Entwicklung eines Elektrofahrzeuges

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fratso

Guest
#1
Finden sich hier - neben Menschen, die über das Schattendasein von Elektromobilen philosophieren - ebensolche, die Interesse am Bau eines solchen haben?

Was steht, ist ein recht klar umrissenes Konzept. Auch sind die Komponenten bekannt. Es fehlen die Experten aus Design und E-Technik, die das Ding realisieren.

Über Meldungen würde ich mich sehr freuen.

Freundlichen Gruß in die Gemeinde

Frank
 

Claus

Neues Mitglied
11.11.2015
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#2
Hallo,


ist eine reine Geldfrage, die Zulassung für ein Fahrzeug auf deutschen Straßen kostet um die 15000 Euro.

Ich hätte mir schon längs eines gebaut aber die Zulassung- und Fahrzeugkosten sprengen jeden Rahmen für einen einzelnen. Für das Geld kann man Porsche fahren. (würde ich dann lieber wenn ich die Kohle hätte)

Grüße
Claus
 
R

reinhold

Guest
#3
Hallo
Wenn Du Basteln willst kannst du einen gebrauchten kaufen und die Technik
optimieren und auf Stand der Technik bringen:
Drehstromantrieb, Rekucontroller, Batts, Lader...
Nur so geht es und ohne viel Stress mit dem TÜV.
Komm mich besuchen...;-)))
Tschau
Reinhold
 
#4
Hallo Frank oder Fratso,
wer ist denn "Aergernis@allprints.de"
Ein Aergernis für mich ist die traurige Erkenntnis, dass es in den letzten 15 Jahren oder so viele, fast schon zu viele, Ideen gegeben hat. Einige haben es sogar bis zum Prototypen/Einzelstück-Stadium gebracht, andere sind echt produziert und verkauft worden.
Hier z.B.:

Einzelstücke:
Stromboli, Schweiz,
Felix, Schweiz,
Hybridbus, Heinz Wening, Erlangen
und viele, viele mehr...

Kleinserien bzw. Einzelprototypen:
Horlacher hat diverse Superfahrzeuge gebaut
Kleinserie, mit verkauften Fahrzeugen:
Hotzenblitz, rund 120 oder so gebaut, Firma in Konkurs, jüngste Gerüchte sprechen von China, wo Nachfolgetypen gebaut werden.

Produktion:
ATW Ligier Optima, rund 150 oder so gebaut, Produktion aufgegeben wegen Unwirtschaftlichkeit, Firma macht mit anderen Fahrzeugen weiter.
HALF, Super-Leichtfahrzeug, etwa 12 Stück gebaut, viel zu teuer, deshalb kaum Nachfrage, wird zur Zeit nicht mehr gebaut
SAM-Cree: Prototypen, Schweiz, leider das Geld für Weiterentwicklung/Ferigung nicht auftreibbar
City-El: zweimal Konkurs in Dänemark, Produktion läuft noch in Deutschland mit etwa 150 bis 300 Fahrzeugen pro Jahr
TWIKE: Konkurs in der Schweiz, Produktion läuft im kleinen Rahmen in Deutschland weiter
Kewet: Konkurs in Dänemark, Konkurs in Deutschland, Neuanfang in kleinem Rahmen in Oslo.

Weitere Einzelstücke und Prototypen:
Irmscher hat ein Super-Hybridfahrzeug entwickelt auf Opel-Corsa Basis, Prototypen gebaut. Fühlten sich als Firma zu klein (etwa 1000 Leute!), um so ein Projekt allein, also ohne die Zusammenarbeit mit dem Autohersteller, finanzieren und durchziehen zu können (geschätzer Aufwand einige hundert Millionen DM damals, das wollte keiner finanzieren).
Loremo Leichtbauprojekt, (noch mit Diesel-Motor geplant), steht noch in den Startlöchern, aber schon seit einigen Jahren.
Carbike: Recht vielversprechende Konzepte eines Ultraleichtfahrzeugs liegen vor inclusive einer Super-Präsentation auf CD, Protoypen vorhanden. Es fehlt an Geld und Wille zur Produktionsentwicklung und der Produktion.

Die Probleme liegen nicht so sehr im Prototyp, den Designern oder den Komponenten. Das alles läßt sich auftreiben und macht auch nur überschaubare Kosten. Die Entwicklung zur Produktionsreife ist kostspielig, aber machbar. Dann kommt die EU-Zulassung, die Zeit und Arbeit macht. Das Hauptproblem ist aber die Produktion, das Marketing, der Vertrieb und der Service. Das alles muss aufgebaut werden, und da scheitern regelmäßig die besten Ideen.


Stark genug dafür? Auch finanziell? Oder ist das Projekt so gut, dass man Geldgeber begeistern könnte?

Dann interessiert mich die technische Konzeption. Wie soll das Fahrzeug aussehen?

Gruss, Roland Reichel
Bundesverband Solarmobil
P.S. Komponenten gibt es genug. Ich selbst habe noch einen Super Motor (20 bis 40 kW, 20 kg, Drehstrom) hier rumliegen incl. Elektronik, und ich weiss, wo noch mehr davon zu haben sind.
 
J

Jaromir Vegr

Guest
#5
Ahoj,
auch bei uns wir haben cca 200 Stk. Elektrobikes EB05 (07) gebaut. Ganzes Spaas hat fast 1 milion Euro gekostetJtzt ist Ende von Produktions und hab ich noch cca 50 Stk. im Lager.
Jaromir
 
C

Christian Barth

Guest
#6
hallo Roland,
zwei bedeutende Entwicklungen wurden mindestens vergessen.
Der Metrocubo von Pininfarina, ein 5 ! -Sitzer, kurz wie der Smart und breit wie die S-Klasse wurde 1999 zusammen mit Siemens ,Michelin, Lambordini und anderen hochkarätigen Zulieferen entwickelt, auf der IAA gezeigt und leider nur als Prototyp gebaut und ins Archiv gestellt.
Die Elektroversion vom Smart, entwickelt von Zytek, gezeigt auf der IAA 2001, sollte eigentlich in den USA gebaut werden. Leider kam dies bisher aber nicht zustande. Vermutlich rückt DC keine Smart ohne Antriebsstrang heraus. Dieser Smart wäre sicher der Traum aller EV-Fans. Da wäre alles drin und dran, ein bewährtes Grossserienfahrzeug, das eigentlich ein EV sein sollte und deswegen auch den doppelten Boden (wie die A-Klasse) für die Batterien hat.
Gruss Christian Barth
 
C

Christian Knüll

Guest
#7
die Zulassung für ein Fahrzeug auf
deutschen Straßen kostet um die 15000 Euro.
Kannst du mir mehr Informationen darüber geben? Mich würde sehr interessieren, welche Bedingungen das im einzelnen sind, die man erfüllen muss um eine Eigenkonstruktion durch den TÜV zu bringen.
 
19.01.2004
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Krefeld
#8
Soviel ich erfahren habe, kann man einzelne Fahrzeuge auch sehr preiswert zulassen. Man muß nur einen technisch interessierten Prüfer finden. Erst, wenn die Dinger in größere Serien gehen, ist an eine Musterzulassung zu denken. Wenn sie sich nicht lohnt, erspart man sich diese besser.
Erfahrungsgemäß gibt es zunächst dauernd etwas zu verbessern, dann sollte man sich bei den verschiedenen Typen erst einmal mit der Einzelzulassung begnügen. Bastler sind immer noch gefragt. Nicht alle Tüv-Ingenieure sind mit Elektroautofeinden verheiratet. Aber nett sollte man zu den Tüv-Leuten schon sein und nicht gerade solche aussuchen, deren Cooperation man erst erkaufen muss. Auch das soll es geben, ist aber, Gott sei dank, nicht die Regel.
Übrigens, kann man zur Not ins Ausland ausweichen und dort die Erstzulassung machen. Ich lasse mich gerne von Tüv-Leuten beraten. Die meisten sind hilfsbereit.
 
04.09.2007
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#9
Hallo Christian,

das mit dem Metrocubo wußte ich noch nicht. Es gab auch mal als Prototypen den sogenannten InnoVan. Das Vorgängermodell Saxi-Kurier ist mal in Kleinserie gefertigt worden. Das Ding mißt 270 mal 160 Zentimeter und sollte als Sechssitzer oder Kleintransporter eingesetzt werden. Die Idee fand ich zum Teil genial einfach.

Beim Elektro-Smart habe ich allerdings arge Bedenken. Als Stinkmorchel hat der schon 730kg Leergewicht und das ist mir für einen Zweisitzer entschieden zu viel. Der Twingo-Smile von der Greenpeace hatte nur 650kg und war ein Fünfsitzer! (400kg Zuladung). Was als Elektromobil nicht mindestens ein Drittel Nutzmasse befördern kann ist meiner Ansicht nach eine Fehlkonstruktion, denn Leermasse kostet nicht nur Energie um bewegt zu werden sondern auch um hergestellt zu werden. Beim Smart geht rein rechnerisch etwa die Energiemenge von sieben Litern Benzin je 100km Fahrstrecke für die Herstellung drauf (bei geschätzt 150.000km Lebensdauer). Das der Smart/Swatch-Mobil ursprünglich ein EV werden sollte kann man gut daran erkennen, das die Konstrukteure nachdem Swatch aus der Finanzierung ausgestiegen war und Daimler-Chrysler sie aus dem Projekt rausgeekelt hatte den Sam konstruiert hatten. So ähnlich wie den Sam hatten die nämlich ursprünglich auch das Swatch-Mobil angedacht.

MfG
Natascha "SternFuchs" Schlüter
 
19.01.2004
140
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Krefeld
#10
Bei den Tüvs gibt es zweierlei Leute. Die einen sind technikinteressiert und helfen gerne bei der Weiterentwicklung von Ideen, die anderen verstehen sich in der Funktion, Monopole abzusichern. Ratet mal, welche Gruppe unseren Wünschen näher steht!
Nebenher gibt es auch andere Bundesländer als gerade das restriktive NRW.
Ratet mal,warum wir ausgerechnet in NRW so wenige Kernkraftwerke haben. Mangelnde Kooperationsbereitschaft hat ja auch ihre guten Seiten...

Natascha, ich interessiere mich für das Nataschamobil. Auch ohne Narascha. Ich hab immer noch keines gesehen.
Bernd
 

Helmut Juchems

Neues Mitglied
12.06.2003
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#11
Wenn das Vorhaben einen Sponsor hätte und ich meinen Job als E-Technik Ingenieur in der Hardwareentwicklung für ein paar Jahre damit finanzieren könnte, würde ich gerne mitmachen! Als Hobby ist die Sache leider zu komplex.

Beim OsCar-Projekt wollte ich damals auch mitmachen, aber da hab ich nie Antwort bekommen.

Gruß
Helmut
 
19.01.2004
140
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Krefeld
#13
Also, bauen wir doch einfach eines. Wenn es was wird, dürfte auch die Zulassung unproblematisch sein.
Dass die Batterien alle Mist sind, damit müssen wir uns wohl abfinden. Also, was soll das Ding haben? Vorschlag: einen kleinen Verbrennungsmotor, um Reichweitenprobleme zu verringern und, um eine optimale Ausnutzung der Batterien möglich zu machen. Für nichts und wieder nichts ungenutzte Energie entladen, das sollte den NICAD Fahrern z.B. auf den Geist gehen, und wenn ein Bleifuß keine Steckdose findet, ist das auch blöde.
Mich würde da zunächst interessieren: welche kleinen und relativ sauberen Motoren gibt es? Antrieb: Verbrenner > Generator > E-Motor,
Wenn es geht, alles per Batterie, zumindest im Stadtverkehr und bei Langsamfahrt. Kostenvergleich:
Nachtstrom: 9 Cent pro KWh, Tagstrom 15 Cent, Solarstrom 1,5 Euro , jeweils + 25 Cent pro KWh Batterieabnutzung. Verbrennungsbetrieb mit Gas ist umweltschonender als alle genannten Verfahren: 30 Cent pro KWh (und weniger). Fragt mich, wenn Ihr anderer Meinung seid, ich kann das begründen.
Für Pfarrer Stirling ist es ja noch sicherlich zu früh und den Frank Stelzer habe ich immer noch nicht besucht. Die Schiffdiesels sind zu schwer. 5KW reichen uns doch, schließlich haben wir einen dicken Batteriepuffer! Wie wäre es mit dem Umbau eines bestehenden Autos?
Noch jemand hybrid interessiert wie ich? Mich interessiert in erster Linie der Antrieb. Aber erst mal den Frank fragen.
Wer wohnt wo? Ich in Düsseldorf, wie die to Natascha mit ihrem tollen Twike.
Also, ich habe (fast) noch nie ein E-Auto gesehen.
Bernd
 
19.01.2004
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Krefeld
#14
Nee, wenn, dann machen wir das aus Spaß an der Freude. Wir haben doch gar nicht die Ansprüche wie die BMW-Fahrer. Ich würde vorschlagen. Wir testen erst einmal die Einzelkomponenten und wenn wir richtig zufrieden sind, denken wir an eine Gesamtlösung. Also, mich interessiert erst mal nur der Antrieb, der ist doch noch nicht toll. So eine 2CV-Karosserie würde mir da erst mal ausreichen. Früher hatten die 2CV vorne so einen dicken Generator drauf. Wenn man da einen Permanentläufer drauf setzen würde, hätte man schon einen brauchbaren Antrieb. Das Ding war nämlich in der 6-Voltzeit einmal als Hybrid-und E-mobil geplant. Es war aber damals zu schwach, um auch nur als Anlasser für einen 250 cm³ Zweizylinder zu dienen, so war es beabsichtigt.
Schade, habe ich einige von weggeworfen. Leicht waren die Karren damals, die reine Karosserie so 300 kg. Ich habe sie öfter hinten in die Parklücken getragen. Und, sie hatten unglaublich wenig Rollreibungswiderstand.
Hat schon jemand eine bessere Karosserie im Auge?
Demnächst habe ich hoffentlich in Düsseldorf einen Hof, da darf man basteln.
Wie Ihr wisst, schwebt mir noch die Miniverbrennungshybridhilfe vor, mit möglichst hohem Wirkungsgrad, höher jedenfalls, als die Kette Kohle-Kraftwerk-Ladegerät-Batterie-Elektronik-EMotor-Getriebe-Gummireifen. Die soll nicht mehr Leistung haben, als der E-Antrieb, die dann aber notfalls zusammen auf die Strasse gebracht würden.
Da hätte ich gerne Hilfe von jemandem, der so etwas Stelzerartiges drehen könnte.
Vielleicht ist aber auch sein Motor zu gebrauchen. So weit zu meinen Träumen.