Gasung "hören"


J

Jürgen

Guest
Ich lese hier immer wieder, daß wenn eine Batterie gast, sie dann "voll" ist.
Nun hat ja jede Batterietechnik (Nass,Gel,Flies usw.) eine klein wenig
andere Gasungsspannung.
Wie wäre es wenn man die beginnende Gasung einer Batterie nicht
über die Spannung misst, sondern z.b. "hört"
Habe nämlich festgestellt daß man das gasen ganz gut mit dem Ohr hören an! (Ohr an die Batterie pressen)
Es liese sich doch eine Elektronik bauen, die dieses Geräuschmuster auswertet und als Abschaltkriterium nutzt?
Vielleicht liese sich das über aufgeklebte Piezoelemente aufnehmen oder
eine Art Stetoskop mit Mikrofon.
Was meinen die Experten hierzu?

Jürgen G.
 
K

Karl

Guest
Hallo Jürgen!

Ich halte das für eine sehr gute Idee die weiterverfolgt werden sollte!
Natürlich ist so eine akustische Auswertung nicht ganz einfach, düfte aber heute machbar sein.

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 

peter

Neues Mitglied
12.08.2015
0
Hallo Karl
Gibt es bei Dir nicht schon Elektronische Stetoskope mit auswerte Elektronik ??
Gruss aus dem Schwabenland.
Peter
 
K

Karl

Guest
Hallo Peter,
im Hirn hört man ja so wenig ;-) ,
man müsste einen Herzspezialisten fragen!

sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Das geht einfach mit einem aufgeklebten Piezomikrofon und einer selbstlernenden Voice-Tastatur. Erst muß man diese in den Lernmodus schalten. Nach spätestens drei Gläsern Bier kann sie dann schon einen Pilz von einem Alt unterscheiden. Unterscheidet sie schon Cola mit und ohne Sekt, kann man sich an die Batterien wagen. Erscheint beim Wechsel von Lithium auf Nicad ein lautes "Prost" auf dem Bildschirm, weiß man spätestens, dass man etwas falsch gemacht hat.
Die meisten handhelds haben das Fourier-Analyseninterface schon eingebaut.
Nachteil: Drückt man während des Ladens nur einmal aus Versehen auf die "Master"-Taste, vergisst das handheld alle vorher erlernten Befehle. Es hört dann nicht mehr auf den "Meister", sondern nur noch auf das, was die Batterie ihm sagt. Das kann böse enden.
 

Jürgen G.

Aktives Mitglied
02.12.2004
407
@B.S.
Mein Posting war nicht als verulkung gedacht :-(
Ich hab das mit dem "gasen hören" ernst gemeint.
Schade jedenfalls :sneg:

Die Welt besteht aus 3 Sorten Menschen:
- Die, die etwas in Gang setzen,
- Denen, die zusehen, wie etwas geschieht,
- Und denen, die fragen, was geschehen ist.
...
..
.
 
R

Rainer Partikel

Guest
Hallo Jürgen,

ich kann dir nachfühlen.
wie währe es wenn der Druckanstieg gemessen wird. Kann das Vorhandensein von Gas gemessen werden oder gar alle drei gemeinsam :Geräusch Druckanstieg und Gasdichte.
Bitte um eine kompetente Antwort.

Habe mal gelernt das es keine saudumme Fragen gibt aber Antworten dieser Art schon.
ZINNEKE :hot:
 

Gunther Kufner

Mitglied
11.12.2004
120
Hallo

Ich dachte auch sofort daran, den Druck zu messen. geht aber nicht so ohne weiteres, weil der ja auch ansteigt, wenn die Temperatur ansteigt. Und das passiert beim Laden ja auch zwangsläufig.
Ausserdem weiss ich nicht, ob Gasdichte Akkus so gut sind... wobei, Gelakkus sind das ja auch, oder?
Aber die Idee finde ich prinzipiell nicht schlecht! Muss nur noch eine Verzögerung rein, denn Akkus müssen ein bisschen gasen, um ganz voll zu werden. Aber das ist dann wohl noch das kleinste Problem...

Weiss jemand, wie schnell der Druck in ner Batterie beim Gasen steigt?
Das könnte ich mir noch vorstellen, dass man schaut, wie schnell der Druck ansteigt. Daraus kann man dann ne Aussage treffen, obs an der Temperatur liegt - die ändert sich sicher nicht allzu schnell...

Bis dann, Gunther
 

Jürgen G.

Aktives Mitglied
02.12.2004
407
Ja, der Druckanstieg, das habe ich mir auch schon gedacht.
Die Drücke bewegen sich sicherlich nur im mbar Bereich.
Vielleicht sogar nur Pascalbereich.
Hab einen neuen Akku 7,2Ah von Reichelt da.
Den werd ich mal anbohren und einen Druckumformer anschließen.
Mehr wie 100mbar Druck werden es wohl ned sein.
Dann entladen und laden.
Dagegen sprechen allerdings die Rekombination von H2 und O.
Da dürfte sich der Druck bei "wartungsfreien" aufheben.
Mal testen!
Gasdichte messen, glaub das ist zu ungenau.
Bei den Säurebatts ja, aber bei den Gels?
Die Gels sind ja "dicht" und das ist immer Gasgemisch drin.
Ausserdem gibt es sicher Schwierigkeiten wegen der aggressiven Dämpfe.
Aber Druck mit Geräusch kombinieren, das müsste gehen.
Batts mit Zentralentgasung, das wäre optimal.
Das hörst Du jede Zelle, und Druck lässt sich auch ganz leicht messen.
Hat jemand Connections zu einer Uni oder zu einem Batt./Laderger. Hersteller?
Vielleicht greift es ja jemand auf!
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Hörte sich zwar wie Verulkung an, aber diese Tastaturen und handhelds haben tatsächlich ein Voice-interface mit kompletter Fourier-Analyse eingebaut. Möglicherweise ist die charakteristische Frequenz so hoch, dass der Prozessor nicht mitkommt. Ich würde es einfach versuchen mit dem PC. Da reicht auch ein Mikro mit ordentlicher Verstärkung, ich denke , am besten kleine Piezoohrhörer, die auch als Mikro hervorragend sind, die Membran direkt ans Batteriegehäuse kleben und auf einen bestimmten Tastendruck trainieren. Anfangen würde ich tatsächlich mit einem Glas Sprudelwasser, weil das die Charakteristika der Batteriegasung enthält und schön laut ist, dann weitertrainieren auf Batteriegasung.
Wenn das klappt, wird das Ding tatsächlich auch Bier von Wein unterscheiden können!
Nur, die Gasung ist normalerweise sehr leise und unser Ohr übertrifft immer noch jeden Computer. Du müsstest deshalb das Mikrofon soweit verstärken (oder aufdrehen) können, dass Rauschen laut und natürlich auch ein wenig von der Gasung zu hören sind. Rauschen ist zwar der Gasung sehr ähnlich, aber das Ding wird die schon auseinanderhalten können. Es gibt freie Programme, die das leisten, auch auf Deinem normalen PC. Ich denke, eine Soundkarte mit 41 kHz Abtastung reicht nicht aus, die sollte mehr leisten, um auch noch 8 kHz relativ verzerrungsfrei wiederzugeben. Ein Piezosystem des Plattenspielers oder ein Magnetsystem, als Körperschallmikrofon an die Batterieumhüllung geklebt, sind ideal!
Natürlich kannst Du dann alles mögliche trainieren, Apfel überwachen, ob sie eine Made enthalten, Flöhe hu.. Gras wa.... Kein Witz, obwohl doch irgendwo lustig.

Beste Adresse sind für Dich übrigens DX-Funkamateuere, die haben die besten Werkzeuge, um aus dem schlimmsten Rauschen noch die Nutzsignale herauszufiltern!
Denk mal nach, genau so!
 
D

Dieter Seeliger (DJ8DS)

Guest
Hallo Jürgen,
ich habe mir den Gasungsvorgang in einer Bleibatterie mal "angehört".
Der größte Schalldruck tritt im freien Raum über der Säure auf, an der Oberfläche der Säure, denn dort platzen die Gasbläschen.
Wenn man einen Batteriestopfen so modifiziert, dass man dort zB. wie von Bernd vorgeschlagen mit einem Tonabnehmersystem auf einer sehr dünnen Glasplatte den Schal abnimmt, so müsste man, mit der entsprechenden Auswertung per Soundkarte, eine definitive Aussage über den Zustand Gasen / Nichtgasen machen können.
Die Charakteristik der auftretenden Geräusche sollte auch klar erkennbar sein, da die Gasbläschen vom Durchmesser alle sehr ähnlich sind.

Gruss Dieter, DJ8DS
 

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