallo zusammen,
nach 1000 km vermisse ich bei meinem Saxo nur noch die Möglichkeit Langstrecke zu fahren. Gut ist dabei die Möglichkeit die Akkus mit 150 A schnellzuladen (weiß jemand wo es die entsprechenden Kabel und Ladesäulen gibt und was sie kosten).
Die Hauptfrage, welche Netze solche Belastungen aushalten, scheint mir auf eine recht bestechende Weise lösbar:
Ich betreibe bei Schönebeck/Magdeburg 4km von der Autobahnabfahrt entfernt 3 Enercon E40 mit jeweils 500 kw Leistung und entsprechender Installation. Eine Anlage steht in Hamm/Westfalen und eine an der Nordseeküste bei Emden.
Ich hätte keine Probleme Schlüssel für die Anlagen an bekannte und zuverlässige E-Mobilisten weiterzureichen, die die Tankmöglickeiten nutzen wollen.
Außerdem kennen sich viele WKA-Betreiber untereinander recht gut, sodaß man einmal eine Schnellladeinfrastruktur entlang der Autobahnen andenken könnte.
Gruß A.H.
 

Detlef Waldeck

Neues Mitglied
18.03.2003
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#4
Hallo Adolf,

habe ich mir schon sowas gedacht. Was kostet solche Anlage bzw. ein"Anteil"???

Gruss
Detlef

out off Topic: mail mir mal dein Telefon

Gruss
Detlef
(auch Transe"pöl" und EL-Besitzer)
 
R

Roland

Guest
#5
Hallo zusammen,

der Saxo ist sicher bedingt auch als Langstrecken-Fahrzeug nutzbar. Meine Erfahrung mit dem AX zeigt, daß Autobahnfahrten von 75-80km selbst dann machbar sind, wenn man durchgehend die Abregelgeschwindigkeit von 95km/h (Tacho) fährt. Mehrfach hatte ich auch schon das Glück LKWs zu finden, die sich mit 85km/h recht gut an Ihre zulässige Höchstgeschwindigkeit gehalten haben. In diesen Fällen bin ich meine 70km Standdard-Autobahnstrecke auch schon mit knappen 70% gefahren. Im letzten Sommer habe ich somit eine dieser Fahrten sogar mit einem Ladezustand von 70% angetreten und konnte trotz Anzeige 0% an meinem Zielort noch ca. 5km fahren, bevor ich geladen habe.
Beim Zwischenladen mit dem eingebauten Ladegerät werden pro Stunde ca.25% Nachgeladen, so daß ich bei vorher leeren Batterien teilweise schon nach 3 Stunden den Rückweg angetreten habe.
Die angegebenen Ladezeiten von bis zu 8 Stunden beinhalten auch bei den NiCd-Batterien Ladephasen zur Ausgleichsladung, die bis zu 10% zusätzliche Kapazität bringen und auch mindestens einmal die Woche durchlaufen werden sollten. Bei mehreren Zyklen am Tag ist jedoch nicht jedesmal eine Ausgleichsladung nötig.

Mit dem Standard-Lader würde ich dem Citroen AX, Saxo und Peugeot 106 also folgende Tagesetappe zutrauen:
Start ca. 8.00 Uhr mit geladenen Batterien
Fahrt bis 9.00 Uhr => ca.90km
Laden bis 13.00Uhr => 4 Stunden und somit annähernd voll geladen
Fahrt bis 14.00Uhr => weitere 90km
Laden bis 18.00Uhr => 4 Stunden und somit annähernd voll geladen
Fahrt bis 19.00Uhr => weitere 90km
Laden bis nächsten Morgen => Ladung inkl. Ausgleichsladung

270km pro Tag wären somit bei passenden Lademöglichkeiten zu realiseren, wobei die Lademöglichkeiten haushaltsübliche 220V/16A-Steckdosen sind.
Dieser Weg wurde ja mit der Stromtankstellenliste des BSM bereits begonnen und ich denke es wäre als erster Schritt wichtiger, daß jeder von Euch auf die Suche nach Lademöglichkeiten geht, die in diese Liste eingetragen werden können.

Als zweiter Schritt könnte dann eine Schnelllade-Infrastruktur kommen. Doch die Ladung mit bis zu 150A hat leider auch Nachteile die bisher nicht genannt wurden:
Bei Ladung mit externen nicht von Citroen/Peugeot lizensierten Ladegeräten erlischt eine evtl. von vorhandene Batterie-Garantie, da mit dem Ladestrom auch die Gefahr des Übeladens einzelner Zellen und somit der Batteriewasserbedarf ansteigt. Obwohl der Orginal-Schnelllader (150A) nur bis 80% Gesamtkapazität lädt wird bereits hier zu häufigeren Batteriewasser nachfüllen geraten und darauf hingewiesen, daß eine Schnellladung nur dann durchgeführt werden soll, wenn dies wirklich nötig ist. Als Preise für den Orginal-Schnelllader war mal von mehr als 10.000Euro die Rede, was eigentlich für Citroen/Peugeot noch billig wäre, wenn man bedenkt, daß das Orginal-Ladekabel 220V/16A inkl. Kabelbaum und Buchse im Fahrzeug über 1.100Euro kosten soll !?! In den Ersatzteillisten ist das Ladekabel als Einzelteil schon auf die Schnelle nicht zu finden gewesen und erstrecht kein Schnellladekabel. Außerdem ist anzunehmen, daß das Schnellladekabel nicht einzeln verkauft wird, um den Batterie-Garantieverlust zu überwachen, da ohne Orginalstecker andere Schnelllader nur durch Änderungen am Kabelbaum bzw. zusätzliche Kabel brauchbar anzuschließen sind und dies dann sichtbar ist.
Als letztes Argument bleibt nochmal der Preis ein brauchbares Ladegerät mit 3kW oder mehr Ausgangsleistung wird bei ca. 500Euro pro KW liegen, kleine leichte Exemplare auch beim doppelten, womit ein nicht unerheblicher Express-Zuschlag fällig wird.

Darum möchte ich an dieser Stelle nochmal darum bitten zuerst die Stromtankstellen-Liste des BSM durch Melden weiterer Lademöglichkeiten zu ergänzen.

Gruss

Roland Bittner, Nürnberg
 
R

reinhold

Guest
#6
Hallo Starkstömer..
Als Ladestecker kommen nur solche von Gabelstaplerbatterien in Frage: Spannungsfest bis 600V, Stromfest je nach Baugrösse 250A+>, und!!! Codiert nach Batteriespannung.
Als Schnelllader wären natürlich SNt ideal, aber Trafos sind Robuster.
Ich würde mal über die Möglichkeit nachdenken ein Gabelstaplerladegerät zu beschaffen- gebraucht...
ich würde damit "primitiv" Zeitgesteuert (<1Std) auf max 80% Laden
Ladeleistung 10Kw kein Problem...
96V-100A wären doch auch nicht schlecht???
Das kann man zwar schlecht mitnehmen aber man könnte es an den betreffenden Stellen lagern!
Tschau
Reinhold
 
#7
Hallo Schnell-Lader und Langstreckenprofis,
treffen wir uns am 20.7. in München zur Solarparade? Im letzten Jahr konnte man dort zum Beispiel sehen:
Citroen Berlingo mit drei Einzel-Ladegeräten, damit war richtig beschleunigtes Laden möglich und die Anfahrt Zürich-München, dann die Solarparade und die Rückfahrt München-Zürich alles an einem Tag.
Dort stellte mir Herbert aus München (freiberuflich für BRUSA tätig) einen sogenannten "Booster" zur Verfügung, d.h. einen Zusatzlader. Nachteile: man braucht eine weitere Steckdose, und man muss irgendwie und irgendwo die Kabel zur Batterie anklemmen. Das ist so gefährlich, dass es eigentlich nicht veröffentlicht werden sollte. Wenn man da Fehler macht, kann es ganz schön knallen und funken. Man muss das Kabel ziemlich direkt an die Batterieanschlüsse anklemmen, was beim AX in der Elektronikbox möglich ist (ich weiss es aus eigener Erfahrung, da ich es bei meinem AX gemacht habe).
Zusatzlader bzw. Booster sind leider recht teuer. Brusa hat sicher das know-how und macht sie, sind rund 6 bis 8 kg schwer und nicht so klein, gehen aber gut. Fronius macht auch 1 kW und 3 kW Lader, die Eignung habe ich noch nicht getestet. Sind leider auch nicht zum Nulltarif zu haben. Zwei von den 1 kW Geräten habe ich (36V 20 A für City-El und 24V 30 A für meinen Simson Roller), haben je rund 1000 DM vor ein paar Jahren gekostet. Beide sind damals über EVT Konstanz (damals noch AutoSol) bezogen, Anfragen dort an Henning Postert. Mittlerweile liefern aber viele die Fronius Geräte, z.B. auch MOLL Batterien in Staffelstein.
Noch eines: Es gibt eine Stromtankstellen-Liste mit rund 150 Stromtankstellen in Deutschland, rund 500 in der Schweiz und einigen in Östereich und Frankreich. Sie ist in der Schweiz im Rahmen der Park&Charge Aktivitäten entstanden und auch von dort beziehbar, siehe www.twikeklub.ch (dort findet man auch eine Suchmöglichkeit für Stromtankstellen per Internet). In Deutschland wird die gedruckte Liste über park&Charge Deutschland geliefert, siehe www.park-charge.de (Henning Braun, Bielefeld). Ich selbst habe noch einige Exemplare hier liegen, die ich auch verschicken kann (6 Euro plus 2 euro Versankosten).
Gruss, Roland Reichel
bsm + Solarmobil Verein Erlangen
Tel. 09194 8900, Fax 09194 4262
 
#8
Hallo Adolf,
Dein Vorschlag mit Steckdosen über Schlüssel zugänglich zielt genau auf das Park&Charge System, das der bsm propagiert (aus der Schweiz übernommen).
Ja, so etwas gibt es schon! Eine Ladebox, jetzt sogar nach allen neuen Sicherheitsstandards als offizielle Stromtankstelle für Elektroautos zugelassen, und mit dem in ganz Europa einheitlichen Park&Charge Schlüssel zugänglich. Normalerweise sind dort 3 Steckdosen drin mit Sicherungsautomaten, FI-Schaltern und - wenn gewünscht - kleinen Zählern. Ja nach Absicherung der Zuleitung kann man 3,5 kW ziehen oder auch 10 kW (Drehstromanschluss).
Schau mal bei www.park-charge.de rein.

Gruss, Roland Reichel, bsm
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
0
#9
BRUSA hat ein System ("Wallbox-Elektronik" plus spezielle Stecker mit Hilfskontakt), mit dem man 230/V32A fahren kann (Stecken nur bei abgeschalteter Last).
Damit sind 7kW bei 230V möglich.

http://www.brusa.biz/products/g_ladeinfrastruktur113.htm

Gruß,
Herbert