Honda Heizkraftwerk für ca 4000 Euro


19.01.2004
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Krefeld
#1
In vielen Ländern wurde das für uns alle interessante kleine Honda-Heizkraftwerk mit 1kW Ladeleistung , ca 3kW Heizleistung und dem Atkinson-Zyklus nachempfundener Motorsteuerung für unter 4000 Euro angeboten. Es läuft in Japan in vielen Häusern, nur bei uns nicht. Durch ein Verschlimmbesserungsmonopol, das zwischen Viessmann, Honda und einigen staatlichen Institutionen abgeschlossen wurde, kostet das verschlimmbesserte Gerät bei uns über 20.000 Euro. Verschlimmbessert nicht zuletzt durch staatlich verordnete Koppelverträge, die zusätzlich kosten.
Kurz, in Deutschland völlig undiskutabel.

Der für uns eigentlich hochinteressante Dachs von Senertec wird von unseren Finanzbehörden ebenso uninteressant gemacht, wenn wir dessen Stromerzeugung an Elektroautofahrer verkaufen oder sogar selbst nutzen.
Ich kann nur von beiden abraten.

Hier im Forum wurde vor kurzem von Viessmann/Miele/ Handwerkerverband ein Werbeangebot gemacht, für eine Wärmepumpe, die angeblich Strom und Geld sparen soll. Auch hier warne ich vor solchen Knebelverträgen.

Eine der wenigen Wärmepumpen, die eigentlich sehr wirtschaftlich arbeiten, die SRK200 von Mitsubishi Heavy Industries (also nicht von Mitsubishi Electric), die gut zu unseren Solaranlagen und auch den erwähnten Heizkraftwerken passen würde, wurde durch einen Exklusiv-Monopolvertrag zwischen dem Schiff-Großausrüster Stulz in Hamburg und Mitsubishi ebenso verteuert. Deutsche Juristen verdienen sich eine goldene Nase daran, Händler zu ruinieren, die gegen solche Exklusivrechte verstoßen. Offenbar hatte mein Lamentieren deswegen doch Erfolg: Stulz bietet die leistungsfähige Klimanlage SRK 20 nun zum wirklich akzeptablen Preis von 789 Euro an. Das Gerät ist interessant für die private Strom-und Wärmeversorgung, deren Bedarf und Energieertrag sich aneinander anpassen, so auch für die Ladung von Elektroautos und den Einsatz der oben erwähnten Heizkraftwerke, Solaranlagen, Wasser- und Windgeneratoren.
Eigentlich sind unsere kleinen Inselanlagen unzweckmäßig und würden viel besser durch mittelgroße ersetzt, die eine ganze Siedlung versorgen.
Das ist in Deutschland aber grundsätzlich verboten, sobald es über eine Grundstücksgrenze geht und bedarf teurer Sondergenehmigungen und Auflagen.

Deutschland ist und bleibt das Land der Monopole. Auf jeder Fahrt nach Köln denke ich daran, wenn ich an der Monopolgebühreneintreibestelle Zons des katholischen Kölner Erzbischhofs vorbeifahre. Auch die Drachenfelsburg erinnert mich an die immer noch fortdauernde Raubritterzeit.

Wir werden noch Einiges erleben, was sich auf dem Gebiet der dringend benötigten Energie ereignen wird bzw von unserer Raubritterschaft laufend beschlossen wird.
Statt die Dieselbetrüger direkt zu bestrafen, werden jetzt von Juristen horrende Kosten erzeugt, die keinesfalls die wenigen Schuldigen treffen, sondern die Belegschaften, die entlassen werden und besser für die Umstellung auf Elektroautoproduktion unvermindert zur Verfügung stehen sollten.

An dem beliebtesten Elektroauto der Welt, der Renault-Zoe, moniere ich , dass es seine Zulassung verliert, wenn man eine andere Batterie einbaut. Allerdings ist man anscheinend nur bei der Deutschen Renault dieser Auffassung- angeblich verhindert Renault per Monopolsoftwareschutz solch ein Ansinnen und gibt die Freischaltcodes nicht frei. Zur Freischaltung müsste das ganze Fahrzeug verladen und nach Frankreich transportiert werden, wurde mir verraten.
Nachdem sich Werkstätten außerhalb Deutschlands anders verhielten, darf diese unbezahlbare Notwendigkeit aber angezweifelt werden!
 
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