Erfahrungsbericht SAFT NiCd SBL-Akkus

A

Andreas

Guest
Hier ein knapper Erfahrungsbericht mit Saft NiCd-Akkus der Serie SBL:

Ich habe in meinen Kewet (El Jet 3) 20 Saft SBL199-2 Akkus eingebaut. Diese waren günstig zu bekommen und so schien es mir einen Versuch wert zu sein.

Daten: 199Ah (C5) Doppelzellen. Gesamtspannung 48V
SBL: Das L steht für Low - also langsame Entladung (3-100h Dauer)
Bei 133A Stromentnahme sollten die Akkus eine gute Stunde Entladedauer haben (bis 1V Entladeschlussspannung)
Bei 300A (gemessener Anfahrtsstrom vom Kewet) jedoch nur etwa 2-3min!

Und da liegt auch das Problem. Mit den Akkus kann man beim ersten Mal relativ gut losfahren, allerdings geht die Spannung schon deutlich in die Knie. Nach wenigen Kilometern ist man beim Anfahren gleich unter 1V/Zelle.
Entnimmt man nicht zu viel Strom, fährt die ganze Geschichte eigentlich ziemlich lange.
Im Moment sind im Stadtverkehr gute 30km drin.

"Leerheizen" mit der Heizung habe ich auch probiert - geht "ewig"...

Also: SBL-Typen sind nicht hochstromfest genug für so ein Wägelchen wie den Kewet.

Gruß
Andreas

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Bernd M

Guest
Also umlagern in ein EL ?
Wie gross ist ein Block ?
Aber nein ,die Preise sind mir noch zu hoch!

Bernd M
 
A

Andreas

Guest
Hallo Bernd,

Du bekommst die Dinger nicht in ein EL... schätze ich

Maße pro Block (lxbxh): 19,5x18x34cm
Gewicht 18kg
5 Stück = 12V
Preis 250,- / 5 Stück

Gruß
Andreas
 
K

Karl

Guest
Hallo Andreas,

ich habe einige SBL135 Doppelzellen die noch auf ihren Einsatz warten-
Du kannst die Zellen ja leicht bis 0,8 V fahren, bringst Du nicht noch 2-4 Doppelzellen unter ( nochmal 40-80 Kg!) ? dann sollte es vielleicht besser gehen ? Das Problem sind offensichtlich nicht die leeren Zellen sondern die geringe Spannung unter Last ?

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
C

Carlo

Guest
hi andreas!

wenn ich nicht im augenblick mehr als ein emobil hätte,und dann noch den kewet,dann wäre ich an den akkus für 1000euro interssiert.mehr als 150a fahre ich hier eh selten(und wenn dann auch nur ganz kurz).wo hast du deine denn her?gewisses interesse besteht...

mfg carlo
 
C

Carlo

Guest
Nochmals Hallo,

hat sich erledigt. 18kg x 20 (24) ist mir ne Nummer zu schwer für meinen Kewet...

MfG Carlo
 
A

Andreas

Guest
Hallo Karl,

fahren tun die Dinger schon, aber eher bescheiden. Mit dem jetzigen Batteriegewicht von (geschätzt) 360kg ist die Kiste eh schon gut in den Federn - vor allem hinten.
Ich habe mir bereits STM5-140 bestellt. vielleicht lasse ich aber noch 5 von den "Dicken" vorne in der Schnauze, damit das Gewicht stimmt. Die könnte ich ja paarweise parallelschalten (für den Strom) und damit die Gesamtspannung ergänzen...

Gruß
Andreas
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Schade, dass die Dinger so schwer sind. Sonst wären sie in zwei über Dioden zusammengeschalteten Strängen schon gut zu verwenden: Ein stark strombegrenzter Strang mit SBLs, der Hauptstrang muss die Höchstbelastung aufnehmen können.
Da fällt mir ein, ich habe ja noch die Wandler. Damit müsste es gehen, genau, wie man damit selbst bei tiefen Temperaturen Lions gefahrlos einbinden kann...

Erklärung: Die Wandler (Fraron) haben alle möglichen Steuereingänge, die Ausgangsspannung lässt sich extrem variieren. Eingang: am besten 12 Volt (max. 16) für volle Leistung. Den Ausgangsstrom kann man verlustfrei strom-, temperatur- und anders regeln, auch kaskadiert für die verschiedenen Parameter.

Also, nicht wegwerfen.

Schnell nachtragen:
Die Leistungsmasse beträgt 37,5 kg/kWh. Igitt. Das war oben falsch angegeben mit 27 kg/kWh. Dummer Rechenfehler?
Damit werden die Akkus ja selbst als Beiladung zum Bleiklotz. Merkwürdige Batterien. Haben die überhaupt irgendwelche positiven Eigenschaften? Die Uralt-Edisons lagen bei 15 kg/kWh. Diebstahlschutz-Aufschrift: "SBL inside"?

Vielleicht einem Jäger für die solar betriebene Illumination seiner Gehörne andienen? Der stationäre solare Inselbetrieb (Wochenendhaus, Jagdhütte) wäre das Einzige, was mir dazu einfiele. Die Selbstentladung ist sicherlich gering.
Ernsthaft. Ich könnte noch den passenden 230 Volt - Wandler beisteuern.

 
K

Karl

Guest
Hallo Bernd,
Das mit den Fraron Wandlern interessiert mich, ich würde gerne zu meinen Bleiklötzen (144 V Nennspannung) NiCd ( SBL 135 ) Zellen über so einen Wandler parallel schalten.
Die Spannung müßte dann auf ca.168 V begrenzt werden, die Leistung auf die Dauerleistung des Wandlers, z.B. 2 KW. Primärseitig wären das dann ca. 200 A, dies ließe sich mit 2-3 12 V Strängen dieser NiCds machen ( 130 bzw 195kg!) Wäre dies ( einfach!) zu realisieren?

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Bernd Rische

Mitglied
18.12.2003
225
Hallöchen,

ich will ja kein Spielverderber sein, aber mal die Frage:
Was passiert wenn du mehr aus dem Wandler ziehst, fängt der an zu Takten oder bricht nur die Spannung ein? :confused:
Denn ich gehe doch mal davon aus, dass du doch mehr als 2kW an Leistung aus den Batterien ziehst wenn du beschleunigst?
(Auch wenn du deine Bleiklötze noch drin läßt und parallel fährst) :rolleyes:


Bis denne

Berny
(der auch 168V bräuchte ;-))
 
K

Karl

Guest
Hallo Berny,

das ist eine der wichtigen Fragen, drum habe ich ja auch von Leistungsbegrenzung geschrieben; Du brauchst 168 V Nennspannung also ca. 196 V Ladespannung ?

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Bernd Rische

Mitglied
18.12.2003
225
Hallöchen Karl,

was ich daran noch nicht verstanden habe, warum willst du den Wandler auf Ladeendspannung der Bleibatterien bringen?
Ich denke mir doch, es müßte die normale Betriebspannung reichen, vielleicht etwas höher. Aber meine Batterien haben in der Ruhephase max. 182V und wenn ich fahre ist es maximal 176V am Anfang (wenn sie warm sind).
Bei Dir sollte es doch dementsprechend ungefähr 24V niedriger liegen?
Während der Ladephase muss der Wandler noch nicht arbeiten, sondern erst wenn der Fahrstom benötigt wird.

Gut wäre es, wenn ich in der ersten Beschleunigungsphase natürlich wesentlich länger bei 180V bleiben könnte, dann würde ich womöglich nicht von einem Fahrrad in München besiegt werden. :cool:

Aber bei mir wäre es eh eine andere Situation, wenn ich irgendwelche NiCd oder NiMh bzw. Lions nehmen könnte. Denn dann muss ich eh die Bleibatterien rausschmeissen.
Denn ich habe ja nicht so einen Lieferwagen wie du :joke:
Obwohl ich müßte mal rechnen, wie es mit einem 12V Thunderskyblock aussähe in der Schnauze.
Ich glaube ich gehe gleich mal wieder auf Recherche und rechne mal wieder rum... ;-)

Bis denne

Berny
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Also, da habt Ihr alle wichtigen Fragen angesprochen.
Erstmal sind die SBL-Akkus dermaßen hochohmig, dass es sinnvoll ist, nicht nur während der Fahrt, sondern auch beim Ampelstop ihnen Strom zu entziehen (einstellbar). So schlecht dieser doppelte Lade/entladewirkungsgrad auch sein mag, es hat auch keinen Sinn, die Nicads dann erst zu Hause, vor der Ladung, zu entladen, wie es sich für einen Nicad gehört. Auch drei Stunden Enladezeit sind für diesen Akkutyp noch hochgegriffen. Wegwerfen der Akkus ist auch zu schade.

Das wichtigste beim Umbau der Wandler ist also das Umstricken auf PWM sowohl mit Spannungs- (Ladeendspannungs-) begernzung, wie auch Ladestrom. Darüber habe ich mir schon viele Gedanken gemacht und Vorversuche angestellt. Aber es funktioniert, abhängig vom Wandlertyp.


Wolfgang Jenne hat möglicherweise seine Ambitionen eingestellt? Jedenfalls sind die Wandler überhaupt nicht auf unsere Betriebsweise eingestellt, die arbeiten im wesentlichen mit verquickten Notabschaltungen und Pfeiferei, die nicht abstellbar ist, wenn man nicht tief in die Schaltungen eingreift. Reset nur durch kurzzeitiges Unterbrechen der Stromzufuhr. Aber, wie gesagt, auch das lässt sich lösen.

Jedenfalls bin ich drauf und dran, einen eigenen Treiber nur für die Wandlerendstufen zu bauen, zumal ja auch hier laufend Änderungen in der laufenden Serie zu erwarten sind, die jeweils berücksichtigt werden müssten.

Dann gäbe es aber auch keine Probleme, z. B. eine temperaturgesteuerte Stromregelung für die Einbindung von Lions in Fahrnicads zu integrieren. Lions sind sonst eigentlich für deutschen Winterbetrieb ungeeignet.


Mit anderen Worten, der Hauptakku bleibt ein temperatur- und strombelastbarer Blei oder Nicadakkusatz.

Die SBL als Extender. Anders hatte ich das nie vorgehabt.

Wolfgang wollte ganz auf Wandler umsteigen. Ich glaube, inzwischen konnte ich ihn überzeugen, dass das nicht sinnvoll ist.

Rekuperation in die Lions bedingt einen erheblichen Spannungsabfall zwischen Entlade- und Ladebetrieb, weshalb ich diese Ansinnen erst einmal ganz nach hinten geschoben habe. Da muss dann erst einmal alles zusammenpassen. Der Zweiquadrantenbetrieb für die Batterien ist ansonsten auch kein Problem.

Jetzt zu der Rahmenplanung:
Der Saxi hat 144 Volt Fahrspannung. Da wir auf die Übersetzungsverhältnisse der Wandlertransformationen angewiesen sind, umwickeln wäre zu viel Aufwand, reicht einfach eine Zweiteilung der Ausgangsspannnung, also gut 120 Volt. Da fehlt was an den 144 Volt? Richtig, aber das Problem lässt sich relativ leicht lösen: statt ein Fünftel des Wandlers stillzulegen, wird einfach eine primärseitige Spannungsverdopplung mit besserer Kühlung und besseren Transistoren hinzugestrickt: 24 Volt extra, macht zusammen mit den gut 120 Volt 144V, genau, wie gefordert. Dann gibt es Leistung satt. Die anfänglichen 168 Volt werden ebenso bei voller Leistung erreicht, zumal die 12 Volt-Nicads ja auch mit fast 16 Volt statt 12 V primär beginnen.

 
A

Andreas

Guest
@Bernd...

ich weiss ja nicht, aber ich komme mit 9600Wh und 360kg auf etwa 27Wh/kg (man beachte bitte die Einheit, bevor man über dumme Rechenfehler philosophiert...).

Gruß
Andreas
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Vielleicht habe ich ja etwas verwechselt:
360:9600=0,0375
Ausgegangen bin ich von 18 kg schweren Doppelzellen von 200 Ah. habe ich da etwas falsch mitbekommen?

Die SBL135 -Doppelzellen haben etwa die passende Masse, da fehlt es dafür aber wieder an Kapazität.

Bei 27 kg/kWh solltest Du allerdings die Batterien im Kewet belassen und etwas langsamer fahren. Die Münchner trauen sich ja schon gar nicht mehr über die Straße!

Da würde ich dann doch lieber noch ein paar Reihen stromfeste Stützakkus einbinden. In Deinem Fall einfach über eine Diode oder einen simplen, selbst zu bauenden Abwärtswandler, der die Stromentnahme aus den SBL begrenzt und notfalls sogar in Fahrpausen die Stützakkus nachlädt. Das sollte ganz besonders für München reichen.
Hochstromakkus haben meist einen sehr viel besseren Lade/Entladewirkungsgrad, der dann ja doppelt wichtig wird.
Ich behaupte, billige , allerdings niederohmige Starterbleiakkus als Stützen haben eine ausreichende Lebensdauer und einen guten Wirkungsgrad, bei niedrigem Gewicht, wenn sie praktisch gleich nach einem Beschleunigungsvorgang wieder vollgeladen werden.Den passenden Anpassungswandler (praktisch gleiche Spannung) baust Du selbst.Strombegrenzung für Deine SBLs: 65 Ampere oder so etwas, das kannst Du an einem solchen Wandler ja selbst bestimmen.

Wenn die Geschichte dann zu schwer wird, einfach dem Kewet noch ein Stützrad unter den Bauch schnallen...

 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.808
91365 Reifenberg
Hallo Andreas,
.. dont panic, its all correct:

also: 9600 Wattstunden und 360 kg, das sind tatsächlich und genau die von Dir errechneten 27 Wh/kg. Sprich <b>Wattstunden pro kg, und das ist die übliche Angabe für den Energieinhalt pro kg</b>. Da hast Du also vollkommen recht. Eigentlich recht wenig sogar für einen Kewet, der wird dann schwer. Vielleicht was für nen Unimog. Dont panic, den will noch keiner auf E-Antrieb umbauen. Wär aber mal ein Projekt. Vielleicht für Manfred.

Vielleicht sogar diesen mal umrüsten...
<img src=http://www.42-dont-panic.de/Unimog/Unimog-Album/altomuenster01.JPG>

Und Bernd: auch wenn Andreas meint, wir sollten nicht über Rechenfehler philosophieren, über die Einheiten können wir das schon mal machen.
Wenn Du unbedingt die Einheit kg/kWh willst - bitteschön, dann aber auch richtig rechnen. <b>Dann ergibt dieselbe Batterie tatsächlich 37,5 kg/kWh, also Gewicht pro Energieinhalt</b>. Nur ist das ganz einfach eine Angabe, wie schwer die kWh gespeicherte Energie mit Akku ist. Ist halt ein anderer Wert, aber auch eine übliche Angabe.

Also immer schön auf die Einheit achten, besonders hier im elweb und Batterie Forum - wo wir doch eigentlich alle am selben Strang ziehen wollen (aber leider nicht immer am selben Ende..). Soviel zum eigentlichen verbotenen Philosophieren..

Gruss, Roland
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Andreas, wenn Du mittels Wandler in Stillstandspausen und ständig aus den Notstrombatterien mit C0,2 die Fahrbatterien lädst, kannst Du diese weitaus besser ausnutzen. Dann kommt Ihr auch vom Kaffeekräzchen zurück, ohne laden zu müssen. Möglicherweise leiden allerdings die Fahrsäfte darunter, das ist noch umstritten.
 

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