Ladelösung - Elektroauto Forum

Ladelösung

christian_b219

Neues Mitglied
26.06.2021
7
Hallo zusammen,

ich hab n neues Auto, das nicht in die bisherige Garage passt, zum Glück haben wir eine 2. Garage am Haus, in die ich umgezogen bin. Problem an der Garage ist, dass ich nicht mal eben ne Leitung über hab und ein 16A Starkstromstecker am anderen Ende der 8m langen Garage ist (da ist noch eine Radlgarage hinten drann). Mit samt "durchfädeln" durch die Garage brauche ich mindestens 8 besser 9-10m Kabel, wenn ich mal ein Auto vor der Garage laden will eher 10-12m. Da ich erwäge einen Nachtstromtarif zu nehmen (hatte erst PV-Überschuss angedacht, aber unsere PV Anlage soll besser den Hausstromverbrauch (Mehrfamilienhaus) abdecken, Auto kann nachts laden). Jetzt bin ich da auf so ne China Ladelösung gestoßen die auf dem Papier die Eier-legende-Wollmilchsau verspricht, die Eckdaten:

- App Steuerung
- Zeitgesteuerte Aufladung
- Stromstärke einstellbar
- 12,5m Ladekabel
- max. 11kw/16Amper laden
- Umfassender Sicherheitsschutz: dé 11kW Wallbox von dé ist mit einem RCD Typ-B ausgestattet: AC 30mA + DC 6mA, der Schutz vor Fehlerstrom, Überstrom, Überspannung und Unterspannung


Was es leider nicht hat was ich eigentlich gerne gehabt hätte ist ein Überhitzungsschutz, aber gut ich regel dann einfach manuell runter, das sollte die Starkstomsteckdose schon aushalten.

Hat jemand von euch Gegenvorschläge?
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Brauchst du die CEE-Buchse denn?
Falls nicht könntest du die durch eine Kabeldose ersetzen und dort ein Kabel zu deiner Wallbox anklemmen.

Falls doch gibt es mehrere Möglichkeiten:

> die preisgünstigste:
CEE-Verlängerungskabel und "normalen" (kurzen) Ladeziegel (z.B. https://www.amazon.de/dp/B0CDBTPQLX und https://www.amazon.de/gp/product/B00BJN6GJG?smid=A2KW9XV0A6BLC6&psc=1)

Nachteil dabei: Du kannst nur entweder laden, oder die CEE-Buchse für andere Dinge verwenden. Außerdem ist eine Ladung von PV-Strom oder Ladung zu vergünstigten Zeiten nur manuell möglich, sofern nicht das Fahrzeug selbst das steuern kann.

> die flexibelste:
Die CEE-Buchse wird durch eine Unterverteilung ersetzt.
Daran kann dann die CEE-Buchse und eine (oder mehrere) Wallboxen angeschlossen werden.
In die Unterverteilung können nicht nur Sicherungen, sondern auch Sensoren (z.B. Shelly 3PM) eingebaut werden, die es erlauben die Leitung optimal aus zu nutzen, indem man die angeschlossenen Wallboxen so steuert, dass die Leistungsfähigkeit der Leitung nicht überschritten wird.

Nachteil dabei: Ist in der Einrichtung einmal aufwändig, bis alles läuft und richtig eingestellt ist. Außerdem ist eine Datenverbindung nötig. Die kann aber auch via WLAN aufgebaut werden.
Wenn man es nicht selber umfänglich vorbereiten kann, kann das ein teures Spielfeld für Elektriker werden.
(Ist aber eigentlich nicht schwer - bei Bedarf helfe ich da gerne bei der Planung.)

Vorteile dabei:
Keine neue Leitung nötig.
Zeitpläne, Lastmanagement und PV-Überschussladung sind problemlos vollautomatisch umsetzbar.
Niemand muss auf irgendwas verzichten. Auch deine Nachbarn nicht. Erfahrungsgemäß reicht eine dreiphasige 16A-Leitung problemlos aus, um 3-4 Fahrzeuge zu versorgen, sofern kein extremer Vielfahrer dabei ist. (Nicht jeder muss jeden Tag den Akku von ganz leer auf ganz voll laden.)
 
Zuletzt bearbeitet:

christian_b219

Neues Mitglied
26.06.2021
7
oha da hab ich aber gleich mehr Fragen/Kommentare
Brauchst du die CEE-Buchse denn?
Falls nicht könntest du die durch eine Kabeldose ersetzen und dort ein Kabel zu deiner Wallbox anklemmen.
Leider ja, langfristig will ich da eine neue setzen lassen, aber das dauert noch. Die Wallbox wird aktuell zum laden unseres plugin Hybriden genutzt, ist also tatsächlich bereits verplant und ich will da nichts ändern (auch wenn das aktuell für den PHEV etwas Verschwendung ist)
Falls doch gibt es mehrere Möglichkeiten:

> die preisgünstigste:
CEE-Verlängerungskabel und "normalen" (kurzen) Ladeziegel
Die CEE Verlängerungskabel sind doch nicht für Dauerbelastungen ausgelegt, oder?!? Gerade die Buchsen, sind meines Wissens nach Schwachpunkte, daher hätte ich ein Verlängerungskabel auf gar keinen Fall verwendet, weil ich da dann ja 2 Buchsen(=Schwachpunkte) mehr hätte.
Nachteil dabei: Du kannst nur entweder laden, oder die CEE-Buchse für andere Dinge verwenden. Außerdem ist eine Ladung von PV-Strom oder Ladung zu vergünstigten Zeiten nur manuell möglich, sofern nicht das Fahrzeug selbst das steuern kann.

> die flexibelste:
Die CEE-Buchse wird durch eine Unterverteilung ersetzt.
Daran kann dann die CEE-Buchse und eine (oder mehrere) Wallboxen angeschlossen werden.
In die Unterverteilung können nicht nur Sicherungen, sondern auch Sensoren (z.B. Shelly 3PM) eingebaut werden, die es erlauben die Leitung optimal aus zu nutzen, indem man die angeschlossenen Wallboxen so steuert, dass die Leistungsfähigkeit der Leitung nicht überschritten wird.
Shelly klingt ja erstmal cool, aber ein integrierter Überhitzungsschutz wäre natürlich ne sauberere Lösung. Zumal der Shelly dann eher für meine spätere langfristige Lösung interessant wäre.
Nachteil dabei: Ist in der Einrichtung einmal aufwändig, bis alles läuft und richtig eingestellt ist. Außerdem ist eine Datenverbindung nötig. Die kann aber auch via WLAN aufgebaut werden.
Das ist leider in der Garage ebenfalls eine Baustelle die ich angehen muss und noch nicht gelöst ist. Ich muss mal ganz dumm fragen, was genau muss man da planen? Welche Sensoren man verwenden will?
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
oha da hab ich aber gleich mehr Fragen/Kommentare
Dafür sind wir alle hier. Ein Forum ohne Diskussion wäre doch seltsam, oder? :)
Leider ja, langfristig will ich da eine neue setzen lassen, aber das dauert noch. Die Wallbox wird aktuell zum laden unseres plugin Hybriden genutzt, ist also tatsächlich bereits verplant und ich will da nichts ändern (auch wenn das aktuell für den PHEV etwas Verschwendung ist)
Das verstehe ich nicht.
Hast du denn nun schon eine Wallbox, oder nicht?
Was konkret ist schon verplant?
Was konkret willst du nicht ändern? (Ich dachte es geht hier darum etwas zu verändern...)
Die CEE Verlängerungskabel sind doch nicht für Dauerbelastungen ausgelegt, oder?!? Gerade die Buchsen, sind meines Wissens nach Schwachpunkte, daher hätte ich ein Verlängerungskabel auf gar keinen Fall verwendet, weil ich da dann ja 2 Buchsen(=Schwachpunkte) mehr hätte.
Jaein...
Zwar hast du recht, dass man WENN ES GEHT auf Verlängerungen verzichten sollte.
Auch ist richtig, dass die Steckverbinder im Vergleich zu festen Klemmungen Schwachpunkte sind.
ABER: Die CEE-Steckverbindungen sind sehr robust. Damit bekommst du über ein 5*2,5mm² Kabel ganz problemlos auch über Stunden die vollen 11kW übertragen.
Ist sicherlich keine Dauerlösung, aber wäre temporär absolut möglich. Nach ein paar Jahren sollte man sich die Stecker und Buchsen dann mal genauer anschauen und ggf. austauschen. (Ebenso natürlich, wenn sichtbare Schäden am Kabel oder den Steckern und Buchsen vorhanden sind.)
Wichtig dabei: NIEMALS das Kabel aufgespult bestreiben! In deinem Fall solltest du also eine Länge wählen, die dem entspricht, was du brauchst, und nicht oder nur unwesentlich länger ist.
Shelly klingt ja erstmal cool, aber ein integrierter Überhitzungsschutz wäre natürlich ne sauberere Lösung. Zumal der Shelly dann eher für meine spätere langfristige Lösung interessant wäre.
Die vorgeschlagenen Shellys waren zum Einen nur Beispiele, zum Anderen sind das nur "Stromzähler", die in Echtzeit ausgelesen werden können.
Die messen keine Temperatur, sondern lediglich den Strom, der gerade über die Leitung fließt.
Damit ließe sich dann ein Lastmanagement realisieren, das dafür sorgt, dass Wallbox(en) und CEE-Buchse zusammen die Leitung nicht überlasten (also die WB entsprechend drosselt, wenn an der CEE-Buchse auch was nuckelt).
Die Hitzesensoren sind in allen fest installierten Wallboxen, und vielen "mobilen" Ladeziegeln enthalten.
Der gängigste Schwachpunkt hier sind Schuko-Stecker. (CEE-Stecker in rot oder blau können die üblichen 16A problemlos dauerhaft übertragen, solange sie nicht beschädigt sind.)
Das ist leider in der Garage ebenfalls eine Baustelle die ich angehen muss und noch nicht gelöst ist. Ich muss mal ganz dumm fragen, was genau muss man da planen? Welche Sensoren man verwenden will?
Die Unterverteilung sollte geplant werden. Also Sicherungen, Schalter, ggf. FI, Sensoren, Zähler, usw.
Dazu kommt dann noch die Datenverbindung und das eigentliche Energie- bzw. Lastmanagementsystem.
Je nachdem, was du konkret vorhast KANN das komplex (oder sehr simpel) werden.

Werde also mal konkret:
Was genau hast du nun vor?
Was ist schon beschafft oder bestellt?
Hast du Bilder von der Situation? (Damit wir uns hier auch was darunter vorstellen können...)
Was von deinen Plänen ist schon fix, und wo willst du noch Hilfe oder Meinungen?
 

christian_b219

Neues Mitglied
26.06.2021
7
Ich hab keine Wallbox "über" es gibt eine in der 2. Garage, ich dachte deine Antwort bezieht sich darauf.
Ich lade aktuell via Schuko mit dem fexilble fast Charger von BMW, der könnte mit einem 11kw CEE16A Adapter ausgestattet werden, was im Falle der Verwendung einer Verlängerung für mich das sinnvollste wäre.

"Brauchst du die CEE-Buchse denn?" Leider ja, also ein Abklemmen geht nicht. Daher auch der Plan eine weitere Leitung in die Garage zu ziehen, ein Leerrohr ist vorhanden.

"Die Unterverteilung sollte geplant werden. Also Sicherungen, Schalter, ggf. FI, Sensoren, Zähler, usw."

Die neue Leitung hätte ich jetzt mit nem FI abgesichert, Zähler, Sensoren, ich hätte das eigentlich gerne alles integriert in ner Wallbox (das war ja auch der Reiz des von mir verlinkten Produkts), da ich mich mit Shellys/Elektroinstallationen nicht auskenne.

Fix ist, dass 2026 die Förderung der Solaranlage ausläuft in dem Zuge wollen wir einen Speicher einbauen und auf einen Nachtstromtarif umstellen, damit wir nachts Speicher und EVs laden können. Die 6kw peak (die Module stehen in nur 23° oder so von daher sind es eher 4,5-5kw peak) verbrauchen wir dort denke ich auch großteils, daher die Idee mit dem Nachtstromtarif (da ich tagsüber normal eh nicht lade und ich regelhaft 24-50kwh laden muss).
 

christian_b219

Neues Mitglied
26.06.2021
7
Anbei noch ein Schema der Garage, in rot die geplante CEE16A Dose, sowie die bestehende mit seltener Konkurrenz Nutzung. Blöd ist halt, dass der BMW den Ladeport hinten rechts hat.
 

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Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Ich hab keine Wallbox "über" es gibt eine in der 2. Garage, ich dachte deine Antwort bezieht sich darauf.
Nein. Die wurde ja bisher nicht von dir beschrieben.
Diese WB ist auf deiner Zeichnung auch nicht eingezeichnet, oder bin ich gerade blind?
Die CEE-Buchse an der Straße solltest du übrigens im Eigeninteresse abschließbar ausführen lassen.
Sogar hier im Dorf muss ich die Wallboxen sperren, wenn ich keine ungebetenen Gäste daran nuckeln (und meine wenigen Parkplätze und Garagen blockieren) sehen will.
Ich lade aktuell via Schuko mit dem fexilble fast Charger von BMW, der könnte mit einem 11kw CEE16A Adapter ausgestattet werden, was im Falle der Verwendung einer Verlängerung für mich das sinnvollste wäre.
Nunja - brauchst du dieses Mehr an Ladeleistung für deinen Hybrid denn?
Für ein vollwertiges E-Auto verstehe ich den Wunsch, aber dein Hybrid sollte doch auch an der Schuko-Buchse über Nacht easy voll werden, oder?
"Brauchst du die CEE-Buchse denn?" Leider ja, also ein Abklemmen geht nicht. Daher auch der Plan eine weitere Leitung in die Garage zu ziehen, ein Leerrohr ist vorhanden.
Wenn ein Leerrohr vorhanden ist, dann erleichtert das alle weiteren Planungen immens.
Ein eigenes Kabel für die WB ist natürlich der Königsweg.

Tipp dazu: Zieh zusammen mit dem neuen Stromkabel direkt ein LAN-Kabel und eine stabile Schnur (als zukünftige Einziehhilfe) mit ein!
Besonders, wenn die PV (oder eine andere Form von "Intelligenz" in den Ladevorgang integriert werden soll braucht es eine stabile Datenverbindung, und erfahrungsgemäß wird es mit jedem Einziehvorgang exponentiell schwieriger, etwas in ein Leerrohr ein zu ziehen.
Die neue Leitung hätte ich jetzt mit nem FI abgesichert, Zähler, Sensoren, ich hätte das eigentlich gerne alles integriert in ner Wallbox (das war ja auch der Reiz des von mir verlinkten Produkts), da ich mich mit Shellys/Elektroinstallationen nicht auskenne.
Wenn du ohnehin ein eigenes Kabel für deinen Ladepunkt planst, dann braucht es ja keine Unterverteilung.
Ich ging bisher davon aus, dass ein eigenes, neues Kabel dafür ein immenser Mehraufwand wäre. Ist ja bei dir glücklicherweise nicht der Fall.
Fix ist, dass 2026 die Förderung der Solaranlage ausläuft in dem Zuge wollen wir einen Speicher einbauen und auf einen Nachtstromtarif umstellen, damit wir nachts Speicher und EVs laden können.
Schau dir dazu auch mal die verringerten Netzentgelte nach §14a EnWG an.
Hier bei mir bietet Bayernwerk genau in der Nacht (0-5Uhr) nochmal deutlich verringerte Netzentgelte an, und die neue Wallbox (wenn sie fest installiert wird) und die Hausbatterie müssen ohnehin als "steuerbare Verbrauchseinrichtungen" ausgeführt sein.
Flexible Tarife (z.B. Tibber) sind nachts meist auch sehr günstig.
Ideal zum Auto (und im Solarwinter die Hausbatterie) laden.
Die 6kw peak (die Module stehen in nur 23° oder so von daher sind es eher 4,5-5kw peak) verbrauchen wir dort denke ich auch großteils, daher die Idee mit dem Nachtstromtarif (da ich tagsüber normal eh nicht lade und ich regelhaft 24-50kwh laden muss).
Was heißt "regelhaft 24-50kWh laden"?
Dein Hybrid dürfte diese Kapazität eher nicht mitbringen...
50kWh wären ca. 300km.
Fährst du wirklich jeden Tag so viel, oder ist das kumuliert auf "einmal die Woche aufladen", oder sowas?
 
Zuletzt bearbeitet:

Landvogt86

Neues Mitglied
01.08.2025
3
Hallo zusammen,

ich hab n neues Auto, das nicht in die bisherige Garage passt, zum Glück haben wir eine 2. Garage am Haus, in die ich umgezogen bin. Problem an der Garage ist, dass ich nicht mal eben ne Leitung über hab und ein 16A Starkstromstecker am anderen Ende der 8m langen Garage ist (da ist noch eine Radlgarage hinten drann). Mit samt "durchfädeln" durch die Garage brauche ich mindestens 8 besser 9-10m Kabel, wenn ich mal ein Auto vor der Garage laden will eher 10-12m. Da ich erwäge einen Nachtstromtarif zu nehmen (hatte erst PV-Überschuss angedacht, aber unsere PV Anlage soll besser den Hausstromverbrauch (Mehrfamilienhaus) abdecken, Auto kann nachts laden). Jetzt bin ich da auf so ne China Ladelösung gestoßen die auf dem Papier die Eier-legende-Wollmilchsau verspricht, die Eckdaten:

- App Steuerung
- Zeitgesteuerte Aufladung
- Stromstärke einstellbar
- 12,5m Ladekabel
- max. 11kw/16Amper laden
- Umfassender Sicherheitsschutz: dé 11kW Wallbox von dé ist mit einem RCD Typ-B ausgestattet: AC 30mA + DC 6mA, der Schutz vor Fehlerstrom, Überstrom, Überspannung und Unterspannung


Was es leider nicht hat was ich eigentlich gerne gehabt hätte ist ein Überhitzungsschutz, aber gut ich regel dann einfach manuell runter, das sollte die Starkstomsteckdose schon aushalten.

Hat jemand von euch Gegenvorschläge?
Vielleicht findest du hier eine passende Alternative: https://shop.einfacheauto.de/collections/11-kw-wallboxen
 

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