Kühl/Heizmantel für Akkus

Gunther Kufner

Mitglied
11.12.2004
120
Hallo zusammen

bei mir steht demnächst der Einbau neuer Akkus an. Und da die ja immer möglichst die gleiche Temperatur haben sollten, überlege ich mir gerade, wie man einen Wassermantel darum bauen könnte, oder evtl. auch nur eine "Fußbodenheizung/kühlung".
Hat jemand hier schonmal sowas gebastelt?
Ich möchte da einfach wasser durch zirkulieren lassen, und ggf. später noch mit ner Heizung für den Winter erweitern.

Grundsätzlich könnte man sicher einfach um alle Akkus 3m 6mm-schlauch wickeln. aber wenn die an einer Kante knicken, dann gehts nimmer...
Hat jemand ne bessere Idee?

Achja: beim EL ist das sicher nicht so ein Thema. aber ich hab halt im ganzen Auto 12 Akkus verteilt, die alle unterschiedlich isoliert sind...

Viele Grüße

Günni
 
M

Mööb

Guest
Hallo,
in der Richtung bin ich auch am Grübeln.....
um das knicken zu unterbinden denke ich an Kupferrohr auf Messingblech
aufgelötet.
Diese Bleche dann per PVC-Schläuche zu verbinden.
Wobei das Kupferrohr doppelt ausgeführt, also Vor und Rücklauf direkt nebeneinander verlötet, um Temperatur-Unterschiede zu minimieren.....
sonst Vorlauf schweineheiss...Rücklauf eiskalt im Winter...

In meinem Colenta-Bus war ein Temp-Ausgleichsystem eingebaut....
das Geschah über flache Gummie-Beutel die an den Stirnseiten der Batts
anlagen. Versorgt über PVC-Schäuche, Pumpe und son extra Metall-Dingens mit
vielen Drähten---*g*---muss erst noch gucken wozu das gut iss...
bin ja ebenfalls Neuling auf dem Gebiet.

mein Colenta ist heute frisch übern TÜV gekommen...morgen gehts ans anmelden...

MfG Ralf

PS:bei Interesse kann ich Bilder vom Temp-System online setzen
http://ralfihm.homeip.net/colenta/
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.773
91365 Reifenberg
Hallo Ralf,
ist Dein Colenta mal im Besitz der RWE gewesen? Die hatten seinerzeit diese Wassertaschentechnik in ihre Colentas eingebaut und auch darüber berichtet in der Art, dass Bleiakkus unbedingt ein elektrisches Lademanagement und ein thermisches Management brauchen. Die RWE soll seinerzeit auch über 55.000 km mit einem Bleiakku Satz in einem VW Golf CityStromer gefahren sein. Leider kann ich diese Berichte nur so aus der Erinnerung wiedergeben.

Ich würde mich freuen, wenn irgend jemand solche Berichte hat und mir Kopien davon zur Verfügung stellen könnte.

Ansonsten baut Exide noch einige wenige Akkutypen mit Doppelmantel genau für diesen Zweck, nämlich für die Möglichkeit der Wasserkühlung. Hier nochmal die Auflistung dieser wenigen Typen:

<img src=http://www.solarmobil.net/bilder/exide-bat-manual-seite-19b.jpg>

Mehr zu Akkus und Ladetechnik hatte ich am 28.7.2005 bereits hier ins Batterieforum eingestellt.
siehe: http://forum.myphorum.de/read.php?f=567&i=6330&t=6330#reply_6330

Gruss, Roland, bsm
 

Jens Hakken

Neues Mitglied
20.04.2006
37
Hallo,
ich hab meine batterien im kewet mit 0.5mm alublech eingekleidet,und mit wärmeleitkleber ein pelltierelemend aufgeklebt(mit lüfter).die hab ich so angeschlossen das sie nur beim aufladen laufen . über ein schalter am cokpit kann ich dann umschalten von wärmen auf kühlen.Bei mir läuft es super,und hab seid dem nach jedem laden 6 kilometer mehr reichweite.
MFG
Jens
 

Gunther Kufner

Mitglied
11.12.2004
120
Hallo Jens

naja, aber das ist ja dann wieder nur eine Heizung. Das hindert die Batterien nicht daran, unterschiedliche Temperaturen anzunehmen. Und genau das will ich verhindern.

Gruß, Gunther
 

Gunther Kufner

Mitglied
11.12.2004
120
Hi Ralf

mir ist inzwischen noch eine bessere Idee gekommen, wenn auch etwas aufwändiger: (wobei das auflöten von ca. 4x10 Kupferwinkeln auf ne Platte auch nicht ohne ist...)
Warum nicht eine - sagen wir mal - 8mm dicke - Kunstoffplatte nehmen, die etwa auf die Größe der Längsseite der Akkus zuschneiden. Dann Mäanderförmig 6mm ausfräsen, zwei Rörchen einschrauben und das ganze beidseitig auf die Akkus mit Silikon oder so aufkleben. So läuft das Wasser direkt an den Akkus entlang, dadurch ist der Übergang deutlich besser als mit den Schläuchen.
Wenn das zu unklar beschrieben ist, bitte melden, dann mach ich ne Skizze.

Ich glaube, das ist eine recht gute und saubere Lösung. muss ich mir nur mal Material (und Zeit) besorgen und bisschen Fräsen.

Hat jemand von euch hier eine kleine CNC-Fräse?

Viele Grüße

Gunther
 
M

Mööb

Guest
Hi,
mein Colenta ist angemeldet und darf jetzt endlich fahren....*freu*.

jup...der war ein RWE-Wesen. 55000 km...........ups...bringt das SOVIEL....
*bauklötze staun*

noch schlimmer...im Ebay gibs grade günstig was hübsches....

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&item=5990400363

130 euro....billigste bisher bei Raiffeisen ca. 220 euro.....
würde ich ja gern direktermeng kaufen....bin allerdings in 2 wochen Pleite *g*

wobei ich 6 zellen durchzähle...aber 6 Volts sollens sein.....?????
da sind 3 Verschlüsse zuviel...seltsam das.....

und ja...dein (Roland) Bericht ausnen Exide-Handbuch habe ich begierig mehrfach
durchgelesen.

Zur guten Idee mit dem Fräsen:
1. aufkleben nicht ganz einfach
2. Anschlussröhrchen anbringen nicht ganz einfach

Ausserdem Meine ich Kupferrohr auf dem Blech auflöten, Kupferrohr das mit
Sandfüllung gebogen wird, also keine Winkelstücke. Das Blech hat dann die größe der Stirnseite
der Batterie. Den Schlauch brauche ich nur zum Verbinden der Bleche...
der Schlauch soll nicht das Erwärmen übernehmen....
So ist Aufgrund der grossen Blechfläche (gesamte Stirnseite)der Wärmeübergang
besser als die schmalen Wasserstege der Ausfräsung....behaupte ich mal
einfach so....*grübel*....so rein nach gefühl...kommt wohl ziemlich das Gleiche bei raus *g*

Bei vorhandensein einer CNC-Fräse würde ich allerdings tatsächlich deine Idee
aufgreifen.......woher so dicke Plaste-Platten hernehmen...muss das überhaupt so dick sein.....
wenn dünn wie anschlüsse anbringen.....ha..das gibt ne schlaflose nacht *ggggggggg*

MfG Ralf
 

Gunther Kufner

Mitglied
11.12.2004
120
Hi Ralf

Jepp, die Batterien bei Ebay hab ich auch schon gesehen. passen nur bei mir leider nicht...schon allein wegen 6V - wenns denn 6V sind...

Das mit den Rohren über die ganze Längsseite ist mir dann auch noch eingefallen. Aber ob das einfacher zu löten ist? Und ich glaube auch immernoch, dass der übergang besser ist, wenn das wasser direkt an der Batterie ist. Die Stege würde ich recht schmal halten, und die Wasserkanäle breit, damit man möglichst viel Fläche nutzt.
irgendwas in Richtung dem hier:
Der Link wurde entfernt (404).

Ich habe schon mal bei einem Bekannten angefragt, was es kostet, wenn er mir 24 Stück machen lässt... bin gespannt...

Gruß, Günni
 
B

bernd

Guest
Nach meiner Meinung solltest Du die Platte aus Kupfer nehmen und "dünne"Kupferrohre in nur 2 bis 3 Schleifen auflöten.Das Löten ist überhaupt kein Problem wenn ein guter Brenner vorhanden ist.

Begründung
je Weniger Wasser Du in der Runde schickst desto gleichmässiger ist die Temperatur.
Kupfer ist so Wärmeleitfähig das man nur wenige Schleifen braucht.
Frag doch mal einen von den Solarwärmeexperten wieviel Rohre in ein Solarwärme kollektor sind (und wie dick das Kupfer ist)
Und ausserdem hast du weniger Arbeit.
0.8mm Kupferblech habe vor kurzen günstig auf den Schrottplatz geschossen.


@mööb
Bei mir in der Gegend ist eine Firma mit Lichtwerbung die eine grosse Ausswahl an Acylplatten hat.
"Abfall"relativ billig .(Er muss sonst entsorgung bezahlen.)
"Neuware" ist richtig teuer (Gewinnspanne unbekannt)
Was Abfall ist und was Neuware hängt davon ab was gerade gefertigt wird.

Bernd M
 
M

Mööb

Guest
guten Abend,
also ne nacht drüber geschlafen.......doch lieber die "Kupfer-Rohr auf Blech"-Version.
Wobei ich mich allerdings Frage wieso Colenta das nicht per Fussbodenheizung gemacht hat.
Hat vielleicht damit zu tun das die Flüssigkeit auch eventuell kühlen soll...
und das geht oben besser....fällt mir grade so ein.
Kurz...wenn es kühlen und heizen soll....sprich Temperaturausgleich...
dann besser die Stirnseiten benutzt.

Heutige Fahrt hat mein Batterie-Raum auf +31,8 °C gebracht, dabei jetzt
22:46 Uhr Aussen +12 °C....*bibber*....

MfG Ralf
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Ihr macht Euch viel Arbeit. Wenn es Euch gelingt, rund um die Batterien, eine 12 Volt/100Ah-Batterie hat ca. 0,25 m² Oberfläche, eine Luftströmung von 1 m/s Geschwindigkeit aufrechtzuerhalten, so nimmt diese pro Grad Temperaturdifferenz ca. 7,5 Watt auf. Bei 10 Grad Temperaturdifferenz also 75 Watt. Mit gezielt angebrachten Radiallüftern ist eine solche mittlere Luftgeschwindigkeit leicht zu erreichen.
Liegen dagegen Eure gekühlten Kupferbleche nicht dicht an, sondern haben einen durchschnittlichen Abstand von nur 1 mm, so ist der Wärmeübergang nur genauso groß, wenn Ihr alle sechs Seiten der Akkus voll umkleidet, was aber nicht möglich ist

Ich würde in jedem Fall Luftkühlung mit Ventilatoren vorziehen. Pollin hat da ein überaus interessantes Angebot. Neben anderen, hochwertigen Radiallüftern die Bestellnummer 320 194 für 4.95.
Auch der Gamma 30 ist überhaupt nicht schlecht . Den Sensblow habe ich nicht getestet.
Axiallüfter benötigen eine genau berechnete Luftführung. Radiallüfter passen sich an. Ich würde normalerweise versuchen, vom Boden aus abzusaugen und die Luft über Schlitze, zuführen, wobei auch der Boden gekühlt wird. es geht aber auch umgekehrt. Wenn oben stärker gekühlt wird, ist das zur Vermeidung der Schichtung vorteilhaft.
Hier ist das Messdiagramm zum EBM:
http://www.pollin.de/shop/downloads/D320194D.PDF
Die Regelung braucht Ihr nicht, der Ventilator wird auf die Abdeckung geschraubt.
Absaugung durch Loch von der Größe des Lüfterrades. Bei 25 Liter pro Sekunde Absaugung liegt Ihr im Wirkungsgradmaximum bei überreichlicher Druckreserve von über 150 Pascal. (Der Staudruck bei 1 m/s liegt bei nur 0,5 Pascal!). Die Reserven sind also beträchlich und damit müsste auch bei weniger Bastelgeschick etwas Vernünftiges herauskommen. Die Kühlkanäle rund um die Batterien sollten etwa 1 cm breit sein, wo zwei Batterien anneinanderstoßen, besser 2 cm, die Hälfte reicht sicher auch (Pappe). Wo viel Patz ist, ein Freistrahlaxiallüfter. zum Beispiel der runde Papst
 

Bernd Rische

Mitglied
18.12.2003
225
Hallöchen Bernd,

es geht nicht nur um das Kühlen an sich,
sondern um eine gleichmäßige Temperatur zwischen den Akkus herzustellen.
Dieses in dem gekühlt bzw. erhitzt werden soll. Damit die Batterien im optimalen
Bereich betrieben werden können.

Bis denne

Berny
 
D

Dieter Seeliger

Guest
Hallo Berny,
wo Du gerade online bist....
weist Du wann der nächste Solarstammtisch in BO ist ?

Gruss Dieter
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Bernd, mit dem Radiallüfter wäre ein Umluftbetrieb kein Problem. Der Staudruck entspricht einer Strömungsgeschwindigkeit von 15 m/s. Da sind Druckreserven reichlich vorhanden, um ausreichende Luftmassen um die Oberflächen kreisen zu lassen. Nur, wenn die Kupferbleche großflächig aufgeklebt werden, sehe ich einen Vorteil gegenüber Luftumströmung. Die Strömungskanäle sollten dann für die Luft allerdings größer sein als 1 cm Breite.
Bei 1 cm Breite der Kanäle und 10 Meter Länge komme ich mit dem EBM noch auf eine Luftgeschwindigkeit von 4 m/s. Bei 20 cm Kanalhöhe ein Umsatz von 10 Liter pro Sekunde. Natürlich würde man in mehrere Kanäle unterteilen und diese je nach Bedarf anordnen.
2,5 cm³ Wasser pro Sekunde haben natürlich schon den gleichen Effekt, wie die 10 Liter Luft, vorausgesetzt, geklebte Bleche.
Nur bei Radialventilatoren darf der Luftstrom gedrosselt werden, bei axialen gibt es dann Strömungsabriss. Der EBM steigt dabei noch ordentlich im Druck.

Ich würde beides durchrechnen, oft ist Umluftbetrieb (umschaltbar) die einfachere und bessere Lösung.
 

Bernd Rische

Mitglied
18.12.2003
225
Hallöchen,

ich habe mir momentan die Termine 09.09.05 11.11.05 und 09.12.05 vorgemerkt.
Das waren die Termine die Manfred am 30.05.05 veröffentlicht hat.
Mal sehen ob ich zu einem dieser Termine erscheinen kann....;-)
Denn nun muss ich die Anreise besser planen, da nur noch elektrisch bei uns gefahren wird, oder ich muss mir ein Fahrzeug für die Langstrecke mieten....Aber das wäre doch noch, eins draufzusetzten mit der weitesten elektrischen Anreise zum Stammtisch :D


Bis denne

Berny
 
D

Dieter Seeliger

Guest
Jo,
das wärs noch.
Freue mich wenn Du kommen kannst und danke für die Termine.

Gruss Dieter

PS: Ich hatte bei der Tour de Ruhr eine SAFT-Zelle für Dich im Gepäck.
Die werde ich wieder zum Stammtisch mitbringen.
Irgendwie steht ja noch der Versuch aus, die Safts in Deinen SAM
zu quetschen.....
 

Gunther Kufner

Mitglied
11.12.2004
120
Hallo Bernd

Grundsätzlich hast du da sicher recht, das ist deutlich einfacher und genauso wirkungsvoll.
Aber nimms mir nicht übel, aber auch dieser Tipp ist recht praxisfremd. Versuch mal in einem Auto wie meinem (aber auch in den meisten anderen mit mehr als 3 Akkus oder so) auf jeden Akku einen lüfter zu richten. Das geht einfach nicht, schon aus Platzgründen.
Und ausserdem wäre deine Maßnahme im Winter das schlechteste, was man machen kann. Die wärme, die die Akkus selbst produzieren auch noch abführen. neenee, dann doch lieber den höheren Aufwand mit dem Wasser. ich werds jedenfalls probieren, wenn es nicht allzu teuer wird.

Gruß, Gunther
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
Servus !

Das Problem mit der Luft ist leider der Platz.
Es bräuchte eine luftführende Verschalung, die dann wahlweise die Batterien mit Umluft oder Frischluft umspült und isoliert.

Da ist leider im cityel kein Platz, zumindest nicht bei Bleiklötzen.
Beim cityel sehe ich als einzige Chance die Heiz-/Kühlplatten von unten.

Beim Twike scheint das besser gelöst zu sein, bei geschickter Anordnung der vielen Zellen kann man viele Kühlkanäle dazwischen erreichen.

 

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