Elektrosmog

K

Klaus

Guest
#1
Hallo,

vielleicht kann ja wer helfen.
Zur Situation: Suche ein E-Fahrzeug mit möglichst geringen Elektrosmog-Werten. Meine Frage: Auf welche Faktoren sollte man achten?

Auf Antwort freut sich

Klaus
 
K

Karl Weippert

Guest
#2
Hallo Klaus!

Du suchst -wie viele seit tausenden von Jahren - die Quadratur des Kreises !

Natürlich gäbe es Möglichkeiten die Kabel alle abzuschirmen- ob es was nützt- dazu sollte man HF-Techniker fragen!

Das beste wären null Volt, null Ampere, null Hertz- dummerweise fährt das Auto dann nicht!

sonnenelektrische Grüße

Karl
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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#3
Hallo Klaus,
wenn man mal annimmt Du meinst elektrische und elektromagnetische Felder kann man folgendes sagen. Die elektrischen Felder sind relativ gering, wenn die Nennspannung des Fahrzeuges gering ist. Das city el fährt z.B. nur mit 36Volt. Die elektromagnetischen Felder entstehen durch Stromfluss in elektrischen Leitern. Diese Ströme sind bei kleinen Spannungen recht hoch. Beim city el z.B. spielt sich der Leistungskreis auf einem relaitv geringen Raum ab. Der Strom fließt von den Batterien über Schütz und Steller weiter zum Motor. Die magnetischen Felder lassen sich leider nur schwer abschirmen. Hochfrequente Störungen können z.B. durch Stromspitzen oder hochfrequenz Spannungswandler /DC-DC Wandler entstehen. Wenn ein neues Fahrzeug auf den Markt kommt hat der VDE etwas mitzureden. Es gibt hier Grenzwerte für die Fahrzeuge, das wird auf einem Rollenprüfstand getestet. Bei so einer Aktion war ich schon dabei.

Dies alles waren jetzt nur ein paar Grundlagen, konkrete Messwerte der Fahrzeuge habe ich leider nicht. Vielleicht weiss sonst jemand hier etwas dazu...

Grüße
Ralf Wagner
 
D

Dirk Hunecke

Guest
#4
Hallo Karl,

ich muß jetzt mal nachhaken.
Inwieweit ist die Größenordnung von HF-Elektrosmog in E-Fahrzeugen bekannt?
Gibt es da irgendwo im Netz Literatur?
Ich hatte bisher immer angenommen, daß der meiste Elektrosmog im Fahrzeug durch niederfrequente Felder entsteht. Niederfrequent heißt natürlich laut Definition unter 30 kHz.
Außer dem HF-Lader und vielleicht dem Spannungswandler (wobei ich nicht sicher bin) sind doch eigentlich keine direkten HF-Quellen z.B. im City-El . Der Curtis hat doch auch nur 15 kHz Arbeitsfrequenz. Sicher gibt es einige Oberwellen aber ob die so stark sind? Falls irgendwelche Werte existieren, würden diese mich sehr interessieren.

Viele Grüße

Dirk
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
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#5
Ralf Wagner schrieb:

Beim city el z.B. spielt
sich der Leistungskreis auf einem relaitv geringen Raum ab.
Der Strom fließt von den Batterien über Schütz und Steller
weiter zum Motor. Die magnetischen Felder lassen sich leider
nur schwer abschirmen.
Da wir in der Firma ca. 180 gleich konfigurierte Toshiba-Notebooks (samt Drucker im Samsonite-Koffer) beschafft haben, habe ich einen davon "geopfert", in dem ich ihn im City-el-Kofferraum ca. 15km transportiert habe, also ziemlich nahe an den Magnetfeldern.
Und: Keine Daten gelöscht, keine negativen Auswirkungen auf die Festplatte etc.

Sorry, für off-topic, das Thema wären ja die Auswirkungen auf den menschlichen Organismus.

Gruß, Herbert
 
H

Herbert Kaiser

Guest
#6
Hallo,

danke, trotzdem interessant. Ich habe mir auch immer Sorgen gemacht, wenn ich Datenträger (ZIP-Disketten, CompactFlash-Karten) im Rucksack direkt auf den "Motorraum" gelegt habe. Nahe dem Trafo, wenn der Stecker eingesteckt ist, würde ich allerdings weiterhin nicht Elektonisches oder Magnetisches ablegen.

Schönen Gruss aus Aachen
Herbert
 

Herbert Hämmerle

Aktives Mitglied
13.12.2004
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#8
Ralf Wagner schrieb:
Ich habe mal einen kleinen Farbfernseher auf dem Motordeckel
liegend transportiert, der hatte eine kleine Verfärbung danach.
Ich habe eine kleine (150Wp) Photovoltaik-Versuchsanlage. Die Batterie (6 Hawker Oldham Einzelzellen 330Ah, geschenkt bekommen, Gesamtgewicht ca. 140kg) ist im Wohnzimmerschrank eingebaut :)
Der Wechselrichter und damit die Batterieleitungen gehen in der Nähe des Fernsehers vorbei.
Wenn ich ab und zu den Kühlschrank versorge, dann gibt der Einschaltstromstoß eine Verfärbung der unteren linken Ecke des Fernsehbildes. Das verschwindet allerdings von selbst wieder, nur vereinzelt muß ich den Fernseher aus- und wieder einschalten.
Optische Betriebsmeldung der anderen Art :)
 
B

Bernd

Guest
#9
Der Vorteil im E-mobil ist, dass normalerweise die Batterien durchschnittlich nach 45 min leer sind und es dann mit den E-Smog vorbei ist. Das ist ein Fünftel der Zeit, die ein durchschnittliches Kind täglich vor dem Fernseher verbringt.
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
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www.elweb.info
#10
Hallo Bernd,
das war ja nett gemeint... allerdings das Ladegerät macht meistens die meiste "Sauerei". Die Bestimmungen für HF Lader haben allerdings in den letzten Jahren deutlich angezogen...
Und da war noch der DC/DC der immer läuft.

Habt Ihr schon mal ein Handy auf ein Radio gelegt??? Um den Elektrosmog im Elektrofahrzeug mache ich mir weniger Sorgen..Da gibts schlimmeres. Falls ich länger mit dem Handy zu tun habe nehme ich eine mobile Freisprecheinrichtung... sonst gibts merklich eine heiße Birne...

Wahrscheinlich stirbt die westliche Bevölkerung in 20 Jahren aus...

Grüße
Ralf
 
K

Klaus

Guest
#11
Hallo Ralf,

Du unterscheidest zwischen elektrischen und elektromagnetischen Feldern. Erstere hängen also ab von der Höhe der Spannung (hohe Spannung = hohe elektrische Felder; hohe Ströme = hohe elektromagnetische Felder).
Wenn ich nicht ganz falsch liege (bitte korrigieren), dann lassen sich elektrische Felder abschirmen, elektromagnetische kaum, oder?

Gruß

Klaus
 

Kloes

Neues Mitglied
16.06.2006
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#12
Korrekt:

Fließender Strom (Bewegt el. Ladungen) erzeugt um den stromdurchflossenen Leiter ein Magnetfeld. Dieses Magnetfeld läßt sich nicht abschirmen aber ablenken. d.h. die Feldrichtung der Magnetfeldlinien können bis naherzu 90 Grad abgelenkt werden. Der Winkel ist abhängig vom Verhältnis der relativen Permeabilität (müh-r) der beiden Medien in denen die Feldlinien verlaufen. D.h. wenn Du dein Hohstromkabel mit einem geschlossenen Mantel aus hochferromagnetischem Material ( Mu-Metall) umgibst, kannst Du das Magnetfeld fast völlig abschirmen. Nebenbedingung: der magnetische Kreis muss geschlossen sein. Ansonsten treten die Feldlinien am Luftspalt konzentriert aus. Ausserdem darf das Magnetfeld nicht so groß sein das die Abschirmung in die Sättigung gerät.

Im Gegensatz dazu das elektrische Feld, hier erzeugen nicht bewegte Ladungsträger die elektrischen Felder. Diese lassen sich durch einen sogenannenten Farraday-Käfig abschirmen. Dieser besteht aus einen elektrisch leitfähigem Material welches den abzuschirmende Raum umgibt.

Jetzt villeicht noch was zum Nachdenken: Es gibt eine interessante Untersuchung zu diesem Thema. Dabei wurden der Einfluß unter anderem des Erdmagnetfeldes auf den Körper untersucht. Sinngemäß: Falls Du dich senkrecht zu den Feldlinienen des Erdmagnetfeldes bewegst (Ost-West oder West-Ost) erzeugts Du eine ziemlich hohe Induktion in Deinem Körper. Dies nimmt proportional zur Geschwindigkeit zu.

Mögliche Lösungen: Nur in Nord-Süd oder Süd-Nord Richtung bewegen (dabei aber die Abweichung der magnetischen Erdachse von der geographischen Erdachse berücksichtigen) oder ansonsten gaaaaaaanz langsam bewegen.

Tschüß
Kloes der kein eigenes Pedel besitzt
 
B

Bernd

Guest
#13
...Ladegerät? Da bin ich aber beruhigt. Denn das läuft bei mir selten während der Fahrt...
 
K

Klaus

Guest
#14
Ok, dann heißt das für mich:
Das anvisierte E-mobil sollte eine möglichst hohe Betriebsspannung haben, um die Ströme zu minimieren.
Daraus ergeben sich folgende Fragen:
a) Falls die Wahl auf das City-El fällt, welche ist die höchstmögliche Spannung, mit der es betrieben werden kann?
b) Welche Leiter sind gemäß dem Vorschlag von Kloes entsprechend abzuschirmen?

Gruß

Klaus
 
J

Jürgen

Guest
#15
Hallo Klaus

Auch ich habe mich mit der Thematik des Elektrosmogs im Cityel beschäftigt.
Um da sinnvoll etwas zu erreichen, muß man erstmal die Ursachen kennen.
Da gibt es viele Störenfriede in einem el. Aber auch die Konstruktion und die verwendeten Werkstoffe. Das cityel mit seiner Kunststoffkarosserie natürlich mit null Abschirmung. Jeder Leiter strahlt wie eine Antenne ab. Und noch dazu, weil viele Baugruppen als Schaltregler arbeiten.

Als größte Strahlungsquelle hatte ich den DC-Wandler ermittelt. Dort hatte ich die Eingangs- und Ausgangsfilter mit induktionsärmeren keramischen Kondensatoren verbessert. Und siehe da Abstrahlungen nur noch 1/2-1/4, je nach Frequenz.
Radiohören jetzt fast ohne Störungen.

Nun ist die Motorsteuerung die größte Störquelle. Da hier sehr große Ströme fließen, ist es etwas schwieriger. Deshalb will ich einen Versuch machen, die Motoranschlußkabel mit Ferritkernen zu überziehen und damit die Kabel zu Drosseln zu machen. Dann, denke ich, wird weniger Energie abgestrahlt.

Als nächste Störquelle kommt der HF-Lader in Frage. Er strahlt aber bedeutend weniger als die Motorsteuerung. Deshalb weiß ich noch nicht, ob ich da was mache.

Minimal strahlt noch das Armaturenbrett, weil da digitale Schaltungen für den Kilometerzähler und die Spannungsanzeige und Strom integriert sind.

So ganz zufrieden wird man bestimmt nie sein können, da ja die schirmende Metallkarosserie fehlt.
Aber ich denke, das wird auch nicht nötig sein, da sicher die Zukunft im digitalen Radioempfang liegen wird. Und da sind die Störungen nicht so schlimm.
Als Ausgleich habe ich mir erstmal einen MP3-Player eingebaut, geht prima störungsfrei, wenn ich in einem schlecht versorgtem Rundfunkbereich fahre.

Mit freundlichen Grüßen, Jürgen aus Finsterwalde.
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.351
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#16
Hallo Zusammen,
zum Thema Schirmung würde es übrigens keinen Sinn machen nur die Leistungskabel im el abzuschirmen, nachdem die Ströme ja genauso durch die Akkus laufen. Bevor man jetzt aber die Akkus schirmt, würde es meiner Meinung nach mehr Sinn machen den Motorraum mit Rückwand und den Motordeckel zu schirmen. Bevor man hier aber "Purzelbäume" schlägt, sollten wir vielleicht erst mal wissen wieviel Felder tatsächlich vorhanden sind und ob die ganze Aktion sinnvoll ist.

Grüße
Ralf
 
#17
Hallo Ralf,
die neuen NiZn Akkus haben übrigens ein Stahlgehäuse. Da würde ich gerne mal mit einer Hall-Sonde die magnetischen Felder messen bzw. feststellen, ob dies Metallgehäuse die magnetischen Felder dämpft.

Hast du irgendwelche Meßgeräte dieser Art?

Oder wer sonst sowas hat: Ich wäre an einer Meldung interessiert. Denn leider arbeite ich schon seit über 17 Jahren nicht mehr im Labor und habe daher keine Möglichkeit mehr, mir sowas auszuborgen.

Gruss, Roland Reichel, bsm
 
L

Lutz

Guest
#18
Hallo City-el Gemeinde,

bevor jetzt hier die Hysterie ausbricht und viele technische Lösungen erdacht werden um irgenwelche Felder zu messen und abzuschirmen, sollte man sich erst einmal vernünftig Gedanken darüber machen, welcher Einfluß auf den menschlichen Organismus denn überhaupt wissenschaftlicht belegt ist. Danach sollte eine vernünftige Risikoabschätzung vorgenommen werden (im Vergleich zu den sonstigen Risiken, die man sonst so im Leben eingeht wie rauchen, zu wenig Bewegung etc.).
Meiner Meinung nach erübrigt sich dann für ein City-el die Diskussion um technische Lösungen.

Gruß Lutz
 
H

Herbert Kaiser

Guest
#19
Hallo Lutz,

du sprichst mir aus der Seele. Ich habe mich aus dieser Diskussion aus diesem Grund etwas abgekoppelt. Wenn ich bedenke, dass ich als Ingenieur 6 bis 8 Stunden pro Tag vor dem Rechner sitze, und dann auch in meiner Freizeit noch ein bisschen und auch sonst elektrisch völlig "verseucht" werde, machen die 40 Minuten, die ich am Tag im El verbringe, auch nichts aus. Da würde ich mir eher Sorgen machen, dass ich während dieser Zeit ordentlich mit den Abgasen der Autos versorgt werde.

Sicher ist man nur auf einer einsamen Insel, und da fällt einem dann garantiert ein Meteorit auf den Kopf ;-)

Schönen Gruss
Herbert
 

Kloes

Neues Mitglied
16.06.2006
30
0
#20
;-)

Bin erstaunt wie ernst man meinen Beitrag genommen hat, eigentlich wollte ich die Diskussion ad adsurdum führen.

Tschüß

Kloes (der zur Zeit noch mit PÖL mobil ist)