Ideal laden?


Marion_S

Neues Mitglied
04.06.2003
1
0
#1
Hi!

Meine Garage steht abseits, und der Strom muß per Rasenmäherkabel rüberverlegt werden. Wenn der Wagen nicht benutzt wird, kann er also nicht immer an der Dose hängen, wie man es mir als Idealfall empfohlen hatte.
Die Batterie (fragt jetzt nicht nach dem Typ ;-)) ist 3 Jahre alt und reicht für 30-50 KM.

Wie sollte ich möglichst ideal laden? Immer abends gleich wieder aufladen, oder vorzugsweise über mehrere Tage leerfahren und dann erst dranhängen?
 
G

Georg Schütz

Guest
#2
Kommt auf die Batterie an. Bleibatterien (die häufigsten Batterien) sollen möglichst immer wieder aufgeladen werden. Eine Tiefentladung kann das Ende einer solchen Batterie sein. Daher soll eine solche Batterie so oft als möglich geladen werden - sofort nach dem Ankommen ans Netz hängen und dran lassen bis man wieder fährt. Bei diesem Batterietyp würde ich darüber nachdenken, mit einem Erdkabel(Kabelklassifikation NYY) Dauerstrom zur Garage zu legen. Häufiger Gebrauch des El´s wirkt sich ebenfalls positiv aus: Batterien verhalten sich wie Muskeln: nur bei ständigem Gebrauch bleiben sie in Form - sonst verlieren sie ihre Leistungsfähigkeit. Oder: ein El sollte behandelt werden wie ein Hund: einmal am Tag Gassi fahren. Weitere Punkte, die sich beim Laden positiv auf die Batterie auswirken:
- ab und zu alle Batterien mit einem Zusatzladegerät einzeln voll laden (Ausgleichsladung). Dadurch werden die Batterien wieder einander ähnlicher und man vermeidet, dass eine schwächere Batterie die Leistung der übrigen Batterien immer weiter verringert.
- wenn möglich, sollte man mit einem Zusatladegerät ab und zu mit starken Strömen laden.
- eine Batterieheizung und -isolation verbessert die Stromabgabefähigkeit: die Batterie ist eher in der Lage, auch hohe Ströme abzugeben und leidet nicht so sehr an den hohen Strömen bei Bergfahrten bzw. beim Anfahren.

Eine NiCd oder NiZn-Batterie (eher selten, besonders NiCd-Zellen sind sehr teuer) soll möglichst ganz entladen werden, da nur so die Kapazität erhalten bleibt. Sonst merkt sich die Batterie, dass sie nur zu einem bestimmten Punkt entladen wird (Memory-Effekt).
 
T

Thomas Hackl

Guest
#3
Hallo!
In der technischen Doku von Evercel steht, daß NiZn nur einen sehr geringen Memoryeffekt an der Ni-Elektrode zeigt, der wesentlich schwächer als der an der Cadmiumelektrode bei NiCd ausfällt. Hingegen ist bei einer geringeren Entladung eine höhere Lebensdauer der Zellen zu erwarten. In Zahlen wird von 500 Zyklen bei vollständiger Entladung und 10000 Zyklen bei 10% Entladung gesprochen.

Wie sieht es denn bei den NiZn-Fahrern aus?

Gruß

Thomas
 

Marion_S

Neues Mitglied
04.06.2003
1
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#4
Ich gehe mal davon aus, daß ich eine Bleibatterie habe. Es war ja davon die Rede, daß sie immer gleich wieder am Netz sein sollte, wenn ich den Wagen nicht fahre.
Strom zu verlegen ist garnicht so einfach, das ist eine Etagenwohnung mit Garagenhof. Beides gehört zwar demselben Vermieter, gehört aber nicht zusammen; d.h. die Garage wird einzeln angemietet. Das wird nicht das Gelbe vom Ei sein, über meinen Zähler dort Strom hin zu legen.
So in ein-zwei Jahren lasse ich den Wagen wohl auch auf die neue Technik und neue Batterien umrüsten.

Ich wollte nur genau wissen, wie ich die Batterien am Besten pflege: also auch kaum gefahren immer wieder ans Netz damit. Danke ! ;-)

Wie ist das eigentlich mit Notladungen? Ab und an, wenn ich in die Außenfiliale muß und das Wetter ist allzu schlecht oder es kommt mir sonstwas dazwischen, muß ich vor der Heimfahrt kurz laden: mehr als drei Stunden geht aber nicht. Dabei wird die Batterie natürlich nicht voll geladen. Ist das eigentlich schädlich auf Dauer?
Seit man mir geraten hat, mit mehr Reifendruck zu fahren, habe ich mehr in Reserve, aber trotzdem...
 

weiss

Administrator
15.01.2004
1.934
3
#5
hallo marion :)

Ich gehe mal davon aus, daß ich eine Bleibatterie habe. Es
war ja davon die Rede, daß sie immer gleich wieder am Netz
sein sollte, wenn ich den Wagen nicht fahre.

unbedingt!
da du derzeit keinen festen stromanschluß hast, kann das laden auch so ausschauen: volladen - ausstecken - bei mehrtägem stillstand ca. jeden 3. tag einmal dranhängen für ein paar stunden.

Strom zu verlegen ist garnicht so einfach, das ist eine
Etagenwohnung mit Garagenhof. Beides gehört zwar demselben
Vermieter, gehört aber nicht zusammen; d.h. die Garage wird
einzeln angemietet. Das wird nicht das Gelbe vom Ei sein,
über meinen Zähler dort Strom hin zu legen.

einfach mal reden mit dem vermieter

So in ein-zwei Jahren lasse ich den Wagen wohl auch auf die
neue Technik und neue Batterien umrüsten.

Ich wollte nur genau wissen, wie ich die Batterien am Besten
pflege: also auch kaum gefahren immer wieder ans Netz damit.
Danke ! ;-)

Wie ist das eigentlich mit Notladungen? Ab und an, wenn ich
in die Außenfiliale muß und das Wetter ist allzu schlecht
oder es kommt mir sonstwas dazwischen, muß ich vor der
Heimfahrt kurz laden: mehr als drei Stunden geht aber nicht.
Dabei wird die Batterie natürlich nicht voll geladen. Ist das
eigentlich schädlich auf Dauer?

nein..
das ist keine notladung (in meinem augen) sondern eine zwischenladung. jede zwischenladung ist wesendlich besser als eine tiefentladung!!!

Seit man mir geraten hat, mit mehr Reifendruck zu fahren,
habe ich mehr in Reserve, aber trotzdem...

ich fahre auch mit 3bar, und bin zufrieden...
 
B

Bernd Geistert

Guest
#6
Hallo,

wenn die feste Verlegung eines Netzkabels zur Garage undurchführbar sein sollte,
könnte man auch überlegen, zur Erhaltungsladung ein Solarmodul auf das Garagendach zu legen und das Gleichstromkabel etwa über ein Belüftungsgitter in das Garageninnere zum CityEl zu führen.

Grüße
Bernd
 

Marion_S

Neues Mitglied
04.06.2003
1
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#7
könnte man auch überlegen, zur Erhaltungsladung ein Solarmodul auf das Garagendach zu legen

Ich hätte liebend gern eine Anlage auf dem Dach, aber das soll ziemlich kostspielig sein? Allerdings hatte ich dabei mehr im Sinn, den Wagen gleich komplett mit dem Solarstrom zu betreiben, und wenn er geladen ist, den Rest einzuspeisen.
Ich müßte das Garagendach mal beobachten, ob das den ganzen Tag Sonne hat.
 

Marion_S

Neues Mitglied
04.06.2003
1
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#8
Ich weiss, Marion, das geht jetzt über dein Anliegen hinaus.

Von da her schon, aber es trifft ein Interesse, das mindestens so alt ist wie mein City-El.
grin.gif
 

Marion_S

Neues Mitglied
04.06.2003
1
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#9
Die Erhaltungsladung soll ja nur dafür sorgen, dass die Akkus nicht kaputt gehen, weil das Netzkabel u.U. einige Tage nicht über den Rasen geführt werden kann.

So schnell geht das schon nicht. Die Ladestandsanzeige steht immer noch auf 1/2, wenn es schon keinen Spaß mehr macht, des Wagen zu fahren, weil er schneckengleich langsam ist und ich kaum noch die Auffahrt rauf komme :) Dann wird ohnehin geladen. Und jetzt weiß ich ja auch, daß ich ihn auch nach einer kurzen Fahrt gleich wieder anhängen kann.

Der Kleine könnte allerdings mal 7 oder 14 Tage herumstehen, bei einem Ladestand zwischen halb und voll.
 
B

Bernd Geistert

Guest
#10
Marion_S schrieb:

Der Kleine könnte allerdings mal 7 oder 14 Tage herumstehen,
bei einem Ladestand zwischen halb und voll.


Das sollte nach Möglichkeit vermieden werden. Das CityEl hat (bislang) einen Standby-Verbrauch von ca. 3 Watt, d.h. in 14 Tagen müsste die Batterie 1 kWh Energie (30Ah), 1/3 der maximalen Lademenge abgeben! Wenn sie zuvor nicht einmal voll war ist eine schädliche Dauer-Tiefentladung zu erwarten.
Für eine Standzeit ab einer Woche ohne Netz ist daher zu empfehlen: 1. Akkus laden oder fast ganz laden (mind. 1 Stunde Gasung); 2. eine halbe Stunde warten (bis sich O2/H2 verflüchtigt hat); 3. Minus-Polklemme der rechten Batterie abnehmen.
Vor dem Wiederanklemmen nach der Pause die Kontakte des Netzstecker des Trafoladers für 10 Sekunden zwischen Minus-Polklemme und Minus-Pol der rechten Batterie halten, dann die Polklemme sofort montieren, mind. 1 Stunde laden.
 

Marion_S

Neues Mitglied
04.06.2003
1
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#11
3. Minus-Polklemme der rechten Batterie abnehmen.

Das sollte nicht mal nötig sein. Was ich vergessen habe zu erwähnen, ist ein auf meinen Wunsch hin eingebauter Schalter, um bei längerer Standzeit den Spannungswandler(?) auszuschalten. Ich vergesse ihn meißtens - normalerweise steht der Wagen ja auch nicht so lang herum.

Wie gesagt: es ist gut zu wissen, daß ich ungeachtet des Batteriestandes einfach draufladen kann. :)
 
G

Georg Schütz

Guest
#12
Die Prozedur des Wiederanklemmens der Batterie mit dem Stecker des Ladegeräts ist auf jeden Fall notwendig, da sie mit dem DC-DC nichts zu tun hat. Es hängt vielmehr damit zusammen, dass die Kondensatoren der Curtis-Motorsteuerung aufgeladen werden. Die Kondesatoren entladen sich, wenn die Batterie abgeklemmt ist und werden, wenn sie nicht mit der beschriebenen Prozedur aufgeladen werden, mit extrem hohen Strömen wieder aufgeladen. Man erkennt das an dem extrem starken Funkenschlag, wenn man die Batterie ohne Zwischenwiderstand wieder anklemmt.
 
G

Georg Schütz

Guest
#14
Wenn man das El von seiner Batterie richtig trennen möchte, muss man eine Batterie von der Leitung trennen, alles andere funktioniert nicht zuverlässig. Beim Wiederverbinden der Batterie mit dem El kann die Elektrik des Els Schaden nehmen, wenn man die Batterieklemme direkt wieder an die Batterie anklemmt. Möchte man das vermeiden, darf man das El nicht sofort direkt mit der Batterie verbinden. Die Batterie sollte zunächst über einen Widerstand mit dem El verbunden werden. Ein solcher Widerstand ist zum Beispiel der Netztrafo. Man nimmt zum Wiederverbinden den Netzstecker und hält den einen Pol dieses Netzsteckers an die Batterie und den anderen Pol des Netzsteckers gegen die Batterieklemme. Dann kann es ein wenig funken und man hört nach kurzer Zeit ein Klacken eines Relais. Dann muss man die Batterieklemme sofort mit der Batterie verbinden.
Geht man anders vor, indem man die Batterieklemme direkt wieder mit der Batterie verbindet, läuft man Gefahr, die Elektrik des El´s zu schädigen - für die Batterie dürfte es auch nicht so gut sein.
 

Marion_S

Neues Mitglied
04.06.2003
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#15
Danke für die Info! (Da hatte ich mit dem "Stecker" in meinem vorherigen Posting sogar ind Schwarze getroffen, was den Widerstand anbelangt...
grin.gif
)
 

Harald Schwieger

Neues Mitglied
07.07.2006
19
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#16
Hallo Bernd,
diese Idee, die 3 Akkus abwechselnd (in einem bestimmten Zeittakt nacheinander) über eine Elekrtonik mit einem 12 Volt Solarmodul zu laden bzw frisch zu halten finde ich sehr interessant. Könntest du mir diese Schaltung mailen ??

Gruß aus dem Allgäu Harald

P.S. Habe bereits einen Förder-Antrag für eine PV-Anlage mit 3,7 kWp gestellt, die Konditionen und der Preisverfall sind zur Zeit recht günstig.
 

weiss

Administrator
15.01.2004
1.934
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#17
hallo marion ;-)
Marion_S schrieb:

<duck> sorry, ich hab kein Wort verstanden...

einfach gesagt: wenn du dein el öffters mit dem schalter "wiederbelebst" geht entweder dein schalter hin oder dein el! da die el-bauteile nicht dafür ausgelegt sind.

Da Stecker, dort Zündschlüssel, Rest AUTO, ich Frau...
grin.gif
...ansonsten hast du...
da stecker, dort zündschlüssel, rest VERKOHLTES auto, verwundert dreinschauende frau :)

alles verstanden?

 
B

Bernd.Geistert

Guest
#18
Hallo Harald,

der Schaltplan ist lieder verschollen. Irgendwann habe ich in diesem Forum aber schon ein paar Worte zum Schaltprinzip verloren.

Grüße
Bernd
 
B

Bernd.Geistert

Guest
#19
Wobei der Spannungswandler etwa 40mA zieht, Kapazitätsmesser und Curtis-Steller 50 mA.
 

Marion_S

Neues Mitglied
04.06.2003
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#20
da stecker, dort zündschlüssel, rest VERKOHLTES auto, verwundert dreinschauende frau
Du wirst lachen, ich hatte kürzlich einen Kabelbrand. Ein paar Euronen das Kabel, über 300 fürs zerlegen, suchen und wieder zusammenpuzzeln...
Ich weiß nicht, ob es damit zusammenhing. Den Schalter benutze ich so gut wie nie, so lange lasse ich den Wagen nicht stehen. Im Übrigen wurde er schon im Werk in Aub eingesetzt, auf meinen Wunsch hin, nachdem ich dort erklärt hatte, daß der Wagen eben nicht ständig an der Dose hängen kann, sondern auch mal eine Weile ohne dasteht. Von da her kann ich mir fast nicht vorstellen, daß da Mist genbaut wurde...??
 

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