"Kohle aus dem Kochtopf"

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#1
Die ganze Wetterei gegen angebliches Pflanzenöl aus Brasilien könnte schon bald überholt sein:
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,428493,00.html
Prima Idee, Sicomatic habe ich im Küchenschrank, und Zitronensäure vom Entkalken auch noch :joke: !

Gruß Jens
 

Hallo

Neues Mitglied
08.05.2006
43
0
#2
Dieser Artikel ist doch einfach nur unkritsch abgeschrieben worden!
Da wird eine Energieform (feste Kohle) mit flüssigen Kraftstoff verglichen.
Im Nebensatz wird dann nochmal zugegen das die "Kohle" nochmal verflüssigt werden muss und schon ist Spiegelbericht mundgerecht und ohne offensichtliche Fehler fertiggestellt.

Interressant wäre ein Vergleich z.B. mit Biogas.
Bei Biogas können auch komplette Pflanzen umgewandelt werden in Stationär nutzbaren Anlagen (keine Autos).
Bei Biogas braucht man theroretisch nur den "grossen Mixer" um den Prozess am laufen zu halten.

Der grosse Vorteil einer "Verkohlung" wiederum würde ich teilweise sogar im Import sehen.Denn "Kohle" lässt sich "leich","sicher" und fast unbegrenzt lagern und transportieren.
Also wird diese Entwicklung den globalen Handel eher noch "anheizen",den in den Industrieländer gibt es nicht genug " nutzbare organische Abfälle"

Hallo
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#3
Hallo Hallo,

es steht doch im Artikel, dass dieses Verfahren erst jetzt entwickelt wurde, weil man primär nach flüssigen oder gasförmigen Treibstoffen gesucht hatte.

Und wo steht, dass man bei diesem Verfahren im Gegensatz zur Biogasherstellung keine ganzen Pflanzen verwenden kann?
Ich lese gleich am Anfang
Pflanzenreste verschiedenster Herkunft - vom Tannenzapfen bis zur Apfelsinenschale - taugen für die Prozedur, [...]
Außerdem ist der Ertrag dieses Verfahrens höher als bei den bisher bekannten, Biodiesel, -ethanol, BtL, ...

Wer den Regenwald retten, sollte lieber mal schauen woher seine tolle saftigen Steaks stammen, bzw. der Soja mit dem die Rindviecher gemästet wurden.

Gruß Jens
 

Hallo

Neues Mitglied
08.05.2006
43
0
#4
Hallo Jens,
meine Aussage berute auf den Hinweis im Artikel:

"Ähnlich schwach ist die Ausbeute bei den bisher üblichen Produktionsverfahren ..."
oder
"Sie erhält nahezu den gesamten in der Pflanze gespeicherten Kohlenstoff, der bei den anderen Verfahren zu großen Teilen als Kohlendioxid entweicht"

wie gesagt:
in vielen Artikeln wird nur eine Seite der dargestellt!
Heute ist die ganze Welt weiss,und morgen ist die ganze Welt schwarz.
Das nenne ich auf jeden Fall keinen objektiven Artikel.

Hallo
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#5
Wir könnten doch einmal solch eine Köhlerparty veranstalten. Jeder bringt sein eigenes Schnitzel und den Dampfkochtopf mit und dann gehts los. Ich bin schon sehr erfahren damit, Gerade gestern bekam ich noch einen Anruf, mit vollem Erfolg im Dampfkochtopf. Wie man den Meisterkoch findet? einfach dem Geruch nachgehen!
Übrigens, das ist nicht nur Kohle, was da entweicht...Phosphor, Schwefel und Stickstoff. In sehr effektvollen Verbindungen. Wie gesagt, einfach dem Geruch nach.
Jedenfalls ist der Vorschlag eine Ente. Die Teerproduktion wurde dabei verschwiegen. Aber richtig, das Endprodukt ist Kohle.- Das ist aber nicht das Problem. Das tut sich vorher auf.