Frage zu müde werdenden Akkus

Ch.Moosmann

Neues Mitglied
24.05.2006
1
Hallo zusammen,
ich lese hier im Forum immer wieder, daß die Akkus bei schwachen Ladeströmen z.B. beim IVT mit 8A auf die Dauer ermüden sollen. Abhilfe soll ein Laden mit der Verbrauchsamperezahl unter Last schaffen.
Frage: Warum passiert das (oder was passiert im Akku)? Ist dieser Effekt mit Akku-Pulsern zu verhindern oder schwächer? Passiert das mit allen Arten von Akkus? Was ist mit Blei-Vlies-Akkus? Die technischen Zusammenhänge sind mir nicht klar. Und wo bekomme ich für Blei-Vlies-Akkus bezahlbare Hochstromlader her, ohne selbst einen zu bauen (so 45A)? Da meine CTM 100 (1500km) langsam etwas weicher werden, mache ich mir Gedanken, ob ich mit den Akkus über den Winter noch fahren kann oder ob ich bis denne neue brauche (Im November werden die Akkus so 6000km gelaufen sein).

Grüße Christian
 

Gunther Kufner

Mitglied
11.12.2004
120
Intessanter weise sehen das die Hersteller wohl anders. Ich habe letztens mit einem Anwendungstechniker von DETA telefoniert. der meinte, der max. Ladestrom für 60Ah Akkus sei so um die 12A. Als Faustregel sagte er Kapazität durch 4.
Allerdings hat mir ein anderer mal erzählt, dass mein Ladegerät mit 15A fast schon etwas knapp wäre...

nun ja...
Zum technischen Hintergrund kann ich dir auch nix sagen. Ich weiss nur, dass Carlo - der sich wirklich gut mit Akkus auskennt, er fährt seine seit 75.000km - bleiakkus beim Regenerieren mit ca. 100A lädt.

Gruß, Günni
 

Jürgen G.

Aktives Mitglied
02.12.2004
407
Das Hochstromladen scheint wohl nicht jeder Akku zu vertragen.
Ich lud meine mit 50A (110er C5) und die Kapazität war nach 50Zyklen (50%Dod) zu 50% runter.
Nach umstellen auf 20A haben sie sich wieder ein wenig erholt (70%).

Jürgen

 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
1.140
Hr. Kürten hat seinerzeit folgenden Beitrag geschrieben,
http://forum.myphorum.de/read.php?f=567&i=8&t=7
dort ist das Thema einigermaßen erklärt.

Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß nicht alle Batterien die hohen Ladeströme vertragen. Die NBA-Panzerplatten haben rapide an Kapazität verloren, vermutlich durch Abschlammung.
Bei den Messmer-Batterien werden vom Hersteller ausdrücklich öfters hohe Ladeströme empfohlen, ohne daß die Batterien geschädigt werden.

 
M

Mario Volkmann

Guest
Hallo,

Bei der Tour de Ruhr habe ich meine Panzerplattenbatterien (Hawker 80Ah C5) ca. 15mal (mit Hin- und Rückfahrt ca. 400 Km) mit 35A geladen. Sonst lade ich mit 20 A.
Ein Techniker von Hawker sagte mir am Telefon, diese sollten mit einem Strom unter 0,2C5 geladen werden.
Im Vergleich vorher-nachher habe ich keine Kapazitätsänderung feststellen können! Allerdings ist mir aufgefallen, daß auf der Oberseite der Platten von 2 der 18 Zellen die Oberfläche "krümelig" ist - vorher habe ich sie mir aber auch noch nie so genau angesehen.
Der Spannungsunterschied der drei Batterien liegt bei ca. 0,1V (monatliche Kontrolle).

Gruß,
Mario
 
M

Manuel

Guest
Ich versuch dir das mit dem Kugelhaufenmodell mal zu erklären... aber keine Haftung für Ungenauigkeiten.

Simpel gesprochen lösen sich beim Entladen sozusagen Kugeln (PbSO4) von den Blei/Bleidioxidplatten ab und diese müssen beim Laden (in anderer Form) wieder am Blei/Bleidioxidgitter "befestigt" werden. Passiert dies nicht (z.B. mit zu geringen Ladeströmen) verschlechtern sich Widerstandswerte (die Akkus werden "weich") und die Kapazität natürlich auch.
Bleisulfat ist ein miserabler Leiter - Sulfatierung sollte also vermieden werden. Und da helfen eben nur hohe Ströme und Ausgleichsladung per Gasung (geht aber nur mit geschlossenen Bleisäure Typen) In vielen Anleitungen für den Umgang mit Bleiakkus ist keine (!) Begrenzung für den Ladestrom angegeben - bei den Verschlossenen Typen (Vlies/Gel) muss aber auf jeden Fall mit großer Sorgfalt Probegeladen werden - wenns zischt mal besser aufhören :)

Hoffe das war verständlich und doch nicht ganz absurd...
Übrigens ist der Zivan NG3/NG1 ein bezahlbarer Lader mit ausgezeichneten Strömen...

Gruß

Manuel
 

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