Kosten für Kernkraftwerke

MP

Neues Mitglied
26.05.2004
1
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#1
Hallo,

kann mir bitte jemand helfen?

Es geht wie im Betreff geschrieben um Kernenergie und zwar brauche ich Informationen über die Kosten, genauer über die Baukosten, Betriebskosten, Staatliche Subventionen etc. Falls jemand die Informationen hat bitte hier die Links zu den Infos posten. Ich bin für jede Art von Informationen Dankbar. Danke im Voraus.

MfG
MP
 
G

Georg Schütz

Guest
#2
Die fetten Subventionen für Kernkraftwerke gab es in den 70er und 80er Jahren
http://www.iavg.org/text04.htm .

Aber auch bis vor wenigen Jahren übertrafen die Subventionen/Steuererleichterungen die der regenerativen Energien (siehe Link):
http://www.energiedepesche.de/pre_cat_2-id_131-subid_988-subsubid_1322.html

Häufig fallen unter den Tisch: einige 10 Milliarden, die in Wackersdorf, in Gorleben, in Hamm-Uentrop, in Kalkar und in Hanau in den Sand gesetzt wurden (dagegen sind die Förderungskosten erneuerbarer Energien Peanuts).
 
19.01.2004
145
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Krefeld
#3
Herr Schmidt war kein Technikexperte, als er damals von Three Miles Islands beeindruckt, beschloss, den Westinghouse-Leichtwasserreaktor auf die angeblich so sichere deutsche Technik umzurüsten. Nur etwas zweifelhafte Leute waren bereit, Schmidts Wünschen nachzukommen, die Garantie war anschließend durch Schmidts Einmischung verwirkt, das Ding ging nicht ins Netz. Das Ei kostete damals über 6 Milliarden Mark, 3 Milliarden DM, statt 2 Milliarden DM, oder 1 Milliarde Euro, die solch ein 1,3 Gigawatt-elektrische Leistungs-Reaktor normalerweise kostet. Die Brennstoffkosten lagen so bei 1 Pfennig pro KWh, der KWh-Preis ohne Castor-Demonstanten-Extras bei ca. 5 Pfennigen. Strom wird zum größen Teil, wenn man ihn überhaupt nicht braucht, erzeugt. Was uns so ein Ding tatsächlich kostet, wissen wir erst, wenn Allahs Wille erst einmal geschehen ist. Soweit ich aus erster menschlicher Hand vernahm, hat Allah den Auftrag zur Sprengung längst vergeben. Sind übrigens sehr freundliche und religiöse Leute, das Sprengkommando.
Trotzdem liege ich seitdem etwas im Harnisch mit Allah, seit er solch nette Studenten dazu anstiftet, mein damaliges Lieblingsspielzeug Atomkraftwerke zu zerstören.
Mit den jetzt bald 10 Cent pro KWh Windenergie habe ich allerdings keine Probleme, bezahle ich doch jetzt inclusive Grundgebühr über 20 Cent pro KWh an den Monopolisten EON. Wir könnten also den Strompreis weiter senken, wenn wir noch viel mehr Windräder die Landschaft verschönern ließen.
Wofür brauchen die EONs übrigens so einen großen Palast mitten in Düsseldorfs Heiligtum, dem Hofgarten?
König der Monopole?
Einige hohe Herren der Veba fühlten sich wohl hinter Gefängnismauern nicht mehr so wohl? Wir erinnern uns, der Veba-Konzern wurde total umstrukturiert, seitdem die kriminellen Machenschaften aufgeflogen waren. In dem tollen Palast können diese jetzt womöglich besser untertauchen, seitdem die teuren Feuerwerke der Welaba zu Politikers Ehre nicht mehr erlaubt sind?
Gut, dass Herr Bennigsen-Foerder das alles nicht mehr miterleben musste...
Er hielt die Veba-Welt noch in Ordnung.
 
K

Karin Schäufele

Guest
#4
Ohne jede Polemik und ohne Wertung :

www.energiedepesche.de/files.php4?dl_mg_id=155&file=dl_mg_1068567437.pdf
www.uvm.baden-wuerttemberg.de/umweltplan/text/umpl194.htm
www.kernenergie.net

Gruß
Karin Schäufele
 

Adolf Höötmann

Neues Mitglied
13.07.2006
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#5
http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/umweltplan/text/umpl194.htm
Danke für den Link Ich wußte gar nicht, daß mein Windstrom so teuer ist. Nach den Daten bin ich ja schon ein paar Jahre pleite, habs aber noch nicht gemerkt.
Gruß A.H.
 
G

Georg Schütz

Guest
#6
Wenn man Kernenergie mit anderen Energieträgern so vergleicht, wie es im Link
http://www.uvm.baden-wuerttemberg.de/umweltplan/text/umpl194.htm getan wurde, ist ein Elektroauto mit NiCd-Zellen ökonomisch unschlagbar: ab einem gewissen Zeitpunkt vernachlässige ich die Anschaffungskosten und vergleiche nur noch die weiter anfallenden Kosten: Strom gegen Benzin, niedrige Wartungskosten (kaum Bremsenverschleiß, kein Ölwechsel beim Elektroauto, günstige Versicherung, kaum Steuern) gegen hohe Wartungskosten. Danach müsste fast jeder Zweitwagen einer sich nach ökonomischen Prinzipien ausrichtenden Konsumentenschaft ein Elektromobil sein.
Erstaunlich ist auch der höhere Preis für den durch Wasserkraft erzeugten Strom: hier sind die Anlagen zum Teil 50-100 Jahre alt und schon so oft abgeschrieben, dass man von Kosten nicht mehr reden kann. Der Wasserkraft wird zudem in der Fußnote angelastet, dass ihre Energieproduktion wind- und wetterabhängig sei. Gerade Stauseen sind ein hervoragender Beitrag zur spontanen Steuerung des Leistungsflusses. Leider listet das Institut auf seiner homepage nicht auf, wer ihre Drittmittel aufbringt.
 
R

Roland Reichel

Guest
#7
Oh Georg,
warum solch teuflische Nachrichten? (und dazu noch alt, mit Veröffentlichungen von 2000)?
Der Teufel steckt - so sagt man - im Detail. In Baden Württemberg ist man weiter: dort hat man - man verzeih mir dies Wortspiel - dem Teufel die Führung überlassen.
Da kommt dann in einem Umweltbericht des Jahres 2000 der faustische Konflikt mit dem Teufel sehr schön in solchen Worten heraus (zitiert):
"Der politische Umgang mit Risiken muss nach Auffassung der Landesregierung durch die größtmögliche, erreichbare Rationalität geprägt sein.
Zunächst ist es weder möglich noch wünschenswert, dass sich eine Gesellschaft gegen alle Umweltrisiken absichert, zumal mit Risiken regelmäßig auch Chancen verbunden sind."

Na prima, also für eine strahlende Zukunft !

Nachzulesen ist es schon bei Goethe im Faust: Für ein paar Vorteile jetzt verkauft man seine Seele. Oder wie die Lateiner sagen: Nomen est omen. Daran muß ich denken, wenn ich mal wieder nach Stuttgart fahre. Zum Teufel..

Eines weiss ich gewiss: Die Kernkraft trägt weltweit zum Gesamtprimärenergieaufkommen nur etwa 5 bis 6 % bei. Dafür handeln wir uns das Risiko einer wirklich langandauernden Schädigung unserer Erde ein. Eine Lösung hat selbst der Teufel nicht (der aus Stuttgart..). Das Problem kennt er (auch aus dem Umweltbericht zitiert):
- Bei einer Fortführung der Kernenergienutzung entsteht weiterer radioaktiver Abfall, der, wie der schon angefallene, sicher entsorgt werden muss.
Wie das passieren soll, sagt er nicht. Jedenfalls steht dazu im Bericht nichts. Und soviel ich weiss, will er den Atommüll auch nicht in Baden Württemberg haben.

Ich greife hier den alten und oft veröffentlichten Vorschlag auf:
Jeder Befürworter der Kernkraft stelle in seinem Keller einen halben Quadratmeter zur Verfügung, für das kleine Fäßchen Atommüll. Ist ganz sauber, und sicher.... so sagen jedenfalls die Verantwortlichen. Dann hätten wir zur flächendeckenden Versorgung auch die flächendeckende Entsorgung.

Spass beiseite, zum Elektroauto:
Wenn die Akkus funktionieren, ist es auch nach meinen Berechnungen und Erfahrungen konkurrenzlos günstig. Jedenfalls geht es mir seit zwei Jahren mit meinem AX electrique so. Außer Laden (mit Nachtstrom für ca. 10 C pro kWh entsprechend 1,50 Euro pro 100 km), ca. 15 Liter Superbenzin pro Winter für die Heizung und rund 15 Liter destilliertem Wasser für die Akkus so alle 5000 km hat er noch keinen Ärger gemacht. Steuer (die Rechnung kam gerade): 39 Euro pro Jahr, Versicherung rund 212 Euro pro Jahr, gefahren in rund 2 Jahren jetzt rund 20.000 km.

Gruss, Roland Reichel, bsm