Erschreckendes aus dem TCS-Forum aus der Schweiz über die Zoe


#21
Leider machen noch immer ZOE Ladegeräte alter Bauart Ladesäulen draußen im Feld kaputt. Schlimm schlimm, aber es passiert.
Also ich fahre jetzt seit 5 Jahren mit einer ZOE Bj. 2013 und komme durchaus viel herum, aber das ist mir noch nie passiert.

Und was bedeutet überhaupt „kaputt“? Maximal fliegt eine Sicherung - das kann man ja wohl kaum als kaputtmachen bezeichnen. Wenn mehr passieren würde, hätte der Ladesäulenhersteller aber ein massives Problem.

Die ZOE prüft die Ladesäulen sehr penibel und fast immer liegt es an der Säule, die irgendwelche Spezifikationen nicht einhält, wenn das Laden nicht klappen will.
 
Gefällt mir: NoRitz
#22
Also ich fahre jetzt seit 5 Jahren mit einer ZOE Bj. 2013 und komme durchaus viel herum, aber das ist mir noch nie passiert.
Hast halt Glück gehabt bis jetzt. Aber von keinem anderen Auto habe ich so viele Berichte über Ladeprobleme gelesen und auch direkt von Fahrern und von Ladesäulenbetreibern gehört wie von der ZOE. Darum gibt es ja auch auf vielen Ladesäulen diese niedlichen kleinen Aufkleber: "Nicht für ZOE". Gut gut, da gabs mal mehr davon, es scheint besser geworden zu sein nach dem Motto "Gefahr bekannt, Gefahr gebannt".

Selbst bei goingelectric gibt es im Forum einen eigenen Thread dazu, siehe hier

Ich hatte seinerzeit dann diese Hinweise auf fehlerhaftes Zeitverhalten beim Initialisieren von mehreren Ladesäulenbetreibern bzw. Herstellern bestätigt bekommen. Wenn das jetzt behoben ist, kann es an zwei Dingen liegen: Entweder Softwareupdate oder andere Anpassungen bei der ZOE. Oder entsprechende Soft- und Hardwareanpassungen bei den Ladesäulenherstellern. Oder beides. Denn die Ladesäulenbetreiber hatten seinerzeit tatsächlich ein "massives Problem" - wie Du es beschreibst.

Allerdings ist es nur wenige Tage her, dass bei einem Treffen ein ZOE Fahrer im Gespräch von Problemen unterwegs berichtete. Er findet immer mal wieder Ladesäulen, die nicht gehen.

Wenn Du das noch nicht erlebt hast, bedeutet das nur, das Du es noch nicht erlebt hast. Geben kann es das sehr wohl.

Noch was: Sicherungen fliegen normalerweise nur bei Überstrom, und das ist eher selten. Öfter dagegen sind Probleme mit den Fi-Schaltern und mit Erdungsproblemen. Egal welcher nun auslöst: Die Ladesäule ist erstmal tot und der Service muß kommen. Normalerweise kommt der Kunde da nicht ran. Außer bei den alten Park&Charge Säulen - und die liebe ich nicht nur deshalb. Sind meist aber nicht mit Typ2 Buchsen.

Gruss, Roland
 

NoRitz

Neues Mitglied
18.12.2018
4
5
#23
Meine zoe hat auch noch keine Ladestation kaputt bekommen. Probleme machten einige Säulen schon. Bei einer Säule der Stadtwerke in meiner Nähe ist das Verhalten auch Uhrzeit abhängig. Abends ab 19:00 Uhr läuft das Laden durch, tagsüber gibt's immer wieder Abbrüche.
Das zeigt ja wohl, dass nicht die Zoe diese Abbrüche verschuldet, wohl aber, daß sie auf Unregelmäßigkeiten sofort regiert. Da sie ja auch den AC Säulen mit Abstand die meiste Leistung abverlangen kann, ist das ein vernünftiges Verhalten. Inzwischen werden die problematischen Säulen immer weniger. Innogy Säulen z.B. funktionieren bei meiner Zoe immer.
 
19.01.2004
236
12
Krefeld
#24
Die ganze Motorhardware der Zoe auch als leistungsfähigen Lader zu verwenden, halte ich für nach wie vor genial, wenn man hierzulande schon mit Drehstrom eine Gleichstrombatterie laden muss.
Nichts spricht dagegen, einen 2,5kW Lader zu liefern, und einen direkten Gleichstromeingang für die diversen Direktladernormen, die es inzwischen gibt.

Die Überlastung mancher Ladesäulen ist möglicherweise auf die gelegentlich auftretende Eisensättigung in der Motorwicklung der Zoe zurückzuführen, für die keinerlei Hardwareänderung erforderlich ist. Vielleicht sind 10 Cent für eine Programmänderung der Motorsteuerung zu investieren, die sanft den Ladestrom hochfährt, aber schnell herabregelt, wenn es zu Überlastungen kommt.
Eine andere Ursache könnte in starken Rückschlagspannungen aus dem PFC liegen, die den veröffentlichten Prinzipschaltbildern der Zoe nach ungehindert in die Wechselstromlader der Säulen laufen können.
Meiner Meinung nach gehören die Lader voll und ganz in die Ladesäulen, dann gibt es keine Störungen mehr...
Manche "Wallboxen" haben einen hohen Preis, bieten aber einen Inhalt, der keine 10 Euro wert ist.
In Japan hat man sich mehr Gedanken gemacht und ist zur einzig sinnvollen Lösung für die Ladeinfrastruktur gekommen.
Dort stecken der "Grips" und das Geld in der "Wallbox" und müssen nicht in jedem Fahrzeug mitgeschleppt werden, was in der Summe viel zu teuer kommt.

Es würde mich nicht wundern, wenn die 50Hz des Drehstroms voll zurückschlagen, wenn die IGBTs der gesteuerten Drehstrom-Gleichrichter ausschalten. Das verstehen Wechselstromsicherungen in unseren Simpel-Ladesäulen einfach nicht.
In Japan gibt es solche Fehler nicht und wir können in Ruhe den Tee zu Ende trinken, der uns dort gereicht wird.
 
07.12.2004
81
0
#25
Hallo Roland,
für 16 A kann ich dir das nicht sagen, da ich bei meinen Probetagen nur den original 10 A Ziegel hatte.
Anhang anzeigen 3150
Oben: Scheinleistung; unten: Wirkleistung
Die Ladeverluste lagen bei ca. 41%!
Auszug aus meinem Probefahrt-Log von damals:
War das eine R oder eine Q?
Hintergrund der Frage: Ich habe bei meiner R40 dies auch schon versucht zu messen. Verglichen habe ich angekommene kWh per CanZe mit den Verbrauchten an einem Energiezähler Typ B+G E-Tech. Ich weiss dass das nicht sonderlich genau ist und auch nicht die Scheinleistung messen kann. Trotzdem hab ich ganz akzeptable Werte bekommen:
- 2kW 1P: 82% ohne Batteriekühlung/Heizung
- 11kW 3P: 96% ohne Batteriekühlung/Heizung (Frühling)
- 11kW 3P: 82% mit Batteriekühlung (Sommer)

Diese Werte entstanden während dem normalen Laden, also ohne Abflachung am Ende über eine grössere Zeit (>2h).
Ich versuche nun herauszufinden ob das B+G E-Tech nur Schrott misst oder ob die R Version soviel besser ist wie die Q (was auch erklären würde dass Renault die Q Version auslaufen lässt)
 
19.01.2004
236
12
Krefeld
#26
Deine Messung sagt nur aus, dass der Cosinus Phi im grünen Bereich liegt, also die Ladeeinrichtung nicht zu viel Oberwellen produziert.
Interessant wäre die Schein- oder Realleistung auf der Gleichstromseite, und da müssten bei 41%Verlust nur unter 1200 Watt herauskommen. Bei Gleichstrom ist der schöne Schein Realität.
Gut 800 Watt Verlust, die dürften dem Motor ganz schön unnötig einheizen.

Ich vermute einen Programmierfehler in der Software, mit zeitweisen Fehlsteuerungen, was auch das berichtete Lahmlegen der Ladesäulen durch die Zoe erklären würde. Sachen gibts.
 
07.12.2004
81
0
#27
Deine Messung sagt nur aus, dass der Cosinus Phi im grünen Bereich liegt, also die Ladeeinrichtung nicht zu viel Oberwellen produziert.
Interessant wäre die Schein- oder Realleistung auf der Gleichstromseite, und da müssten bei 41%Verlust nur unter 1200 Watt herauskommen. Bei Gleichstrom ist der schöne Schein Realität.
Gut 800 Watt Verlust, die dürften dem Motor ganz schön unnötig einheizen.

Ich vermute einen Programmierfehler in der Software, mit zeitweisen Fehlsteuerungen, was auch das berichtete Lahmlegen der Ladesäulen durch die Zoe erklären würde. Sachen gibts.
Das glaube ich nicht, denn die Leistung auf der Gleichstromseite habe ich ja aus dem Kapazitätszuwachs per CanZE ermitteln können und diese beträgt 80% der Leistung auf der AC Seite. Die Kapazität per CanZE wiederum entspricht den Erwartungen in der Reichweite. Diese Seite stimmt also sicher.
Was anzuzweifeln wäre ist die Messung auf der AC Seite, das ist einfach nur ein billiges Teil. Aber die Werte entsprechen auch den Erwartungen für eine Schweizer 240V Haushaltsdose (Ich habe mit einem mobilen Adapter geladen). Es sind übrigens nicht 2kW, der verwendete mobile Adapter gibt da für die Haushaltssteckdose nur 8 A frei. Die 2kW hab ich nur als Steckdosengrössenordnung hingeschrieben.
Wenn ich mal Zeit habe wiederhole ich die Messung, schalte zuhause die Heizung und den Kühlschrank aus und notiere die Werte am Hauszähler :D
 
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