Erhaltungsladung Li Ion


Jan-EL

Aktives Mitglied
07.02.2011
792
Moin Leute

Ich habe mir 4 LG INR18650HG2 Akkus geholt. Damit möchte ich eine kleine USV betreiben.
Die Akkus, alle 4 parallel, sollen permanent geladen werden, und gleichzeitig entnimmt der
Verbraucher (Rapsberry Pi) Strom aus den Akkus. Im Falle eines Stromausfalls fällt die Ladung aus.
Die Entladung geht ohne Unterbrechung weiter.

Soweit so gut, hab soweit alles zusammen. Aber auf welche Spannung sollte ich das Ladegerät
einstellen, um die Ladung zu erhalten?

Die Akkukapazität ist recht großzügig ausgelegt, ich bin nicht drauf angewiesen das 100% entnehmen kann, mit 70% könnte ich auch gut leben.
 

Th!nker

Mitglied
13.08.2018
66
Da hättest Du lieber Blei nehmen sollen.
Die mögen es ständig voll geladen zu sein.
Für Lithium ist das max. Stress und die kalendarische Alterung wird gnadenlos zuschlagen.
Lithium "lebt" am längsten bei SOC 50%.
 

pingudd

Neues Mitglied
29.04.2013
18
Nimm ein "einfaches" Netzteil mit 3,6-3,7 Volt Leerlaufspannung. Damit werden sie nie wirklich voll. Auf keinen Fall solltest Du auf eine Unterspannungsabschaltung/Trennung der Akkus verzichten, da sie dies wirklich übel nehmen würden.

lg rt
 
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Jan-EL

Aktives Mitglied
07.02.2011
792
Hi pingudd, in den Bereich hatte ich auch gedacht. Für die Trennung ist ein ESP32 plus Relais vorgesehen, hab ich noch liegen.
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.250
Lade die Zellen mit einer Spannung die der Leerlaufspannung bei maximal 80 % SOC entspricht (ca. 3,9 V), und sorge dafür dass sie möglichst kühl im Bereich von 10-20° C (z.B. Keller) sind.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.017
91365 Reifenberg
Jau. Sowas habe ich auch vor, also Li-Zellen sozusagen im USV Betrieb zur Systemstützung zu verwenden. Viel Kapazität ist da nicht gefragt, sondern eher (kalendarische) Langlebigkeit. Ich denke, unter diesem Gesichtspunkt könnte man noch weiter runtergehen und die Akkus auf 3,8 Volt konstant halten. Das sollten sie dann lange mitmachen.

Denkbar wäre ein solches System mit einem kleinen Solarmodul als Spannungsversorgung. Das tägliche Frischhalten nur bei Sonnenschein sollte ja ausreichen. Sozusagen kleine tägliche Zyklen fahren immer um rund 50% SOC herum.

Die Kernfrage bleibt: Gibt es da Veröffentlichungen drüber mit Empfehlungen und/oder echte Anwendererfahrungen?

Gruss, Roland
 

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.250
Ja, wenn man noch weniger Kapazität braucht dann kann man das auch um 50 % SOC betreiben.

Bezüglich der besten Daten kann man die verschiedenen Veröffentlichungen von Peter Keil (NCA) und von Evelina Wikner (NMC) nach lesen.
 
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Jan-EL

Aktives Mitglied
07.02.2011
792
Nach der Veröffentlichungen von Peter Keil (NCA) sollte der Kapazitätsverlust bei 25°C und einer Spannung von 3,7 V bis 3,75 V im Bereich von 10% nach 15 Jahren liegen. Das wäre deutlich besser als ich selber geschätzt habe, ich lag bei 20% nach knapp 15 Jahren.
 

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