Fernost... Nachbauten

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.674
Filderstadt
www.elweb.info
Hallo Zusammen,
ich habe gerade auf fernen Internetseiten nach Dieter Werners Marktkauf E-Roller gesucht, da fand das hier:
http://www.shiro.cn/sdp/403101/4/pd-2155266/1918135-1100806.html
Ein Nachbau eines Segway, allerdings mit Stützrad...

Für weitere surftouren ein guter Start:
http://www.diytrade.com/


Ich habe beruflich mit Leuchten zu tun, schon dort kommt eine Flut aus Fernost, mit viel Billigschrott. Bei den Fahrzeugen geht das genauso weiter.

Ich kann uns nur wünschen das wir einen klaren Blick für sogenannte "Life-Cycle-Cost", d.h. Lebenszykluskosten von Produkten haben. Billig gekauft ist zweimal gekauft...

Sonnige Grüße
Ralf Wagner
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.415
91365 Reifenberg
Hallo Ralf,
ich habe den Bericht von Dieter Werner über seinen Marktkauf Roller mit grossen Interesse gelesen, danke für den Hinweis darauf. Dieter schreibt ja immer sehr ausführlich und fundiert über seine eigenen Erfahrungen (vor vielen Jahren auch seine Geschichte mit dem CityEl).

Zum Segway und Nachbauen: den orginal Segway konnte ich bei einer Konferenz im April 2004 im Bundeshaus (multi-modal-mobil) probe fahren. Gewöhnungsbedürftig, aber geht einigermaßen. Trotzdem halte ich es für ein Produkt, dass die Welt nicht wirklich braucht. Und außerdem habe ich grosse innere Vorbehalte gegen ein Fahrzeug, dass nur mit viel Elektronik überhaupt stabil ist. Fällt die aus, ist ein Sturz vorprogrammiert. Und zu teuer ist das Ding allemal. Werde trotzdem den langen Bericht zum Segway, den ich durch Deine Hilfe bekam, in der nächsten Solarmobil Zeitschrift mit veröffentlichen.

Hier ein Segway an einer Park & Charge Steckdose auf der Konferenz in Berlin:
<img src=http://www.solarmobil.net/bilder/segway-01.jpg>

Die Nachbauten mit Stützrad gefielen mir von der Idee eigentlich gut. Allerdings nur so lange, bis ich sie kurz in Belgien mal probe fahren konnte. Trotz erschwinglichen Kosten habe ich danach nicht mehr vorgehabt, so ein Ding anzuschaffen. Fährt einfach nicht gut. Und brauchen kann man es wohl eher nicht, denn wo? Für die Strasse hat es keine Zulassung, und auf Fußgängerwegen wäre es illegal. Allenfalls mit einem großen Schild "6" dran und Beschränkung auf 6 km/h wäre es wohl machbar. Weiss allerdings nicht ganz genau, ob man auch dann einen Sitzblatz bräuchte.

Zu Fernost Nachbauten und Qualität: Ich erinnere mich noch dran, dass die mangelnde Qualität auch anfangs die japanischen Produkte fast unverkäuflich machten. Die Japaner haben schnell gelernt. Die Chinesen werden auch schnell lernen, und dann - zumindest für den Export - bessere Qualitäten liefern. Eventuelle deutsche Qualitätskontrolleure vor Ort - wie in anderen Bereichen bereits üblich - würden wohl dazu beitragen. China entwickelt sich zu einer Art verlängerten Werkbank dieser Welt, und qualitätsmäßig sind z.B. viele elektrische Werkzeuge, die es preisgünstig bei OBI gibt, gar nicht mehr viel schlechter als die teuren europäischen Produkte (von den amerikanischen mal ganz abgesehen). Die OBI Handkreissäge mit 1200 Watt inklusive Hartmetall Sägeblatt für rund 32 Euro macht einen sehr stabilen Eindruck und hat sich bei mir jedenfalls über 1 Jahr schon gut bewährt und ist meiner früheren Black und Decker deutlich überlegen.

Ich denke, dass wir Zug und Zug auch bessere Roller- und E-Mobile aus China bekommen. Denn auch dort wollen die Kunden die Dinger fahren und nicht immer nur schrauben.

 

SB

Aktives Mitglied
19.05.2006
1.834
Hallo

Meine Erfahrungen mit Billiggeräten sind geteilt:
Wenn man Z.B. beim Bauen wie bei mir die Wahl hat, sich einen 80 CHF Bohhammer oder einen für 400 oder gar noch mehr klauen zu lassen, dann ist die Wahl klar. Ich habe gute und teure und auch billige eher schlechtere Maschinen. Bei den billigen sind die Probleme häufiger. Aber ich setze sie teilweise auch zu Zwecken ein, die ich den teuren nicht zumuten will: Steinstaub beim schleifen und schneiden macht einen teuren Winkelschleifer genausoschnell kaputt wie einen billigen. Wenn der billige dann aber noch Garantie hat ... ;-)
Ich muss RR da zustimmen; ohne China würden die besseren Geräte und vermutlich auch unsere Elektrofahrzeuge immer noch so viel kosten, dass eine Weiterverbreitung kaum vorstellbar ist. Man muss schauen wie sich das Angebot und die Qualität aus Fernost entwickelt. Wenn man E-mobile ohne zu viel Kosten brauchbar machen kann, dann ist es interessant.
Und noch was zum Preis. Ich habe mich erkundigt, über diverse Profimaschienen. Teilweise kosten diese das 5 fache von guten (Bosch grün) und das 20 fache von Fernostgeräten. Da kommt es sehr drauf an, wie oft man eine Maschiene braucht und wofür. So viel, dass sich eine wirklich gute lohnt, werden die wenigsten von Hobbyhandwerkern verwendet.
Auch die meisten Miniels die ich gebraucht sehe haben statt 100&#180;000 km nur 10&#180;000 ...

Liebe Grüsse
Sebastian
 

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