Erschreckendes aus dem TCS-Forum aus der Schweiz über die Zoe

19.01.2004
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Krefeld
#1
Zitat:
"Natürlich interessiert an einem Elektroauto dessen Reichweite und die Ladedauer. Das mit dem Testfahrzeug mitgelieferte Ladegerät lies lediglich einen Ladestrom von 9 Ampere zu, was eine Ladedauer von bis zu 15 Stunden bedeutet. Mit der Ladestation, die im Kaufpreis inklusive ist, soll die Ladedauer bis auf 6 Stunden reduziert werden. Mit dem serienmässigen Ladekabel ist auch eine Schnellladung innert 40 Minuten an einer öffentlichen Ladestation möglich. Die Ladestation im Testfahrzeug hatte einen relativ schlechten Wirkungsgrad von 65%. So mussten zum vollständigen Laden des 22 kWh Akkus stolze 33.5 kWh aufgewendet werden. "
Der Verkäufer in Krefeld sagte, dass man die Motorinduktivität mit dem ungeigneten Feldspuleneisen missbraucht, um das Fahrzeug zu laden. Das dabei 1/3 der Leistung vom Motoreisen verschluckt wird, ist kein Wunder, aber doch sehr verwunderlich. Das sind dann ca 800 Watt , vermutlich Ummagnetisierungsverluste. Beim Laden mit 11 oder 22 kW vielleicht noch verzeihlich, aber nicht beim Laden an 230 Volt mit nur 2300Watt.
Beim Twike kam man übrigens auf eine ähnliche Idee. Auch dort verwendet man Motorinduktivität und Fahrcontroller zum Laden.
Ich würde sagen, Sparsamkeit an der falschen Stelle.
Auf der e-move360 in München war heute bereits eine gewisse Standardisierung vernünftiger und bezahlbarer Ladegeräte zu erkennen, wie "Berlingo" berichtet. Renault wird sich diesem Trend sicherlich nicht dauerhaft verschließen können. Traurig genug, dass Renault jede Garantieleistung verweigert, wenn man sich beim 40kWh Modell der Zoe nur einmal erdreistet, mit dem mitgelieferten Ladegerät an nur 230 Volt zu laden...Mit der kleinen 20kWh-Batterie allerdings ist es erlaubt.
Warum Renault nicht erlaubt, dass wir mit den bei uns allen vorhandenen, guten Ladegeräten zu laden, erschließt sich mir nicht. Die beiden Einphasenlader, mit denen man die Zoes ausgerüstet hat, erzeugen eine untragbare Schieflast, die viele Ladesäulen bereits auf dem Gewissen haben, wo trotz Zoe-Verbot trotzdem geladen wurde. Dann heißt es, ADAC und wegen den defekten Ladesäulen frustrierte Elektrofahrergenossen, anstatt das man eine der überreichlich vorhandenen Schukosteckdosen nutzen darf...
Ansonsten kann ich weiter nichts Negatives von Renaults Zoe berichten, im Gegensatz zur gleichnamigen griechischen Kaiserin.
 
Zuletzt bearbeitet:

p.hase

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04.03.2012
1.245
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#2
stammtisch vom feinsten. hätte man einen magneten auf den schuko gelegt (oder für 60 euro die schukodose mit integriertem magneten) hätte es gefunzt wie angegeben mit knapp 14A, allemal besser.
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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37
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#3
Die ZOE mag Dank Chamaelon Lader nun mal nicht langsam laden. Übrigens laden auch viele andere Fahrzeuge ineffizient wenn man langsam lädt. Unter 10A zieht die ZOE hauptsächlich Blindleistung, deshalb sollte man ihr mindestens eine Wallbox und 16A einphasig, besser dreiophasig gönnen.
 
19.01.2004
140
4
Krefeld
#4
Wenn Renault zulassen würde, dass man einen eigenen, externen Lader verwendet, würde das Problem gar nicht erst auftauchen.
Wenn ich nur daran denke, dass ich bei voll beschlagenen Scheiben an der fernen Ladesäule die Ladezeit abfrieren muss, während der Kaffee an der für mich gedeckten Kaffeetafel bei meinen Freunden kalt wird...

Strom ist Strom, gleich welcher Art. Da könnte man völlig flexibel sein.
Außerdem möchte ich die Möglichkeit haben, benutzte Batterien aufzubrauchen und zukünftige, bessere Akkus einbauen können.
Eine leere Zoe, ohne Monopolbindung, sofort. Denn das Fahrzeug befand ich im Übrigen für gut.
Damit man Batterien im Unterboden tauschen kann, müsste unbedingt eine Normung der Batteriemodulgröße vorgenommen werden, ferner eine zweite, interne Steckverbindung für die Batterien, mit einer Überwachungseinrichtung, damit nur passende Batterien (Spannung!) angeschlossen werden können.

Die Teslamodule haben ca 22 Volt Spannung bei ca 220 Ah, Länge knapp 90cm, Breite 30cm, Höhe 7,5cm. Andere Fabrikate haben ähnliche Maße, aber eben nur ähnliche.
22 Volt sind für sich ungefährlich. Gegen Berührungen helfen hochempfindliche Fehlerstromschalter. Die sind für Gleichstrom
überaus einfach und preiswert zu bauen.
 

Andreas106

Neues Mitglied
29.03.2011
22
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#6
Hallo Roland,
für 16 A kann ich dir das nicht sagen, da ich bei meinen Probetagen nur den original 10 A Ziegel hatte.
zoe_44_schukoladung-png.3150

Oben: Scheinleistung; unten: Wirkleistung
Die Ladeverluste lagen bei ca. 41%!
Auszug aus meinem Probefahrt-Log von damals:
Ladung
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Bei 65% gestartet. Laut Bordcomputer 110,2 km gefahren. Der Verbrauch soll bei 14,2 kWh/100 km liegen.
Dabei 15 kWh aus Akku und 1 kWh zurückgespeißt. Leider ohne Nachkommastelle.

Laut Stromzähler beträgt die Lademenge 20,1 kWh. Das wären 41% Ladeverluste. Zum Vergleich iMiEV und eGolf haben 17% Ladeverluste.
 
#7
Hallo Roland,
für 16 A kann ich dir das nicht sagen, da ich bei meinen Probetagen nur den original 10 A Ziegel hatte.
Oben: Scheinleistung; unten: Wirkleistung
Die Ladeverluste lagen bei ca. 41%!
Auszug aus meinem Probefahrt-Log von damals:
Danke für die schöne Kurve. Mit was ist das gemessen und aufgezeichnet? Ich gehe mal davon aus, dass es ein externes Messgerät ist und nicht ein Teil vom ZOE. Die Kurven zeigen, dass der Cos Phi eigentlich nicht so schlimm ist. Die Ladeverluste sind (für mich) aber deutlich zu hoch.

Und konnte der Lade-Ziegelstein nur bis 2 kW oder konnte er durch die übliche Magneterkennung evtl. mehr? Du weißt hoffentlich, was ich meine.
So eine Schuko Dose mit Magnet ist sehr einfach zu machen (2 Euro für die Schuko Dose, und 1 Euro für den Magneten). Habe mir damit einen Adapter von CEEblau auf Schuko gemacht. Ausprobiert mit einem Peugeot ION, der damit gleich deutlich über 3 kW Ladeleistung aus dem Netz zog. Die Franzosen liefern gerne solche Lade-Ziegel mit, die automatisch umschalten können. Meine Erfahrung damit ist, dass viele E-Autofahrer diese Funktion gar nicht kennen.

Gruss, Roland