E-Auto bei extremer Wenigbenutzung und Kurzfahrten sinnvoll?


Martin Kellermann

Neues Mitglied
30.07.2020
3
Hallo Leute,
ich habe folgendes Problem.
Ich leide seit Jahren an einer Angstneurose was zu Folge hat, das ich mich maximal 3-4 Kilometer von meiner Wohnung entfernen kann.
Mein Auto nutze ich daher meist nur für Fahrten zum Krankenhaus bei einer Panikattacke.
Es steht also manchmal Wochen unbenutzt vor der Tür und wird dann auch nur für eine Kurzfahrt benutzt.
Ich kann weder Taxis benutzen noch bei Freunden mitfahren und zu Fuss oder mit dem rad schaffe ich es zeitlich auch nicht zum Krankenhaus
Hatte bisher einen Diesel der aber in letzter Zeit ständig nicht ansprang und ich dann immer auf einen Krankenwagen angewiesen war.
Ich muss also immer ein startbereites Auto für den Notfall haben.
Wollte mir nun einen Benziner kaufen, da dieser laut Fachleuten auch mal länger nicht benutzt werden kann.
Habe dann aber auch
an ein E-Auto gedacht.
Es gibt zwar keine Ladestation in meiner Nähe aber da ich ja im Jahr maximal 300-400 km fahre,würde es da nicht reichen ein E-Auto einmal voll zu laden ,und da die meisten inzwischen auch eine Reichweite von bis zu 400 km haben reichte es dann einmal im Jahr das Auto von Freunden laden zu lassen?
Oder entladen sich die Batterien im E-Auto mit der Zeit?
Also Benziner oder E-Auto für meine Situation?
Habe dazu im Internet nichts gefunden.
Vielen Dank vorab für Eure Antworten

Beste Grüße

Martin
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
3.581
Moin Martin,
die Zellen haben auch eine gewisse Selbstentladung, was durch eine gelegentliche Ladung ausgeglichen werden sollte. Ansonsten leiden alle Autos bei wenig Benutzung ein wenig. Ich wuerde ein Probewochenende empfehlen. Ruf ein Autohaus an und bitte die Typen, dir ein Elektroauto fuer 2-3 Tage nach Hause zu bringen. Teste das Auto auf deinem Weg ins KH.
Ich wuensche dir viel Kraft.

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 

Th!nker

Mitglied
13.08.2018
83
In Deiner Situation ist weder der Diesel noch der Benziner geeignet. Hinsichtlich der Nutzung/Vorhaltung stehen ja auch die Nebenkosten zur Debatte. Momentan ist E Steuerbefreit und auch absolut wartungsarm. Gerade wenn fast nicht gefahren wird. Da ich alle Antriebskonzepte rege nutze, kann ich Dir nur E empfehlen. Auf 80% laden und stehen lassen bis er gebraucht wird. Selbstentladung ist fast vernachlässigbar. Wenn der Akku auf 20 oder 30 % runter ist wieder auf 80% laden. Bei dieser geringen Nutzung genügt es alle 2 Jahre mal voll zuladen, damit das BMS eine Ausgleichsladung machen kann. Danach wäre es gut zeitnah etwas zu fahren, damit er wieder auf ca. 80% kommt. Mehr ist da aus meiner Sicht nicht zu beachten.
 

Berlingo-98

Administrator
23.11.2004
3.094
91365 Reifenberg
Das ganze ist ja auch eine Geldfrage, oder?

Hauptkosten sind die Anschaffung
Kauf Dir daher ein gutes gebrauchtes und damit preisgünstiges E-Mobil. Z.B. einen der Drillinge, also Mitsubishi iMiEV, Citroen C-Zero oder Peugeo-Ion. Irgendwas zwischen 5000 und 8000 Euro. Vielleicht noch günstiger. Die Wagen haben Reichweiten von 80 bis 120 km pro Ladung, je nach Zustand der Akkus.

Dann auf 80% oder so aufladen. Immer fahren, bis er nur noch 20 oder 30 km Restreichweite anzeigt, dann nachladen. Am besten an einer guten 230V Steckdose. Wieder nur auf rund 70 oder max. 80%. Schnellladen in 20 Minuten oder so an einer Chademo Station geht natürlich auch. Möglicherweise sogar kostenlos bei Aldi, Ikea, Kaufland, Lidl und Co.
Alle Jahre dann mal vollladen auf 100% und gleich etwas rumfahren.

Dann solltest Du jahrelang Deine Freude an dem Auto haben.

Ideal wäre natürlich ein Solarmobil mit Solaranlage auf dem Autodach. Einfach in der Sonne stehen lassen, ist dann immer fahrbereit. Gibt leider bisher nur im Selbstbau.

Mit solarmobilen Grüßen, Roland
Natürlich geht auch ein billiger gebrauchter Benziner. Oder neu. Dafür ist dies aber das falsche Forum.
 
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Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
698
Hallo Martin,

ohne dir zu nahe treten zu wollen

"Mein Auto nutze ich daher meist nur für Fahrten zum Krankenhaus bei einer Panikattacke. "

Ich kenne deine Art von Panik nicht, aber vielleicht ist es nicht die beste Idee, unter dem akuten Einfluss einer Panikattacke ein Fahrzeug zu steuern?

Ansonsten hat der Vorschlag von Berlingo Hand un Fuß: Ein kleiner Stadtwagen, den man ab und zu mal auflädt. Bei den von dir beschriebenem Fahrprofil müsste das gut klappen.

Alles Gute,

Werner
 

Thomas Pernau (Ion)

Aktives Mitglied
22.02.2012
626
glei bei Blaubeira
Mit dieser Nutzung geht praktisch kein Neufahrzeug. Die haben alle zu viel Standby Verbrauch auf der 12V Seite. Egal ob Elektroauto, Benzin oder Diesel. Ein Drilling wäre nicht schlecht, nach 8-10 Jahren hat der Akku die größte Degradation hinter sich. Ein Twizy wäre vielleicht auch geeignet weil er quasi offen ist, da fühlt man sich ggf nicht so beengt. Bei geringer Nutzung Akku einfach voll machen wenn sich die Gelegenheit ergibt. Da muss man sich nicht verrückt machen bzgl ladezustand und möglicherweise erhöhter Degradation.
 
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thegray

Bekanntes Mitglied
15.04.2008
8.263
Einige Antworten gehen - für meinen Geschmack in die richtige Richtung.

Aber bei so wenig Nutzung rechnet sich das wirklich!!!! ???????
....(8-10) Jahre Degration ........- das liest sich, in dem Kontext, so als wenn die Ewig leben würden.
Alleine die Annahme das die ist oder sein könnte, dürften nur wenige Teilen.

Ich wertrete die Meineung damit sich einen E-Serienfahrzeug Rechnet, muß es genutzt werden, je Regelmässiger im Sinne häufig um so besser. Eine Amortisation auf einen Zeitraum von 8 oder mehr Jahren auszulegen ohne die Kalendarische Lebensdauer der Akkus zuberücksichtigen (also kaufe ein 5Jahre altes Fahrzeug was macht der Akku oder einzelene Zellen in 5 oder mehr Jahren.

Wer (Achtung nur rhetorische Frage) hat ein Fahrzeug bei dem die Akkublöcke mit Gewissheit im Sinne von Nachweisbarekit schon 8-10 Jahre auf dem Buckel haben, und annahme Weise noch 5-6 Jahre .....

Im dem Kontext -neige ich doch zu einer ganz anderen Empfehlung CARSHARING; wenn das nicht gewollt dann einen NICD Renault oder Citroen, klar soll man die nicht Vollgeladen rumstehen lassen - Aber er Will doch nur xxKM - hin und xxKM zurück. Das Entspricht bei einenm Saxo oder Equivalent 1/3 bis 1/5 dessen was ein "schlechter Akkusatz " im Stande ist zu leisten.
Ergo kann man den auch fast Leer.....
Den Eigenverbrauch über ein Solar-Panel abdecken....
Aber für die Fahrzeuge braucht man auch etwas Pflegeaufwand und es sind Grundkenntnisse anzueignen den keine Werkstatt in der Lage ist Service zu leisten - also von der Seite auch nur bedingt empfehlenswert.

Eigentlich passt da ein Gut gepflegtes Altfahrzeug mit Blei - Ein großes Solarpanel könnte für 6Monate im Jahr die 10Km Reichweite bereitstellen - Und sind Preiswert auszutauchen - was aber meist auch eine Hebebühne notwendig macht.

ALSO was gibt es noch, wir waren das ELWEB, AM CITYEL ist alles selber zu machen 20KM schafft man immer selbst mit alten "Bleiankern" und Schuko-Steckdosen gibt es nun doch genug - (was die Discounter wohl sagen wenn ich mich nächstes Jahr mit einem "Krankenfahrstuhl" an die Fahrrad- Akkuladestellen .....) :D
Sowas ist eine kleines Investment und Unterhalt wenn man es selber machen kann.
Etwas selbstironisch und homorrest - "Neurosen und EL" gebe es da nicht noch einen Beipackzettel mit Kontraindikation...wer hat einen und möchte daraus zitiren)

Aber ansonsten ; kann nichts selber machen ; hat keinen eignen Parkplatz; es muß auch über alles Kosteneffizient sein auch mit einzuplanden Akkuwechsel ; will nicht gelegentlich 50Meter Kabeltrommel aus dem Balkon hängen .....ist da wirklich ein EV der Weisheit letzter Schluss??????
Ich sage nein; Carsaring oder ein alter ErFahrungsgemäß zuverlässiger Youngtimer aus gepflegter 1 oder 2. Hand ; BEnziner; und ein kleines Solarpannel um die Starter-Batterie zu Puffern wird wohl kaum zu unterbieten sein .
 
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