Elektrische Mobilität


04.04.2006
55
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#1
Liebe Kollegen,

ich bin mir nicht sicher, ob das hier gut aufgehoben ist oder doch eher off topic, aber schaumermal.
Beim Nachdenken über die ebox und während meiner morgendlichen Fahrardfahrt (jaja, der EVT hat immernoch keine neuen Akkus, aber das ist eine andere Geschichte...) hab ich mir versucht vorzustellen, wie es denn wäre, wenn alle Autos und LKWs, wie man sie heute kennt, elektrisch betrieben wären. Welche Geräusche und in welcher Lautstärke würde man denn hören? Also in der Stadt oder auf der Autobahn? Wieviel am Gesamtgeräusch eines Kfz macht denn das Reifengeräusch aus? Was würde denn der Strom kosten? Gäbe es Spezialtarife für den Kraftverkehr? Bei den derzeitigen Ladezeiten, gäbe es da noch Tankstellen oder würde auf dem Supermarktsparkplatz getankt? Oder gar an jeder Straßenlaterne bzw. nur noch in der Garage? Würden Shell&Co noch existieren? Häten die komplett umgesattelt auf Solarzellen o.ä.? Fragen über Fragen...
Hat da schon mal jemand drüber nachgedacht?

Grüße

Peter
 

Eurolore

Mitglied
17.02.2006
228
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#2
Das ist ein guter Denkansatz, und gehört auch in dieses Forum.

bei "Shell&Co" assoziiere ich fast schon automatisch " Muschel&Kohle" müßte sich dann vielleicht nur in " Bio&Solar "umbenennen . Das Management würde auch weiterhin bestehen bleiben können bei gleichen Marktgesetzen.

Es ist ja bekannt das auch andere große Mineralölkonzerne wie Total und BP, schon seit längerem Solarmodule produzieren. Total könnte seinen Namen behalten, und BP müßte dann BS (Britisch Solar) heißen.

 
11.12.2004
120
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#3
Hi Peter

über die Geräusche habe ich mir auch schon oft auf dem Weg zur Arbeit (auch mit dem Rad) Gedanken gemacht. Dabei bin ich zum Schluss gekommen, dass bei geringer Geschwindigkeit, und vor allem beim Beschleunigen, das Motorgeräusch deutlich überwiegt. Bei höherer und konstanter Geschwindigkeit hört man vermutlich eher Wind- und Abrollgeräusche, sowie das Getriebe.
Wenn ich mit meinem POPe mit 60 durch die Stadt pfeife, dann hört man fast nur das Getriebe, und ganz wenig Abrollgeräusch.

Der Strompreis würde sicher steigen, allein aufgrund der höheren Nachfrage. Allerdings, wenn ich mir meine Stromrechnung ansehe, dann macht mein Auto daran keinen allzugroßen Anteil.

Tankstellen im herkömmlichen Sinn würde es dann wohl kaum noch geben. Schon eher Parkuhren mit integrierter Stromzapfstelle. Schon allein, weil das Laden zu lange dauert, um die Zeit ungenutzt neben dem Fahrzeug stehend zu verbringen. Das müsste dann während einer anderen Tätigkeit erfolgen. Sei es nun schlafen oder einkaufen oder Kaffeetrinken oder arbeiten...

ich glaube aber noch daran, dass es eines Tages nur Elektrofahrzeuge geben wird. Viel mehr gehe ich davon aus, dass es auch hier zu einer Diversifikation kommen wird, und ein gewisser Energiemix zum Fahren verwendet wird. Elektro in der Stadt und für Kurzstrecken, Verbrennung (welcher Art auch immer) über Land.
Es gibt ja auch Stimmen, die sagen, dass es viel Sinnvoller wäre, in den Haushalten auf alternative Heizstoffe auszuweichen, anstatt andere Antriebskonzepte zu suchen. Das ist nicht ganz falsch, wenn man mal betrachtet, dass man erstens hier nicht das Platz- und damit Speicherproblem hat, und zweitens die privaten Heizungen ca. 50% des Primärenergieverbrauchs ausmachen (nur aus dem Kopf, hab ich mal irgendwo gelesen. Aber können diejenigen mit Ölheizung ja mal vergleichen). die restlichen 50% verteilen sich ziemlich gleich auf Industrie und Verkehr.

Gruß, Gunther
 
03.04.2006
35
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#4
Hallo zusammen

Ich melde mich wieder. Diesmal mit einem kleinem Denkanstoss. Bis heute habe
ich keine nenneswerte Ideen gesehen gelesen ueber die Moeglichkeit der Austaschakkuboxen. Diese Idee ist jedoch weder neu noch nich durchfuehrbar.. Siehe Elektrofahrraeder.
Was meint ihr dazu. Die Ladezeiten wuerden auf ein minimum schrumpfen.

Gruss aus der Schweiz
Vit Sterba
 
11.12.2004
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#5
Das stimmt zwar. Das Problem dabei ist aber doch, dass die Akkus einen hohen Wert haben. Und wer garantiert, dass der, den wir an der "Tankstelle" bekommen, gleich gut ist wie der, den wir dort lassen?
Einziger Ausweg: Eine Firma muss Leihblöcke bereitstellen, und alle, die im Umlauf sind, gehören dieser Firma.
Weiteres Problem dabei: die Geometrie der Autos ist zu unterschiedlich, als dass es nur eine Variante des Akkus geben könnte. Es müsste also erst mal ein/meherer Normblöcke definiert werden, und dann die Autos danach gebaut werden.

Gruß, Gunther
 
11.12.2004
120
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#6
Und dann haben wir natürlich das Problem, dass keiner mehr auf die Akkus aufpasst, weil sie ja geliehen sind, und nicht einem selbst gehören.
Ausweg dazu: Intelligente Akkus, die das Fahrverhalten (spannung und Strom reichen) mitloggen und in einem Algorithmus zu den tatsächlichen Stromkosten dazu rechnen. Dann zahlt der, der Fahrspass braucht mehr, als der, der schonend fährt...

Gruß, Gunther
 
04.04.2006
55
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#7
Liebe Kollegen,

vielen dank für die Antworten.
Mir ging es da weniger um das "wie" der elektrischen Mobilität, da gibt es noch genügend Probleme zu lösen. Mir ging es eher um das "wie wird das dann", mit allen Konsequenzen.
Wir kennen die Probleme des heutigen Verkehrs (Lärm, Abgase, Abrieb/Staub, Stau, Parkplatzsuche, Klimaeinfluss) und ich wollte anregen, über die Probleme des zukünftigen, elektrischen Verkehrs nachzudenken. Ich gehe schon davon aus, dass wir irgendwann rein elektrisch fahren. Ich frage mich nur, ob wir nicht nur über den "Kraftstoff" der Fahrzeuge nachdenken müssen sondern über die Mobilität überhaupt. Ich bin mir nämlich nicht sicher, ob das eine mit dem anderen zusammenhängt, ob die Mobilität wie wir sie heute kennen überhaupt weiterhin haltbar ist und ob die elektrische Mobilität, wie sie im Moment betrieben wird (sei es ein "echtes" Auto wie ein Berlingo electrique oder ein überdachtes Fahrrad wie das EL (ja, ich bn böse, entschuldigung)) nicht nur eine einfache Weiterführung des bisherigen Konzepts mit anderen Mitteln ist, mithin keine echten Probleme löst.
Was meint Ihr?

Grüße

Peter
 

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