Laden nur über Solardach der Garage möglich?

Stefanseiner

Mitglied
29.10.2021
133
39
Saarland
mona-stefan.de
Das ist eben die falsche Denkweise. Wenn Du einen Ökostromtarif hast dann lädst Du jederzeit EE Strom in Dein Fahrzeug.
Da musst Du dann aber seeehr genau hinsehen, welcher Stromanbieter tatsächlich in der Lage ist, auch nachts EE Strom zu liefern und welcher Ökostromtarif (gibt es eigentlich noch was anderes?) nur durch hinzugekaufte Ökostrompunkte seinen Graustrom (üblicher Strommix inkl. Kohle, Gas, Atom) auf dem Papier bilanziell grün gewaschen hat.
Und selbst wenn: projezier das mal perspektivisch auf das Szenario, dass alle Verpenner durch E-Autos ersetzt werden. Die wenigsten Arbeitnehmer haben so wie Du die Möglichkeit, tagsüber zu laden da sie nur 1 - 2 Mal pro Woche auf Arbeit ins Büro müssen.
Der Durchschnittsdeutsche AN ist von 8 - 17 Uhr etwa außer Haus und kann deswegen erst abends + über Nacht laden. So viel EE-Strom aus Biomasse, Wasser und Wind kannst Du nachts in Deutschland nicht produzieren.

Und nochmal:
wenn es Dir nur auf die 20% Wandlungsverluste ankommt, die ich der Allgemeinheit vorenthalte: dann leg ich eben noch ein zusätzliches PV-Modul nach und gut ist.
Ich hab 10kWp angemeldet und nochmal so viel nicht angemeldet. Das kompensiert die Wandlungsverluste um das 5-fache.
 
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Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.555
91365 Reifenberg
Noch eine Rechnung: wenn du für 150 Euro 1 kWh Lifepospeicher mit einer Lebensdauer von vollen 4000 ,Zyklen verwendest , kann dieser 4000kWh speichern. Also 37,5 Cent pro kWh reine Batterieabnutzung. Das ist zu teuer.
Oh Bernd......
Glaubet nie, was ihr so im Internet liest. Denn 150 Euro geteilt durch 4000 sind 3,75 Cent pro kWh für die Speicherung. Das ist nicht zu teuer. So ganz zum Nulltarif gibts die Speicherung nicht.

Mit solarmobilen Grüßen, Roland
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.555
91365 Reifenberg
...... dass alle Verpenner durch E-Autos ersetzt werden.
Gratuliere. Endlich werden diese Penner mal richtig beim Namen genannt.
Denn der eigentlich Skandal ist ja, dass die flächendeckend und ungefragt angelieferte Solarenergie einfach nicht genutzt wird. Na ja, ein wenig schon, aber immer noch viel zu wenig.

Im übringen (m)ein Wort zur Sinnhaftigkeit von Einspeisung von Solarstrom: Hab ich ja 20 Jahre gemacht. Aber nun ist es eine Ü20 Anlage mit der Vergütung von 3 Cent pro kWh. Da speise ich nur in den immer selten werdenden Fällen ins Netz, wenn ich es nicht mehr verbrauchen kann. Wenn ich dann endlich meine bereits im Hause vorhandenen 19 kWh Akkus noch für die Zwischenspeicherung nutzen kann: umso besser. Dann kann ich endlich wieder rückspeisen ins Heimnetzt. Sic. Also so soll es mal werden. Dass der Akku dann im Hotzenblitz stecken wird, ist ein Zusatznutzen. Man kann auch mit fahren.

Zur Zeit bleibt mir die Nutzung des Sonnenstroms durch intelligente Nutzung. Brauchwasser-Wärmepumpe über Zeitschaltung nur während der zu erwartenden Sonnenstunden, Hausgeräte händisch einschalten wenn die Sonne scheint, und das Auto geregelt mit Überschussstrom laden über die Steuerung der wallbox. So läuft es zu Zeit, und es läuft eigentlich ganz gut. Und da tagsüber meist zuhause bin, geht auch das wegspeichern des Solarüberschuss ins E-Auto ganz gut.

Mit anderen Worten: Was sinnvoll ist hinsichtlich Solar, Akku und E-Auto ist je nach Nutzung und Wohnungssituation von Fall zu Fall verschieden. Ich habs für mich durchprobiert und finde es sinnvoll und gut. Na ja, habe mit der Photovoltaik ja jetzt über 40 Jahre und mit der Elektromobilität über 35 Jahre geübt. Ich weiss also ziemlich gut, was ich da mache.

Mit solarmobilen Grüßen, Roland
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.555
91365 Reifenberg
Da musst Du dann aber seeehr genau hinsehen, welcher Stromanbieter tatsächlich in der Lage ist, auch nachts EE Strom zu liefern und welcher Ökostromtarif (gibt es eigentlich noch was anderes?) nur durch hinzugekaufte Ökostrompunkte seinen Graustrom (üblicher Strommix inkl. Kohle, Gas, Atom) auf dem Papier bilanziell grün gewaschen hat.
Windstrom, Wasserstrom und Strom aus Biomasse sind nicht von der Sonne abhängig und stellen den Grossteil des EEG Stroms bereit. Die Möglichkeit, dass wegen der Schwachlast nachts der Strom tatsächlich EEG Strom ist, ist damit sehr hoch.
Wetterabhängig - aber mittlerweile recht gut vorhersehbar und damit planbar für einige Tage - sind eigentlich nur Strom aus Wind und Sonne. Ok, etwas klimaabhängig ist auch Strom aus Wasserkraft. Aber dafür zumindest kurzfristig sehr gut speicherbar und damit optimale Regelenergie.

Gruss, Roland
 

Jan-EL

Aktives Mitglied
07.02.2011
813
Es geht :)

Ich hab die Akkus aus meinen EL wiederverwertet, sie arbeiten jetzt als Solarspeicher. Mit dem Solarspeicher fütter ich meinen VW e-up via Ladeziegel.

Die Solaranlage besteht aus einer 1 kWpeek Piratenanlage, damit wird erstmal das Haus versorgt. Der Überschuß kommt in den Solarakku.

Da absehbar war das der Überschuß nicht ausreicht hab ich zwei Panels a 400 Wpeek als Inselanlage dazu geschaltet / montiert. Die beiden Panels speisen nur den Solarakku.

Das ganze läuft jetzt seit Ende April. Bis zum August bin ich komplett mit Sonnenstrom gefahren. Ab September reicht die Sonne nicht mehr und ich tank nen Mix aus Solarakku und Landstrom. Mit der Tendenz zu immer mehr Landstrom. Ich erwarte für Dezember und Januar nahezu 100% Landstrom.

Da es keine passenden Komponenten auf dem Markt gibt mußte ich sehr viel selber bauen / entwickeln. Versucht sowas nur wenn ihr eine entsprechende Ausbildung habt.

Ich rechne mit einen Amotisierungszeitraum von ca. 10 Jahren. In der Hoffnung das meine Winstonzellen die 10 Jahre auch durchhalten. Ich hab auch mal durchgerechnet wie es aussieht wenn man die Zellen neu kauft, der Amotisierungszeitraum lag dann über 30 Jahre.

Das "Es geht" von oben muß eigentlich lauten: Es geht bei mir :) Allgemein dürfte die Antwort lauten: Macht in den meisten Fällen keine Sinn.

bis denne Jan
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
415
Ich habe mit meinem Rechenfehler ja total daneben gelegen. 3,75/kWh Batterieabnutzungskosten. Da öffnet sich eine neue Welt für uns.
Lauter solch kleine Garagendächer, dann geht die Sonne nie unter in Deutschland. Wir müssen sie dann nur noch vernetzen dürfen. Die Bauern helfen dann noch kräftig mit mit Bioenergie aus Ernteabfällen und kleine BHKWs werden endlich richtig rentabel. Wichtig: wir fangen dann auch die Stromspitzen ab, die Strommonopole so ärgern. Neue Verbündete?
Im Übrigen halte ich unser Stromnetz für zu gefährlich. Da ist Erfindergeist gefordert. 230 Volt müssen nicht überall sein.
 
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Wertungen: Stefanseiner

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.561
Lauter solch kleine Garagendächer, dann geht die Sonne nie unter in Deutschland. Wir müssen sie dann nur noch vernetzen dürfen.
Man darf sie alle vernetzen und das ist sogar ganz einfach und rentabel: Netzeinspeisung. :rolleyes:

Natürlich geht das nicht netto, denn irgendwer muss ja die Kosten für das Vernetzen tragen. Und die anderen Komponenten im Strompreis müssen auch weiterhin finanziert werden, auch von jenen die es sich leisten können eine PV-Anlage zu betreiben.
 

Andreas106

Mitglied
29.03.2011
163
Und idR ist das mit einem Job, der nicht aus Homeoffice besteht und typischerweise rund 20km oder mehr entfernt liegt, immer ein reales Problem.
D.h. über kurz oder lang brauchen wir vernünftige Speicherlösungen ...
Über kurz oder lang brauchen wir Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz.
Auch in meiner Firma gab es keine Möglichkeit zu laden. Da habe ich vor über 11 Jahren einfach angefragt, ob man nicht ein paar Steckdosen mit Zwischenzähler installieren könnte.
Und siehe da: Es ging! Ganz unbürokratisch wurden vier Außensteckdosen für Mitarbeiter installiert.
Anfangs war ich alleine, aber mit der Zeit kamen weitere Kollegen dazu. Anfang diesen Jahres wurde der Parkplatz umgebaut. Und es wurden Vorbereitungen für acht Ladestationen geschaffen.
Ich wiederhole mich gerne:
"Über kurz oder lang brauchen wir Lademöglichkeiten am Arbeitsplatz."
 

thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.544
.........ob es theoretisch möglich ist das Auto direkt über eine PV zu laden- mal angenommen ich bin immer zu Hause.
Oder geht das nur mit Überschussladen- heisst das man speist ins Netz und nur wenn die Sonne mal ganz kräftig scheint und nicht alles ins Netz kann, dann kann ich auch Auto laden?
Mal von den Aussagen von u.a. Emil mal abgesehen - ist es eine Frage mit welchem EV AUTO man das vor hat?
Im Extremfall ist es sogar wirklich möglich mit einem Dc/DC Wandler ohne Umwege ......aber das nur der "akademischen" Vollständigkeit gennant.
Die meisten werden an eine Akuelles Fahrzeug denken und moderen Wallbox
Und auch da - ist dann die frage wenn Voll oder nicht da wohin dann mit der Energie.

Wie man sieht ist die Frage weder Trivial noch pauschal im Sinne einfach zu beantworten - man muß genau definieren was man will.
Genauso die Nutzung des EV und was es können soll und was nicht.
Ob es eine Kostendeckung erreicht ist auch Abhöngig wieviel Km im Jahr gefahren werden könnensollenwollen. Ein Rentner mit nur en Paar tausend KM wäre - wahrscheinlich besser beraten den Verberenner meist stehen zu lassen un so viel wie Möglich mit einem Pedelec zu machen - und den Kaufpreis des EV Autos in PV oder Bürgerkraftwerke mit Netzspeisung zu investieren, in sehr naher Zukunft wird es Umweltpolitisch einen sehrGroßen Bedarf geben - und auch gedeckt werden können, wenn die Politischen Rahmenbedingungen geschaffen werden.

Die letzte Frage ist dann auch falsch definiert - denn die Regel würde dann eigentlich heißen " Alle Strom erstmal ins Auto und wenn das dann voll, ist den Überschuß ins Netz. Aber auch da muß man mit Kenntnissen und Grips ran weil man das eine oder andere dann an der Technik einstellen muß. Und vorher auch dann die richtige Technik kaufen die das dann wie gewüncht zuläst.
Dann ist der mögliche Anfang dann auch Erzeugsgerecht - andere Sachen zu machen also vor Einspeisuung oder Speicherung die Spülmaschine; Waschmachine und andere Sachen anzuwerfen - Sicher die Geräte mit passenden Schnittstellen sind kaum zu bekommen - da ist dann auch wieder um die Eckedenken oder DIY angesagt.
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
415
Einspeisung ins Netz halte ich für unsozial: alle Strombezieher bezahlen mächtige EEG-Gebühren, nur damit wir am Solardach für 3 Cent einspeisen dürfen, was am anderen Ende für 30 Cent wieder herauskommt. Bei mir würde der Weg über das Netz keine 100 Meter bedeuten, aber der Solardachbesitzer, ein Bäcker, darf nicht (Krefeld).
Sonst würde der es noch seinem Kollegen Schüren in Hilden nachmachen. Geht in Krefeld nicht.
Das Mittelspannungsnetz ist zu teuer und sollte möglichst bald auf Gleichstrom umgestellt werden.
Der könnte auch in die Häuser gehen mit einem potentialgetrennten Wandler im Haus, mit Gleich- und Wechselstomausgängen. Das ganze Theater mit PFC und Einzelwandlern in jedem Gerät würde entfallen.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.555
91365 Reifenberg
Ich habe mit meinem Rechenfehler ja total daneben gelegen. 3,75/kWh Batterieabnutzungskosten. Da öffnet sich eine neue Welt für uns.
Lauter solch kleine Garagendächer, dann geht die Sonne nie unter in Deutschland. Wir müssen sie dann nur noch vernetzen dürfen. Die Bauern helfen dann noch kräftig mit mit Bioenergie aus Ernteabfällen und kleine BHKWs werden endlich richtig rentabel. Wichtig: wir fangen dann auch die Stromspitzen ab, die Strommonopole so ärgern. Neue Verbündete?
Im Übrigen halte ich unser Stromnetz für zu gefährlich. Da ist Erfindergeist gefordert. 230 Volt müssen nicht überall sein.
[Ironiemodus EIN]
Grübel Grübel...... Also doch Gleichstrom. 48Volt 5A ist das Maximun der neuen USC C Schnittstelle. Würde für Pedelecs ja reichen. Aber das Auto über USC C laden? Dauert dann nur 10 Tage und Nächte, bis das Auto voll ist. Na ja. Rentner haben ja Zeit.... Na ja, Bernd, bei Deinem Auto nur 5 Tage und Nächte. Und beim alten Saxo noch weniger.

Gruss, Roland
 

offgrid

Neues Mitglied
28.07.2012
30
Ich habe seit einiger Zeit einen Trafo im Betrieb, der 230V auf 110V umsetzt um auch mit nur 600W in einer Inselanlage laden zu können (minimaler Ladestrom gemäss Norm 5A, unabhängig von Spannung). Das funktioniert problemlos, leider sinkt der Anteil der effektiv in der Batterie landenden kWh bei niedrigen Ladeleistungen beträchtlich, da der "unproduktive" Verbrauch des Bordladers und der ganzen Elektronik relativ hoch ist. Das ginge auch anders, aber ich kenne keinen E-autohersteller der sich hier besonders angestrengt hat.
 
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saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
415
Zum 1. Beitrag auf dieser Seite:
Wenn wir alle elektrisch fahren, wird der Arbeitgeber es sich sehr überlegen, ob er auf alle Elektroautofahrer verzichten muss, wenn er keine Lademöglichleit anbietet.
Eine Ladekarte für alle Anbieter, schon ist das Problem gelöst! Entsprechende Wallboxen sind im Bau. Das Finanzamt kann nicht mehr in die Suppe spucken. Ladezeit vorwählbar. Muss sein, damit die Arbeit nicht unterbrochen werden muss.
Elektrische Energiezähler sind übrigens spottbillig. Wenn man sich einig ist, müssen diese nicht amtlich geeicht sein.

Zum Solardach gehört auch ein Akku, wie meine tolle Rechnung ergeben würde. Dann kann man auch laden, wenn sanft das Mondlicht auf den Hügeln schläft.
 

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