Kurzstrecken Wenigfahrer Battproblem

25.06.2003
138
Hallo liebe Fachleute,
ich - oder besser meine Frau - fährt seit ca. 2 1/2 Jahren ein 97´er EL. Der Wagen wird nur alle paar Tage für kurze Strecken genutzt. Also ca. 3 - 10 km.
Wir haben damals die Genesis Hawker Vlies neu gekauft und den Trafolader einstellen lassen - ich glaube damals von Kürten - hat der Händler noch veranlast.
Die Batts wurden nach jeder Fahrt geladen - wohl nicht gerade die ideale Voraussetzung für eine lange Batt-Lebensdauer :(
Ich habe keinen Bordcomputer, sondern nur eine damals schon montierte Voltanzeige. Ich weiß nicht wo die Spannung abgegriffen wird.
Nun ja, diese Anzeige geht zumindest jetzt sehr schnell - also schon nach wenigen km - schnell auf Werte von 32 - 33 Volt runter - nach dem Laden sind es noch 37,4.
Die Reichweite ist bei unter 10 km - sagt meine Frau. Der El hat schon abgeschaltet, da bei der Beschleunigung der Wert unter 28 Volt ging. Zum Glück haben wir den "Wiederbelebungsknopf", um dennoch weiter zu fahren.
Nun die Frage:
Neue Batts - wenn ja welche? Starterbatts?
HF Lader oder weiter Trafolader?
Oder die jetzigen Batts wieder Regenerieren? Wie?

Ich frue mich auf Eure Tips und Antworten

Rudi - der rote Flitzer
 
K

Karl

Guest
Hallo Rüdiger,

positiv ist doch schon, daß Ihr 2,5 a keine Probleme gehabt habt!
Ein Benziner wäre kaum günstiger gewesen. Wieviele Kilometer waren es denn dann? 500-1500?
Dazu mußt Du die standby-Verluste rechnen!
Vor allem der Eigenverbrauch der Elektronik ( ca. 300 Wh/d? )und die Selbstentladung der Batterien (eher gering) führen zu Energiedurchsatz ( wenn das Ladegerät auch noch dauernd dranhängt, wirds natürlich noch schlimmer!)

Bei bis 500 km/a ist Taxifahren sicher günstiger als El fahren!
Da helfen die besten Batterien nichts-
Für Deinen Anwendungsfall würde ich jetzt 3 Stück Starterbatterien ( bei Metro derzeit ca. 40 € mit 60 Ah) nehmen, 10 km gehen damit leicht! Und in Zukunft das Auto bei Nichtbenutzung stromlos stehen lassen!
Der Lader ist für Eure Zwecke schon in Ordnung!

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
R

Ronald Preuss

Guest
Hallo an alle,

kann dies das erwartete Ziel sein Elektrisch zu Fahren, nach dem Motto wenige km in zwei Jahren ist auch gut!. Das hört sich für mich so an als ob derjenige
der garnicht fährt den besten Schnitt macht. Manchmal bin ich nicht nur überrascht sondern verwundert, was für Argumente und Ratschläge gegeben werden.

Gruß Ronald
 
W

wotan

Guest
Hallo Ronald
Warum sollte Rüdiger nicht die optimale (preiswerteste) Lösung für das persönliche Problem suchen dürfen. Dieses war doch wohl kein Manifest im Versuch des Brechens von ökologisch- ökonomischen Rekorden. ;-)
Mfg wotan
 

Bernd Kürten

Neues Mitglied
29.04.2006
5
Hallo Herr Ueberschaer,

leider gehören Sie scheinbar zu den Fahrern, die sich erst melden, wenn sie ihre tägliche Strecke nicht mehr schaffen. Wenn man gleich bei einer Reichweitenverringerung nach der Ursache forscht, z, B. defekter Temperatursensor o. ä., tut man sich leichter, die Batterien noch zu retten.
Bei den Hawker Genesis hat sich gezeigt, dass die Empfehlungen des Batterieherstellers für den Einsatz im CityEl nichts taugen, da dieser nicht erkannt hat, was in den Batterien passiert. Hinsichtlich der Probleme mit Hawker-Batterien hatten wir sogar mal den Serviceleiter von Hawker aus den USA bei uns. Sämtliche Vorschläge von ihm hatten allerdings bestenfalls keine Auswirkung, teilweise jedoch auch zu einer Verschlechterung geführt.
Wir hatten um die Probleme zu erkennen sogar mal eine Hawker Batterie unter einem Elektronen-Rastermikroskop analysiert. Heute wissen wir was mit den Batterien passiert und können teilweise Batterien, die auf 20 % Restkapazität abgesunken sind, wieder auf Nennkapazität bringen.

Bitte setzen Sie sich telefonisch mit uns in Verbindung, dann können wir gerne zusammen klären, ob Ihre Batterien noch zu regenerieren sind.

Mit sonnigen Grüßen
Bernd Kürten
 
G

Georg Schütz

Guest
@ Bernd:
Was muss man denn tun, um Batterien, die durch Kurzstrecken und Nichtgebrauch schwächeln. wieder aufzupeppen. Das würde doch wahrscheinlich viele hier im Forum interessieren.
 

Bernd Rische

Mitglied
18.12.2003
225
Vorallendingen wenns um die Hawker Batterien geht :hot:

Denn ich bin gerade dabei meine 14 Stück zu tauschen, weil meine Reichweite nun auf 25 km (normal 35km) gesunken ist und ich aber 30 km brauche. :-(
Nagut ich bin zwar kein Wenig Fahrer aber vielleicht hilft es ja auch beim mir...

Bis denne

Berny
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
27
Hallo Berny,

wie hoch war denn bis jetzt die Laufleistung?

Gruß
Michael H.
aus Karlsruhe
 

Bernd Rische

Mitglied
18.12.2003
225
Habe mittlerweile 6.800km auf dem Tacho. Für das Fahrzeug scheinbar schon eine gute Leistung. Was mich momentan nur Ärgert, dass es mit den Batterien meine Anforderungen nicht mehr machbar ist, obwohl die Batterien noch nicht am Ende sind. Da der Leistungseinbruch langsam kam und kein plötzlicher Zusammenbruch passierte, wie man es öfters hört.

Aber nun gut, was solls. Nachdem ich gestern die Batterien ausgebaut habe, werden heute die neue eingebaut. Mal sehen wie die SSB sich in meinem Batterieschlächter verhalten ;-)

Bis denne

Berny
 
25.06.2003
138
Hallo an alle,
vielen Dank füe Eure Antworten - speziell an den "Chief of City El Electronic" Hr. Kürten.
Dieses Kompliment ist ernst gemeint, denn z.B. seit der Transistorsteuerung für die Bremsleuchten sind dort alle Probleme beseitigt.
Zurück zu den Battproblemen. Wir haben den El im Juli 2002 gekauft, weil wir mit häufigeren Fahrten gerechnet haben. Im ersten Jahr war es auch noch mehr, da damals nur ein Sohn in den KiGa ging und meine Frau so mehrmals fahren mußte. Inzwischen ist sie weniger aus Überzeugung als vielmehr aus Freude aufs Fahrrad umgestiegen und bringt die Zwei zumeist so zum Kiga. Aber bei Fahrten zu Freunden, zum Einkaufen oder im Sommer ins Freibad ( ca 15 km hin und zurück ) kommt er dann doch zum Einsatz. Auch wenn ich in der Freizeit zum Pfeiffen fahre, nehme ich gerne mal den EL.
Die reduzierte Reichweite kam auch schleichend und ich habe keine genauen Daten von meiner Frau - also keine vom El die sie mir nennt ;)
Die Batts bekam ich damals direkt vom deutschen Haupthändler - die Firma ist ca. 20 km entfernt. Sollte damnals ein Sonderpreis sein, wenn ich Werbung fahre.
Habe aber nie die Werbeaufkleber erhalten und später festgestellt das der Preis auch nicht sooo doll war - 600,- Euro für 3 Stück.
Die km-Leistung seit Einbau beträgt übrigens 2800 km.
Der Umbau des Trafos wurde übrigens - offiziell - nicht von Kürten, sondern von City El durchgeführt, aber mit dem Hinweis, das die Ladekurve nicht für Hawker, sondern für andere Batts ausgelegt ist.
Wegen der Wiederbelebung werde ich mich mit Hr. Kürten in Verbindung setzen.

Sind denn sonst alle anderen der Meinung, das Karl mit seiner Meinung zu Starterbatts und Trafolader recht hat?

Rudi - der rote Flitzer
 
K

Karl

Guest
Hallo Rüdiger,

2800 km hättest du so mit Starterbatts niemals erreicht!

Eine "Wiederbelebung" erscheint durchaus sinnvoll, wenn dich die z.B. 100 € kostet und du noch sinnvoll 1000 km fahen kannst, mehr wäre natürlich super!
Batteriekosten von 20 cts/ km sind inaktzeptabel!
Es gibt also die Möglichkeit "gute" ( und dann auch teure) Batterien möglichst gut zu pflegen, dann wird was draus.
Oder du nimmst "billige" ( die können aber die Reichweite von Anfang an nie schaffen!) und tauscht sie öfter aus.
Das Optimum wären "preiswerte" gut gepflegte, die dann vernünftig lange halten und pro Kilometer ca. 10-5 (besser weniger!) cts kosten.
Im El (seit 91!) habe ich jeweils ca. 5000 km mit einem Deta Satz ( damals 500 €, heute günstiger!) bei schlechter Pflege erreicht: 10 cts/km.
Im Saxi habe ich jetzt günstige Fließakkus, bei guter Pflege haben sie noch kaum Kapazitätsverlust bei 7000 km und derzeit bin ich auf 11 cts /km, bei der zu hoffenden km Leistung von 15.000 bei 5,5 ct/km ( das ist aber noch Zukunftsmusik! Morgen könnten sie zusammenbrechen!)

Jedes Batteriesystem muß sich an den Kosten /km messen lassen (natürlich für kleine Fahrzeuge weniger als für große) können!

Richtwert können 10 cts/ km sein, wenige liegen viel besser, die pflegen dann aber auch! Die meisten liegen deutlich schlechter.

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.445
Hallo Rudi,

durch die geringe Nutzung und wohl auch nicht immer optimale Ladeparameter sind die Batterien wohl sulfatiert.

Regenerieren kannst Du diese Batterien wenn sie einige Male entladen und dann aber mit konstanter Spannung im Bereich von 14,7 - 15,0 V sehr hohem Strom geladen werden. Dadurch wird die Sulfatschicht wieder aufgebrochen.
Die richtigen Ladeparameter findest Du auch unter http://www.batteryspecialties.com.au/genesis.htm .

Gruß,
Emil
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
Hallo Rüdiger,

ich habe bei meinem City-el 3 Megapulser eingebaut und bin gespannt, wie die Batterien reagieren, weil ich mittlerweile auch ein Wenigfahrer geworden bin (derzeitige Batterien sind zwar neu, aber zu wenig Kapazität...)

Vielleicht kannst Du dir irgendwo Megapulser ausleihen und einige Zyklen damit durchführen.

 

Andreas Eichner

Neues Mitglied
03.04.2006
29
Hallo Rüdiger,
neben Erfahrungen zu NiZn-Ackus habe ich schon öfters im Forum die richtige Behandlung von Bleibatterien erklährt (auch wenn einige anderer Meinung sind, hat sich diese Methode in der Praxis bewährt und läst sich theoretisch erklären).
Um meine alten Beiträge anzusehen, einfach "Suchen" anklicken, meinen Namen eingeben, Autor ankreuzen, als Suchzeitraum "alles" auswählen und Suche starten.

sonnen-elektrische Grüsse
Andreas Eichner
 
25.06.2003
138
13,8 Volt pro Batt?
Mein Rekord liegt bei 13,2 bis 13,3 Volt.
Ich werde mal die Entladung auf 10,5 Volt je Batt versuchen.
Sulfatieren ? Hmm wo ich sie doch ständig am Ladegerät dran habe?!?
Mal sehen was sich ändert nach den Entladungen.

Rudi - der rote Flitzer

Ach ja - hat jemand Megapulser zu verkaufen :)
 
25.06.2003
138
Ach ja, hatte ich vergessen,
Roland - ich habe doch gar keine Blei Säure Batts!
Ich habe Blei Vlies Batts. Gilt das für die auch?


Rudi - der rote Flitzer
 
B

bsm

Guest
Hallo Rüdiger,
auch Blei-Vlies Batterien sollten voll geladen werden. 13,2 V Ladeschluss erscheint mir sehr wenig.
Ich denke, dass 14 Volt besser sind.
Für die Optima (gelb) und für die Hawker Genesis waren sogar 14,5 Volt oder so angegeben. Danach sollten sie sogar freilaufend mit rund 2 bis 4 A, je nach Größe des Akkus, richtig vollgeladen werden. Die 50 Ah Optima sollte nach Erreichen der 14,5 Volt noch rund 2 Stunden oder so mit 2 A weitergeladen werden. Die Spannung konnte dabei leicht an den Klemmen bis 16 Volt hochgehen.

Also: Lad Deine Akkus mal mit hohem Strom bis 14,5 Volt hoch, dann mit kleinem Strom bis 15 Volt. Hoher Strom ist gleich 30 A oder mehr. Kleiner Strom sind 2 bis 4 A, und das für rund 2 Stunden. Dann sollten sie voll sein.
Dann fahr mal und schau, wie sie sich verhalten. Nicht leer fahren.
Lieber mit kleinem Strom - eingeschalteter Heizung oder Licht oder so - die Akkus entladen, bis sie 10,5 Volt pro 12V Block haben.

Dann wieder laden und fahren und erfahren, obs was gebracht hat. Bernd und Andreas meinen ja, dass man das evtl. wiederholen sollte. Wenn das nach drei oder viermal nichts gebracht hat, weiss ich so auf Anhieb auch nicht weiter.

Gruss, Roland Reichel, bsm
 
J

Johannes

Guest
Hallo zusammen,
genau das meine ich auch:

"Wer gießt alle diese Erkenntnisse mal in ein EPROM eine geeigneten Processors ? Damit wir endlich mal ein automatisches Ladegerät haben für alle die Nutzer, die sich um alle diese Fragen keine Gedanken machen wollen oder können..."

1. Habe ich keine Zeit mich neben mein El zu stellen und zu warten, bis jede Batterie 10,5 Volt erreicht hat, schon gleich gar nicht einmal im Monat. Es kann doch nicht sein, dass sich nicht schon jemand den Kopf dahingehend zerbrochen hat so ein o.g. beschriebenes Gerät anzubieten? Noch weniger Lust habe ich mir ein Ladegeräte zu besorgen, das wohl 80-100 A Ladeströme in meine Blöcke schicken kann ... ich frage mal lieber nicht, was das (außer einer Bastlerlösung) kosten darf.

2. Ich gehöre auch zu den Nutzern, die ihr El auf die ab und an anfallende Kurzstrecke bewegen, damit ich das mit Rapsöl betriebene Auto nicht quälen muss. Vom Umweltaspekt will ich erst nicht reden.
Meine Batteriestandzeiten sind deswegen auch nicht so toll (3000 km Banner, 2500 km SSB).

Je länger ich mich mit dem E-mobil beschäftige, desto klarer wird die Forderung nach einem vernünftig handhabbaren und auch bezahlbaren Batteriemanagement. Erst wenn diese Frage geklärt ist, werden emobile für ein breiteres Publikum interessant.
Sonst sieht die Bilanz für die meisten wohl so aus, dass sie nicht nur ganz schöne Geldbeträge investiert haben, um alternativ mobil zu sein, sondern auch sich eine Menge Ärger und Zeit hätten sparen können.

Ich wünsche jedem El-mobil Fahrer immer ausreichende Amps in den Batterien im kommenden Winter!

Johannes
 

Andreas Eichner

Neues Mitglied
03.04.2006
29
Hallo Johannes,
ich bin gerade dabei, so eine Entladeschaltung auf zu bauen.
Nach dem Prinzip: Ladegerät an Steckdose anschließen, Entladeschalter betätigen und den Rest besorgt die Schaltung.
Das Konzept ist klar, ich arbeite aber noch an ein paar Deteilproblemen.
Mit sonnen-elektrischen Grüßen
Andreas Eichner
 
25.06.2003
138
Hallo Freunde,
nach einem langen Telefonat mit Hr. Kürten habe ich einige Messungen durchgeführt.
Das Resume ist ein Temperaturfühler mit unendlichem Wiederstand und eine offensichtliche Fehlladung.
Früher hatte ich eine Spannung von über 40 Volt, wenn die Akkus voll waren - nicht das was es sein sollte aber besser als die derzeitige Spannung von 37 - 38 Volt.
Ich werde morgen einen 100 kOhm Wiederstand einbauen und dann mal die Ladekurve ermitteln.
Scheinbar sind nicht die Batts dahin, sondern die Ladung ist nicht richtig eingestellt.
Mal sehen, wie das Ergebnis ist.

Ach ja - Roland
Die Angaben mit den Strömen ist ja schön und gut, aber wie Steuer ich die Ladeströme und die Ladespannung mit dem Trafolader?

Rudi - der rote Flitzer
 

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