Induktivität Compoundspule - Funkenflug :-)

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Manuel

Guest
Hallo zusammen,

hab mal wieder ein häßliches Problemchen, und zwar wollte ich die Compoundwicklung aufgrund der Umstellung von Curtis auf 4QD über ein zusätzliches Relais schalten (hab ja keine Schütze mehr, die das machen könnten) nur dabei bin ich über die hohe Induktivität der Wicklung gestolpert - gibt ein riesen Funkenfeuerwerk beim Ausschalten der Wicklung und mein Relais fängt an zu leuchten :) Super, könnt ihr mir helfen??

Gruß

Manuel
 

Jürgen G.

Aktives Mitglied
02.12.2004
407
Bei mir verbrannte auch beim erstenmal das Relais :eek:
Hab dann nen bipolaren Kondensatur mit 1µF und 100V paralell zu den Kontakten geschaltet. Seither ist Ruhe.
Irgendwann mach ich mal Mosfets rein :xcool:

<a href="http://home.t-online.de/home/Juergen-Gehrke/cityel/cityel.htm">Umbau Cityel</a>
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Diode parallel zur Spule nicht vergessen, am besten eine kleine Netzdiode (langsam).Sonst steigt die Spannung auch weit über die doppelte zu schaltende Spannug, wie bei dem bipolaren Kondensator. Mit Diode reicht ein normaler Elko, bzw. gar keiner. Der Mosfet hat die Rückschlagdiode schon eingebaut, im Curtis übernimmt die Plugdiode unter anderem auch diese Aufgabe, allerdings für die vom vollem Motorstrom durchflossene Hauptschlusswicklung.
 
M

Manuel

Guest
Naja, stimmt nicht ganz, falls ich in Physik richtig aufgepasst habe, so passiert beim Ausschalten (und da gibts ja den Riesenfunken) folgendes:

Der Stromfluss durch die Spule (hier Compoundwicklung) wird unterbrochen, durch die hohe INduktivität versucht diese aber, den Strom weiterfließen zu lassen - es wird also eine Spannung gleicher Polarität induziert, nur viel größer -> Funkenflug... Da hilft eine Diode nichts, nur beim Einschalten, aber da ists nicht so schlimm!
Komischerweise klappt das mit dem Kondesator (hab verschiedene probiert) auch nicht... Woran könnte das liegen?

Gruß

Manuel
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Was hast Du denn da für einen Kondensator genommen? Bei einer Autozündspule hast Du einen viel höheren Strom, der Kondensator liegt meist ein wenig unter einem Mikrofarad, ist winzig (angepappt am Unterbrecher-Verteiler) und da funkt überhaupt nichts, das darfst Du ruhig dem Jürgen glauben. Die Diode ist trotzdem kein Fehler. Im Gegensatz zur Zündspule willst Du ja keinen Schwingkreis aus Spule und Kondensator aufbauen. Entweder hat Dein Kondensator einen viel zu niedrigen Wert oder ist defekt. Die Diode liegt parallel zur Spule, der Kondensator ebenso, oder er überbrückt die Kontakte.
Ich habe Dir ziemlich viele Bedenken auch bezüglich meiner Vorschläge zur Reku des Compoundmotors am 4QD-controller geschrieben. Wir sollten da wirklich vorsichtig sein, da sich schnell eine Übererregung des Motors aufbauen KÖNNTE. Ralf hat mir geschreiben, dass die von ihm entwickelte sogenannte "JME"-Reku (was immer auch jme bedeutet) sehr aufwendig ist. Was Ähnliches passiert im 4QD, nur mit einem konstanten Erregerfeld (Permanentmagnete). Meine ganzen langen Sermone zu dem Thema gingen dahin, eine Übererregung zu vermeiden. Ralf schreibt, dass er eine ganze Menge Elektronik benötigte, um die Sache unter Kontrolle zu bekommen.
Hier hattu link:
http://www.ralfwagner.de/mini/technik_us/ereku.htm
http://www.eatstoll.ch/cgi-bin/index.pl?page=produkte&subl=energierueckgewinnung
http://www.mittnacht.net/
Es hat schon seinen Grund, dass ich hier meine langen Vorträge über die zusätzliche Spannungsversorgung nur für die Serienwicklung gehalten habe, die mit dem 1,2 Volt Nicad und Regelung. Dann hättest Du Deinen Compoundmotor sozusagen in einen Permanentmagnetmotor mit Hauptschlussmotorcharakteristik umgebaut und der 4QD würde überhaupt nichts davon mitkriegen, wenig Umbau, nur Stromregelung über einen Mosfet. Als Batterie übrigens keinen Nicad, sondern eine einzige Hawker-Cyclonzelle (Blei) von 2 Volt. Die wird dann über einen bis zwei von Deinen Vicor-Wandlern auf Spannung gehalten. Für mich keine Frage, ich würde es so machen. Wir müssen dazu nur den Ankerstrom messen und mit diesem Messwert den Feldtransistor an der Cyclon steuern. Nebeneffekt: Die Compoundwicklung regeln wir gleich mit. Die geringe Energie, die Du der Cyclon entnimmst, kommt großenteils Deinem Hauptakku wieder zugute, der dann wieder zurücklädt. Regeltechnisch liegst Du dann auf der sicheren Seite. Im Moment hast Du so eine Art kleines Cernobyl.
 
M

Manuel

Guest
Naja, Tschernobyl ist es noch nicht, obwohl ziemlich was abgeht und der Riemen auch schon schreit!!! :)
Aber im Momet ist nicht die Reku mein Problem, eher der zu geringe Feldstrom :-( Dadurch hab ich einen sch... Wirkungsgrad und der Controller glüht fast :-( Echt doof.
Vielleicht weiß ja jemand Rat.
Dir hab ich eh noch ne Mail geschrieben (Bernd) - vielen Dank.

Gruß

Manuel
 

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