Erster Fahrbericht des e.GO Life 60 First Edition


Generation Strom

Neues Mitglied
Seit Mai 2019 rollen die ersten 1.000 Exemplare des e.GO Life 60 aus den neuen Werkshallen in Aachen Rothe Erde. Diese ersten 1.000 Exemplare werden als First Edition verkauft und entsprechen noch nicht zu 100% dem Serienstand.
Wie sich der kleine Aachener Stromer fährt und wie er sich von der Serienversion unterscheidet, erfahrt ihr in meinem neuesten Blog-Artikel:

Erster Fahrbericht des e.Go Life First Edition

Wie gefällt euch der e.GO? Hat jemand eventuell sogar einen First Edition bestellt oder eine der Serienversionen vorbestellt?
Falls ihr den Wagen schon einmal fahren konntet, würde mich euer Eindruck interessieren.

20190509_113236_edit-jpg.5450
 
  • Like
Wertungen: Ralf Wagner

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.013
91365 Reifenberg
Sehr schöner Bericht.
Allerdings bin ich enttäuscht von dem vergleichsweise hohen Energiebedarf von 18 und mehr kWh auf 100 km.
Das können moderne E-Autos wie der BMW i3 und die Drillinge besser, auch der eUp liegt weit darunter. Und selbst mit meinem viel größerem und schwererem Peugeot Parter bin ich die letzten 6000 km mit einem Durchschnitts-Energiebedarf von 15,4 kWh auf 100 km gefahren. Ohne Ladeverluste. Ich komme damit (wie erwähnt, bei einem viel größeren Fahrzeug) bei fast gleicher Batteriegröße wie der e.Go auf reale Reichweiten von 150 km pro Ladung.

Was mach Mitsubishi besser, von denen mein auch in den Drillingen verbauter 49 kW E-Antrieb stammt? Oder was macht e.Go falsch? Wenn die angegebenen Werte so stimmen, sehe ich geringe Marktchancen. Wird er ähnliche Wege gehen wie derzeit die Streetscooter? Warum werden die z.Z. für unschlagbare 117 Euro Leasing pro Monat angeboten? Der nächst teurere ZOE kostet im Leasing und mit Akkumiete mehr als das doppelte.

Gruss, Roland
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.249
Der nächst teurere ZOE kostet im Leasing und mit Akkumiete mehr als das doppelte.

Ansonsten ist der eGo halt ein typisches Stadtauto, das nur dann einen niedrigen Verbrauch hat wenn man es mit maximal 60 km/h fährt.
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
471
Nun ja,

das Angebot ist aber auf 10.000 km pro Jahr beschränkt. Das würde zwar für mich passen, aber dann kostet ein Kilometer 32 Cent. Das ist jetzt nicht superteuer, aber halt (meiner Meinung nach) auch kein Schnäppchen.

Zum Energiebedarf: Diese Vorserienversion hat noch keine Reku. Und in Aachen ist es nicht gerade flach - das dürfte ins Gewicht gefallen sein.

Gruß,

Werner
 

MEEMo

Neues Mitglied
14.10.2012
36
Was, e.GO ohne Reku???
Sowas ist ja nicht mal ein Prototyp...
So darf man doch im 21. Jahrtausend keine als Elektroauto bezeichnete Karre ausliefern...
Das hatten ja bereits fast alle Pioniere vom letzten Jahrtausend:

E-Renault Clio, E-Peugeot 206, E-Citroen, Kangoo Eletri'Cité, Think C!ty, MiniEL etc.

kopfschüttel...
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
471
Nur dass keine falschen Gerüchte aufkommen: Die Reku wird nachgeliefert, sobald die endgültige Software da ist. Auf das zwangsverordnete ESP könnte ich verzichten...

Im E-Smart gibt es auch keine Taste um die Antischlupfregelung zu entsorgen. Das wird auf glattem Untergrund unschön.

Aber bei Schnee werde ich wahrscheinlich eh konventionell unterwegs sein, wegen des kurzen Radstandes vom Smart.

Gruß,

Werner
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.013
91365 Reifenberg
Was, e.GO ohne Reku???
Sowas ist ja nicht mal ein Prototyp...
So darf man doch im 21. Jahrtausend keine als Elektroauto bezeichnete Karre ausliefern...
Das hatten ja bereits fast alle Pioniere vom letzten Jahrtausend:

E-Renault Clio, E-Peugeot 206, E-Citroen, Kangoo Eletri'Cité, Think C!ty, MiniEL etc.

kopfschüttel...
Grübel grübel...... Was macht der MiniEL in der Liste oben? Habe ihn gehabt, danach den CityEL, und beide hatten nix an Reku. Danach hatte ich einen 1992er ATW Ligier, der hat kräftig rekuperiert. Dann einen und dann noch einen Citroen AX, bei haben gut rekuperiert, genau wie meine zwei uralten 98er und 99er Berlingos. Und die modernen E-Autos heute können wohl alle ganz gut rekuperieren. Manche sogar in einstellbaren Stärken.

... und trotzdem bleibt für mich die Frage, warum ich mir ein kleines E-Auto kaufen soll, dass 18 kWh auf 100 km braucht, wenn mein viel größerer Peugeot Partner mit 14 auskommt (ohne AC und 15 kWh/100 km mit airconditioning).
Ok, ich brauche mehr Verkehrs- und Parkraum. Dafür habe ich mehr Nutzwert mit weit über 3 qubik-meter Laderaum. Ein Nutzfahrzeug halt, kein kleines Stadtmobil.
Und ein kleines Auto von einer Firma, bei der ich nicht so genau weiß, wer den Service vor Ort macht. Warum? Nur weils kleiner ist? Und irgendwie habe ich auch so meine Erfahrungen aus der Vergangenheit mit kleinen Autos:
CityEl, Thr!ge, ATW Ligier, Hotzenblitz, Kewet, microcar: alles gefahren, einige sogar als Eigentümer. Die Herstellerfirmen sind alle insovent. Der Service war immer ein Problem.

Gruss, Roland
CityEl und Hotzenblitz sind noch in meinem Besitz. Gefahren wird aber zur Zeit fast nur der Peugeot Partner. Keine kleine Rappelkiste, viel Laderaum, hoher Nutzwert als Einkaufswagen, Umzugstransporter, Fahrradtranspoerter, Hundetransporter und Wohn-/Schlafmobil. Ein Wagen mit Nutzwert. Viel Platz oben für Photovoltaik, obwohl ich das Problem des Anschlusses bzw. die Garantieprobleme noch nicht gelöst habe. Bleibe aber dran. Wer kann mir helfen, eine Anhängerkupplung dran zu bekommen? Obwohl eigentlich nur der Eintrag einer Anhängelast ein Problem ist.
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
471
Hi Roland,

wenn du für deinen eine Kupplung hast, die an der Verbrennerversion zugelassen ist, und nur an der E-Version nicht (bei gleichen Montagepunkten), suche mal nach 'Anhängelasterhöhung'. Einige Tuner erhöhen die zulässige Anhängelast von Fahrzeugen über das vom Hersteller gegebene Limit bis zum mechanischem Limit der Kupplung (das ist definiert durch diesen D-Wert, der sagt was die Kupplung zusammenhalten kann). Ich sehe jetzt erstmal keinen Grund, warum die nicht auch von 0kg-Limit aus erhöhen sollten. Und ein Anruf kostet nicht viel...

Anhand des D-Wertes einer vorhandenen Kupplung kann man hier schonmal ein wenig rechnen:



Gruß,

Werner
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.013
91365 Reifenberg
Hi Roland,

wenn du für deinen eine Kupplung hast, die an der Verbrennerversion zugelassen ist, und nur an der E-Version nicht (bei gleichen Montagepunkten), suche mal nach 'Anhängelasterhöhung'. Einige Tuner erhöhen die zulässige Anhängelast von Fahrzeugen über das vom Hersteller gegebene Limit bis zum mechanischem Limit der Kupplung (das ist definiert durch diesen D-Wert, der sagt was die Kupplung zusammenhalten kann). Ich sehe jetzt erstmal keinen Grund, warum die nicht auch von 0kg-Limit aus erhöhen sollten. Und ein Anruf kostet nicht viel...
Werner
Danke für den Hinweis. Mein Peugeot Händler und Lieferant meines Wagens hatte vielfache Kundenanfragen wegen Anhängerkupplung für die Elektro-Partner. Aussage: Mechanisch alles kein Problem, das bekommen wir hin. Elektrischer Anschluss: fraglich, der Händler hats nicht hinbekommen, weil ein entsprechend zugelassener Elektro-Anschlusssatz nicht verfügbar ist. Na ja - habe ich gedacht - das bekomme ich hin. Notfalls mit eigener Steuerung über den CAN-Bus Anschluss oder andere Lösung.
Aber Anhängelast will niemand bescheinigen und eintragen lassen. Weder der Hersteller noch der Händler. Mir schleierhaft. Immhin hatte bei einem älteren Parnter oder Kangoo ein Kollege aus Hirschaid das vor Jahren schon mal hinbekommen. Individuell mit einem geneigtem TÜV Prüfer. Neuauflage allerdings vehement abgelehnt, weil es doch zu kompliziert war. Da ist dann Dein Hinweis auf Firmen, die sowas öfter mal machen, u.U. sehr hilfreich.

Mein (auch E-Mobil fahrender) TÜV Mann meinte übrigens, dass man sich eine Anhängerkupplung ohne weiteres anbauen (lassen) kann. Ein Eintrag in die Fahrzeugpapiere ist bei einer typenzugelassenen Kupplung überhaupt nicht erforderlich. An diesem Papier hats dann beim Elektrosatz gescheitert, weil nix zugelassenes mit Papieren aufgetrieben wurde.
Kupplung ohne eingetragene Anhängelast geht dann immer z.B. als Träger für Fahrräder. Die Sache mit der Anhängelast scheint problematischer zu sein, weil normalerweise der Hersteller gefragt werden muss.Oder Einzelabnahme. Na ja, schaun wir mal. So eine grosse Priorität hats nicht. Aber ich bleibe dran.
Und dann kommt immer noch das Problem mit der 8 Jahres-Garantie des Herstellers, auf E-Antrieb und Akkus. Keine Ahnung, ob der sich im Zweifelsfalle mit Hinweis auf nicht konforme Anhängerkupplung aus evtl. möglichen Garantieforderungen rauswinden kann oder möchte. Alles so Nebengesichtspunkte...

Gruss, Roland
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
471
Ja, das Garantieproblem bleibt. Das wird man auch nicht so einfach abbiegen können, da das Fahrzeug dann ja ausserhalb der vom Hersteller vorgegebenen Parameter betrieben wird.

Das Fahrzeug muss die angegebene Anhängelast an maximal zulässiger Steigung (normal 12%, erhöhte Werte bei mindestens 8%) innherhalb von 5 Min. fünfmal anfahren können. Das sollte für E-Fahrzeuge weniger problematisch als für Verbrenner sein, da hier die Leistung sofort da ist und keine Kupplung gequält werden muss. Begrenzender Faktor ist hier wahrscheinlich die Kühlung der Komponenten. Auch beim Bremsen ist der Elektro dank Rekuperation klar im Vorteil.

Fies ist noch das Zuggesamtgewicht: Die reale Masse von Fahrzeug + Anhänger darf diesen Wert nicht überschreiten. Bei manchen Fahrzeugen ist der Wert derart weltfremd gewählt, dass man bei voller Ausnutzung der Anhängelast grade noch zwei Personen ins Auto setzen darf. Dabei ist die Kombination 'schwerer Hänger - leichtes Zugfahrzeug' maximal bescheuert. Da läuft man irgendwann Gefahr, dass der Schwanz mit dem Hund wackelt... Wenn man da schon beim hochsetzen ist, sollte das Zuggesamtgewicht auf zulässiges Gesamtgewicht Fahrzeug + maximale Anhängelast gesetzt werden.

Bei derart hochgerüsteten Zugkombinationen muss der Fahrer am Berg halt die Motortemperatur im Auge behalten. Eventuell muss noch ein größerer Kühler her. Viele Hersteller geben auch vor, bei Nachrüstung einer Anhängerkupplung verschiedene vorher verschlossene Öffnungen in der Frontmaske freizumachen.

Eventuell sollten wir mal nen eigenen Thread dazu aufmachen - wir sind doch jetzt etwas Off Topic in Bezug auf das ursprüngliche Thema.

Gruß,

Werner
 

Generation Strom

Neues Mitglied
Sehr schöner Bericht.
Allerdings bin ich enttäuscht von dem vergleichsweise hohen Energiebedarf von 18 und mehr kWh auf 100 km.
Das können moderne E-Autos wie der BMW i3 und die Drillinge besser, auch der eUp liegt weit darunter. Und selbst mit meinem viel größerem und schwererem Peugeot Parter bin ich die letzten 6000 km mit einem Durchschnitts-Energiebedarf von 15,4 kWh auf 100 km gefahren. Ohne Ladeverluste. Ich komme damit (wie erwähnt, bei einem viel größeren Fahrzeug) bei fast gleicher Batteriegröße wie der e.Go auf reale Reichweiten von 150 km pro Ladung.

Was mach Mitsubishi besser, von denen mein auch in den Drillingen verbauter 49 kW E-Antrieb stammt? Oder was macht e.Go falsch? Wenn die angegebenen Werte so stimmen, sehe ich geringe Marktchancen. Wird er ähnliche Wege gehen wie derzeit die Streetscooter? Warum werden die z.Z. für unschlagbare 117 Euro Leasing pro Monat angeboten? Der nächst teurere ZOE kostet im Leasing und mit Akkumiete mehr als das doppelte.

Gruss, Roland
Hallo Roland,

du musst bei den Verbrauchsangaben beachten, dass es sich hier eben noch um die First Edition handelt, bei der die Rekuperation noch ausgeschaltet ist (wie auch im Bericht in der Tabelle dargestellt). Laut der Website (https://www.e-go-mobile.com/de/modelle/e.go-life/) wird der Verbrauch beim 60er Serienmodell bei 16,2 kWh liegen. Hier ist ebenfalls zu beachten, dass bei WLTP-Angaben immer die Ladeverluste mit eingerechnet werden! D.h. der echte Fahrverbrauch mit Rekuperation wird eher bei 14 bis 15 kWh/100 km liegen, da ich davon ausgehe, dass das einphasige und stark kostengetriebene Ladegerät wohl eher einen Wirkungsgrad von 85% bis 90% hat.
 

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
9.750
Keine Schnelladung und keine Standheizung damit schlicht unbrauchbar habe ich denen auch so geschrieben.

Gruß

Roman
 

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
9.750
Ja, das Garantieproblem bleibt. Das wird man auch nicht so einfach abbiegen können, da das Fahrzeug dann ja ausserhalb der vom Hersteller vorgegebenen Parameter betrieben wird.

Das Fahrzeug muss die angegebene Anhängelast an maximal zulässiger Steigung (normal 12%, erhöhte Werte bei mindestens 8%) innherhalb von 5 Min. fünfmal anfahren können. Das sollte für E-Fahrzeuge weniger problematisch als für Verbrenner sein, da hier die Leistung sofort da ist und keine Kupplung gequält werden muss. Begrenzender Faktor ist hier wahrscheinlich die Kühlung der Komponenten. Auch beim Bremsen ist der Elektro dank Rekuperation klar im Vorteil.

Fies ist noch das Zuggesamtgewicht: Die reale Masse von Fahrzeug + Anhänger darf diesen Wert nicht überschreiten. Bei manchen Fahrzeugen ist der Wert derart weltfremd gewählt, dass man bei voller Ausnutzung der Anhängelast grade noch zwei Personen ins Auto setzen darf. Dabei ist die Kombination 'schwerer Hänger - leichtes Zugfahrzeug' maximal bescheuert. Da läuft man irgendwann Gefahr, dass der Schwanz mit dem Hund wackelt... Wenn man da schon beim hochsetzen ist, sollte das Zuggesamtgewicht auf zulässiges Gesamtgewicht Fahrzeug + maximale Anhängelast gesetzt werden.

Bei derart hochgerüsteten Zugkombinationen muss der Fahrer am Berg halt die Motortemperatur im Auge behalten. Eventuell muss noch ein größerer Kühler her. Viele Hersteller geben auch vor, bei Nachrüstung einer Anhängerkupplung verschiedene vorher verschlossene Öffnungen in der Frontmaske freizumachen.

Eventuell sollten wir mal nen eigenen Thread dazu aufmachen - wir sind doch jetzt etwas Off Topic in Bezug auf das ursprüngliche Thema.

Gruß,

Werner
Hallo

Das Zuggesamtgewicht gibts zumindest bei deutschen Herstellen nicht, bei allen anderen kann man es sich austragen lassen ist nur was für die neuen Führerscheine wo man nur 3,5t fahren darf

Gruß

Roman
 

Anmelden

Neue Themen