elektrische leitfähigkeit von Schrauben


Horst Hobbie

Aktives Mitglied
30.05.2010
1.739
53
26452 Sande, Breslauer Str.23
moin moin,
auf Google gibt es so unterschiedliche Auffassungen....
für mein Akku Kokam 40 ah Flach Zellen Projekt möchte ich je 4 Zellen mit Schrauben, Ringkabelschuhen ,Scheiben und Muttern verbinden.
Jetzt möchte ich nur wissen da jeweils 8 Löcher für M6 Schrauben zum verbinden vorhanden sind welches Material an Schraube Scheiben Muttern am sinnigsten ist ?
Meine Gedanken dazu:
Verzinkte Schrauben sind recht Preiswert.
Messing Schrauben scheinen mir am Sinnvollstes.
Da ich M6 in 35mm länge brauche ist auch hier die Auswahl eingeschränkt da ich 14 Zellen x 8 Löcher , also 112 Schrauben, 340Abstandshalter, 112 Muttern, 600 Scheiben benötige.
Über praktikable Erfahrungen würde ich mich erfreuen.
HORST
 

Christian_B

Mitglied
08.10.2010
149
Teltow
Hallo Horst,

die zwei Hauptfeinde der elektrischen Schraubverbindung sind (1) Oxide und (2) nachlassender Anpressdruck, siehe auch anhängende Datei.

Daher würde ich von Messing abraten, da kein ausreichender Anpressdruck wg. der relativ geringen Festigkeit des Werkstoffs ereichbar ist.

Verzinkt und hochfest + Federscheiben würde ich empfehlen.

In meinem Lithium-Umbau habe ich überall Edelstahl mit Scheibe und Federscheibe verwendet, bisher 4 Jahre ohne Auffälligkeiten.

VG, Christian
 

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Wertungen: MaHo

Emil

Bekanntes Mitglied
04.04.2006
2.213
Hier findest Du die Leitfähigkeit unterschiedlicher Metalle.

Ich kann mit jetzt nicht genau vorstellen wie Du die Verkabelung machen willst. Bedenke aber, dass jeder Luftspalt und jeder Materialübergang einen Übergangswiderstand hat.

Normalerweise wird der Strom auch nicht zum größten Teil über die Schrauben übertragen, sondern über die Kontaktflächen.

Für die Verbindung von Pouch Zellen verwendet man normalerweise entsprechende Boards zum Klemmen der Laschen ohne diese zu bohren.

Damit kann man den Kontaktwiderstand deutlich verringern. Es gibt dann noch entsprechende Kontaktpaste für das jeweilige Kontaktmaterial um die Leitfähigkeit weiter zu verbessern.

Ich würde jedenfalls keinen fliegenden Aufbau mit den von Dir genannten Teilen machen, da dies meiner Meinung nach viel zu fehleranfällig ist.
 

R.M

Bekanntes Mitglied
24.12.2006
9.543
Hallo

Normalerweise brauchst du keine Verbinder zwischen den zellen, einfach alle mit Alublöcken und Edelstahlschrauben verbinden.

Gruß

Roman
 

Horst Hobbie

Aktives Mitglied
30.05.2010
1.739
53
26452 Sande, Breslauer Str.23
Hallo Roman, wo bekomme ich die Alublöcke her ? und wer bohrt mir dann die 336 Löcher da gerade rein ?
4 Zellen a` 2 Pole braucht 6 Verbinder a`4 Löcher (Alublöcke) x 14 Packs =336 Löcher
Ich habe ja schon Laschen gesehen die verschmort waren bei den Alublöcken, letztlich ist ja auch nur dort die höchste Pressung wo die Schraube angezogen wird, oder gibt es neue Gesetze dafür ?
 

weiss

Administrator
15.01.2004
1.949
hallo horst :)

ich tendiere zu folgendem aufbau:
bedarf: ALU rohr, ALU-rundling und schrauben von erforderlicher länge.
die ALU-rohre halbieren "(" und ")"
die ALU-rohre und den ALU-rundling in der richtigen länge ablängen
alles entgraten
so anordnen und einspannen (O)(O)(O)(O) und löcher im gleichen abstand bohren wie die fahnen haben und ebenfalls entgraten.
zwischen den ( und dem O werden die fahnen eingeklemmt.
die dicke des ALU-rundlings wird durch die dicke der zellen bestimmt.
das Alu-rohr sollte min. 2mm wandstärke haben und der innen-dm gleich groß sein wie der des alu-rundling außen hat.

damit braucht man nicht so viele schrauben und hat eine gute möglichkeit das ganze oben zu sichern.

ACHTUNG: bei ALU auf jedenfall kontrollieren, dass KEIN eloxiertes ALU verwendet wird!!! eloxiertes leitet keinen strom.

euer werner ad
 

wolfgang dwuzet

Bekanntes Mitglied
23.11.2006
2.766
Hallo Roman, wo bekomme ich die Alublöcke her ? und wer bohrt mir dann die 336 Löcher da gerade rein ?
4 Zellen a` 2 Pole braucht 6 Verbinder a`4 Löcher (Alublöcke) x 14 Packs =336 Löcher
Ich habe ja schon Laschen gesehen die verschmort waren bei den Alublöcken, letztlich ist ja auch nur dort die höchste Pressung wo die Schraube angezogen wird, oder gibt es neue Gesetze dafür ?
siehe mein vorschreiberling,
da hatte jemand eloxiertes alu benutzt,
auch dasn ganz normale im handel befindliche "FLACHSTANGENMATERIAL" ist nicht geeignet, da die oberfläche behandelt ist, du solltest entweder plattenmaterial alcumg oder almgsi1 nehmen und dann selbst-ist-der-man bearbeiten
PS: plattenzuschnitte kriegste bei jera-metal, oder bikar
 

Christian_B

Mitglied
08.10.2010
149
Teltow
Ja, Obacht geben. Eloxieren macht durch die Oxidschicht das Alu komplett zum Isolator, ebenso andere Behandlungen wie z.B. Chromatieren. Auch das Plattieren (Aufwalzen einer dünnen Rein-Aluminiumschicht) macht es wsesentlich schlechter, da das Rein-Alu sofort oxidiert (was es soll, damit die Korrosion gestoppt wird) und damit auch eher schlecht leitet.

In allen Fällen reicht aber einfaches Abschleifen, da diese Oxidschichten alle nicht stärker als 2-3 Mikrometer sind.

Vg, Christian
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
309
Krefeld, 02151 9287045
Kann ich mir gar nicht vorstellen, dass eine Leitpaste den Übergangswiderstand verringert. Ich würde mir vorstellen, dass sie eher gegen Sauerstoffzutritt abdichtet und eindringende Feuchtigkeit mit den richtigen Ionen versorgt, damit keine Korrosion auftritt. Also Kupferoberfläche von Oxydschicht befreien (Wie?) und dann unsere übliche Vaseline? Kupferpaste für Bremsen könnte ungeeignet sein. Bin aber unwissend und höre gut zu. Im Klimanlagenbau ätzt man die Oxydschicht mit Salzsäure und heftigem Spülen ab. Meine Vorstellung (nicht Wissen!) sagt mir, dass feines Schleifen mit Sandpapier so falsch nicht sein kann. Dann schnell Vaseline drauf?
Ob da Vernünftiges drin steht?
Edelstahlschrauben und Scheiben gibt es hier in den Baumärkten in großer Auswahl. Stahl und Edelstahl passt nicht zueinander. Von sehr leicht konischen Scheiben würde ich etwas halten. Ja, interessantes Gebiet.
Schlechte Verbindungen rette ich nach wie vor durch Löten, da könnt Ihr mir erzählen, was Ihr wollt. Kein Reinzinn, sondern RoHS unkonform. Also Cadmium, Blei, Arsen und Spitzenhäubchen.
Klemmverbinder nur namhafte Spitzenqualität (Wago und wie die alle heißen) Für pouches gibt es ja auch die von Emil erwähnten Klemmboards oder nur Klemmen.

Michael hat an der Waldmühle 362 Stück A123 pouches= Suppentüten verbaut und alle Verbindungsarten untersucht und ist bei den sogenannten Crimp-Folienverbindern gelandet, die auch meiner Vorstellung nach das Optimum darstellen. Schrauben sind einfach zu voluminös: Die Anschlussfolien werden einfach paarweise mit zwei ineinanderpassenden Riffelblechen zusammengepresst, was eine sehr sichere Verbindung ohne jegliche Bearbeitung und Leitpasten ergibt. Erhältlich z. B. bei Farnell und RS (England).

Abbildungen sind etwas weiter unten zu sehen.

Das Anschlusskabel wird praktischerweise gleich mit eingepresst.
 
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