EVT mit NiCd Erfahrungen?

Josef Kronreif

Neues Mitglied
18.02.2005
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#1
Niederalm, 2005 04 26

Sehr geehrter Herr Rische!

Testen Sie einmal den Roller E-Max, den es momentan noch in der Version 2004 in Deutschland gibt und dessen Version 2005 im Mai in den Handel kommen soll.

Suchen Sie unter E-Max und Homepage so bekommen Sie die Zentrale in München und dabei ist auch eine Liste mit Händlern, wobei einige leider bei Elektrofahrzeugen nicht die Geschäftstüchtigkeit haben wie bei Fossilverbrennern! So wurde ein Roller wegen eines schadhaften Relais um unter 3 EUR
schon mal lieber an die Zentrale geschickt als selbst Hand anzulegen. Aber wenn man eine Probefahrt will ist das egal.

Ich habe mich informiert, weil ich auch einen EVT4000e besitze und der schon mit
dem Gesamtweg von 16 km am Tag in der Ebene an sein Limit kommt was die Reichweite ohne Nachladung beim Normalmodus mit 45 km/h angeht. (Der Sparmodus mit 35 km/h ist einfach zu fad.)
Zur Rache sind mir die Akkus jetzt mit 4000 km nach einem Jahr zur Hälfte
eingegangen- zumindest zum Trost habe ich sie ermäßigt ersetzen können, weil
ich meinem engagierten Händler die Riesendiskrepanz zwischen Werbung und
Realität an die Zentrale in Deutschland melden liess.

Nickel-Cadmium habe ich verworfen: Erstens das Platzproblem, zweitens ein so hohes Gewicht, dass niemand mehr auf den Roller dürfte, der Preis selbst im gebrauchten Zustand das vielfache von neuen Bleiakkus.

In Bad Reichenhall ist der Händler Deinlein, der den E-Max vertreibt und das
Fahrzeug auch sehr positiv sieht- dessen Version 2004 konnte ich testen:

TOLLE Vorderradfederung- der EVT ist dagegen ein Bock!
Beim Wegfahren mit Beschleunigungstaste etwa wie mein EVT, die Lautstärke
aber noch geringer, besonders bei Teillast, wo der EVT im Vergleich direkt heult.
Bürstenloser Motor, daher fällt auch das aufwendige Zerlegen weg, das der EVT
alle 6000 km zur Reinigung vom Bürstenabrieb braucht.
Reichweite mit vollem Tempo etwa 30 km- fast doppelt soviel wie mein EVT bei voller Last.
Da ich bei der Testfahrt nicht mit der Beschleunigungstaste gespart habe, ist hier
noch einiges an zusätzlicher Reichweite drin.
Auch hatte das Testmoped erst 50 km am Tacho und wurde über den Winter nicht
gefahren- die Akkus waren also noch dazu untrainiert.

Wenn ich nicht schon ein Fahrzeug hätte- das wäre der sinnvollste Kompromiss
zwischen Preis und Reichweite.

Sonst kommt nur mehr der Oxygen - Lepton in der Gewerbeausführung MB80 aus Italien in Frage, der mindestens 60 km Reichweite haben sollte, wobei dessen Nickel-Zink Akkus aber angeblich immer fleissig im Einsatz sein sollen für eine lange Lebensdauer. Ist für Pizzaboten und Postboten auch in Ordnung.
Ich fahre bei Minusgraden und Glatteis aber nicht. Der Preis von ca. 5000 EUR versüsst die Einzelzulassung trotz EU-Zulassungsnummer auch nicht gerade- wer weiss, ob der TÜV-Mann nicht gerade an EV_Phobie leidet, soll ja schon vorgekommen sein! (Was der Mensch nicht kennen will das frisst er nicht)
Auch wenn der Lepton in Italien und den Niederlanden und England und ... fährt!

Sonst warten Sie einfach noch zwei Jahre: Der Ölpreis geht sowieso hinauf und dann werden Sie sich wundern, wie schnell die Akkus weiterentwickelt werden, nachdem für die Wasserstoffzellen keine Wasserstofflagerstätten entdeckt wurden, die wir fast gratis anbohren können und zum Spottpreis fördern wie die Fossilquellen.

mit freundlichen Grüssen

Josef Kronreif
 
04.04.2006
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#2
Hallo Bernd,

ich fahre einen EVT mit Bleiakkus (SBT). Die reichweite liegt bei bestimmt 40km, je nachem, was man unter Reichweite versteht und wie ich fahre.
Der Fahrstil, also, das Rollen lassen und möglichst selten Anfahren ist wirklich ein Punkt. Da steckt viel Potenzial. Leider kann man das aber nicht immer selbst bestimmen. Zusätzlich muss ich sagen, dass auf meiner Strecke nur zwei Brücken sind, der Rest ist eben.
Die Reichweite definiert sich leider nicht wie beim Benziner so "bis der Tank leer ist" sondern es kommt immer drauf an, ob man es verkraften kann die letzten paar km eher langsam zu rollen. Kommt auf Strecke und Verkehr an. Wenn natürlich das letzte Stück eine Steigung ist, ist es aus.
Die Serienbatts haben übrigens 4000km gehalten. Wenn ich jetzt endlich mal Zeit finde, baue ich den EVT auf 60 V um, für ein bisschen mahr Spaß...

Beste Grüße

Peter
 
R

reinhold

Guest
#3
Hallo Rollerfahrer.
Ich teste gerade 2 Roller mit Brushless Motor.
Der erste ist ein "Mofa" ; 25Km/h. Läuft 32 Km/h.(Rollerini.de)
Batterie 48V/20Ah Fliess. Stromaufnahme bei Vollgas~10A.
(beim beschleunigen~20A~1Kw)
Was eine Reichweite von~30km+ bedeutet.
der 2. ist der E-Max. 45Km/h; (E-Max.de)
Batterie "Silica" 4 x 2 x 12V~48V/40Ah.
Über die Reichweite kann ich noch nichts sagen.
Die Batterien sind noch nagelneu und müssen erst einzyliert werden.
Wenn ich aus dem Fenster schaue >Regen< kein Testwetter.
Sobald alle relevanten Daten getestet sind, erfolgt ein ausführlicher Bericht.
Bezüglich des Tests wäre ich noch dankbar für Anregungen.
Tschau
Reinhold
 
W

Wolfgang Ryck

Guest
#4
Hallöchen,

Habe den EVT 168. Kann man die Batts vom e-max in diesen einbauen? Sind auch 48V. Platz dürfte vorhanden sein.

Habe den Lader Fronius 4015 - auf verschiedene Batt.-Sorten einstellbar. Kann
dieser für die o.a. Batterien (Silikon?) eingesetzt werden?

Vielleicht kann das schon jemand Hinweise geben.

Danke

Wolfgang
 
R

reinhold

Guest
#5
Hallo Wolfgang!
Die verbauten Bats sind 65mm tief;
Ich kennne den 4015; der ist gut.
Ich denke aber dass die 2,35V/nachladen mit 0,8A passt.
Ich muss aber erst mal die Ladekurfe mitschreiben.
Tschau
Reinhold
 
04.04.2006
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#6
Hallo Bernd,

die fünfte Batterie wird wohl etwas kleiner als die anderen und dann in ein Topcase verbaut. Sie wird nur als "Turbo-Batterie" verwendet und ist nicht dauernd im Strang.

Grüße

Peter
 

Josef Kronreif

Neues Mitglied
18.02.2005
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#7
Niederalm, 2005 04 26

Sehr geehrter Herr Ryck!

Die Akkus sind beim EVT4000e und dem EVT168 identisch, derzeit sind es
50 Ah-Blöcke der Firma LONG, vor einigen Jahren hatten sie 45 Ah.
Diese Information ist von meinem Händler in Salzburg, der Modelle beide bei ihm
stehen hat.




Falls Sie mehr als 4000 km damit schaffen, lassen Sie mich bitte wissen, mit
welchen Maßnahmen das geht- bei dieser Akku-Lebensdauer wird das Moped schon
bald doppelt so teuer als die Benzinerkonkurrenz- bei allerdings ungleich schlechterer
Reichweite!

mit freundlichen Grüßen

Josef Kronreif