Ich darf eigentlich nicht mitreden, tue es trotzdem

saxobernd

Aktives Mitglied
23.07.2020
368
Mein Mii kann nur mit 40 kW schnelladen, Gleichstrom, also 100% Laderwirkungsgrad, ich zahle die Ladeverluste nicht mit. Lade ich Wechselstrom, dürften es, sehr grob geschätzt bei 7,2 kW Aufnahme, ca 6,5 kW sein, die die Batterie erreichen.
Bei 32,5kWh Energiegehalt der Batterien sind dazu genau 5 Stunden nötig.
Meist haben die Gleichstromlader nur 50 Ampere Stromlieferfähigkeit, da dauert es 1,625 Stunden.
Im ersten Fall kostet mich das 32,5kWh zu 39 Cent (ADAC) , also 12 Euro 68.
Bei Wechselstromladen 36 kWh zu 29 Cent, also 10 Euro 44.
Eine Ersparnis von 2 Euro 24. Dafür eine Zeitersparnis von 3,375 Stunden.
Ein Stundenlohn von 66,4 Cent. Für einen Chinesen auf dem armen Land wären das vergleichsweise 20 Euro die Stunde.
Als Rentner habe ich alle Zeit der Welt.
Da muss ich nur noch aufpassen, nicht anzufangen, vor Reichtum zu "stinken". Den Batterien geht es vermutlich besser bei der Wechselstromverfütterung. Das könnte dann doch eher entscheidend sein. Aber diese dauernde Hin-und Her- Transformiererei, die müsste wirklich nicht sein.
Stellen wir uns für die Zukunft auch auf Gleichstrom ein!
Fordern wir dabei potentialfreies Laden, kommen wir um ein Hin- und Her-Transformieren nicht herum. Es sei denn, wir vertrauen auf die Zuverlässigkeit von Gleichstrom-Fehlerstrom-Schutzschaltern.
Ich misstraue diesen und halte sie, weil unsere Autos meist auf gut isolierenden Gummirädern stehen, deren Kaorosserie wir überaus einfach und sicher auf Fehlerstöme überwachen können, für verzichtbar.
 

Kamikaze

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24.08.2020
667
ich zahle die Ladeverluste nicht mit.
Wie kommst du darauf?
Die Energiemessung findet bei den Ladesäulen die ich kenne AC-seitig statt. Da wird lediglich die Wandler-Abwärme aus dem Fahrzeug in die Ladesäule verlagert. Die dafür nötige Energie wird aber vom Ladenden sehr wohl mit bezahlt.
Welcher Anbieter misst nur auf der DC-Seite?
 

saxobernd

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23.07.2020
368
Das kann ich mir einfach nicht vorstellen, Das Gleichstromladen ist teurer. Ich nehme an, weil im erhöhten Preis auch die Ladeverluste in der Tankstation berücksichtigt sind. Wenn das nicht so wäre, könnte der Tankstationsbetreiber interessiert sein, Wandler mit weniger als 50% Wirkungsgrad einzubauen, die dann aus der Eichpflicht herausfallen. Das kann einfach nicht sein. Wenn, dann hätten wir ein Recht zu klagen. Ich habe das Tanken an beiden Ladern verfolgt und sah keine größere Abweichung von den vorberechneten Werten. Ich werde die Messungen mit Stoppuhr wiederholen.
Sollte es Abweichungen geben, verlange ich eine Bekanntgabe des Fabrikats und der Verluste des Gleichstromladers an der Ladestelle.
Was ist da draußen los? Kommt da etwa der Frühling?
 
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Werni

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19.02.2019
1.174
Heidenrod
Hi Bernd,

das Gleichstromladen ist höher bepreist, weil auf diese Art die Beschaffungskosten des Ladegeräts auf dich umgelegt werden. So ne Gleichstromladesäule kostet einiges, du glaubst doch nicht der Anbieter stellt die einfach so auf? Der will Gewinn machen, also müssen die Kosten wieder rein...

Beim AC-Laden bringste das Ladegerät ja mit (und trägst auch das Risiko dasses irgendwann mal kaputtgeht). Beim DC-Laden isses in der Ladesäule. DESWEGEN ist AC-Laden 10 Cent/kWh teurer... Der Strom ist der gleiche ;-)

Gruß,

Werner
 
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Emil

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04.04.2006
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So eine öffentliche Schnellladestation ist mindestens 10x, bei den HPC noch mehr teurer als eine öffentliche AC Ladestation. Und eine öffentlich AC Ladestation kostet auch 10x mehr als eine Wallbox oder ein ICCB.

Die Mehrkosten werden auf den Strompreis umgelegt, wobei selbst der Preis von Ionity heute noch noch nicht kostendeckend sein dürfte. Es ist ja auch nicht so dass so eine Station 20 - 30 Jahre Geld verdienen kann, sondern sie ist oft schon nach 3 - 5 Jahren durch den technischen Fortschritt überholt.

Übrigens liegt der Wirkungsgrad der AC/DC Wandlung bei den DC-Schnellladestationen irgendwo bei 98+ %. Und gute AC-Lader in den Fahrzeugen können 95 % erreichen.
 

Andreas106

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29.03.2011
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Bernd hat recht. In Deutschland bezahlt man das, was man bekommt. Es interessiert nicht die Bohne, ob der Betreiber des DC-Laders den mir angebotenen DC Strom aus einer AC-Quelle wandelt, oder ob er PV mit Akku vorhält und diesen mir mundgerecht serviert.
Das war auch der Grund, weshalb sich die DC-Lader Betreiber so lange gegen eine Mengenabrechnung gesträubt haben und nur nach Zeit oder Vorgang abgerechnet hatten.
Es gab schlicht keine eichfähigen DC-Stromzähler.
 
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Emil

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04.04.2006
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saxobernd

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23.07.2020
368
Da wiehert ein Amtsschimmel. Natürlich ist Gleichstrommessung einfacher, billiger und genauer. Nur, der Amtsschimmel wiehert so laut, dass ihm selbst Hören und Sehen vergeht, ehe er sich mit diesen völlig neuartigen Gleichströmen abgibt. Dann werde ich gleich mal genauer verfolgen, ob da mehr als 20kW aus der Gleichstromsäule kommen. Vielleicht lädt das Ding tatsächlich mit 21,5 kW Drehstrom Netzaufnahme und 20kW Gkeichstrom über den CCS?.

Mache ich etwas falsch? Aus der Allego-Säule fließen nur 20kW, obwohl bis 50kW darauf stehen, Der Mii kann 40kW.
Vielleicht ist da ewas ausgefallen, denn die nebenstehende AC-Säule ist defekt?

Also, noch mal. Krefeld ist ein schwieriges Pflaster. Roaming geht nicht, wurde mir eben von der Rheinenergie Köln verraten. Wer Probleme hat, ruft mich an. Die Düsseldorfer Säulen sind in meiner Nähe und irgendwann darf ich auch wieder meine Lemnet-Station benutze, Ich darf nicht, weil da ein 600 PS- Ford-Pickup parkt. Dann kommt kein Fußgänger mehr durch. PS gehen in Krefeld vor. Nur Elektroautos bekommen die Knöllchen. Glaubt Ihr nicht? Kommt vorbei und probiert es aus.

Mal ganz schnell ein Dementi:
Bei Seat in Krefeld kennt man sich nicht aus. Ich wollte die Batteriespannung erfahren: 400Volt.
Stimmt nicht. Um die 300V, geht vielleicht 20 Volt noch drüber. Kann man hier nicht erfahren.
Verbrauchsfahrt: Geht hier nicht, zu viel ungleichmäßiger Verkehr. Aber dafür gibt es Videos: 100km/h auf die Juh-Tube gedrückt:15 kWh/100km, bei +3 Grad, Heizung ausgeschaltet. Also, genau wie der Saxo bei 85km/h. Beim Saxo natürlich geheizt, denn die Heizung geht nicht auf den Stromverbrauch und ist, Benzinbetrieben, billiger.
Aber Sitzheizung ist auch was Schönes. An der Ladesäule natürlich voll beheizt.

Wäre aber schon angenehmer, wenn die vollen 120 Ampere Ladestrom fließen würden. Es sind nur 65 Ampere bei Allego.
Also, auf 60 Minuten Fahren bei 100km/ kommen 45 Minuten Laden. Es könnte fast doppelt so schnell gehen. Heizung zählt so fast doppelt bei Kälte.
 
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Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.524
Da wiehert ein Amtsschimmel. Natürlich ist Gleichstrommessung einfacher, billiger und genauer. Nur, der Amtsschimmel wiehert so laut, dass ihm selbst Hören und Sehen vergeht, ehe er sich mit diesen völlig neuartigen Gleichströmen abgibt. Dann werde ich gleich mal genauer verfolgen, ob da mehr als 20kW aus der Gleichstromsäule kommen. Vielleicht lädt das Ding tatsächlich mit 21,5 kW Drehstrom Netzaufnahme und 20kW Gkeichstrom über den CCS?.
Das Problem ist nicht die Gleichstrommessung an sich, sondern dass das gemessene Ergebnis dem Verbraucher eichrechtskonform nachvollziehbar und nicht manipulierbar zur Verfügung gestellt werden muss.

Da die Säulenbetreiber auf irgendwelche Drucker für eine Quittung an den Ladesäulen verzichten wollen, muss der Weg vom Messsensor bis zum Abrechnungsbackend in einer Form erfolgen dass nicht plötzlich irgendwelche Ziffern umkippen und dem Verbraucher dann mehr abgerechnet wird, als er tatsächlich verbraucht hat. Die Standardisierung und Implementierung dieses Protokolls ist das eigentliche Problem.

Wie viel an eine DC Ladesäule geladen werden kann ergibt sich einmal aus der Begrenzung durch die DC Ladesäule und der Vorgabe durch das Fahrzeug. Die Begrenzung liegt dabei nicht in der Leistung sondern im Strom. Ist eine Ladesäule jetzt dafür ausgelegt bei 400 V maximal 100 A abzugeben dann sind das 40 kW. Hat jetzt aber das angeschlossene Fahrzeug nur eine maximale Ladespannung von 300 V, dann liefert die Ladesäule nur 30 kW.

Jetzt kommt aber auch noch dazu dass die Batterien selbst meist nur bis etwa 50 % SOC den vollen Ladestrom verkraften, bei 50 % SOC die Ladespannung bei LiION entsprechend niedriger ist. Multipliziert mit dem maximalen Strom der Ladesäule gibt das dann eine entsprechende niedrigere Ladeleistung. Ab 50 % wird dann schon der Ladestrom reduziert, um die Batterie zu schützen, so dass die Leistung trotz steigender Spannung trotzdem sinkt.

Es wird also wahrscheinlich nichts kaputt sein, sondern es liegt an dem Zusammenspiel der Ladetechnik im Fahrzeug mit der spezifischen Säulentechnik. Der Saxo ist ja auch nicht mehr der Jüngste.
 

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