Installationskosten für Laden am Arbeitsplatz

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
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#1
Hallo,

da ich am Freitag innerbetrieblich umziehe und mein Scootelec dann nicht mehr ohne Zwischenladung zur Arbeit und zurück kommt, habe ich mich mal bei unserer Gebäudeverwaltung (ist leider ein "Großbetrieb") erkundigt was es da für Möglichkeiten gäbe.

Gerade kam die Antwort:
Erste Kostenschätzungen für die Installation des geeichten Zählers, Steckdose, Schlossabsperrung und Kabelverlegung belaufen sich allerdings auf etwa 600 bis 700 Euro.
:mad:
Das Ganze soll in einer Tiefgarage installiert werden, wo es sowieso schon genügend Steckdosen und Stromleitungen gibt.

Ist das der übliche Tarif für eine derartige Installation?
Wer lädt noch am Arbeitsplatz und kann mir da ein paar Erfahrungswerte nennen?

Gruß Jens
 
03.04.2006
130
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#2
Hallo Jens

du kannst den Herrschaften doch die Stromkosten vorrechnen und belegen......und dann lässt du dir die 2 oder 3 Euro monatlich vom Lohn abziehen......oder sind es mehr Euros????

Gruss

JPK
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.348
37
Filderstadt
www.elweb.info
#3
Hallo Jens,
für das Geld kann man aber eine Weile Benzin kaufen .... läster... läster.

Die Preise können schon der Wahrheit entsprechen, mit Zuleitung Zähler etc. Versuch das auf dem kleinen Dienstweg zu regeln, d.h. sehen ob es ohnehin eine passende Steckdose gibt, Stromverbrauch errechnen und auf das Jahr umrechnen Spende anbieten für "öffentliche" Kassen (Betriebsrat / ... ) anbieten. Wenn die den Stromverbrauch in der Verwaltung einbuchen wirds ein Staatsakt. Anbieten das ganze in den Medien per kleinen Artikel positiv darzustellen "Unternehmen XY" fördert Mitarbeiter / Ökologie...). Meistens läuft es so besser, allerdings muß man die richtigen Entscheider dazu haben. In der Fachhochschule lief meine Lader mini el 3 Jahre als "Versuch", bei Fa. Bosch im Praktikum Forschungsabteilung genauso...

In der Hoffnung dass keiner stur ist...

Viel Glück
Ralf
 
M

Marek

Guest
#4
Hallo,

ich arbeite in einer Spedition und darf eine bis dato ungenutzte Garage mit Steckdose benutzen. Dies ist besonders im Winter praktisch.
Da ich offen mit ihm darüber gesprchen habe, hat er gleich erkannt, daß der Verwaltungsaufwand zur Abrechnung der Stromkosten höher ist, als die Stromkostenrechnung.
Alternativ kann ma ja anbieten, für die Firma Werbung auf seinem El anzubringen.

Wichtig: Einfach offen darüber reden, und einfach und anschaulich vorrechnen.

Marek
 
G

Georg Schütz

Guest
#5
Hallo Jens,
Bei meinem letzten Arbeitgeber gab es ähnlich Stress. Der Chef meinte, dass man solche Verkehrshindernisse nicht weiter fördern solle. Er hielt Elektromobilfahren wohl für eine postpubertäre Erscheinung. Nach mehreren Gepsrächen ging es dann doch. Ich habe eine Zeitschaltuhr (zum Einbau auf eine Hutschiene in einem Schaltkasten um Missbrauch an der frei zugänglichen Steckdose zu verhindern), einen Not-Aus-Schalter mit Beleuchtung, einen Zwischenzähler (nicht geeicht) und eine Steckdose IP56 besorgt (alles zusammen kosteste etwa 50€). Der Einbau durch den Hausmeister (ausgebildeter Elektriker) wäre umsonst gewesen. Das Ganze verlief dann aber so schleppend, dass ich darüber den Arbeitgeber gewechselt habe. Und an meiner neuen Arbeitsstelle git es sogar eine Solartankstelle!
Die ganzen Teile habe ich noch im Karton. Wenn du sie brauchen kannst, werden wir uns sicher handelseinig.
 

Thomas Diener

Neues Mitglied
24.05.2006
32
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#6
Hallo!
Ich arbeite in einem saarländischen Energieversorgungsunternehmen und habe mich mit der Hausverwaltung geeinigt jährlich eine Kostenpauschale von 30€
an eine gemeinnützige Organisation zu spenden. Als Nachweis gilt eine Überweisungskopie.
Die Handhabung ist problemlos und die Menschen in den Entwicklungsländern haben auch etwas davon!
Der Vorschlag kam vom Unternehmen selbst, was ich als vorbildlich bezeichnen kann!
Sprich doch mal mit Deinem Arbeitgeber über diese Möglichkeit und weise dabei auf das positive Image hin!
:)
Gruß
Thomas
 
P

Peter Jürgens

Guest
#7
Hallo.

Bei meinem Arbeitgeber gibt es keine Probleme.:) !!
Städtische Entwässerung besteht zum grössten Teil aus Strom und an jeder Pumpstation ist eine Steckdose. Ich nutze das El als Dienstfahrzeug, somit ist immer eine Ladestation in der Nähe.

Die Kosten für eine Ladestation von 600.-Euro sind bei Fremdinstallation
(durch Handwerksbetrieb) normal.

Falls es Büros im Erdgeschoss gibt würde ich eine geschaltete Aussensteckdose mit Zwischenzähler empfehlen (ungeeicht mit Steckerzeitschaltuhr ca.100.-Euro)

Gruss Peter
 
M

Marc

Guest
#8
Hallo,
ich arbeite auch bei einem EVU. Ich wollte auch ein monatlichen Betrrag vom Gehaltskonto abgezogen haben aber die Werkleitung war das nicht transparent genug. Nun habe ich einen geeichten Zähler mit Schlüsselschalter usw. von den Azubis installiert bekommen. Das Material mit Arbeitsstunden hat einen Wert von dem ich die nächsten 10 hätte Strom entnehmen können!
Jetzt sind einige Kollegen neidisch, weil ich etwas bekommen wie z.B. eigenen Stellplatz, Material usw...... da fehlen mir echt die Worte!
Ich würde meinen Arbeitgeber fragen ob die Installation nicht mit einem Werbeaufdruck auf dem E-Mobil verechnet werden könnte (funktionierte bei mir aus abrechnungstechnischen Gründen nicht).
Grüsse aus dem hohen Norden
Marc
 

chris

Neues Mitglied
21.02.2013
8
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#9
Moin,

etwas ähnliches hat meine Freundin mit ihrem EVT-Roller und den Vermietern bzw. Mietern erlebt. Die Mieter hatten andauernd Angst, dass die ganze Häuserreihe die Stromkosten tragen muss. Inzwischen hat meine Freundin einen einfachen Energie-Zähler installiert - das war dann plötzlich doch okay.
Aber eine andere Idee, hast du evt. die Möglichkeit eine Park-and-Charge Tankstelle beim Arbeitgeber zu installieren? Soweit ich weiss, ist das benötigte Material nicht ganz so teuer und trotzdem VDE-Mässig abgesichert.
Ausserdem können dann ja auch noch andere das System nutzen.
Vielleicht gefällt es dem Arbeitgeber besser, wenn man eine "offizielle" Lösung
anbietet? - und nichts "Gebasteltes".

Schöne Grüsse,
Christopher
 
#10
Oh Jens,
offiziell wirds Laden bei der Arbeit immer schwierig, und meist auch teuer. Hier nun meine eigenen Erfahrungen:

1993 fuhr ich mit meinem damaligen ATW Ligier Optima rund 50 km von Reifenberg nach Nürnberg zu Siemens, Zählerwerk Humboldstr.
50 km hin, davon zweidrittel Autobahn, das war echt viel und ich mußte dort wieder aufladen (Bleiakkus). Genau die gleiche Situation wie bei Dir, denn vorher zu Siemens nach Erlangen gabs da keine Probleme. 25 km und 25 km zurück hatte ich immer sicher geschafft. Aber dann die Versetzung nach Nürnberg durch Umorganisation brachte auch einmal einen doppelt so langen Weg zur Arbeit.

Nun denn, ich dachte mir, dass bei Siemens Bereich EV (Energieverteilung) und im Haus des Zählerwerks Nürnberg das Laden eines Elektroautos doch möglich sein sollte. Wenn nicht hier, wo denn sonst?
Eine bestehende einfach Außensteckdose (ein- und dreiphasig) fand ich schnell am Gebäude, die Zufahrtgenehmigung zum Gelände bekam ich dann auch, und der Parkplatz war in Reichweite meines Standardkabels. Also alles perfekt.
Aber nicht ganz legal oder offiziell genehmigt. Also parkte ich erstmal dort und lud das E-Auto an der Steckdose und meldete mich beim Chef an zwecks Einholung der Genehmigung.
Glücklicherweise kam er dann wenig später zufällig vorbei, als ich gerade beim Einstecken des Steckers war. Ich war also in flagranti ertappt und konnte ihn dadurch sozusagen am Objekt aufklären, um was es ging.

<img src=http://www.solarmobil.net/bilder/atwlig01.jpg>

Ergebnis:
Reservierte Parkplätze waren auf dem Geläde tabu, selbst der Chef hatte sowas nicht. Ein selbst angefertigtes Schild "Rerserviert für Solar- und Elektromobile" ließ er dann nach etwas Diskussion zu, da ja die Steckdose gleich neben dem Parkplatz war. "Na ja" meinte er damals, kann man schon machen. Ich habs gemacht, und es hat was genützt. Der Parkplatz blieb fortan wirklich frei für mein kleines Elektroauto, und ich hatte morgens immer meinen Stellplatz.
Wegen der Abrechnung hat er bedenklich den Kopf gewiegt (oder heißt es "gewogen"). Jedenfalls hat er dann nach kurzem Überschlagen der Stromkosten (damals rund 1 bis 2 DM täglich bei 6 bis 10 kWh täglich) gemeint, dass das kostenlos nicht geht, von wegen Gerechtigkeit und geldwerter Vorteil und Kollegen und so. In der Tat hätte es durchaus Probleme geben können. Er löste es damals dadurch, dass er mich offiziell anwies, zur Sekretärin zu gehen mit der Bitte, sie solle über eine Abrechnung nachdenken und Vorschläge machen bzw. das regeln.
Die Sekretärin hat das auch wörtlich genau genommen und nachgedacht. Alle Jahre habe ich nachgefragt, wie das Ergebnis des Nachdenkens aussieht. Fehlanzeige bzw. noch kein Ergebnis. Sie hatte beim Einziehen kleiner offizieller Beträge in einem anderen Bereich nur Probleme gehabt (die Kaufleute im Hause wollten für so kleine Beträge keine Kostenstelle aufmachen, ohne Kostenstelle wußte niemand, wohin mit dem Geld und so weiter.....). Jedenfalls hatte sie schon so eine Problemkasse im Schreibtisch stehen, mit so 100 DM damals oder so ähnlich, und keiner wollte es haben. Das wollte sie natürlich nicht nochmal, also hat sie überlegt und überlegt und überlegt. Lange und gründlich und jahrelang. Und der Chef war zufrieden, die Sache war delegiert und damit für ihn erledigt.

Ich habe mich dann 1997 in den Vorruhestand treten lassen ("Halbpension"), und damit war die Sache auch für mich erledigt. Ein Kollege aus dem Zählerwerk parkte und tankte dann fortan seinen CityEl dort. Auch gut.
Jahre später, so Anfang oder Mitte 2004 fuhr ich nochmal hin, zum 25jährigen Firmenjubiläum eines ehemaligen Kollegen. Diesmal mit meinem Citroen AX electrique und natürlich gleich aufs Parkgelände im Firmen-Innenhof.
Überraschung: Der Parkplatz plus Steckdose plus Schild war noch da und sogar frei. Wie gewohnt konnte ich also mein E-Mobil aufladen. Tat gut nach all den Jahren.

Die Moral von der Geschichte: Versuche, irgendwie eine inoffizielle Lösung mit einem wohlmeinendem Vorgesetzen. Immerhin ist die Steckdose schon da, versuche, die vorhandenen Einrichtungen zu nutzen. Offiziell wirds immer schwierig und meist auch teuer. Auch Ablehnungen sind bekannt, z.B. aus Schulen, die ganz einfach der Meinung waren, dass sie aufgrund der Monopolgesetze überhaupt keinen Strom verkaufen dürfen. Das hat früher mal gestimmt, ist aber so nicht mehr gültig.
Immerhin ist jede offizielle Lösung schwierig wegen Abrechnung, Kostenstelle, geldwerter Vorteil, Neid der Kollegen (und seis nur wegen reserviertem Parkplatz) und so.
Inoffiziell und auf dem kleinen Dienstweg ist immer leichter. Hoffentlich schaffst Du das. Viel Glück.

Gruss, Roland
 

Claus

Neues Mitglied
11.11.2015
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#11
Hallo Jens,

mein Arbeitgeber hat damals einen geeichten Zähler gefordert, da eine Abrechnung mit ungeeichten Zählern gesetzlich nicht gestattet ist. (öffentlicher Großbetrieb)

Da geeichte Zähler sau teuer sind (da gab es noch nicht die geeichten Zähler für die Hutschienen) hat unser Betriebselektriker, welcher Beziehungen zu den Stadtwerken hatte, mir einen gebrauchten geeichten Zähler für 100 DM besorgt.

Den Schaltkasten habe ich selbst aufgebaut, der Betriebselektriker hat diesen dann geprüft und durchgemessen. Der war ganz schön pingelig. Ich schätze das ich die sicherste und geprüfteste Dose in der Firma habe.
Einmal im Jahr wird abgelesen und ich Zahle meiner Firma den Strom.

Jens, frage mal nach ob Du einen eigenen Anschlußkasten montieren darfst bzw. welche Anforderungen dieser erfüllen muß. Ich kann mal durchrechnen was für ein Warenwert die Teile haben und bei Bedarf kann ich Dir einen Schaltkasten aufbauen. Du bist ja auch www.EMFM.de Mitglied.

Meine Ladestation: Anschlußdosen für 4x220V, 1x 380V 16A, 1x380V 32A
Diese Kästen gibt es fertig zu kaufen, nur die Sicherungen und die Verdrahtung muß man noch machen.
Hier ein kleines Bildchen meiner Ladestation:
<img src=http://www.emfm.de/ladestationen/op/dlr-lade-1.jpg>

Noch ein Bildchen, links der Edelstahlschaltschrank, in der Mitte mein ehemaliges City-EL, rechts 4 Solarpanele welche mir mittlerweilen gestohlen worden sind.
<img src=http://www.emfm.de/ladestationen/op/dlr-lade-2.jpg>

ACHTUNG !!
Steckt jemand sein Fahrzeug ohne Erlaubnis an, ist das Diebstahl !!
Eine fristlose Kündigung kann die Folge sein.

Grüße
Claus
 
J

Juergen Fleischmann

Guest
#12
Hallo Jens,
auch ich habe das leidige Thema hinter mir. Erst nach Erlangen (38km) wo ich keine Steckdose bekam, aber einen offizielle Solartankstelle in der Nähe war.
Jetzt nach Fürth (54km) wäre eine Steckdose angebracht, da ich mit dem Saxo im Winter die Strecke nicht schaffe.
Ich habe bisher an allen Stricken gezogen und mittlerweile aufgegeben bei Siemens ist das glaube ich eine unmögliche Sache so etwas zu verlangen.

Bei Siemens in Forchheim (Der Lambofahrer arbeitet da) war der Chef eines El Fahrers von der Idee des Els so begeistert, das dieser sofort kostenlos eine Steckdose zur Verfügung bekam.

Bleib einfach dran und gib nicht auf, am Besten mit einem Vorgesetzten das Ganze klären dann geht das auch.

Gruß aus Franken

Jürgen
 
K

Karl

Guest
#13
Hallo Claus,
schade um die gestohlenen Panels, aber du hast ja jetzt ein neues ;) .
Ich werde mich jetzt auch mal um eine Ladestelle kümmern, meine Firma hängt da auch noch schwer nach !

Sonnenelektrische Grüße
Karl

p.s. Deine Tiefgaragenauffahrt schaffe ich derzeit nur mit 20m Anlauf mit dem El !
 

Claus

Neues Mitglied
11.11.2015
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#14
Hallo Karl,

mit meinem Twike beschleunige ich auf der Rampe, oben muß ich bremsen damit ich nicht abhebe.

Grüße
Claus
 
K

Karl

Guest
#15
Hallo Claus,
bitte doch mal ein Familienmitglied ein Foto zu machen wenn du ( ohne zu bremsen) aus der Ausfahrt fliegst, so etwas kommt immer gut an !
- flying twike !

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
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#16
Vorgestern habe ich mit unserem Geschäftsführer gesprochen und ihm die Sache erläutert. Er war ebenfalls meiner Meinung, daß bei 2-3€/Monat Stromkosten der Abrechnungsaufwand höher als die eigentlichen Kosten wären, und hat noch am gleichen Tag mit der Liegenschaftsabteilung gesprochen.

Ergebnis: Ich bekomme in der Tiefgarage eine abschließbare Steckdose OHNE Zähler und muß nichts für den Strom bezahlen, sogar die Installationskosten zahlt mein Chef :spos: .

Allerdings wurde ich gebeten, die Sache "nicht an die große Glocke zu hängen, damit es nicht noch Nachahmer gibt" :rolleyes: .
Das ist zwar nicht so toll, aber nach dem was ich so von meinen Kollegen höre, ist die Gefahr von Nachahmungstätern sowieso sehr gering.
Benzin ist halt einfach noch viel zu billig und die Luft noch zu sauber :angry: .

Wird aber wohl noch etwas dauern bis die Steckdose montiert ist...

Gruß Jens