Milliohm die Widerstände der Mess-/Balanceleitungen einstellbar sein
Meine Rede.
die üblichen dünnen Drähtchen mit 0,2mm² oder so. Klar, das die niemals viele Ampere tragen können
Genau, weil ihr Widerstand zu hoch ist.
Das wirkt ja doch etwas sehr wenig. Kann mir nicht vorstellen, dass das Top-Balancing da ausreicht, wenn dann tatsächlich mal vollgeladen wird und entsprechend höhere Spannungsdifferenzen herrschen.
Screenshots der BMS Software
Mich würd ja mal interessieren, was die Schriftzeichen bei PackCellType bedeuten (Übersetzer spuckt wahlweise "Lithium" oder "Lithiumeisen", also wohl eher das Elementarmetall, aus) und ob bei einer Änderung in diesem Feld möglicherweise die 0%_OCV bis 100%_OCV Skala (die ja offensichtlich für Li-Ion/Li-Po/NMC/usw. konzipiert ist, bei LFP jedoch keinen Sinn macht!) eventuell verschwindet.
Hier mal eine typische LFP-Ladekurve vom Andy von Off-Grid-Garage aus Down-Under, hier von LF280K Zellen:
drive.google.com
Wie man sieht, überschreitet die Spannung bereits ab ca. 20% Ladestand die gestrichelte Linie von 3,325 V und bereits ab knapp über ca. 50% geht es schon über 3,4V. Allerdings steigt die Spannung erst ab ca. 3,45V so richtig stark an, so dass sich zwischen z.B. einer fast vollen und einer zu ca. 80% geladenen Zelle erst dann ein ausreichendes Spannungsdelta ergibt, das einen Rückschluss auf den Ladestand der Zellen und damit auch ggf. nötiges Balancing ergibt. Bei sehr langsamem Laden im oberen Bereich
(bzw. Laden mit sehr langer Dauer z.B. im PV-Bereich) ist also eine Ladeendspannung von 3,45V und geringe Balancerströme
(100mA ist bei 314Ah-Zellen trotzdem lachhaft) gerade so noch in Ordnung. Bei E-Autos, wo ja öfters mal nicht vollgeladen wird
(und dadurch mehr Drift entsteht, bevor es wieder zum Top-balancing kommen kann) oder direkt nach Erreichen von 100%
(meinetwegen auch einge Stunden später) wieder ausgesteckt und entladen wird, muss aber das Spannungsdelta deutlicher werden und vor allem höher, damit auch mit ordentlicher Leistung balanciert werden kann
(P=U*I ; sollte bekannt sein). Daher würde ich mindestens 3,5V wählen.
Das bisschen Lebensdauer, das Du tatsächlich durch die etwas höhere Ladeendspannung verlierst
(wir sind ja auch immer noch nicht bei den 3,65V, wozu auch), überlebt eh keines der Autos
(Beispielrechnung: statt 10000 nur 8000 Vollzyklen(!) * 20kWh Akku = 120MWh also bei 16kWh/100km nur ca. 1 Mio. km statt 1,25Mio. km; cry me a river; außerdem unrealistisch weil real keine Vollzyklen gefahren werden, daher ist von viel höheren Werten auszugehen). Wenn ein E-Auto kaputtgeht
(besonders die hier im Forum vertretenen älteren Modelle), dann selten wegen den Zellen und selbst wenn, meistens wegen irgendeiner Fehlkonfiguration, Steuergerätedefekt oder anderem Defekt
(z.B. Thema schwache 12V-Batterie bei PSA). Frag mich, ich kann ein Lied davon singen was passiert, wenn ein LFP-Umbau nicht fachgemäß konstruiert bzw. eingestellt ist.
Ich hoffe das Ganze ist jetzt noch etwas verständlicher?
(sorry für die vielen Klammern)