Ionity errichtet 5 bis 7 neue Ladestationen pro Woche


Dr. Michael Hajesch ist mehr als zufrieden. Der CEO von Ionity wird nun nämlich für die neuen Tesla Model 3 in ganz Europa Schnellladestationen mit CCS-Ladestecker (Combined Charging System) versehen. Auch eine Umrüstung ist geplant, damit ältere Modelle schneller aufladen können.

Der Wandel ist nah

Das US-amerikanische Automobilunternehmen Tesla hatte erst kürzlich mitgeteilt, dass das neue Model 3 für Europa mit einem CCS-Ladeanschluss versehen wird. Somit wird sich nicht nur auf das Supercharger-System konzentriert, sondern auch auf die Anforderungen in anderen Ländern Rücksicht genommen. Hajesch sieht dies als gelungene Geste. Er ist der Ansicht, dass auch andere Elektroautounternehmen schon bald diesem Beispiel folgen könnten.

Was ist eigentlich CCS?

CCS gilt als internationaler Ladestandard für eine Reihe von elektrischen Fahrzeugen. Die europäische Version dieses Systems ist imstande mit einer standardisierten Steckervorrichtung neben Gleichstrom- auch Wechselstromlademaßnahmen vorzunehmen. Bei dem CCS ist der Stecker um zwei Gleichstrompole erweitert worden. Dies kann - je nach Fahrzeugvoraussetzung - kürzere Ladezeiten bedeuten. Dabei gilt: Je höher das Vorkommen von Gleichstrom, desto geringer ist die Ladezeit.

Zahlreiche Baustellen binnen kurzer Zeit abgearbeitet

Ionity versucht seit 2017 zahlreiche Schnellladestationen zu schaffen. Eingangs galt das Ziel, in ungefähr drei Jahren um die 400 Schnellladepunkte an den europäischen Hauptverkehrsachsen zu setzen. Vor allem die Langstreckentauglichkeit der e-Mobility lag Ionity am Herzen. Hajesch teilt dazu mit: "Wir haben uns dem CCS verschrieben und rollen ihn auch in allen Ländern konsequent aus."

Derweil arbeiten um die 50 Mitarbeiter in dem Unternehmen, 20 Schnellladestationen inklusive sechs Säulen sind aktiv, 40 weitere Stationen sind in Deutschland sowie 40 zusätzliche Ladepunkte in Europa in Bearbeitung. Somit eröffnet das Unternehmen pro Woche zwischen fünf bis sieben Stationen. Da das Unternehmen unheimlich viele Baustellen zu bewältigen hat, wurden starke Partner involviert. Das ist in diesem Fall die "tank&rast" in Deutschland sowie OMV in Österreich.

Hajesch ist sich sicher: Ionity geht den richtigen Weg. Dazu gab er in einem externen Gespräch an: "Ich glaube, dass wir mit dem Thema Elektromobilität in den nächsten Jahren sehr gut bedient sind. Wenn wir uns anschauen, in welche Bereiche sich die Automobilindustrie aktuell mit Start-Ups und Technologien entwickelt, dann wird klar: Sie geht sehr stark ins digitale Feld. Genauso fasst sie das Thema Energie an mit Speicherlösungen, Speicherintegration udn immer effizienteren Werken, neuen Dienstleistungen. Interessanterweise geht die Energieindustrie sehr stark in Ladeinfrastruktur und damit ebenfalls in Mobilitätslösungen. Wir erleben gerade, wie große Industrien zusammenwachsen."

Quelle: auto-medienportal.net

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Bild: Ionity
 

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