Erschreckendes aus dem TCS-Forum aus der Schweiz über die Zoe


19.01.2004
188
9
Krefeld
#1
Zitat:
"Natürlich interessiert an einem Elektroauto dessen Reichweite und die Ladedauer. Das mit dem Testfahrzeug mitgelieferte Ladegerät lies lediglich einen Ladestrom von 9 Ampere zu, was eine Ladedauer von bis zu 15 Stunden bedeutet. Mit der Ladestation, die im Kaufpreis inklusive ist, soll die Ladedauer bis auf 6 Stunden reduziert werden. Mit dem serienmässigen Ladekabel ist auch eine Schnellladung innert 40 Minuten an einer öffentlichen Ladestation möglich. Die Ladestation im Testfahrzeug hatte einen relativ schlechten Wirkungsgrad von 65%. So mussten zum vollständigen Laden des 22 kWh Akkus stolze 33.5 kWh aufgewendet werden. "
Der Verkäufer in Krefeld sagte, dass man die Motorinduktivität mit dem ungeigneten Feldspuleneisen missbraucht, um das Fahrzeug zu laden. Das dabei 1/3 der Leistung vom Motoreisen verschluckt wird, ist kein Wunder, aber doch sehr verwunderlich. Das sind dann ca 800 Watt , vermutlich Ummagnetisierungsverluste. Beim Laden mit 11 oder 22 kW vielleicht noch verzeihlich, aber nicht beim Laden an 230 Volt mit nur 2300Watt.
Beim Twike kam man übrigens auf eine ähnliche Idee. Auch dort verwendet man Motorinduktivität und Fahrcontroller zum Laden.
Ich würde sagen, Sparsamkeit an der falschen Stelle.
Auf der e-move360 in München war heute bereits eine gewisse Standardisierung vernünftiger und bezahlbarer Ladegeräte zu erkennen, wie "Berlingo" berichtet. Renault wird sich diesem Trend sicherlich nicht dauerhaft verschließen können. Traurig genug, dass Renault jede Garantieleistung verweigert, wenn man sich beim 40kWh Modell der Zoe nur einmal erdreistet, mit dem mitgelieferten Ladegerät an nur 230 Volt zu laden...Mit der kleinen 20kWh-Batterie allerdings ist es erlaubt.
Warum Renault nicht erlaubt, dass wir mit den bei uns allen vorhandenen, guten Ladegeräten zu laden, erschließt sich mir nicht. Die beiden Einphasenlader, mit denen man die Zoes ausgerüstet hat, erzeugen eine untragbare Schieflast, die viele Ladesäulen bereits auf dem Gewissen haben, wo trotz Zoe-Verbot trotzdem geladen wurde. Dann heißt es, ADAC und wegen den defekten Ladesäulen frustrierte Elektrofahrergenossen, anstatt das man eine der überreichlich vorhandenen Schukosteckdosen nutzen darf...
Ansonsten kann ich weiter nichts Negatives von Renaults Zoe berichten, im Gegensatz zur gleichnamigen griechischen Kaiserin.
 
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p.hase

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04.03.2012
1.247
1
#2
stammtisch vom feinsten. hätte man einen magneten auf den schuko gelegt (oder für 60 euro die schukodose mit integriertem magneten) hätte es gefunzt wie angegeben mit knapp 14A, allemal besser.
 

Ralf Wagner

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15.03.2007
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#3
Die ZOE mag Dank Chamaelon Lader nun mal nicht langsam laden. Übrigens laden auch viele andere Fahrzeuge ineffizient wenn man langsam lädt. Unter 10A zieht die ZOE hauptsächlich Blindleistung, deshalb sollte man ihr mindestens eine Wallbox und 16A einphasig, besser dreiophasig gönnen.
 
Gefällt mir: sponti68
19.01.2004
188
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Krefeld
#4
Wenn Renault zulassen würde, dass man einen eigenen, externen Lader verwendet, würde das Problem gar nicht erst auftauchen.
Wenn ich nur daran denke, dass ich bei voll beschlagenen Scheiben an der fernen Ladesäule die Ladezeit abfrieren muss, während der Kaffee an der für mich gedeckten Kaffeetafel bei meinen Freunden kalt wird...

Strom ist Strom, gleich welcher Art. Da könnte man völlig flexibel sein.
Außerdem möchte ich die Möglichkeit haben, benutzte Batterien aufzubrauchen und zukünftige, bessere Akkus einbauen können.
Eine leere Zoe, ohne Monopolbindung, sofort. Denn das Fahrzeug befand ich im Übrigen für gut.
Damit man Batterien im Unterboden tauschen kann, müsste unbedingt eine Normung der Batteriemodulgröße vorgenommen werden, ferner eine zweite, interne Steckverbindung für die Batterien, mit einer Überwachungseinrichtung, damit nur passende Batterien (Spannung!) angeschlossen werden können.

Die Teslamodule haben ca 22 Volt Spannung bei ca 220 Ah, Länge knapp 90cm, Breite 30cm, Höhe 7,5cm. Andere Fabrikate haben ähnliche Maße, aber eben nur ähnliche.
22 Volt sind für sich ungefährlich. Gegen Berührungen helfen hochempfindliche Fehlerstromschalter. Die sind für Gleichstrom
überaus einfach und preiswert zu bauen.

Aber, das sind alles nur Träume. Nachdem ich gelesen habe, was den "FLUENCE"-Besitzern mit den Leihbatterien von Renault widerfahren ist, ist diese Firma für mich gestorben. Renault nutzt das Monopol über die Leihbatterien gnadenlos aus.
 
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Andreas106

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29.03.2011
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4
#6
Hallo Roland,
für 16 A kann ich dir das nicht sagen, da ich bei meinen Probetagen nur den original 10 A Ziegel hatte.
zoe_44_schukoladung-png.3150

Oben: Scheinleistung; unten: Wirkleistung
Die Ladeverluste lagen bei ca. 41%!
Auszug aus meinem Probefahrt-Log von damals:
Ladung
------

Bei 65% gestartet. Laut Bordcomputer 110,2 km gefahren. Der Verbrauch soll bei 14,2 kWh/100 km liegen.
Dabei 15 kWh aus Akku und 1 kWh zurückgespeißt. Leider ohne Nachkommastelle.

Laut Stromzähler beträgt die Lademenge 20,1 kWh. Das wären 41% Ladeverluste. Zum Vergleich iMiEV und eGolf haben 17% Ladeverluste.
 
#7
Hallo Roland,
für 16 A kann ich dir das nicht sagen, da ich bei meinen Probetagen nur den original 10 A Ziegel hatte.
Oben: Scheinleistung; unten: Wirkleistung
Die Ladeverluste lagen bei ca. 41%!
Auszug aus meinem Probefahrt-Log von damals:
Danke für die schöne Kurve. Mit was ist das gemessen und aufgezeichnet? Ich gehe mal davon aus, dass es ein externes Messgerät ist und nicht ein Teil vom ZOE. Die Kurven zeigen, dass der Cos Phi eigentlich nicht so schlimm ist. Die Ladeverluste sind (für mich) aber deutlich zu hoch.

Und konnte der Lade-Ziegelstein nur bis 2 kW oder konnte er durch die übliche Magneterkennung evtl. mehr? Du weißt hoffentlich, was ich meine.
So eine Schuko Dose mit Magnet ist sehr einfach zu machen (2 Euro für die Schuko Dose, und 1 Euro für den Magneten). Habe mir damit einen Adapter von CEEblau auf Schuko gemacht. Ausprobiert mit einem Peugeot ION, der damit gleich deutlich über 3 kW Ladeleistung aus dem Netz zog. Die Franzosen liefern gerne solche Lade-Ziegel mit, die automatisch umschalten können. Meine Erfahrung damit ist, dass viele E-Autofahrer diese Funktion gar nicht kennen.

Gruss, Roland
 
19.01.2004
188
9
Krefeld
#9
Eigentlich unfassbar, wie Renault die großen Verluste mit dem Chameleonlader beim Anschluss an 230 Volt fabriziert. Der Abstand Scheinleistung zu Wirkleistung in dem Leistungsdiagramm beträgt nur ca 7%, aber das sagt nichts über die Verluste aus, die offensichtlich viel höher liegen: die Verluste stecken in der Wirkleistung und werden hier gar nicht erfasst, kosten aber das Geld. Hier erkennt man nur den irrealen Teil der Leistung von scheinbar 7%. Dieser kostet, weil irreal, kein Geld.
Genial ist ja, wie Renault Motorinduktivität und -Steuerung unverändert für den Fahr- und Ladebetrieb verwendet. Nicht genial ist, dass entweder das Eisenjoch des Motors völlig ungeeignet für den Lader ist, oder man hat bei der Ansteuerung schwere Fehler gemacht.
Wenn ich in die ebay-Kleinanzeigen anschaue, wie die Zoé-Vorgänger-Fluénce-Besitzer mit ihren veralteten, sterbenden , noch völlig überteuerten Batterien auf dem Trockenen sitzen gelassen werden, weiß ich, welches Fabrikat ich zukünftig meiden werde. Die zerlegen ihre intakten Fahrzeuge schon, um wenigstens etwas Geld für Ersatzteile zu bekommen.
Ob wir mal nach Frankreich fahren sollten, um denen zu helfen? Werk Flins-sur-Seine u. Aubergenville .
Andere Batterien plus Lader einbauen und die Renault-Sperrcodes abholen? Sperrcodes- wie die Zollschranken im Mittelalter.
 
#10
Hallo Roland,
habe in meiner Garage schon seit Beginn meiner elektrischen Fortbewegung mit dem SAM mir einen Logger von Conrad besorgt.
https://www.conrad.de/de/voltcraft-...mtarif-einstellbar-kostenprognose-125444.html

Ich habe mir den Ziegel nicht genau angeschaut, aber der Schukostecker sah preiswert aus. Glaube nicht, daß da ein Reed Relais verbaut war.
Zusatzfrage zum Datenlogger bzw. dem Auswerteprogramm: Welches Programm nutzt Du: Die mitgelieferte Auswertesoftware "VOLTSOFT Standard" oder die mit 39,99 Euro teure "VOLTCRAFT VoltSoft PRO Mess-Software"?

Zum Ladeziegel: Offenbar ist Deiner auf rund 2 kW Leistung begrenzt. Versuche mal, einen kleinen möglichst platten Magneten (so 2 bis 3 mm dick höchstens) in die Schukodose zu legen und dann Stecker rein und laden. Aufpassen, dass der Magnet keinen Kurzschluss macht. Schau dann auf die Ladeleistung. Und welches Fabrikat ist Dein Stecker? Wenn es ein "Legrand" ist, ist die Chance groß, dass das ein Stecker mit Reedrelais drin ist.

Die bekannte Zoe Pionierin Jana hat über das Schuko-ZOE Problem bereits 2013 berichtet. Siehe hier.

Legrand bietet die Schukodosden mit Magnet völlig überteuert noch immer an. Siehe hier.

Gruss, Roland
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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#11
Vorsicht Freunde, die Legrand Steckdose hat andere Kontakte wie eine Standard Schukosteckdose. Ich warne davor eine Standard Schuko dauernd mit 14A zu befeuern durch den Magnet Trick. Der ICCB der ZOE hat einen Reed Kontakt. Die Legrand Steckdose bekommt man auch günstiger so um 60€, ich habe sie damals um 40€ bekommen, habe sie wieder verkauft nach meinem Test.

Besser wäre eine Einfache Wallbox oder ein mobiler ICCB und ein Anschluss über CEE.
 

Andreas106

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29.03.2011
34
4
#12
Hallo Roland,
ich verwende die original kostenlose Software die dabei war. Es gab glaube ich auch einmal eine komplett neuere SW ebenfalls kostenlos. Die verwende ich aber nicht. Mache die Auswertung auch nur sehr selten. Die Daten werden aber alle archiviert. Ich fahre auch fast vollständig mit CanIon. Da habe ich mittlerweile auch eine große Datenbasis. :)

Der Schuko-Stecker ist schon lange kein original mehr. Und auch der originale hatte keinen Magnetkontakt. Ist ja der Japaner, den ich habe und kein Franzose. Die 2 kW finde ich OK. Fahre täglich 2 x 43 km plus ab und zu noch ein paar Zusatzfahrten von 22 km. Am Arbeitsplatz steht mein KFZ von 7 -16 Uhr. In neun Stunden könnte ich somit 18 kWh Laden. Über Nacht steht er auch min. von 22-6 Uhr (meistens von 17-6 Uhr). Das sind auch acht Stunden, gut für 16 kWh.
Wenn ich wollte könnte ich 15 km von Zuhause bei Kaufland mit 40 kW kostenlos laden.

Danke für den Link von Jana. Diesen Artikel kannte ich noch nicht.
2 kW Ladeleistung sind auch besser für gesteuertes Laden, um den Eigenstromanteil der PV zu erhöhen. Auf ein Dach paßt i.d.R. max 10 kWp. Wenn man dann mit 11 kW lädt, ist man immer über der Produktionsleistung. Und das Haus hat auch noch nichts abbekommen.
Deshalb finde ich die Zoe Käse - meine Meinung. Zudem ist sie beim Laden extrem laut (Wechselrichter Pfeifen, Kühlerlüfter zyklisch auf Vollgas). Im Carport unter Nachbars Schlafzimmer geht gar nicht. Die Rücksitze sind nicht teilbar zum Umklappen, der Sitz ist nicht Höhenverstellbar. Für mich ist er zu hoch, nach zwanzig Minuten schmerzen die Beine, weil die vordere Sitzkannte in den Oberschenkel drückt.
Das Fahrzeug hat nicht mehr Platz als ein Drilling, braucht aber mehr Platz auf der Straße. Ohne Akku finde ich die ZOE zu teuer. Für das Geld bekomme ich einen besser ausgestatteten Yaris HSD - habe einen :) - und der hat zwei! Elektromotore einen Verbrenner und einen kleinen Akku. Zudem hat man mehr Platz im KFZ.
Die ZOE fährt wie ein Verbrenner. Wenn man vom Gas geht passiert nichts. Ist Geschmackssache, ich mag's nicht. Wenn man im Sommer mit offenem Fenster langsam an Hecken vorbei fährt, hört man auch da das lästige WR Pfeifen.
Die neue 40 kWh Version hat nur noch die Möglichkeit mit 22 kW zu laden. Das ist Paradox! Das ist wie wenn ich die Größe einer Festplatte verdoppele und dabei die Transferrate halbiere! Absolut Sinnfrei.
Ich bleibe bei meiner Meinung. Die ZOE ist das schlechteste eAuto, das ich je gefahren bin.
 

ev.zone

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11.08.2018
3
1
#13
Bezgl. Ladeverlusten bei der Zoe habe ich kürzlich ein paar Messungen unter Verwendung der CanZE App gemacht. Diese mag nicht sehr genau sein, aber es wird sehr klar ersichtlich dass schneller Laden eine kleinere Verlustleistung generiert.
Bei 3.7kW (3°C Batt. Temp.) - Verlust 30%
Bei 3.7kW (10-13°C Batt. Temp.) - Verlust 22%
Bei 22kW (8-15C° Batt. Temp.) - Verlust 4.5%

Andere Zoe Fahrer berichten in unserem Forum weitere Werte:
Bei 11kW (3°C Batt. Temp.) - Verlust 11%
Bei 11kW (-2° C Batt. Temp.) - Verlust 18%
Bei Ladeziegel, Temp. unbekannt bis zu 50% Verlust
 
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#14
Eigentlich unfassbar, wie Renault die großen Verluste mit dem Chameleonlader beim Anschluss an 230 Volt fabriziert.
Unfassbar ja, stimme ich Dir zu. Aber nicht un-berechenbar. Nimm einfach die Anzahl der ZOEes in Deutschland und die gefahrenen km und rechne mal aus, wieviele kWh da unnütz in Wärme verbraten werden. Schlimmer noch, heizt die Umgebung auf und macht den Nutzern nur Kosten. Un-nötig, deshalb Un-Kosten. Unmöglich sozusagen. Man sollte sich aufregen. Trotzdem interessiert mich mal die Menge an kWh, die da unnütz zusammen kommen.

Na ja, ich muss mich nicht wirklich aufregen. Weder aufregen noch Ladeverluste fabrizieren. Hab ja gar keinen ZOE. Habe auch noch keinen getestet, denn dann hätte ich das sicher rausgemessen und es schon früher bemerkt. Beim Citroen Berlingo Bj. 2014 oder beim iMiEV waren die Ladeverluste durchaus erträglich und im Rahmen. Gemessen damals. Hallo Andreas106, insofern kann ich es durchaus nachempfinden, wie Du den ZOE beurteilst.

Gruss, Roland
 

KO-0NOX

Neues Mitglied
05.12.2018
2
0
#15
Hallo Roland,
ich verwende die original kostenlose Software die dabei war. Es gab glaube ich auch einmal eine komplett neuere SW ebenfalls kostenlos. Die verwende ich aber nicht. Mache die Auswertung auch nur sehr selten. Die Daten werden aber alle archiviert. Ich fahre auch fast vollständig mit CanIon. Da habe ich mittlerweile auch eine große Datenbasis. :)

Der Schuko-Stecker ist schon lange kein original mehr. Und auch der originale hatte keinen Magnetkontakt. Ist ja der Japaner, den ich habe und kein Franzose. Die 2 kW finde ich OK. Fahre täglich 2 x 43 km plus ab und zu noch ein paar Zusatzfahrten von 22 km. Am Arbeitsplatz steht mein KFZ von 7 -16 Uhr. In neun Stunden könnte ich somit 18 kWh Laden. Über Nacht steht er auch min. von 22-6 Uhr (meistens von 17-6 Uhr). Das sind auch acht Stunden, gut für 16 kWh.
Wenn ich wollte könnte ich 15 km von Zuhause bei Kaufland mit 40 kW kostenlos laden.

Danke für den Link von Jana. Diesen Artikel kannte ich noch nicht.
2 kW Ladeleistung sind auch besser für gesteuertes Laden, um den Eigenstromanteil der PV zu erhöhen. Auf ein Dach paßt i.d.R. max 10 kWp. Wenn man dann mit 11 kW lädt, ist man immer über der Produktionsleistung. Und das Haus hat auch noch nichts abbekommen.
Deshalb finde ich die Zoe Käse - meine Meinung. Zudem ist sie beim Laden extrem laut (Wechselrichter Pfeifen, Kühlerlüfter zyklisch auf Vollgas). Im Carport unter Nachbars Schlafzimmer geht gar nicht. Die Rücksitze sind nicht teilbar zum Umklappen, der Sitz ist nicht Höhenverstellbar. Für mich ist er zu hoch, nach zwanzig Minuten schmerzen die Beine, weil die vordere Sitzkannte in den Oberschenkel drückt.
Das Fahrzeug hat nicht mehr Platz als ein Drilling, braucht aber mehr Platz auf der Straße. Ohne Akku finde ich die ZOE zu teuer. Für das Geld bekomme ich einen besser ausgestatteten Yaris HSD - habe einen :) - und der hat zwei! Elektromotore einen Verbrenner und einen kleinen Akku. Zudem hat man mehr Platz im KFZ.
Die ZOE fährt wie ein Verbrenner. Wenn man vom Gas geht passiert nichts. Ist Geschmackssache, ich mag's nicht. Wenn man im Sommer mit offenem Fenster langsam an Hecken vorbei fährt, hört man auch da das lästige WR Pfeifen.
Die neue 40 kWh Version hat nur noch die Möglichkeit mit 22 kW zu laden. Das ist Paradox! Das ist wie wenn ich die Größe einer Festplatte verdoppele und dabei die Transferrate halbiere! Absolut Sinnfrei.
Ich bleibe bei meiner Meinung. Die ZOE ist das schlechteste eAuto, das ich je gefahren bin.

Das schlechteste eAuto? Welche Autos hast du denn noch probiert? Ich finde meine Zoe super, hatte bisher noch keinen Grund mich zu beschweren.
 
#16
Traurig genug, dass Renault jede Garantieleistung verweigert, wenn man sich beim 40kWh Modell der Zoe nur einmal erdreistet, mit dem mitgelieferten Ladegerät an nur 230 Volt zu laden...Mit der kleinen 20kWh-Batterie allerdings ist es erlaubt.
Aha? Quelle?

Die beiden Einphasenlader, mit denen man die Zoes ausgerüstet hat, erzeugen eine untragbare Schieflast, die viele Ladesäulen bereits auf dem Gewissen haben, wo trotz Zoe-Verbot trotzdem geladen wurde.
ZOEs mit zwei Einphasenladern ausgerüstet? Vollkommener Unsinn. Der Chamäleon-Lader ist ein 3-Phasen-Lader. Schieflast entsteht da gar keine. Blindleistung schon, aber das ist etwas vollkommen anderes.
 
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19.01.2004
188
9
Krefeld
#17
Die Bemerkung mit der Schieflast stammt nicht von mir.
Blindleistung ist unbedeutend, weil sie nicht bezahlt wird.
Quelle der angeblichen Garantieverweigerung: der Verkäufer in Krefeld. Der hatte auf meine Nachfrage in meinem Beisein in Düsseldorf angerufen, das sei so. Völliger Blödsinn, schließlich wird das Kabel mit Schukostecker mitgeliefert, wie ich in Düsseldorf erfahren habe.
Klar, dass dann der angepriesene Energieverbrauch nicht eingehalten wird. Der hat da wohl etwas nicht richtig mitbekommen.
Inzwischen weiß ich schließlich auch, dass man in den Niederlanden, Eindhoven ist 100km von hier, problemlos die Batterie gewechselt bekommt. Nichts, von wegen Sperren im ganzen Fahrzeug.
Denen werde ich etwas erzählen hier in Krefeld und in Düsseldorf, wo ich je eine Zoe probegefahren habe und für gut befand.
Vor allem der Deutschen Renault in Brühl und der Renaultbank nehme ich die Falschauskünfte übel.

Ich habe schon einmal Krefeld als elektroautounfreundliche Stadt bezeichnet, nicht nur wegen des Braunkohlehimmels hier. Reparieren kann man hier nicht, deshalb wohl die Schauermärchen. Citroen in Düsseldorf hat überhaupt keine Elektroautos. Wir sind schon zu mehreren, die das ändern wollen.

Gut, dass es das Forum gibt. Hätte ich alles vorher gewusst, hätte ich jetzt eine Zoe.
Die 3000 Euro für den Diesel, die ich tatsächlich bekommen hätte, sind jetzt futsch.
 
#18
Oh Bernd, die Bemerkung mit der Schieflast stammt doch von Dir und war in dem ersten Beitrag, der diesen Thread am 18.10.2018 eröffnete, vorhanden. Ändert nix daran, dass es Blödsinn war, also sachlich nicht zutreffend.

Zitat:
Warum Renault nicht erlaubt, dass wir mit den bei uns allen vorhandenen, guten Ladegeräten zu laden, erschließt sich mir nicht. Die beiden Einphasenlader, mit denen man die Zoes ausgerüstet hat, erzeugen eine untragbare Schieflast, die viele Ladesäulen bereits auf dem Gewissen haben, wo trotz Zoe-Verbot trotzdem geladen wurde. Dann heißt es, ADAC und wegen den defekten Ladesäulen frustrierte Elektrofahrergenossen, anstatt das man eine der überreichlich vorhandenen Schukosteckdosen nutzen darf....
Denn von zwei Einphasenladern ist auch mir nichts bekannt. Im Gegenteil. Schieflast bei einphasigem Laden liegt in der Natur der Sache, dagegen kann man nix machen. Und Schieflast war und ist nicht die Ursache, dass die ZOEs so viele Ladesäulen geschrottet haben. Auch der miese cos phi ist nicht schuld.
Die Ursachen sind bekannt und vielfach - auch in unseren elweb Foren - seinerzeit diskutiert worden. Das Fehlverhalten des Renault Ladegerätes liegt im Zeitverhalten beim anfänglichen Prüfvorgängen. Da wird - vereinfachend gesagt - geprüft, was angeschlossen ist, also was von der Ladesäule ein- oder dreiphasig kommt, und dann entsprechend aufgeschaltet. Dauert so einige Sekunden. Leider haben auch einige Ladesäulen ähnliche Abfragen gemacht mit ähnlichen Prüfzeiten. Und dann haben beide zugeschaltet, und dann hats bei einigen geknallt. Denn wenn die ZOE meint, es kommt einphasig, hat sie intern Phasenleitungen parallel geschaltet. Oder auf N oder so, weiß jetzt nicht genau. Auf jeden Fall vollkommen unzulässiger Schwachsinn. Mist per software. Warum man sowas jemals zugelassen hat, ist mir schleierhaft. Der alte Herr VDE würde sich im Grabe umdrehen, wenn er schon gestorben wäre. Spass beiseite, beim neuem 40 kWh ZOE ist ein anderer Lader mit neuer Technik drin. Der macht diesen Mist nicht mehr.
Viele Ladesäulenhersteller haben seinerzeit sehr den Kopf geschüttelt bzw. geschimpft. Natürlich nicht öffentlich.

Leider machen noch immer ZOE Ladegeräte alter Bauart Ladesäulen draußen im Feld kaputt. Schlimm schlimm, aber es passiert. Nur mit Blindströmen oder miesem Wirkungsgrad hat das nix zu tun. Das sind andere Baustellen.
Genau wie kaputte ZOE Motoren oder Vorderrad-Aufhängs-Problemen. Aber auch Baustellen, oder wie man das so nennt. Siehe im ZOE Forum bei goingelectric. Dass Renault sich noch "pelzig" anstellt, wenns um Batterieersatz laut Garantie geht, hat sich auch rumgesprochen. Leider.

Insofern doch gut, dass Du keine ZOE besorgt hast. Würdest Dich wahrscheinlich über einiges ärgern oder den Kopf schütteln. Aber die ZOE ist fast das einzige E-Auto, dass standarmäßig mit 22 kW oder mehr an AC laden kann. Eigentlich ein riesiger Vorteil. Und eine Anhängerkupplung gibts auch, ein weiterer Vorteil.

Um es abzuschließen, eine andere Sache am Rande: Ein Kollege im Verein berichtete, dass der Händler problemlos bei seinem 2011er iMiEV (18.000 km runter) wegen schwacher Kapazität einen neuen Akkusatz einbaute. Auf Garantie. Ich war sehr erstaunt, aber es ist passiert.. Nur Laden an Typ2 kann der alte Wagen nicht, jedenfalls an vielen üblichen Ladesäulen. Da waren damals die Signale wohl anders, jedenfalls können das erst die neueren iMiEVs. Also können die alten nur über den ICCB an Schuko und natürlich am anderen Anschluss Schnellladen über Chademo. Na ja, mein alter Kollege kommt damit zurecht. Ein anderer Kollege hat das selbe Problem und sucht noch nach Lösungen. Mitsubishi und die üblichen Ladesäulenhersteller haben abgewunken. Problem bekannt, aber keine Abhilfe möglich. Außer natürlich mit doppelten Adaptern: von TYP2 auf Schuko und dann mit dem ICCB. Etwas gezwungen, aber möglich.

Gruss, Roland
 
Zuletzt bearbeitet:
19.01.2004
188
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Krefeld
#19
Den Schwachsinn mit den zwei Einphasenladern habe ich an anderer Stelle aufgegabelt und da ich mir ernsthaft eine Zoe anschaffen wollte, für bare Münze genommen. Hier in Krefeld und Umgebung ist kein Betrieb, der Elektroautos reparieren darf und so entwickelten sich wohl die Schauermärchen, darunter auch die Bestätigung von Renault und Renault-Bank, dass man mit unendlichen Schwierigkeiten rechnen muss, wenn man eine schwach gewordene Batterie wechseln möchte (Transport nach Belgien oder Frankreich). Auch von anderer Seite, Citroen-Mitarbeiter, wurde mir empfohlen, vom Kauf einer Zoe abzusehen. Nicht etwa, weil sie Renault als Konkurrenz ansehen, denn sie haben (angeblich) noch kein einziges Elektrofahrzeug in Krefeld oder Düsseldorf angeboten, lediglich einen gebrauchten C-Zero.
Ja, meinen Diesel habe ich daraufhin verschenkt, damit ist die Zoe eh völlig uninteressant geworden.
Ich muss wohl im going electric-Forum nachschauen, um die Beiträge mit der Falschmeldung (zwei Einphasenlader) wiederzufinden? Ich hatte noch ein anderes Forum durchgeforstet. Offenbar schreibt einer vom anderen ab. Kein Wunder, wenn Renault ebenfalls Falschauskünfte gibt.
 
#20
......die Bestätigung von Renault und Renault-Bank, dass man mit unendlichen Schwierigkeiten rechnen muss, wenn man eine schwach gewordene Batterie wechseln möchte..
Davon habe ich auch gehört. Schlimm scheint es besonders die Fluence Besitzer zu treffen.
Dazu passt dann die Empfehlung, die ich an anderer Stelle las, bei Renault Akkumiete unbedingt eine sehr gute Versicherung abzuschließen. Also eine Rechtsschutzversicherung.

Gruss, Roland