Kokam Lithium


Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
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#1
Hallo,

hat sich jemand schon mal die Kokam Batterien angesehen?
http://www.kokamusa.com/list.htm

Gruß,
Emil
 
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Wolfgang K

Guest
#4
Zellen sind zu klein und wahrscheinlich nicht auf Hochstrom ausgelegt.
Wolfgang K
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
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#5
Hallo Wolfgang,

hast Du Dir den Link angesehen. Dort steht alles was Du wissen musst. Die Zellen mit 30 Ah und 70 Ah sind nutzbar und die Zellen sind auf eine Entladung von 2C ausgelegt.

Im Modellbau werden die kleinen Zellen mit bis zu 8C belastet. Es gibt sogar für diesen Zweck Zellen die 20C aushalten.

Hier sind ein paar weitere Dokumente zu den kleinen Zellen:
https://www.fmadirect.com/support_docs/item_1097.pdf
https://www.fmadirect.com/support_docs/item_1080.pdf
https://www.fmadirect.com/support_docs/item_1115.pdf
https://www.fmadirect.com/support_docs/item_1101.pdf
https://www.fmadirect.com/support_docs/item_1100.pdf
https://www.fmadirect.com/support_docs/item_1098.pdf

Zumindest für einen Scooter wären auch die kleinen Zellen ein Möglichkeit. Man kann relativ einfach grössere Packs zusammenstellen. Aber preislich dürfte es wohl noch zu teuer werden.

Gruß,
Emil
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
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#6
Hallo Wolfgang,

ich habe gerade nochmal ein bischen rumgerechnet.

Ein typischer CityEl hat wohl 3 12 V Batterien a 100 Ah eingebaut. Um das mit der 3,3 Ah Zelle zu erreichen braucht man rund 300 Zellen. Diese 300 Zellen hätten ein Gewicht von knapp 20 kg. Selbst in dieser Konfiguration dürfte sich die Reichweite wegen des geringeren Gewichts und des fehlenden Peukert-Effekts gegenüber den Bleibatterien um mindestens 50 % verbessern. Die Lebensdauer dürfte ebenfalls deutlich besser sein.

Wenn durch eine Sammelbestellung über 10.000 Stück zusammenkommen dann dürfte der Hersteller auch über den Preis mit sich reden lassen. :)

Bei mir wäre die Schmerzgrenze wohl so im Bereich von 5 EUR/Stück (0,5 EUR/Wh). Ähnlich viel kosten auch Standard LiIon-Zellen und auch die von TS.

Gruß,
Emil
 
K

Klaus

Guest
#7
Hallo,

...das sieht ganz nach Lithium Polymer aus. Zumindest, den Abbildungen nach zu urteilen. Bei LiPo-Akkus benötigt meines Wissens jede Zelle eine eigene Elektronik. Hat jemand `ne Lösung für unser CityEl? <b>300 Platinen</b> wären etwas viel. Läßt sich da evtl. was mit Reihen- oder Parallel-Schaltung bezüglich der Ansteuerung zusammenfassen?

Gruß,
Klaus aus dem Sauerland
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
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#8
Hallo Klaus,

die Kokam werden auf Wunsch mit Elektronik geliefert. Man braucht aber eigentlich nur 10 davon da man ja bei 36 V nur 10 Zellen in Reihe geschaltet hat. Die FETs müssen allerdings dann bis mindestens 100-150 A verkraften können.

Aber mach Dir nicht zu viele Hoffnungen. Der Preis wird das eigentliche Problem sein.

Emil
 
K

Klaus

Guest
#9
Hallo Emil,

danke für die Antwort. Ohne Hoffnung kein Leben ;-) . Irgendwo muß man anfangen, um was zu bewegen. Ok, lassen wir den Preis mal zunächst aussen vor. Das wird sicher eine große Hürde sein, um die man sich später kümmern kann.

Mein Hauptanliegen ist zunächst das einer technischen Realisation. Meinst Du, es könnte klappen, etwa 30 parallel geschaltete Zellen <b>als eine</b> anzusteuern, ohne eine Einzelzellenüberwachung? Das würde einiges vereinfachen.

Weiss jemand, wo man Infos bekommen kann, wieviele LiPo-Zellen letztlich parallel geschaltet werden können?

Auf Antwort freut sich

Klaus aus dem Sauerland
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
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#10
Hallo Klaus,

bezüglich der Verschaltung von Zellen findest Du was Hier:
https://www.fmadirect.com/support_docs/item_1115.pdf

Grundsätzlich gibt es keine Begrenzung bei der parallelen Verschaltung da es das gleiche ist als wenn Du gleich eine Zelle mit höherer Kapazität hättest. Zellen mit höherer Kapazität nutzen einmal eine größere Fläche aber auch eine interne Parallelschaltung.

Wichtig bei der Parallelschaltung ist dass alle Verbindungen möglichst gleich gut sind damit nicht eine Zelle mit guter Verbindung wesentlich stärkler Entladen wird als eine Zelle mit schlechter Verbindung. Das Risiko dass sich nach und nach Schäden einstellen vermindert man auch dadurch dass man die Zellen nicht wirklich bis zum Ende ausquetscht.

Wegen der Schutzbeschaltung die in der Regel aus zwei MOSFETs besteht ist es besser die Zahl der Zellen pro Schutzschaltung zu begrenzen. Dadurch reduzieren sich die Verluste. Ich würde Grenze so etwa bei 10 A pro MOSFET sehen da man sonst schon Probleme mit der Wärmeabführung bekommen könnte. Wenn also 100 A Strom benötigt würden dann muss man die also jeweils für 1/10 der paralelgeschalteten Zellen eine Schutzschaltung anlegen.

Man kann aber noch weiter Komponenten sparen. Anstatt für jede in Serie geschaltete Zelle Schutzschaltungen zu installieren kann man Schutzschaltungen für Zellpacks verwenden. Diese Schutzschaltungen können 4 in Reihe geschaltete Einzelzellen gleichzeitig einzeln überwachen, brauchen aber dann für diese 4 Zellen auch nur zwei MOSFETs.

Generell kannst Du mehr Informationen zu diesen Schutzschaltungen mit Google "lithium battery protection" finden. Es gibt hier eine ganze Reihe von sehr einfachen Bausteinen die mit wenigen externen Bauteilen eine Überwachung nach Überspannung, Unterspannung und Strom durchführen. Teilweise sind sogar Vorkehrungen getroffen dass z.B. eine tiefentladene Zelle erstmal nur mit einem sehr kleinen Strom geladen wird. Dies geht dann bis zu Schaltungen die pro Zelle eine Ladeelektronik haben die sogar Puls-Ladung vornimmt. Man kann dann ein völlig ungeregeltes Ladegerät mit genügend Spannung nehmen. Der Chip macht dann alles.

Ich denke aber bei unserem hobbymäßigen Einsatz reichen reine einfache Protektor-Schaltungen völlig aus.

Bezüglich des Preises der Zellen muss man nach Informationen von http://www.hyperbattery.com wohl mit Kosten von 1 $/Wh rechnen. Dies ist etwa das 3-fache der TS Zellen. Momentan sind für mich die TS-Zellen immer noch der Favorit da sie ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis haben. Mit den LiPo-Zellen würde man zwar noch vielleicht 30 % einsparen, hat aber einen wesentlich höheren Schaltungsaufwand und den 3-fachen Preis.

Gruß,
Emil
 
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Wolfgang K

Guest
#11
Wenn Li Ion, würde ich nur mit großen Zellen arbeiten, ist immer auch günstiger im Einkauf und im Handling. Maximal eine Parallelschaltung von 2 Strängen mit 40 oder mehr Ah, keine kleineren Zellen für mich.
Wolfgang K
 
17.10.2006
1
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#12
Falls jemand mal die Preise (und deren Staffelung) herausfinden kann, ich bin immer an zusätzlicher Kapazität interessiert, nominal ~276+ oder ~202+ V, mindestens um die 10 Ah jeweils!

Ach ja: Inzwischen weiß ich, wie man Daten vom Toyota Prius BAT ECU bekommen kann. Nachdem dieses Teil immer 2 NiMH Module überwacht (d.h. immer 12 Zellen a 1,2 V nominell / 1,4 V maximal => 14,4 - 16,8 V) sollte es auch möglich sein, damit gleich ganze Batteriepacks zu überwachen, immer in 4 Li-Ion Zellen-Schritten, inklusive internem Widerstand plus 4 Temperatursensoren und einem Ausgang, den man für einen Ventilator nutzen kann....

Grüße,
Richard
 

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