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Bernhard Stroop

Mitglied
17.10.2005
259
Hallo Emil,
Danke für den Tip, ich hatte Gestern schon nach Schützen geguckt und auf Wechsler war ich schon gekommen. Die Schaltung mit dem Gaspedal ist schon nicht schlecht. Ich such jetzt erst mal nach einer 6 V Batterie und dem Schütz(Hochlastrelais) und einem Ladegerät und dann wird wieder gebastelt.

Wieviel Emil kennst Du? Wenn es nur einer ist dann bin das ich. Ja, die Welt ist klein.
Ja, du hast recht, den einen kenne ich aber ich wußte nicht, das die Welt soooo klein ist und dass uns jetzt schon mindestens 3 Interessen verbinden und das du auch so verrückt bist wie ich.
Hast du auch so ein schönes kleines Elektro-Auto? Ich bin ja erst seit September Mitglied dieser erlesenen Gemeinde, obwohl mein Interesse dafür schon lange geweckt war.

Viele Grüße an die Deinen und Hélène grüßt auch zurück

 

Christian Harde

Neues Mitglied
14.10.2004
19
Hallo.

Wenn du das jetzt so sagtst fürchte ich weiß ich wo das Problem liegt. Ich habe Netzteile mit einem Sense-Anschluss. Da ich die Spannung direkt an der Batterie messe und der Spannungsabfall an den Leitungen so kompensiert wird, liegt die Spannung die ich einstelle auch immer an der Batterie an. Es sei denn da die Netzteile auf 18A Strombegrenzt sind, fließen solange 18A bis die eingestellte Spannung erreicht ist, dann wird der Strom gedrosselt.
Temperaturkompensation? Bis JETZT noch nicht. Das denke ich werde ich dann wohl mal ändern.
Diese Netzteile verwende ich aber erst seit kurzem. Die vorher verwendeten waren nicht mit Sense-Anschluss.

Mfg. Christian
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.887
Bernhard Stroop schrieb:

Hast du auch so ein schönes kleines Elektro-Auto? Ich bin ja
erst seit September Mitglied dieser erlesenen Gemeinde,
obwohl mein Interesse dafür schon lange geweckt war.

Nein, ich habe leider keins da es kein *bezahlbares* gibt mit dem ich pro Tag 110 km (ohne Nachladen) fahren kann. Sonst wäre ich mit rund 25.000 km/Jahr unterwegs.

So fahre ich diese Strecke mit meinem SMART und erzeuge stattdessen den Strom der vielen Elektromobil-Fahrer mit meinen Anteilen an Windkraftwerken. ;)

Gruß,
Emil
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Dann ist es so, Christian. Vierdrahttechnik ist in diesem Falle tödlich. 18 Ampere, die nur in die Gasung gehen, sind eine Menge Holz.
Der negative Temperaturkoeffizient und die abnehmende Säuredichte führen zu einem unaufhaltsamen Teufelskreis, wenn man die Stromstärke nicht reduziert. Manche Ladegeräte arbeiten auch mit Deiner Sensorschaltung störungsfrei, weil sie rechtzeitig die Stromstärke zurückfahren oder sogar eine Ladepause zwecks Abkühlung einlegen. In diesem Fall reicht eine im Ladegerät eingebaute Temperaturkompensation.

Vielleicht erholen sich die Batterien ja ein wenig, wenn Du jetzt, vor allem zum Schluss, sehr vorsichtig lädtst, GANZ ohne Gasung? Manche isolierte "Inseln" auf den Platten verschweißen sich ja wieder mit der Umgebung. Nur, bei den "Banner" hatte ich da nicht so viel Erfolg.

 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
4.178
91365 Reifenberg
Hallo Bernd, hallo Manfred,
jetzt bin ich doch dem vielfach geäußerten Wunsch von Bernd nachgekommen, und habe die Temperaturkurven laut Exide Handbuch zu Traktionsbatterien in die entsprechenden Beiträge im FAQ Forum reingestellt.
siehe hierzu auch meinen Beitrag vom 28.7.2005 im Batterieforum:
http://forum.myphorum.de/read.php?f=567&i=6330&t=6330

Der Vorschlag von Bernd, dies zu tun, war schon gerechtfertigt und gut, und deshalb ich ich mir die Arbeit doch gemacht, trotz dem gutgemeinten Köchelsseevorschlag, hier nicht als Hiwi von Bernd zu arbeiten.

Denn durch das FAQ Forum und die Beantwortung häufiger Fragen wollte ich mir, Ralf Wagner und anderen eigentlich die Arbeit ersparen, auf die immer wieder gestellten Fragen auch immer wieder antworten zu müssen. Daher wäre es schon gut, dass in den FAQ Foren diese Fragen auch wirklich beantwortet werden.
Dabei bin ich mir schon bewußt, dass die FAQ Antworten auch nicht statisch sind, sondern wachsen und gedeihen. Mit anderen Worten: wenn ich selbst der Meinung bin, dass die dort gegebenen Hinweise unvollständig sind, so werden die Beiträge erweitert.
Zum Verständnis: die dortigen Antworten sind nicht statisch. Ich (und einige andere) haben die Möglichkeit, auch bestehende Beiträge jederzeit zu editieren, also zu ändern durch Löschungen oder Ergänzungen. Und wenn ich es für nötig halte, ergänze ich auch oder verbessere. Und in diesem Sinne nehme ich Hinweise aus den anderen Foren schon auf.

Und nochwas: Da in den anderen Foren eigentlich schon viele gute Antworten drin sind, werde ich in den FAQ Foren nicht alles neu machen, sondern nur zusammenfassen und auf die vielen Lösungen in den anderen Foren verlinken und vernetzen. Diese Vernetzung kann auch noch weiter gehen, denn ich surfe ja nicht nur in den Elweb-Foren herum, sondern gehe auch fremd, sozusagen.

Gruss, Roland
P.S. Ausnahmsweise habe ich die persönlichen Hinweise mit Nennung meines Namens mal nicht gelöscht. Mit anderen Worten: wenns von der Sache ok ist, und auch nicht verletzend oder beleidigend, kann ich es ertragen. Wenn nicht, wirds gnadenlos gelöscht.
 
B

Bernd M

Guest
Der Link bei Exide für Batterien der Serie FF (flüssige Säure)
http://www.elektrotec-berlin.de/download/de/ClassicHandbuchTeil2.pdf

-Inbetiebnahme Seite 24
-elekolitdichte im zusammenhang mit der Themperatur Seite 30
-Wechselstrom/Verbraucher Seite 31
-Im Themperaturbereich von 10° bis 30° ist ein Laden ohne Themperaturausgleich möglich Seite 33
-Ausgleichsladung Seite 41
-Temperatureinfluß auf die Elektrolytdichte Seite 52

Bernd M
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
4.178
91365 Reifenberg
Hallo Bernd M.,
auch dieses Handbuch gefällt mir, obwohl es weniger für Traktionsbatterien gilt. GroE ist doch mehr stationär, die anderen dort beschriebenen Typen auch.
.
Ich habe rund eine Tonne GroEH bei mir rumstehen, Glas-Einzelzellen 2 Volt 330 Ah, zusammen 48 Volt. Als so eine Art Notstromversorgung fürs Haus. Die halten, wenn sie gut gepflegt werden, übrigens viele viele Jahre. Nur für meinen CityEl sind sie zu schwer, und im AX electrique sind NiCd von SAFT drin, die sozusagen noch fast neu sind (erst 55.000 km gelaufen).

Mit anderen Worten: Beim Lesen des Handbuches beachten, dass doch andere Batterietypen gemeint sind. Trotzdem sind viele Hinweise auch für Traktionsakkus ganz brauchbar. Insobesondere die Relation Elektrolytdichte in Abhängigkeit der Temperatur habe ich so noch nirgendwo gefunden.

Gruss, Roland
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.887
Bernd M schrieb:

-Im Themperaturbereich von 10° bis 30° ist ein Laden ohne
Themperaturausgleich möglich Seite 33

Zu beachten ist hier dass dies die Säuretemperatur ist und nicht die die Aussentemperatur. Wenn duch Laden mit hohen Strömen die Säuretemperatur über die 30° C ansteigt dann ist eine Temperaturkompensation nötig da es sonst zu immer stärkerem Gasen und weiterer Temperaturerhöhung der Batterie kommt.

Emil
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Bisher die beste Zusammenstellung die ich gesehen habe. Fast werden da sogar meine Fragen beantwortet, aber eben nur fast. Die Batterien sind so niederohmig, da können wir schon vieles auf unseren Anwendungszweck übertragen.
Endlich mal eine Arbeit, bei der "Strom" mit "I" gekennzeichnet wird und nicht mit "C".
"I10" heißt: Strom bei 10stündiger Ladung bzw. Entladung.
Wir sollten uns einmal von amerikanischen Untugenden abkoppeln.
Obwohl Edison (Exide) Amerikaner ist.
Einverstanden, in Zukunft sagen wir I1,5 und nicht mehr C1,5 ?

Ich finde praktisch auf jeder Seite von 36 bis 56 wichtige Information.

Besonders interessant auf Seite 44:
"Kleinster Entladestrom"
Also: Ganz schnell den Hauptschalter einbauen. Tod den kleinen Dauerverbrauchern!
Diese Batterie"fatwa" kannte ich noch nicht.
Gerade diese unscheinbare Bemerkung beflügelt meine Phantasie bezüglich der Vorgänge im Inneren einer Batterie. Das hat etwas mit Arrhenius und Boltzmann zu tun und mit meinen Überlegungen der letzten Zeit...

Interessant auch, dass die Anforderungen an die Wasserqualität zum Nachfüllen gar nicht so hoch sind. Da dürfen also ruhig ein paar Wasserflöhe im Batteriewasser herumhupfen...10 mg/Liter entsprechen 10 Gramm/m³, also ein deutscher Härtegrad .
Von dem hauptsächlich vertretenen Ion, dem Natrium, sprechen die gar nicht erst. Scheint unkritisch zu sein.
Düsseldorfer Leitungswasser liegt natürlich jenseits von böse. Die Wasserspezialisten vom Köchelsee gönnen dem Rhein schließlich nichts.

 
A

andreas

Guest
Hallo Christian
Ich habe nicht alles in diesem Thread gelesen, deshalb frage ich nochmal: Du lädtst mit Einzelladern mit Sense Anschluss. Dagegen ist eigentlich überhaupt nichts einzuwenden. Ich nehme an, es handelt sich um hochwertige Netzteile. Jemand hatte schon mal gefragt, ob Du die Netzteile untereinander ausgetauscht hast. Es könnte nämlich sein, daß das Netzteil an der heißen Batterie einen zu hohen Rauschanteil hat, den man mit einem normalen Multimeter im Gleichspannungsmodus aber nicht messen kann. Also Wechselstromanteil oder Wechselspannungsanteil(weiß nicht, was schlimmer ist). Denn wie Du geschrieben hattest, verhält sich die Batterie beim entladen, also fahren, normal. Wenn Du also das verdächtige Netzteil mal tauschst, dann sollte das Problem der zu heißen Batterie mitwandern. Was sind das eigentlich für Netzteile? Hast Du einen Link?
Gruß
Andreas
 
B

Bernd M

Guest
Hallo Roland,
dann habe ich wohl das Falsche Handbuch ausgewähl,denn Batterien aus Glas habe ich nicht.

weitere Handbücher sind
http://www.elektrotec-berlin.de/download/html/download.htm
zu finden

Bernd M.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
4.178
91365 Reifenberg
Hallo Bernd,
nicht das Handbuch ist falsch. Schließlich sind die Akkutypen ja genau genannt.

Danke für den Link auf die sehr umfangreiche Handbuch Liste mit download-Möglichkeiten. Werde es in die FAQ aufnehmen. In dieser Liste steht ja auch, um welche Akkutypen es geht.

Und eines kommt beim Betrachten der download Liste schon raus:
Es gibt eine große Vielfalt an Akku-Technologien und Ausführungsformen. Akkus werden also sehr kunden- oder anwendungspezifisch gebaut. Und dementsprechend unterschiedlich sind auch die Behandlungsvorschriften.

Gruss, Roland, bsm
 

Christian Harde

Neues Mitglied
14.10.2004
19
Hallo.
Ich muss zugeben dass ich die Netzteile noch nicht getauscht habe. Werde ich heute aber noch machen.
Es handelt sich um Netzteile von Nemic-Lamba des Typs SR 330-12.

http://www.densei-lambda.com/products/sps/ps_unit/sr/pdf/sr330e_spc.pdf

Mfg. Christian
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Rauschen hin, Rauschen her, Rauschen erzeugt keine 50 Grad Celsius. Da liegt ein systematischer Fehler vor. Auch der Spannungssensor direkt an der Batterie wäre kein Problem, wenn bei Erreichen einer tieferen, als der Entladespannung der Strom zurückgeregelt würde, und zwar ganz gehörig, so auf sehr wenige Ampere, aber nicht auf 18!
Ich tippe eher auf das Nichtvorliegen oder das Versagen der Stromreduzierung. Überprüfen kannst Du das, wenn Du den Spannungsabfall an einem Zuleitungsdraht misst, in dem empfindlichsten Messbereich, den Dein Vielfachinstrument besitzt. Du brauchst auch nicht genau zu messen. Solange die Batterie noch nicht weit gefüllt ist, erhältst Du einen Spannungsabfall, den Du Dir merkst. Bevor die Batterie zu sprudeln anfängt, sollten diese 28 Ampere, wie sie im Datenblatt stehen, auf sehr wenige Ampere, vielleicht 2, zurückgehen. also z.B. ein Zehntel der Anfangsspannung. Dann gibt es kein Aufheizen mehr.
Auch, wenn das Ladegerät keine Sromreduzierung kennen solte, oder defekt ist, kannst Du durch Hinzufügen des oben erwähnten Widerstandes diesen Stromrückgang erzwingen, ohne, dass der Ladevorgang erheblich in die Länge gezogen wird. Nur, die Abkühlung vor der Volladung benötigt schon einige Stunden...
Was in dem Datenblatt über den Temperaturgang steht, klingt nicht gut und hat sicherlich nichts mit einer Batterie zu tun.
Da rauscht eher der Jordan, über den das Ladegerät sich begeben hat.

 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.887
Bernd Schlueter schrieb:

Rauschen hin, Rauschen her, Rauschen erzeugt keine 50 Grad
Celsius.

Doch, gerade ein hohes Rauschen kann hohe Temperatur. Ich date Du hast die Exide-Doku genau durchgelesen:
Überlagerte Wechselströme und Rückkopplungen von den
Verbrauchern können zusätzliche Erwärmung der Batterie bewirken, die Elektroden belasten und somit zur Verkürzung der Brauchbarkeitsdauer führen.

Da liegt ein systematischer Fehler vor. Auch der
Spannungssensor direkt an der Batterie wäre kein Problem,
wenn bei Erreichen einer tieferen, als der Entladespannung
der Strom zurückgeregelt würde, und zwar ganz gehörig, so auf
sehr wenige Ampere, aber nicht auf 18!
Ich tippe eher auf das Nichtvorliegen oder das Versagen der
Stromreduzierung.

Weder beim Laden mit IUoU-Ladegeräten noch bei Verwendung von Netzteilen regelt das Ladegerät den Strom. Es wird die Spannung geregelt und den Strom regelt der momentane Innenwiderstand der Batterie je nach Ladezustand.

Bevor die Batterie zu sprudeln anfängt, sollten diese 28 Ampere, wie sie im Datenblatt stehen, auf sehr wenige Ampere, vielleicht 2, zurückgehen. also z.B. ein Zehntel der Anfangsspannung.

Do solltest nicht dauernd Strom und Spannung durcheinander würfeln. Wenn eine Batterie mit der temperaturkompensierten Gasungsspannung geladen wird dann singt der Strom je nach alter der Batterie bei erreichen der Vollladung auf etwa 1-3 % der C20-Kapazität ab.

Auch, wenn das Ladegerät keine Sromreduzierung kennen solte,

Nochmal, welches Ladegerät regelt den Strom?

oder defekt ist, kannst Du durch Hinzufügen des oben
erwähnten Widerstandes diesen Stromrückgang erzwingen, ohne, dass der Ladevorgang erheblich in die Länge gezogen wird.

Du sprichst in Rätseln.

Gruß,
Emil
 
A

andreas

Guest
Hallo Christian
Der Ripple von 200mV wäre vielleicht noch zu verkraften.
Unter Punkt 8 wird ein Output Voltage Range von +-20% genannt. Wie regeltst Du diese Spannung? Mit Spannungsteiler aus Trimmpotis gegen eine Referenzspannung? Das geht nämlich nur meistens gut. Manchmal eben nicht, dann tun sich die merkwürdigsten Dinge. Beobachte mal, wie sich die Spannungen über den Ladeverlauf verhalten, Du kannst auch ein Multimeter auf Wechselspannung stellen und alle Lader unter Last durchmessen. Sind ja alles nur Vermutungen, am Ende ist der Block einfach futsch und wir stellen einen Rekord der Phantasien auf!
Tauschen solltest Du den Lader auf jeden Fall! Wandert der Fehler mit?
Gruß
Andreas
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
quote:

Bevor die Batterie zu sprudeln anfängt, sollten diese 28 Ampere, wie sie im Datenblatt stehen, auf sehr wenige Ampere, vielleicht 2, zurückgehen. also z.B. ein Zehntel der Anfangsspannung.


Stimmt, Emil, im letzten Wort musste "Strom" stehen.

Aber, ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ladegeräthersteller so wenig Ahnung von der Materie haben, dass sie die Operationsverstärker ohne jeden Tiefpass versehen und so hoch in der verstärkung aufdrehen, dass da ein "Rauschen" bemerkbar ist.

Wenn Ihr aber Rauschen mit "ripple" oder sonstigen Fehlfunktionen verwechselt, dann habt Ihr, bis auf den falschen gebrauch des Begriffes, recht.

Ich halte es jedenfalls für unverantwortlich , ein Ladegerät so niederohmig als Konstantspannungsquelle auszuführen, dass eine größere Temperaturabweichung eines möglicherweise nicht temperaturgeregelten Ladegerätes oder eine größere Schwankung in der Säuredichte von jetzt auf gleich zur unabwendbaren Zerstörung einer Batterie führt. Ich sage nur, 50 Grad!

Sehr wohl haben vernünftige Ladegeräte in der Endphase eine Strombegrenzung, die nicht alleine vom Innenwiderstand der Zelle abhängt. Üblicherweise liegt der Umschaltpunkt bei 80%.
Bei Nicads ist so etwas ohnehin Pflicht, und Bleibatterien bedürfen ebenfalls pfleglicher Behandlung, ohne, dass solch ein "Teufelskreis", wie bei Christian entsteht. Klar, wer immer genug Geld in der Tasche hat, mit neuen Batterien funktioniert Dein Verfahren tatsächlich...

 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.887
Bernd Schlueter schrieb:

Aber, ich kann mir nicht vorstellen, dass die
Ladegeräthersteller so wenig Ahnung von der Materie haben,
dass sie die Operationsverstärker ohne jeden Tiefpass
versehen und so hoch in der verstärkung aufdrehen, dass da
ein "Rauschen" bemerkbar ist.

Bedenke bitte dass der OP kein Ladegerät verwendet sondern ein Netzteil. Und dieses hat einen Ripple von 200 mV.

Ich halte es jedenfalls für unverantwortlich , ein Ladegerät
so niederohmig als Konstantspannungsquelle auszuführen, dass
eine größere Temperaturabweichung eines möglicherweise nicht
temperaturgeregelten Ladegerätes oder eine größere Schwankungin der Säuredichte von jetzt auf gleich zur unabwendbaren Zerstörung einer Batterie führt. Ich sage nur, 50 Grad!

Das Problem dürfte bei praktisch allen Ladegeräten ohne Temperaturkompensation auftreten wenn sie eine Batterie mit einem Strom Laden der deutlich über 20 % der C20-Kapazität liegt. Eine IUoU-Kennlinie bedeutet nun mal dass auch nach dem Erreichen der Absorptionsspannung der Strom alleine durch den Innenwiderstand der Batterie bestimmt ist. Der maximale Strom wird alleine durch die feste Grenze aus der I-Phase begrenzt.

Und er OP verwendet eine Bastellösung.

Sehr wohl haben vernünftige Ladegeräte in der Endphase eine
Strombegrenzung, die nicht alleine vom Innenwiderstand der
Zelle abhängt.
Üblicherweise liegt der Umschaltpunkt bei 80%.

Zeige mir bitte ein Ladegerät für Bleibatterien das sowas hat.

Bei Nicads ist so etwas ohnehin Pflicht, und Bleibatterien
bedürfen ebenfalls pfleglicher Behandlung, ohne, dass solch
ein "Teufelskreis", wie bei Christian entsteht.

Wir reden hier nicht von Nicads sondern von Bleibatterien.
Das Ende der Absorptionsphase wird in der Regel alleine durch einen Timer bestimmt.

Hier gibt es noch verschiedene Variationen. z.B. kann die Zeit für die Absorptionsphase durch die Zeitdauer aus der Zeit bestimmt werden die es dauert die Absorptionsspannung zu erreichen. Zusätzlich kann noch eine Schutzschaltung vorhanden sein die den Ladevorgang abbricht wenn die Absorptionsspannung nicht innerhalb einer bestimmten Zeit erreicht wurde. Es gibt auch Ladegeräte die den Strom in der I-Phase in einem Bereich kurz vor dem Erreichen der Absorptionsspannung reduzieren. Alle diese Punkte sind z.B. in meinem Victron Wechselrichter/Lader für eine Ladung bis 120 A implementiert.

Es gibt auch Ladegeräte die das Umschalten von der Absorptionsphase in die Erhaltungsphase anhand des Ladestroms im Verhältnis zur Kapazität durchführen (Ladestrom < 1-3 % der Kapazität).

Aber ich kenne kein Ladegerät für Bleibatterien das den Strom in der Absorptionsphase nach unten regelt. Dies kann alleine die Temperaturkompensation bewirken.

Da es hier aber wieder um ein typisches Bastler-Ladegerät handelt ist auch nichts anders als die Zerstörung der Batterien zu erwarten.

> Klar, wer immer genug Geld in der Tasche hat, mit neuen Batterien funktioniert Dein Verfahren tatsächlich...

Was unterstellst Du mir hier?

Mein Verfahren ist das Laden von Bleibatterien mit einem Ladegerät das Temperaturkompensation verwendet. Dies predige ich schon seit Jahren. Du bist dagegen derjenige der aus Unkenntnis immer irgendwelche halbfunktionierenden Bastlerlösungen vorschlägt. Genau solche Bastlerlösungen sind am Ende in der Rückschau um ein Vielfaches teuerer als der Kauf eines vernünftigen Ladegerätes mit Temperaturkompensation.

Gruß,
Emil
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Emil. wir reden aneinander vorbei. Was sich Operationsverstärker nennen darf, unterliegt Normen. Eine der wichtigsten Normen sind die Entkopplung von + und- Eingang (common mode), die andere bezieht sich auf den Störabstand zur Stromversorgungsspannung. 100 db ist da Standard. Das, was Du da OP nennst, ist keiner.
Auch unter "Batteriecontroller" werden wir etwas Verschiedenes verstehen. Du verstehst darunter sicherlich eine Gehäuse mit vielen Teilen drin, ich verstehe darunter einen Mikroprozessor mit einem fest eingebrannten Programm.

Eine der Sicherheitsnormen, denen diese unterliegen, ist die der Zerstörungsbegrenzung bei Zellenkurzschluss oder Überhitzung. Da in der Regel kein Thermosensor in der batterie eingebaut ist, kann der lader nicht veinmal ahnen, wie warm die Batterie ist. Es ist richtig, eine Timerlösung, wie Du sie nennst, vermeidet die schlimmsten Folgen. Mir reicht diese nicht aus.Das ist aber Ansichtssache.

Mit Sicherheit meinst Du auch mit "Rauschen" eine Hochfrequenzschwingung, so nenne ich sie wenigstens, wie ich sie am Lader von Georg mit den sulfatisierten Batterien vorfand. Ich nenne solche Geräte, die mit Deinen Worten "rauschen" fehlerhaft. Das "Rauschen" betrug bei Georgs IVT-Lader für 12 Volt ca 24 Volt. So viel zeigte jedenfalls mein Vielfachmessgerät an. Kurze Zeit einen Beruhigungskondensator daran gehalten, vorbei war die "Rauscherei" und es ging ohne HF-Schwingung weiter. Stromreduzierung bei den IVT-Ladern durch die in die Zuleitungsdrähte eingebauten Strombegrenzungswiderstände, die aber erst zum Ende der Ladung wirksam werden. Der Strom lässt infolge dieser Widerstände so rechtzeitig nach, dass eine Batterie zum Ende der Ladung genügend abgekühlt ist. Wer einen IVT-Lader besitzt, beachte bitte diese sehr wesentliche Feinheit. Man benötigt kein spezielles Ladekabel, sondern es kommt auf die Größe des eingebauten Widerstands an. Ich schätze einmal, dass dieser 3 Watt verbrät, demnach dürfte dessen Wert bei 8 Ampere Ladestrom des Geräts bei 50 Milliohm liegen. Der Innenwiderstand der Batterie reicht da nicht aus. Siehe Messwerte von Christian.

 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.887
Bernd Schlueter schrieb:

Das,was Du da OP nennst, ist keiner.

Was ich OP nenne ist der "Original Poster" und nicht der Operationsverstärker.

Auch unter "Batteriecontroller" werden wir etwas
Verschiedenes verstehen. Du verstehst darunter sicherlich
eine Gehäuse mit vielen Teilen drin, ich verstehe darunter
einen Mikroprozessor mit einem fest eingebrannten Programm.

Wie kommst Du auf die Idee, und was hat das mit dem aktuellen Thema zu tun?

Gruß,
Emil