Feldsteuerung mit Curits

M

Manuel

Guest
Hallo liebe EL-Gemeinde,

da ich nun schon 2 Wochen meinen 4QD Steller zu Hause rumliegen habe und endlich mal die Reku testen möchte hab ich mir gedacht, ich lass den Curtis einfach an der Feldwicklung vom Thrige hängen (so kann ich die Rekuleistung steuern) und mach den 4QD an die Ankerwicklung. An welche Ausgänge vom Curtis muss ich dann D1/E1 (Anfang Reihen + Compoundwicklung) und D2/E2 (Ende Reihen + Compoundwicklung) hängen?

Gruß

Manuel
 
R

reinhold

Guest
Hallo Manuel!
so einfach geht das nicht.
D1+E1 hängen zusammen.
Ich habe so was schon verschaltet.
+ geht zum Hauptschütz(1);
vom Hauptschütz(2) zum D1
von D2 zum Eingang 4Qd(+)
M1 vom 4Qd zum Anker1 )wird bei Reku umgepolt
M2 vom 4Qd zum Anker 2 )wird bei Reku umgepolt
- 4Qd zum minus Batt.
der 4Qd macht beim einschalten wahrscheinlich eine Isolationsüberwachung des Motors.
Den E2 habe ich über ein Zeitrelais an Masse gehängt.
Der Feldstrom ist ca 2A
Ob dazu der Curtis geeigent ist?
Frag doch mal den "John" das er einen kleinen Steller zusammenlötet...
Oder löt selber was; ein 100V/20A Mosfet + Chopper .
tschau
Reinhold
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Das fürchtete ich schon, dass das nicht so einfach geht und der Curtis jeden Fremdeingriff überwacht. Gibt es einen link mit Schaltplan, wo wir alle Eure Gedanken gut nachvollziehen können, auch, wenn wir kein Cityel besitzen?

Mein Plan ist ja, über eine kleine Zusatzbatterie von ca. 1,2bis 2,4 Volt der Feldwicklung einen Zusatzstrom aufzuprägen, der dann durch den Motorstrom geschwächt würde, ohne umzupolen. Da es sich nur maximal um 0,9 Volt handelt, kann man über wenige Hochstrommosfets regeln, ungeschaltet, einfach mit deren ohmschem Verlust. Dabei würde die Energie aus der Zusatzbatterie in die Fahrakkus befördert(!). Das störende Takten des Curtis hört ja auf, bevor über die Rückschlagdioden der Curtismosfets geladen wird.
Ich würde aus Sicherheitsgründen möglichst wenige Änderungen vorziehen. Die von mir vorgeschlagene Schaltung wäre eigenstabil, wenn nicht die Mimik an D1/E1 und der Eingang an 4Qd Probleme macht. Umpolung mit den Schützen, das wäre mir zu gefährlich. Erleiden die Mosfets des Curtis einen Kurzschluss, blockiert nach der Umpolung der Motor oder der Riemen reißt. Da würde ich mich nicht dranwagen.

Eine Frage hätte ich dazu noch: Wenn ich auch auf die Rekuperierstromregelung verzichten würde, und über den Zusatzstrom über die Zusatzbatterie und einen simplen Widerstand nur ein relativ geringes Bremsmoment einstellen würde, wäre das praktikabel im normalen Verkehr?
Das hieße ja, noch vorausschauender fahren, hätte aber den Vorteil, dass in die Bremscharakteristik nicht schwerwiegend eingegriffen würde und keine Mosfets ausfallen können. Auch dann wäre die Schonung der Bremsen optimal.
Einfach, und die Kosten fast bei Null.Wenn der Curtis keinen Strich durch die Rechnung macht. Ich denke, er macht keinen, trotz Isolationsüberwachung.
 
M

Manuel

Guest
Hi Reinhold,

dann hast du es also wie von 4qd vorgeschlagen (guckst du da: http://www.4qd.co.uk/serv/appnotes/serwnd.html) gemacht oder?
Hast du auf die Diode über der Feldwicklung verzichtet oder eine verwendet? Was hat der 4qd-steller dazu gesagt? Auf der Homepage steht ja, dass die Kondesatoren abrauchen könnten...

Ist der Feldstrom wirklich konstant 2 A - ich dachte der Curtis regelt den (wegen Reihenschaltung) proportional zum Ankerstrom? Wofür ist das Zeitrelais? Und brauch ich dann den Hauptschütz überhaupt noch? Sind jetzt viele Fragen, aber das interessiert mich brennend und die von 4qd haben dazu leider keine Erfahrungen.

Gruß

Manuel
 
R

reinhold

Guest
Hallo Manuel!
Ich habe meine Erfahrungen mit einem ähnlichen gemacht:
http://www.heftruck-systemen.de/ Millipack.
Digital parametrierbar.
Das mit der Compoundschaltung ist einfacher als Du denkst.
Die Compoundspulen sind 2 zusätzliche Spulen im Motor.
Die 2 Reihenspulen sind Nr 1+3; nr 2+4 sind die Compoundspulen.
Das wie bei einem 4 Zylindermotor.
Ohne läuft er schlechter....
Mit VOLLEM Compoundfeld hat er vollen Drehmoment, aber die Enddrehzahl ist niedriger.
OHNE: geringer Drehmoment; aber volle Drehzahl.
Die Lösung für das Poblem:
eine Comoundregelung.
zuerst volles Feld bis ca 40 Km/h.
Dann etwas schwächer; z.b. wie es die 50km/h Version macht; ein 27ohm 50W Wiederstand in Reihe.
Und ab 50 km/h abgeschaltet...~60 km/h.
Leider geht das einher mit einem schlechten Wirkungsgrad;
hohem Motorstrom; geringer Reichweite.
Daraus resultiert auch geringe Batterielebesdauer...
Um Berge raufzufahren: volles Feld.
Um maxmale Reichweite zu erzielen...
um mit geringr Ladung noch heimzukommen.. VOLLES FELD.
Alle Unklarheiten beseitigt?
Reinhold
 
M

Manuel

Guest
Hi Reinhold,

das mit dem Compoundfeld hab ich verstanden und nutze dessen Eigenschaften ja auch schon (Speedschalter für den 27Ohm Widerstand). Nur weiß ich immer noch nicht, ob die Feldspulen einen konstanten Strom haben - dann bräuchte ich sie ja wirklich nur ein- und auszuschalten - oder ob der Feldstrom proportional zum Ankerstrom sein muss?
Und hast du eine Diode über die Feldwicklung gemacht oder nicht? Wo bekommt man solche großen Dinger?

Gruß

Manuel
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Sorry, ich habe das falsch verstanden. Der 4QD ist wohl ein vollständiger Halbbrückenwandler, mit der Ankerumpolung sogar Vierquadranten. Wie ich das sehe (falls das Schaltbild, auf das ich verweise, zutriff), wird zum Rekuperieren nicht umgepolt, obwohl der Strom in umgekehrter Richtung durch den Anker fließt, sodaß Manuels Idee im Prinzip nicht falsch ist. Da ich trotz schlechten Wetters immer noch auf dem Trockenen sitze, bitte ich, meine Bemerkungen nur unter Vorbehalt zu lesen.

http://www.4qd.co.uk/service/ncc/cct24.gif

Das Compoundfeld könnte man dann über einen externen Mosfet mitschalten, wie Reinhold vorschlägt. Ob man da fremde Impulse hineinjagen darf, wäre zu prüfen. Die kann man ja auch synchron zur Ansteuerung der Hauptspulen setzen, sodaß ich bei nur 2 Ampere auch vom Curtis absehen würde.. Schließlich werden die Hauptfeldspulen auch getaktet und sind transformatorisch mit der Compoundspule verbunden. Unschädlich ist vielleicht, die Compoundspule über einer Drosselspule ausreichender Induktivität am Curtis zu belassen, dann hat man immerhin auch eine Reserve beim Ausfall des 4QD.
Super Seiten, die von 4QD, open source.
 

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