Hoffnung für den Think

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
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#1
Hallo,

die norwegischen Oppositionsparteien haben einige Gesetzesentwürfe zur Förderung von Elektrofahrzeugen im Parlament eingebracht:
http://www.aftenposten.no/english/business/article.jhtml?articleID=417761

Vorgeschlagen wird u.a.:<ul><li>verschiedene Steuerbefreiungen</li>
<li>öffentliche Stellen sollen (mehr) Thinks kaufen</li>
<li>Zuschüsse für private Käufer</li>
<li>ab 2004 sollen mindestens 2% aller in Norwegen verkauften Autos "emissionsfrei" sein</li>
<li>Freigabe von Taxi-, Bus- und anderer spezieller Fahrspuren für Elektrofahrzeuge</li></ul>
Elektrofahrzeuge sind in Norwegen bereits von der Mehrwertsteuer befreit und Besitzer müssen keine Zulassungs- und Straßengebühren bezahlen.

Für das Think-Werk in Aurskog sind lt. Artikel schon einige potentielle Investoren im Gespräch, die an einer Übernahme und Fortsetzung der Produktion interessiert sind.

Schon vor knapp einem Jahr hat übrigens die Stadt Oslo 180, in Worten: einhundertachtzig :eek:, Renault Kangoo electrique (der Think war ihnen zu klein) bestellt:
http://www.aftenposten.no/english/local/article.jhtml?articleID=236102 .
Der Import läuft anscheinend über die Firma Miljobil Grenland AS, die auch andere Elektrofahrzeuge von PSA im Angebot hat, Leasingprogramme anbietet und öffentliche Schnellladestationen einrichtet.
Und am Stillstandort Deutschland? Da wartet unser Autokanzler lieber auf die GeldverBrennstoffzelle... Der Link wurde entfernt (404).

Gruß Jens
 
K

Karl Weippert

Guest
#3
Hallo,

hier ein interessanter Artikel über den Th!ink:
http://www.evworld.com/databases/storybuilder.cfm?storyid=416&first=16941&end=16940

mit sonnenelektrischen Grüßen
 
#4
Hallo Jens und all ihr anderen Mitstreiter,

den TH!NK verfolge ich mit Interesse seit Jahren und habe sogar noch ein riesengrosses Poster - damals vor rund 3 oder 4 Jahren der Orginalprospekt.

Vor einigen Jahren war dann der Produktverantwortliche auf dem Elektroauto-Anwenderforum von OTTI in Regensburg mit einem Vortrag über das Projekt da: Betreut und bearbeitet wurde es damals von Ford - Köln! Ford war nach dem ersten Konkurs eingestiegen, wohl u.a. auch wegen des know-hows im Bereich der Kunststoffverarbeitung.

Die ganze Sache wahr wahrscheinlich wegen des clean-air-act in Kalifornien geplant gewesen. Schade, dass es jetzt so sang- und klanglos von Ford fallengelassen wird.

Umso schöner, dass Norwegen dran festhält. Immerhin machen die zusätzlichen sogenannten "Nutzervorteile" in Norwegen wirklich schon deshalb Sinn, weil dort fast der gesamte Strom mit Wasserkraftwerken gemacht wird. Elektrofahrzeuge sind dort also allesamt Solarmobile im Netzverbund, wenn auch mit Wasserkraft, also indirekter Solar Power.
Aber immerhin, damit sind sie absolut emissionsfrei.

Steuervorteile? Vor vielen Jahren hat Dr. Kalberlah, damals Leiter der E-Fahrzeugentwicklung bei VW, es im Gespräch so formuliert: "Die Allgemeinheit hat bei E-Fahrzeug die Vorteile wie Emissionsfreiheit und Lärmarmut, da ist eine teilweise Kostenübernahme durch die Allgemeinheit schon gerechtfertigt. Alle Nachteile, wie höhere Gesamtkosten, geringere Reichweite und Geschwindigkeit, hat der Betreiber. Also soll der wenigstens ein paar andere Vorteile haben."

Norwegen soll ja auch sonst sehr schön sein, also mal hinfahren?
Schon erledigt, hat Martin Hundhausen aus Erlangen mit seinem TWIKE gemacht. Nachzulesen in den Solarmobil Mitteilungen Nr. 47 vom Sept. 2002.

Gruss, Roland vom bsm