Isolationsfehler im hinteren Batteriekorb Saxo?!



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wolfram_f4

Aktives Mitglied
20.12.2007
1.397
Hallo zusammen,
ich mache jetzt mal keinen neuen Thread auf, da es zwar ein anderes Thema ist, aber doch zusammen gehört.
Also leider war o.g. Operation nicht erfolgreich.
Der Patient ist nun "noch viel toter".

Nach Austausch des defekten Blocks ein paar kurze Zyklen a 20-30% gefahren, davon 2x Ausgleichsladung, und anschliessend Wasserwartung gemacht.
Fazit ist, dass ich von vorher > 80 km Reichweite (letzter richtiger Test war allerdings vor ca. 1 Jahr) nun nur noch 20-25 km schaffe, bis die Spannung plötzlich völlig zusammenbricht.
Erst dachte ich, von dem langen Rumstehen (und evtl. fehlender Balance) wäre alles einfach nur "weich", aber als ich nach der letzten Fahrt (ca. 20 km) mal die Kästen von aussen gemessen habe, war das Resultat stark ernüchternd:
Korb 1: 18,95 V = 6,3 V/Block = 1,26 V/Zelle
Korb 2: 37,8 V = 6,3 V/Block = 1,26 V/Zelle
Korb 3: 56,25 V = 5,1 V/Block = 1,02 V/Zelle :LOL::LOL::LOL:

Bei 9 Blöcke im hinteren Korb wären es 6,25 V/Block.
Es sieht also ganz so aus, als würden ganze 10 Zellen fehlen o_O

So oder so wird das wohl von aussen nicht zu lösen sein, und heute Abend kommt Korb 3 erneut runter :sick:
... und ich bin mal gespannt, was mich da drinnen erwartet ....

Falls da nun wirklich 2 weitere Blöcke platt sind, und ich tatsächlich trotzdem den Saxo nochmal auf die Strasse bekomme (in NRW ist an Saft-Blöcke, insbes. wenn man nur noch einen CityEL zum evtl. Abholen hätte, eigentl. nicht ran zu kommen :cry: ), muss ich aber in jedem Fall noch was ändern:

Bisher weiss ausser der CIA nämlich niemand, was in den Akku-Kästen meines Saxo mysteriöses vor sich geht.
Und da es alleine wirklich übel ist, den hinteren Akku-Korb aus- und inbes. wieder einzubauen, und dies kein Dauerzustand werden darf, muss ich mir irgenwas einfallen lassen, um von aussen die Blöcke überwachen zu können, und damit ggf. mal rechtzeitig auf Probleme reagieren zu können.

Sprich: Blockspannungsanzeige.

Ich habe mich schon tot gesucht nach entsprechenden Ideen, aber weder das PSA-Wiki, noch hier im Forum oder bei Stieftante Google was gefunden.
Was mir vorschweben würde, wäre so ein kleiner Monitor, wie man ihn für Lithium-Batterien findet (z.B. sowas). Allerdings werden diese Dinger wohl keine 9 V der Saft vertragen ....

Deshalb Frage 1:
Kennt jemand irgendwelche Ideen, wie man eine Einzelblockanzeige (alles andere geht ja nicht, weil 11 ja dusseliger weise nicht anders teilbar ist) ?

Akuter ist Frage 2:
Ich würde gerne (bevor ich ggf. wieder zusammenbaue) schon mal eine 12-polige Buchse am hinteren Akku-Kasten einbauen, um dann später die Blocküberwachung dort anschliessen zu können. Dieser sollte nat. einigermassen wasser-dicht/geschützt sein.
Kennt da viell. jemand was Geeignetes?
Oder gibt es da viell. sogar eine Funk-Lösung, für die man gar keine Kabel verlegen müsste?
 

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
310
Hallo,
dieses Thema ist hier schon so oft beschrieben/diskutiert oder beschaut worden.
Die in meinem “Dunstkreis“ fahrenden Nickel-cadmischen Vierrädrer haben alle den unten gezeigten Umbau, die Displays waren früher mal billiger, sind aber noch zu bekommen:
Steckverbinder sind spritzwassergeschützt, weschen des unbeliebten Isolationsfehlers, zusammengeführt an einem Zentralstecker im Motorraum. Bei Notwendigkeit kann dann das kleine Testpult angeschlossen werden.

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Es sind auch mal Bausätze zusammengestellt wurden, also mit Sicherungen, Kabel, Stecker, Pin‘s, Sockets … ist allerdings schon eine Weile her.
Hat sich bei allen diesen nachgerüsteten Fahrzeugen prima bewährt und ist heute noch drin, obwohl die neuere Akkugeneration das überhaupt nisch mehr braucht …
 

wolfram_f4

Aktives Mitglied
20.12.2007
1.397
Hallo,
Kasten ist raus, und es scheint soweit alles i.O. zu sein ... nur dieses dicke Brett vor meinem Kopf muss dringend mal weg :(
Seid mir nicht böse, wenn ich Euch nicht verrate, wo hier mein Error lag ... ist einfach zuuu peinlich :(

Aber es hatte jetzt auch zumind. mal den Nutzen, dass ich mir nun den hinteren Kasten mal genauer (auf seine Zukunftsperpektive) angeschaut habe:
Die Blöcke scheinen allesamt aus der selben Charge vom 29.03.2006 zu sein, einschl. dem, den ich vor ein paar Wochen wg. des Isolationsfehlers gegen einen vom 21.02.2012 getauscht habe.
Allerdings war der aus dem 3er-Kasten, den ich vor ein paar Jahren (ebenfalls wg. Isofehler - nur hatte der sogar ein dickes Brandloch) nicht aus dieser Charge, sondern vom 03.11.2004
Was die übrigen 8 Blöcke vorne angeht, habe ich leider keine Ahnung.
Wo der Kasten aber gerade offen ist, werde ich aber direkt (gem. der Empfehlung "hinten die Guten") noch meinen dritten 2012er Reserve-Block dort einbauen.

Dieser hängt gerade an der Ladung, und vermutl. werde ich den Kasten dann auch heute direkt wieder einbauen, da ich den Saxo am WE gut gebrauchen kann.
Damit wird dann leider wieder nichts mit einer Einzelüberachung ...zumal ich seit Wochen jede freie Minute an meiner Solaranlage bastel (eigener Solarstrom im Saxo reizt mich gerade doch mehr als eine Blocküberwachung).
Aber ich werde das Thema doch erstmal im Kopf behalten.

Gestern ist mir nämlich auch noch eine Idee gekommen:
Ich suche ja eigentlich eine Lösung, wo man (wie im Lithium-City-EL) ein kleines Display im Cockpit hat, wo man während der Fahrt (unter wechselnder Last) sieht, wie sich die einzelnen Zellen verhalten.
Dabei fiel mir ein, dass ich meine PV-Anlage ja über einen Raspberry Pi steuere, und hier auch Spannungs-Sensoren verwende.

Man bräuchte dafür nur einen alten (Pi 1 reicht dafür völlig) Raspberry Pi für 10-20 EUR, 5x Sensormodule ADS1115 (o.ä.) für zusammen 12-15 EUR, und ein kleines LCD Display (z.B. sowas)

Das Schöne wäre, dass man damit recht frei ist, und sich z.B. während der Fahrt auch immer nur die stärkste und die schwächste Zelle anzeigen lassen kann, oder auch Warnschwellen setzen etc.
Ggf. könnte man auch gleich einen Wifi-fähigen Pi 3 nehmen, und statt LCD-Display die Daten ans Smartphone senden. Dann könnte man alles unter der Motorhaube installieren, und sich den blöden Durchbruch ins Cockpit sparen. Vermutl. wäre das die eleganteste Lösung, zumal ich nicht sicher bin, ob LCD-Display + 5 Sensorplatinen nicht zuviel für die GPIO wären. Leider kenne ich mich da aber nicht so aus.

Was mich aber erstmal beschäftigen würde, wäre eine korrekte (sichere) Verkabelung.
Sollte man jede Leitung einzeln absichern, oder nimmt man einfach nur so dünne Messleitungen, dass diese von sich aus bei zu hohen Strömen durchbrennen? Dann wäre nat. der Innenwiderstand ggf. zu hoch für brauchbare Messwerte ... ... :unsure:
Was nimmt man da für Steckverbinder, die auch wasserdicht sind?
Und vor allem: Auf den Fotos sind die Leitungen in einer Art dünnem, flexiblen Kabelkanal. Ich kenne sowas nicht.
Ist das normales Wellrohr, wie dieses?
Was ich ja am elegantesten fände, wäre, an jedem Kasten eine wasserdichte Buchse für die Messleitungen zu montieren, wo man dann das Kabel (z.B. beim Ausbau einer Box) auch mal abklemmen könnte. Aber vermutl. sollte man eine solche Schwachstelle am Unterboden vermeiden, oder?
 
Zuletzt bearbeitet:

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
310
Stichwort Verkablung, Stecker & Co. -
richtige Überlegung, die ursprüngliche Verkablung war auch dazu vorgesehen eingebaute Akkus zu testen, entladen und nachzuladen, also die Vorstufe eines NiCd BMS mit zu integrieren …
Deswegen gab es eine Absicherung mit 15A Sicherungen (picofuse oder littlefuse in der Bucht oder bei Herrn Conrad) gleich nach dem Kabelschuh am Akku, 15A ist heute nicht mehr notwendig, da die Akkusätze nach Herstellerangaben (gemischt) zusammen“gemessen“ werden können und damit die „historischen“ Herstellerkriterien erfüllen …
Spritzwassergechützte Steckverbindersysteme, Baukastensystem mit Pins und Sockets, das alles und auch die Kabel (doppelte Isolation der Kaptonkabel mit der oben gefundenen „Gänsegurgel“) müssen laugenfest sein, Lötverbindungen vermeiden, Crimpen ist angesagt, das alles ist damals u.A. in die Systemauslegung eingeflossen, auch der Fakt, daß die Spannung der Blöcke wenig über den Ladezustand aussagt (deswegen die kleinen LED Bandanzeigen) … mit Material aus der heutigen Bastelkiste könnte das … „ansprechender“… zu gestalten Sein 😉
Aber die Zeit hat gezeigt, daß diese „Bastelei“ seit über 20 Jahre immer noch prima funktioniert und man sich darauf verlassen kann die „saftigen“ Probleme in den Kisten in den Griff zu bekommen auch wenn es „nur noch“ … “mehr oder weniger gut gebrauchte Akkus“ gibt.

Natürlich gibt es sogenannte „Kistentrennstecker“ um die 11er und 6er Kiste mal einige Meter wegstellen zu können, ohne das Auto gleich hinterher ziehen zu müssen.
Nur die 3er Kiste ist direkt am „Summenstecker“ angeklemmt, die kommt eh nisch raus. Fotos gibts hier auch irgendwo.

Die hintere Kiste bekommt man allein zwischen Frühstück und Kaffeetrinken aus- und eingebaut, Stichworte, Auffahrrampen, Paletten/Scherenheber/einige selbst gefertigte Spezial/Exotenmutternschlüssel … mal hier suchen …😎

Eine Frage noch, wie hoch willst Du denn den Aufwand treiben? 20 Spannungen der Akkus und die 3 Kisten und die Summenfahrspannung während der Fahrt im Blick haben … dazu brauchst Du ja einen „Bordingenieur“ !
Einfach, verständlich und primitiv halten, „in der Einfachheit (Kürze) liegt die Würze“,
Farbige Bandanzeigen waren mal in den Cockpits ✈️ 👨‍✈️der 70er Jahre der Hit, weil sofort der Systemzustand mit einem Blick erfaßt werden konnte und der „Showstopper“ sofort visuell … „in‘s Auge fiel“ 📸
 

wolfram_f4

Aktives Mitglied
20.12.2007
1.397
Hallo Lutz? :)

Eine Frage noch, wie hoch willst Du denn den Aufwand treiben? 20 Spannungen der Akkus und die 3 Kisten und die Summenfahrspannung während der Fahrt im Blick haben … dazu brauchst Du ja einen „Bordingenieur“ !
Einfach, verständlich und primitiv halten, „in der Einfachheit (Kürze) liegt die Würze“
Genau! Ich würde mir vorstellen, im Haupt-Screen (das wäre ja der Vorteil, dass man sich bei einem Mini-Rechner ja auch mehrere verschieden aufgebaute Ausgaben anzeigen lassen kann) nur 3 Werte anzeigen lassen:
1. Höchste Blockspannung mit Angabe der Block-Nr.
2. Durchschnittliche Blockspannung aller 20 Blöcke
3. Niedrigste Blockspannung mit Angabe der Block-Nr.
Dann sieht man während der Fahrt ganz gut, ob ein bestimmter Block ständig aus der Reihe tanzt.

BTW: Ich habe auch die 12V-Batterie mal ausgebaut, und über Nacht an 15,6 V geladen, weil die völlig sulfatiert war.
Die Sagem-Box läd diese (bei mir) ja nur bis 14,2 V, was vor 25 Jahren ja noch passte, für die heutigen Blei-Calzium-Akkus aber viel zu (ca. 0,8-1 V) wenig ist.
Kann man die Ladespannung der 12 V-Batterie eigentl. irgendwo hochregeln?
Beim Checkeleq habe ich dazu leider nichts gefunden :(
 

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
773
Ich behaupte, dass es schier unmöglich ist, viele Zellenspannungen während der Fahrt gleichzeitig im Blick zu haben. Unbelastet schießt die Zellspannung sofort über 6 Volt, auch wenn sie unter Belastung gerade noch nahe Null Volt anzeigte.
Michael Franzen hat ein Programm geschrieben, welches bis 32 Spannungsverläufe verschiedenfarbig auf einem Smartphone aufzeichnet. Also auch nach der Fahrt auswertbar. Leider nur unter windows, weil Michael nur pascalisch spricht. Für Pascal gibt es keinen vernünftigen Compiler auf den androidischen Dialekt. Wäre schön, wenn jemand eine Lösung fände. Das Sortieren der Akkus mit dem Junsi ist extrem zeitaufwendig. Das Junsi 4010 duo ist bei 38 Ampere, nur auf Kanal 2 gestorben. Es soll nicht sanft ruhen.
Hat schon jemand eines wiedererweckt? In der Waldmühle hat sich ebenfalls ein Kanal schlafen gelegt.

Zur Zeit trieft der hintere Kasten von Lauge. Das reicht, um über die lange Strecke durch das Ablaufloch die gelbe Lampr zum Leuchten zu bringen.
Werde mal mit destilliertem Wasser spülen müssen. Evtl Nachspulen mit Spiritus.
 
Zuletzt bearbeitet:

citicar75

Aktives Mitglied
13.08.2018
310
… Behauptung widersprochen, das geht sogar seit mehr als einem Jahrzehnt sehr gut, wenn man Bandanzeigen verwendet (wie in FlugMaschinen der 70er Jahre zur Anzeige der Triebwerksparameter).
Siehe mein Beispielbild, es sind alle Kisten und alle Akkus anzeigbar und mit einem/zwei Blicken überschaubar ! man braucht keinen „Bordinschenör“ dazu 👨‍✈️

Und auch der Behauptung Nummer 2:
„Unbelastet schießt die Zellspannung SOFORT über 6 Volt, auch wenn sie unter Belastung gerade noch nahe Null Volt anzeigte.“
wird entschieden widersprochen, es dauert eine geraume Zeit, bis sich die Zelle/der STM Akku wieder erholt haben und die Spannung wieder bemerkbar auf dem „aufsteigenden Ast“ sind.

Junsi‘s habe ich schon wieder „ins Leben zurück“ reanimiert sie funktionieren bei der
CHINA- RegelBeachtung auch heute noch, ist, realistisch gesehen, eine absolute Strafarbeit … halt zur Instandsetzung nicht vorgesehen 😢

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