Gegenwindauto

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
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#1
Jetzt bin ich total übergeschnappt. also, das geht so:
bei achterlijken wind fhren wir normal elektrisch, wie gesagt, mit Rückenwind, aus den vorher geladenen Batterien.
Im Stillstand klappen wir die Windturbine aus. Die lädt dann die Batterie.
bei seitlichem Wind haben wir die Wahl: Segle oder auch die Windturbine auf dem Dach, das gibt deutlich mehr Energie, als im Stillstand. Ungläubig?

Also, ihr lieben Windmühlenfanatiker, ihr kennt doch Pfarrer Betz?
Nach dessen kluger Formel hat ein Windrad eine maximale Effektivität von 59%?
Richtig?
Nee, falsch!
Der Wind weicht nämlich aus. Mit 88% nutzt die ideale Windturbine nämlich im maximalen Erntepunkt mit 1/3 Windgeschwindigkeit hinter dem Rad den Wind. Rechnet nach, der Rest weicht aus. Bremst Ihr den Wind weniger aus, steigt dieser Wirkungsgrad aber immens an!
Beispielsrechnung:
Auf dem Dach ein Windrad von 3 m Durchmesser, sprich gut 6m² Fläche.
Ich nutze den Wind nur zu 40%, macht eine Turbinenleistung von 260 Watt bei 10m/s Windgeschwindigkeit. Da der Wind genau von vorne bläst, fahre ich mit der Kraft der Batterien mit 10 m/s gegen den Wind:
Meine Turbinenleistung steigt auf 2080 Watt, gleichzeitig bremst der Wind meine Turbine mit dem Fahrzeug mit zusätzlichen 260 Watt (unter 10% Staudruck auf die Fläche bezogen. Die verbleibenden 1800 Watt reichen zum Fahren.
Nun steigere ich die Geschwindigkeit auf 20m/s, die Turbine leistet 7020 Watt. Aber auch der Widerstand ist gestiegen, auf 2340 Watt, es bleiben 4680 Watt.

Ungläubig? Dann erchnet doch selbst!
Und jetzt der große Trick: Ihr setzt das Elektroauto in den Windschatten der Turbine: Der Luftwiderstand des Fahrzeuges fällt auf ein Viertel bei der angenommenen Halbierung der Windgeschwindigkeit von 50% hinter der Turbine.

Den Überschuss speist Ihr in die Batterien zum Fahren mit Rückenwind.

Auf die Idee gebracht hat mich Stefan Selch "Cyberflair" , der wohnt, glaube ich, in der Nähe von Reinhold.

Hier seine "Ausgrabungen", denn die Idee hat er von einem inzwischen verstorbenen Professor:
http://www.geocities.com/cyberflair/

Wer sich dafür interessieren sollte, der kann auch mit mir Kontakt aufnehmen. Vielleicht können wir ja den Stefan Selch dazu überreden, so etwas zu bauen?

Noch eine Anmerkung: Solch ein Windrad hat auch Reibungsverluste. Die sind aber sehr gering und erhöhen den Widerstand, den das Windrad dem fahren gegen den Wind entgegensetzt, nicht, nur der Wirkungsgrad sinkt, was ich schon mit den nur 40% Windernte berücksichtigt habe.
Mit einem guten Windrad würde das fahrzeug auch bequem 30 m/s gegen den Wind erreichen, bei einer Windradleistung von dann 99,8 kW! Mit anderen Worten, es ginge auch noch schneller.
Wer sich ernsthaft mit Windenergie auseinandergesetzt hat, ahnt jetzt vielleicht auch, warum ein Darrieus-Rotor funktioniert. Sowas habe ich schon gebaut.
Der ist aber als Geegnwindrad ungeeignet. Der hat zwar näherungsweise die gleiche Leistung, aber der Wind weicht nicht aus und erzeugt einen mächtigen Widerstand gegen die Fahrtrichtung.
http://www.solarkonstante.de/wind/allgemeines.htm#3

Bernd
 

Manfred

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05.09.2015
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#2
Hallo Bernd

ich hätte da noch einen http://www.xn--ko-trimaran-qfb.de/


aber glauben tu ich Dir das erst wenn mich mit der Windente besuchst.


Aber Achtung Durchfahrtshöhen beachten.

Manfred der lieber auf den CWwert achten



p.s. ich hab noch was




<Img src=http://skysails.info/uploads/pics/bild2_04.jpg>

http://skysails.info/fileadmin/user_upload/Presseartikel/skysails_mopo.pdf
 
#3
Hallo Bernd & Manfred,
ich vermisse noch die Hinweise, links und Berichte auf die Flettner Rotoren.

Bei der Tagung in Wietow am 5.9. waren die Skysail Initiatoren übrigens anwesend und haben einen sehr guten Vortrag drüber gehalten. Sind Initiatoren, keineswegs Toren. Verstehen was vom Schiffbau und vom Wind, und die ersten Versuche mit Schiffen waren sehr erfolgreich.

Und ein Kollege war auch da, der in Schwerin einen Kutte mit Flettner Rotoren betreibt. Er möchte diese an sich alte Technik wieder beleben. Immerhin sind damit schon einige Schiffe gefahren, sogar über den Atlantik.

Also nur Mut beim googeln.

Gruss, Roland
 

Manfred

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05.09.2015
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#4
<img src=http://www.hitechnatur.ch/bewegen/2_aufwasser/img/Windturbschiff.jpg>
http://web.uni-frankfurt.de/fb13/didaktik/pagesM/MFlettner.html
http://www.mathias-schmitz.de/confiduc/transprt/flettner.html
http://www.tu-berlin.de/~ifhsm/sl/aufgaben_siekmann/07_01_mit.pdf
http://www.rafoeg.de/20,Dokumentenarchiv/10,Personenbezogenes_Archiv/,Hoehndorf_Rainer/Vom_Metallsegel_zum_Rotor1.pdf
letzte Beitrag etwas germanisch


Und zum von Roland angesprochenen Kutter
http://www.rafoeg.de/20,Dokumentenarchiv/10,Personenbezogenes_Archiv/,Hoehndorf_Rainer/Images/Zeitungsartikel.jpg
 

Bernd Schlueter

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10.12.2004
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#5
Die Flettners sind nicht so gut, maximal 8fache wirksame Staudruckfläche des Zylinders, und nur bezogen auf die Windgeschwindigkeit, ein Segel bringt mehr und ist leichter, und wirkt wenigstens auch noch mit dem Wind. Hart am Wind mit Flettner geht schon gar nicht. Da kenn ich hier den Flettner-Spezialisten Alfred Wilhelm , der hat alle Konstruktionen schon durch, den konnte ich nicht bekehren.
Das beste Teil, was es gibt, ist Dein Drachen vor dem Tanker, so mit oder mit leicht achterlichem Wind ideal. Richtig die Post ab geht aber gegen oder hart am Wind, dann nämlich, wenn Du an der Fläche einen Windgenerator von nur wenigen Metern Durchmesser schraubst und das Ding mit 40 m/s oben hin und herflitzen lässt. Den Strom leitest Du über die zwei Strahtrossen nach unten, mit denen Du auch lenkst. Der treibt dann auch die Schiffsschraube an.
Ist also das ideale Segelschiff. Damit entkommst Du sogar einem Hurrikan.
Mist, ne Woche Süden wäre nicht schlecht. Geht noch nicht.
 

Manfred

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05.09.2015
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#6
Preußen fällt immer noch was ein Bernd

Kuckst Du http://lukas.bogunovic.de/Arbeiten/flettner.html

<img src=http://lukas.bogunovic.de/Arbeiten/flrot/flrot.jpg.jpg>
 

Bernd Schlueter

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10.12.2004
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#7
Ja, die Konstruktionen des Alfred Wilhelm habe ich alle durch und hier bei einem Bekannten stehen noch etliche Ungetüme vom Typ Savonius herum, die alle nichts bringen. Unter anderem genau diese Anordnung, die eine Verdreifachung der Leistung des reinen Savonius brachte. Das hintere Leitblech, das hatte ich mir auch so gedacht, bringt aber nichts, die Strömung wird ohnehin durch den Magnuseffekt in diese Richtung gelenkt.
Kannst Du wirklich alles vergessen, das einzige, was hier gut läuft, ist meine simpler Darrieux. Ist nicht weit vom Erntegrad eines Repellers entfernt.
Wirkungsgrade: Savonius: 6% mit Leitschaufel das Dreifache, aber, was für ein Monstrum. Repeller: 40% Darrieux: ca 30%.
Entschuldigung, das ist kein Wirkungsgrad, sondern der Erntegrad, der Wirkungsgrad
des Repellers ist weit höher, theoretisch bei maximaler windernte bei 88% sonst noch häher. Der Wind weicht in erster Linie aus. Da fehlt einfach Beton.
Verschwende keien Gedanken an irgendwas savoniusartiges, so langsam habe ich den Alfred bekehrt, irgendwo gibt es da auch ein Foto von seinem Dreimaster-Flettnerschiff im Düsseldorfer Hafen...auweh.
Kannst Du Dir gleich einen Evert - Rotor bauen.
http://www.evert.de/
Am besten gleich eingießen in Beton.
Und mach nicht so viel Wind mit Deinem Fön.