Hyundai stellt kabelloses Ladesystem für Elektrofahrzeuge vor


Es gibt Autohersteller, die der Ansicht sind, dass das Aufladen von Elektrofahrzeugen mit Kabel weniger vorteilhaft ist. Viel mehr gilt das Interesse dem induktiven Laden, bei dem kein Kabel verwendet wird. Audi, Porsche und auch Mercedes sind indes bestrebt, diese Technologie voranzutreiben. Hyundai und auch Kia sind da schon einen Schritt weiter und zeigen auf, wie sich die Zukunft des Aufladens gestalten könnte.

Vorstellung von kabellosem Lade- plus autonomem Parksystem

In einem neuen Youtube-Video wird ersichtlich, wie sich Hyundai das neue Konzept vorstellt. Dabei wird das wireless charging mit autonomem Fahren verbunden. Mittels App bestimmt der Anwender, wann das Elektroauto von selbst die induktive Ladestation anfährt. Der Ladevorgang wird ebenso per Smartphone bestimmt. Interessant: Ist das elektrische Fahrzeug aufgeladen, gibt das Auto die Ladefläche wieder frei und fährt selbst auf einen freien Parkplatz. Somit wird die Ladestation für andere Elektroautos zugänglich gemacht. Weiterhin können die Nutzer nach dem Ladevorgang via App das Elektroauto zu sich bestimmen - das könnte die Zukunft der Elektroautos sein.


In einer externen Pressmitteilung gibt der Hersteller Hyundai bekannt: "Wenn das Fahrzeug zum Aufladen mit einem Smartphone aufgefordert wird, fährt es automatisch zu einer freien kabellosen Ladestation. Wenn das Fahrzeug vollständig aufgeladen ist, wird es mit dem AVPS (Automated Valet Parking System) auf eine andere, frei Parklücke verlagert, so dass andere Fahrzeuge vor Ort aufladen können. Wenn der Fahrer nach dem Fahrzeug verlangt, kehrt es autonom zum Standort des Fahrers zurück."

In der Mitteilung geht ebenso hervor, dass Hyundai derzeit aktiv an dem System feilt, welches eine Kommunikation zwischen Fahrer, Elektroauto, Parkeinrichtung und Ladesystem ermöglicht. Die Vermarktung dieser neuen Technik soll ungefähr ab 2025 erfolgen.

Quelle: electrek.co

Hyundai wireless charging.png
Bild: Screenshot Youtube Kanal Hyundai (HMG TV)
 

Kommentare

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
309
Krefeld, 02151 9287045
Zu diesem Projekt sollten wir uns Gedanken machen. Allerdings sehe ich einen großen Ladeparkplatz mit autonomem Umparken als problematisch an. Wir sollten uns klarmachen, dass Elektroautos alle einen vergleichbaren Energieverbrauch pro km haben. So genügt es, um längere Strecken zurücklegen zu können, wenn neben der Autobahn Langsamfahrspuren mit Induktionsladung angelegt werden, die die Fahrzeuge so weit aufladen, dass die Entfernungen zwischen den Ladespuren mit 20kWh Nachladung/100km zurückgelegt werden. First in first out, füllen die Elektroenten dann im Gänsemarsch ihre Batterien auf. Wer weniger Energieverbrauch als 20kWh/100km hat, lässt dann eben die eine oder andere Ladespur aus. Insbesondere an Steigungen bieten sich solche Ladestrecken mit vielleicht 40km/h Einheitsgeschwindigkeit an. Dadurch wird optimal wenig Ladefläche benötigt, gleichzeitig wird die Fahrt nicht vollständig unterbrochen. Das Verlassen des Fahrzeugs ist während den vielleicht 10 Minuten Ladepausen nicht erlaubt. Autonome Langsamfahrt ermöglicht aber, für die 10 Minuten Ladezeit die Augen zu schließen...
Nicht zu verachten ist, dass die autonom in der Ladespur fahrenden Fahrzeuge Stoßstange an Stoßstange fahren und so mehr zusätzlichen Fahrzeugdurchsatz bieten als die zweispurige Autobahn (Stauvermeidung). Das dichte Aufeinanderfahren hat auch den wichtigen Vorteil, dass niemand die Ladeschleifen in der Mitte betreten kann, denn ich möchte schon mit starken elektromagnetischen Feldern arbeiten, die 20 bis 40kW Laden ermöglichen, auch wenn sie die zur Zeit noch geltenden "vorsorglichen Grenzwerte" erheblich überschreiten.
Viele Details sollten sorgfältig geplant und genormt werden, so auch die leicht erhöhte Ladeschleifenspur in der Mitte, die einerseits bei leichtem Schneefall nicht ausfällt und einen geringen Ladeabstand der vom Fahrzeugboden abgelassenen Sekundärspule sicherstellt, um den Ladewirkungsgrad möglichst hoch zu halten.
Liegen gebliebene Fahrzeuge erhalten Haltebuchten, in die sie notfalls von Hand geschoben werden.
10 Minuten bei 40km/h entsprechen übrigens ca 2,65km Strecke, die nur 2,2 Meter Breite hat.
 
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Neues Mitglied
11.01.2019
1
@Bernd Schlüter Sehr gute Gedanken, Tests werden diesbezüglich an verschiedenen Orten weltweit durchgeführt. Induktives Laden bzw. Wireless Charging von Elektrofahrzeugen ist sowieso auf dem Vormarsch und wird über kurz oder lang die präferierte Alternative beim Laden eines EV's, zumindest mit autonomen Fahreigenschaften sein. Trotzdem ist Hyundai/Kia's Lösung sehr interessant für urbane Lösungen z.B. Parkhäusern in Grossstädten.
 
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