Förderung Elektrofahrzeuge

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Mathis

Guest
#1
Hallo,
werden Elektrofahrzeuge in Deutschland irgendwie gefördert?
Wann ja wer fördert was?

Mfg Mathis
 
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Karl

Guest
#2
Hallo Mathis,

eine Förderung im Sinne eines Barzuschusses ist mir derzeit nicht bekannt.

Die i ndirekte "Förderung" besteht aus zwei Teilen:
Länder: 5 Jahre KFZ Steuer - Befreiung , danach nur 2,8 ¤/ 100 kg zul. ges. Gewicht.
Bund: Derzeit wird auch noch keine spezielle Steuer für den verfahrenen Strom verlangt.
( Diesel ist ja auch nichts anderes als Heizöl !)
Strom läßt sich allerdings nicht so leicht einfärben ( außer yello- Strom ?)

Sonnenelektrische Grüße
Karl
 
#3
Nicht so ganz ernst, funktioniert aber im realen Leben:

Es gibt noch eine recht indirekte Förderung, die zwar etwas merkwürdig klingt, aber bei mir echt gut funktioniert.
Mach aus dem Elektromobil ein Solarmobil. Investier also in eine Solaranlage im solaren Netzverbund. Meine Anlage bzw. mein Mobil wird dann durch EON mit 6 Euro pro 100 km gefördert (beim Verbrauch von 15 kWh pro 100 km). Das beste: wenn ich gar nicht fahre, verdiene ich noch mehr (rund 7,50 Euro pro km ..... das wär doch mal ein Modell für Verbrenner: Subvention für Nitbenutzen des gekauften Fahrzeugs. Dann wären alle zufrieden: Hersteller und Umwelt..).

Wies geht, habe ich schon Anfang April des letzten Jahres in die NEWS gestellt, siehe:
http://baseportal.de/cgi-bin/baseportal.pl?htx=/elwebt/main&localparams=1&db=main&cmd=list&range=152,8&cmd=all&Id=182

Wird zwar echt ausgezahlt, das Geld, Monat für Monat, gilt aber laut EU-Richterspruch nicht mal als Subvention. Es ist eine Umlage auf den Strompreis, wo das Geld herkommt.

Gruss, Roland, bsm
P.S. ich freue mich schon auf die Diskussionen......
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
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#4
Das wäre ja eine prima Möglichkeit, Windenergie zu fördern: Steuerfreiheit fürs Elektroauto nur, wenn man den Strom zu 100% "alternativ" erzeugt. Alternativ soll hier nicht heißen, mit Atomenergie,schon vorhandenen Wasserkraftwerken oder Verbesserung bestehender Verbrennungskraftwerke. Das läuft dann praktisch auf Windenergie hinaus.
Bisher musste man ja mit jedem angebotenen Standort für ein Windrad vorlieb nehmen. Wenn durch eine solche Verknüpfung von Steuerfreiheit eines Elektroautos die Bereitschaft, Land für das Aufstellen von Windgeneratoren bereitzustellen, wächst, können diese dann endlich nach landschaftlichen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten aufgestellt werden und nicht mehr am ungeeigneten Standort, wie es hier in NRW oft der Fall war.
Gegen Solarstrom habe ich in diesem Fall einzuwenden, dass einerseits die Förderungskosten viel zu hoch und zum anderen die Atomenergie gleich doppelt gefördert wird. Nur tagsüber wird der fehlende Strom, den die Atomkraftwerke nicht liefern können, ergänzt, und nachts verbrauchen wir zu 100% ausschließlich Atomstrom. Windgeneratoren laufen wenigstens auch nachts, wenn auch mit verminderter Leistung.
Ich bin gemein, nicht wahr, Ihr armen Atomkraftwerksbetreiber?
 
18.12.2003
225
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#5
Ja und was ist mit den Fördergeldern für die Atomstrom?

Was habe ich in Kaiserslautern gelernt: Es gehen 1,2 Millarden jährlich in die Atomforschung und nur 0,2 Millarden in die alternative Energieforschung! :angry:
Dass muss ich doch auch als Fördergelder sehen, dann ist der kleine Beitrag in die Alternative Energien noch zu gering!

Bis denne

Berny
 
#6
Hallo Berny,
und noch etwas habe ich am Samstag, den 23.4. bei einem Vortrag in der Stadthalle Fürth gehört:
Die Umlage für die erneuerbaren Energien auf den Strompreis betrug im letzten (oder vorletztem) Jahr rund 3 Milliarden Euro. Die EVUs (Elektro Versorgungs Unternehmen) wetterten, dass das zu viel sein und der arme Kunde leiden müsse...
Verschwiegen haben sie aber, dass sie selbst in der gleichen Zeit einen Gewinn von 13 Milliarden Euro verbuchten. Wie erwähnt: Gewinn.

Frage: Wer zockt hier eigentlich wen ab?

Und noch etwas: Wer weiß mehr darüber und kann uns genauere Zahlen liefern. Ich hoffe da auf Profis (Umweltingenieure, Dachbegrüner, Forenprofis und so).

Gruss, Roland, bsm
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#7
Die Umlage ist keine Förderung!

Roland Du hast genug Beziehungen das zu klären, dieser Unterschied ist Juristisch und Politisch mehrmals verhandelt worden. Leider wird immer noch das als solches dargestellt,was dem normalen Energieverschwender suggerieren soll Er tut eh schon was für die Umwelt.

In den 3.000.000.000.--¤ sind auch die EEG Beträge enthalten die sich die EVU´s selber untereinander verrechnen also z.B. für die Wasserkraft Rheinfelden. Also ist die Umlage für die Leute die sich einsetzen was zu tun oder zu bewahren (je nach sicht weise) wesentlich geringer. Alle EVUs sind bestrebt Tochterunternehmen auszugliedern die in diesen Sektor tätig sind (Altholzverbrennung um Berlin) um so den normal Bürger den Hinweis auf jeder Stromrechnung zu geben Du zahlst zu viel die Umwelt.

Grüße aus den Niederungen der Statistiken denen man nur trauen soll wenn..... Manfred

p.s. Dachbegrüner sollen genaue Zahlen liefern, Roland,Roland hoffentlich versickert da nicht zu viel an Info ;-)
 
#8
Hallo Manfred,
der Vortrag am Samstag, den 23.4. in Fürth in der Stadthalle anläßlich der Jahrestagung der Solarstrom-Initativen hat genau der von Dir erwähnte (und mir bestens bekannte) Hans-Josef Fell gehalten.

Dein Hinweis, dass ein sehr großer Anteil der rund 3 Milliarden EEG-Verrechnung auf die eigene Wasserkraft entfällt, ist ja sehr interessant. Kannst Du das noch genauer aufschlüsseln nach Wasserkraft, Windkraft, Biomasse, BHKWs und Solarstrom? Wer hat da Zahlen?

Und nochwas: Hans-Josef Fell hat auf ein Urteil der europäischen Gerichtsbarkeit hingewiesen, die nach einer entsprechenden Klage (von wem wohl) feststellten, dass der Ankauf von höherwertigem Strom zu speziellen Preisen und die Umlage dieser Mehrkosten auf den allgemeinen Strompreis keine Subvention ist.
Zur Erinnerung: Strom aus Gasturbinen wurde schon immer zu einem Vielfachen der "normalen" Strompreise verrechnet. Seine Höherwertigkeit besteht darin, dass man damit prima Spitzenlastregelung machen kann.
Solarstrom hat einige gute Merkmale: erstens ist er 100% sauber, zweitens fällt er zur Hochlastzeit um die Mittagsstunden an, und außerdem läßt er sich dank einigermaßen zuverlässiger Wetterprognosen ziemlich gut einplanen. Natürlich wird die Netzplanunung kompllizierter, weil es viele kleine dezentrale Einspeiser sind. Aber mit den doch sehr ausgefeilten Netzmodellen und Rechenprogrammen sollte man das mittlerweile in den Griff bekommen.

Gruss, Roland
P.S. Was soll ich Hans-Josef noch fragen? Möglicherweise treffe ich ihn heute abend.
 
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Peter Jürgens

Guest
#9
Ich bin gerade (wie immer) mit einem EVU bezüglich der Zählersetzung bei einer PV-Anlage am verhandeln. Die haben sich richtig was einfallen lassen.

Den geeichten ! Eigenzähler wollen sie nicht anerkennen, weil wir das dazugehörige Eichprotokoll nicht vorlegen könnten.
Von Gottes Gnaden haben sie uns einen Zähler kostenlos gestellt. Ist ja löblich.

Jetzt kommt aber der Trick:

Bei jeder eingereichten Rechnung müsten sie 15.-Euro Bearbeitung abziehen !!
Find ich gut.
Im Supermarkt lasse ich mir jetzt immer 1.-Euro zurückerstatten, um den Bon zu prüfen (geht ja recht schnell) .Bei umfangreicheren Arbeiten oder vielen Artikeln sollte man gleich sagen :" Meister, 30.- bis 40.- Euro können sie aber gleich für die Prüfung der Rechnung abziehen."

Wie verhält sich das rechtlich?

Ich werde das EVU noch anschreiben,sie möchten bei meiner Strombezugrechnung bitte an den Abzug der 15.-Euro denken,damit ich ihre Abrechnung auch prüfen kann. Und sie möchten mir bitte das Eichprotokoll für meinen Zähler zuschicken, da ich ihn sonst nicht anerkenne.
Ich bin mal gespannt was als Antwort kommt.

Peter
 
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Mathis

Guest
#11
Wie wollt ihr eure Elektroautos mit PV laden, Tagsüber "fahrt" ihr mit den Autos und Nachts wenn sie geladen werden müssen scheint die Sonne nicht und die
PV-Anlage erzeugt keine Leistung.
Auch der Anschluss von PV-Anlagen an das Netz ist technisch nicht unproblematisch: Blindleistung, Oberschwingungen, Frequenzstabilität, usw.
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.067
0
#12
Mathis schrieb:

Wie wollt ihr eure Elektroautos mit PV laden, Tagsüber
"fahrt" ihr mit den Autos und Nachts wenn sie geladen werden
müssen scheint die Sonne nicht und die
PV-Anlage erzeugt keine Leistung.
Siehe http://www.solarmobil.net/download/solar-mobilitaet-96dpi.pdf
Kapitel 2.5 "Das Solarmobil im Netzverbund"
Auch der Anschluss von PV-Anlagen an das Netz ist technisch
nicht unproblematisch: Blindleistung, Oberschwingungen,
Frequenzstabilität, usw.
Was genau meinst du damit?
Kannst du konkrete Beispiele nennen?
Generell würde ich sagen daß der von modernen Wechselrichtern gelieferte Strom "sauberer" ist als das was sich sonst so im Netz bewegt :D.
Blindleistungen und Oberschwingungen werden von Verbrauchern verursacht, und die Ausgangsfrequenz eines Wechselrichters muß sich der des Netzes anpassen, sonst kann er nichts einspeisen.

Gruß Jens
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.356
40
Filderstadt
www.elweb.info
#13
Hallo Mathis,

es ist nicht genau das Elektron das tagsüber mit PV erzeugt wurde, das nachts in das Fahrzeug fließt, es geht hier um die Bilanzierung der Arbeit.

Die Tageslastkurve eines Versorgers zeigt Mittags die höchste Lastspitze, während in der Nacht die niedrigste Belastung ist. PV Anlagen helfen Spitzen zu reduzieren, Ladung in der Nacht hilft die Grundlast zu erhöhen, dieses Verhalten ist den Versorgern höchst willkommen.
Sonnige Grüße
Ralf Wagner
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#14
Sichheitshalber ohne Wortwitz

http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/eeg_2004/index.html

Zu der Einreichung von Rechnungen?

Ich liefere jetz über 10 Jahre Strom, erst nach Stromeinspeisungsgestz dann nach EEG1 und jetz nach EEGneu oder 2 aber ich hab denen noch nie eine Rechnung geschrieben das haben immer die getan! :cool:

Vorsicht kommt in die nähe von Wortwitz!

Du gehst in denn Supermarkt zählst alle Artikel zusammen die Du gekaufst hast und gehst zur Kasse und sagst ich hab soundsoviel zuzahlen. Da kann ich mir auch vorstellen das die Kassierin blöd schaut :eek: und sagt das muß ich nachrechnen.:confused:

Wie lange speist Du schon ein?

oder ist das zu neugierig um in die Berge zuantworten Manfred
 
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Peter Jürgens

Guest
#15
Hallo Manfred.

Ich selbst speise seit 7 Monaten ein. ( Essen kann ich auch fast solange)

Nebenberuflich vertreibe ich Photovoltaik/Solarthermie und da gibt es immer wieder Probleme. Neues EVU, neues Glück. Die Probleme sind mit der Avacon aufgetreten. Da man als Verkäufer von Strom einen eigenen geeichten Zähler setzen kann, hat die Avacon dem Meßpreis (nicht Preuß :D) nur einen neuen Namen gegeben.

15.-Euro x 2Rechnungen = 30.-/12Monate =2,50 Euro pro Monat

Das eine Rechnung geprüft wird ist ja in Ordnung. Dafür jedoch eine Gebühr zu erheben ist meines erachtens illegal.

Ich habe die Kollegen in meinem Hauptberuf aufgefordert einen Brief an die Avacon zu schreiben und um Abzug der 15.- Euro bei ihrer normalen Jahresabschlussrechnung zu bitten. Gleiches Recht für alle. Wenn das EVU als Kunde von PV-Anlagen dies kann, müsste man als Kunde des EVU es auch können. Irgendwie müssen sie sich dazu äussern. Bin gespannt.

Übrigens wird ein Wortwitz auch nördlich des Mittellandkanals verstanden.
Du befleissigst Dich nur manchmal einer Schreibweise, daß es einer Sau graust.;)

Grüße eines Flachländlers in die Berge
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#16
Hallo Peter

Ist das für alle regenerativen Einspeiser so in der Gegend, das Sie Rechnungen schreiben (Also Wind, Wasser, RapsölBHKWs z.B.) oder nur für PV?

Weil hier wird Abgelesen (das heist bei mir kommt Einer vom EVU vorbei, liest ab, das krieg ich manchmal gar nicht mit) und die Rechnung von mir an Die, wird von Denen geschrieben ich muß sie nur archivieren für die Mehrwertsteuerabrechnung.
Das klapt eigentlich ganz gut nur einmal Probleme als das EVU mal wieder einen neuen Namen bekam. Es gibt zwar unterschiedliche Monate dadurch, weil durch Sonn und Feiertage wird nicht immer am 1en abgelesen.

Oder ist das nur so wen man einen eigenen Zähler setzt? Das man die Rechnung selber schreiben muß?

Natürlich ist es immer eine Hürde am Anfang. 1992 hat mich einer der Mitarbeiter von Isar/Amper 9 Monate hingehalten bis ich einspeisen konnte. :mad:

Grüße aus den Bergen Manfred
 
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Peter Jürgens

Guest
#17
Bei uns schreibt der Anlagenbetreiber (sprich Verkäufer) dem EVU (Käufer) eine Rechnung. Ich z.B monatlich. Teilweise werden auch Abschlagszahlungen vereinbart mit einer Jahresabschlussrechnung. Bei den meisten PV-Anlagen wird der Zählerstand nur einmal im Jahr durch das EVU kontrolliert, damit man sich nicht einen in die Tasche lügt.
Wenn bei Dir das EVU abliest, könntest Du nach der Avaconregelung Dir vom EVU 15.-Euro zusätzlich für die Prüfung der Rechnung überweisen lassen.
Ich glaube , dann würden sie Dich fragen, ob Du noch ganz "Mützig" bist.(Tassen im Schrank, Sittich im Kopf oder sonstige Ausfallerscheinungen zeigst.)

Wäre ja nicht schlecht 180.-Euro für 12 Rechnungen. :)

Deswegen wollen wir auch dagegen angehen. Das Monopolisten manchmal den Bezug zur Realität verlieren ist ja bekannt.

Wahrscheinlich hat ein Sachbearbeiter den inneren Zwang verspürt, irgendetwas ausbrüten zu müssen, um PV-Anlagenbetreibern die Zählerkosten doch noch aufs Auge zu drücken.
Hinterher gab es :cheers: für alle.
Geile Idee !! So könne ma se schröpfen !

Peter
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#18
Deine Angaben beziehen sich jetzt aber nur auf PV?

Wie viel verrechnen Sie Denen die die Abschlagsvariante wählen da es in diesen Fall nur eine Rechnung ist?
 
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Peter Jürgens

Guest
#19
Ich habe nur mit PV-Anlagen Erfahrungen. Ist doch Plattland! Bei der letzten Inbetriebnahme kamen sie mit dem Bolzen. Jede Rechnung wird mit einer Prüfgebühr belastet.

Peter
 

Manfred

Neues Mitglied
05.09.2015
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#20
Der andre sagt gibts nicht.

Celle kann doch gar nicht so weit weg sein von Dir (obwohl mit dem Emobil :p )

Du schreibst jeden Rechnung wird mit Prüfgebühr belegt, so weit konnte ich Dir folgen aber wen Du 12 Rechnungen schreibst ist dann jedesmal 1/12el der Gebühr für die Jahresrechnung fällig?

Oder müsstest Du bei einer Rechnung im Jahr nur einmal die Gebühr einer Rechnung zahlen?

Übrings Wasserkraft ist das Produkt aus Gefälle und Menge. Wir hier in denn Bergen haben Gefälle nur die Menge ist nicht so groß. Im Emobil freundlichen Plattland ist halt dafür die Menge meistens größer.

Wenn ich natürlich die Plattlandmenge bei meinen Gefälle hätte da würd ich :D :hot::D :hot::D:cheers::cool: Manfred