Durcheinander in der Vorwärts-Rückwärts Schaltung


Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
395
Hallo allerseits,

nachdem mich die Krankheit eine Weile stillgelegt hatte, kann ich nun Neues berichten.

Leider musste ich nun zunächst die Rekuplatine (reversibel) entfernen, da die Ursache der Problems in eingebautem Zustand partout nicht festzulegen war. Nach Herstellung des serienmäßigem Zustands dann mal eine weitere Probefahrt gestartet. Ging eine Weile gut, nach ca. 10 Minuten legte das EL eine Vollbremsung hin, verbunden mit einem schrillen Pfeifen aus dem Motorraum.
Also das Gerät an die Seite geschoben und mit eingepackter Prüflampe gecheckt: Jawoll, das Problem ist wieder da...
Abklemmen eines Schützes ließ mich dann wieder nach Hause fahren.

Dort habe ich nun in die Vor- Rückwärts-Leitungen Schutzdioden gegen Schaltpulse der Schütze eingebaut. Gegen die Brückung von Vor-Zurück wird der Curtis (der ist nämlich auch ein Überltäter im Sinne der Anklage!) jetzt über zwei Dioden mit den Vor-Rückwärts-Signalen angesteuert, er kann auf der 'falschen' Leitung jetzt nix mehr zurückschicken. Mit dieser Konstruktion war die nächste Probefahrt nun endlich erfolgreich... Auch wenn die Reichweite bescheiden ist.

Die Rekuschaltung liegt jetzt auf meinem Tisch und wird analysiert. Aufgeben ist keine Option!

Gruß,

Werner
 

pavlik1

Mitglied
11.12.2018
116
photos.app.goo.gl
Vielen Dank an Ralph für die Schaltpläne. (y)(y)(y)

Wenn ich sie ansehe, vermute ich, dass ich mein Reku verlieren könnte, wenn ich es auf 4felt umbaue. (Ich habe möglicherweise keine compoundwicklung mehr) Die compoundwicklung ist an 1.3 verbunden

Stimmt mein Verdacht?
 

Werni

Aktives Mitglied
19.02.2019
395
Hi,

zumindest wenn deine Reku so funktioniert wie hier beschrieben, wird das schwierig. Wenn ich die Ausführungen in anderen Threads richtig verstanden habe, ersetzt du dabei das Spulenpaar der Compoundwicklung durch ein weiteres Paar der dicken Statorspulen? Prinzipell kann man auch mit diesen das Erregerfeld aufbauen, aber das benötigt wesentlich mehr Stromstärke wegen der dicken Windungen... Ich denke da macht dieses Getrickse wie bei meiner keinen Sinn, weil man muss ja eh was am Regler ändern und kann das dann ganz anders angehen.

Gruß,

Werner

PS: @ Admin: So wie sich das alles hier entwickelt, stimmt der Titel nicht mehr 100% bzw. verschweigt ein wesentliches Element. Könnte man da 'Stoll-Rekuperation: <bisheriger Text>' daraus machen? Dann finden andere Leute mit derselben Nachrüstschaltung den Thread in Zukunft besser - Irgendwann wird er ja nicht mehr auf der ersten Seite stehen...
 

Bernd Schlüter

Aktives Mitglied
19.01.2004
322
Krefeld, 02151 9287045
Rekuperieren ohne Ankerkurzschluss, das geht eigentlich nur mit einem sehr starken Feld, das nur die Serienspulen mit ihren dicken Kupferbändern aufbringen können. Wegen des geringen Widerstands genügen da schon 1 bis 2 Volt, um damit 100 bis 300 Ampere fließen zu lassen.
Die kann man bequem mit den heutigen Transistoren schalten, Relais würden sofort zerstört. Die dürfen nur stromlos im Stand schalten. Die dürfen also keinesfalls während der Fahrt abfallen! Der Strom fließt dann nicht etwa voll durch die Serienfeldwicklung, sondern nur die Hälfte, denn der Rekuperationsstromfließt dem Feldspulenstrom entgegen: Nur die Zuleitung der 1,2 bis 2 Volt-Zusatzbatterie muss die Summe beider Ströme tragen (und die Batterie).
Interessant: die Rekuperationsspannung wird genau um die der Zusatzbatterie erhöht, es geht keine Energie verloren. Was aus der Zusatzbatterie entnommen wird, steckt nachher in der Hauptbatterie.
Tip: die Zusatzbatterie kann man leicht durch einen Hochstromwandler ersetzen, damit kann man die Rekuperationsstärke auch regeln.
Ich wollte bei meinen Versuchen jede Möglichkeit vermeiden, dass es beim Ausfall irgendeiner Komponente zum Blockieren oder Brand kommen kann: eigensicherer Betrieb.

Leider hatte mein Testfahrer, entgegen seinem hochheiligen Versprechen, nicht die Standardschaltung, sondern eine, bei der das Motorrelais abfiel und zudem ein Kurzschluss erzeugt wurde.
Sonst hätte ich einen einfachen Zusatzwandler gebaut, völlig ohne Änderung der vorhandenen Schaltung, nur eine Zusatzschutzdiode. Damals gab es geeignete Niederspannungswandler von Delta sogar zu kaufen. Nur der geeignete Testfahrer fehlte. Mit der Selbsterregung von Hauptschlussmotoren ist nicht zu spaßen, wie Du auch schon bemerkt hast, die blockieren bei falscher Drehrichtung.
 

No_One

Neues Mitglied
24.08.2017
19
Ja das könnte ein Umschaltrelais sein. Die 36V waren wichtig, da manche auch mit 42 oder 48V gefahren sind, dort musste man die Reku in der Spannung begrenzen.
...
Hallo Ralf!

Das bedeutet, dass die Reku-Box die Ladeschlußspannung je nach Akkukonfiguration und Box-Vorgabe begrenzt?
Wäre ja logisch um die Akkus nicht zu gefährden. Aber welche Ladeschlußspannung habt ihr damals angenommen? Je nach Blei-Akku gehen die Angaben über die Ladeschlußspannung ja von 13,8V bis 14,8V und ein Volt unterschied ist da ja schon echt eine Masse - bedeutet ja schon bei nominell 36V eine Spanne von 41,4V - 44,4V! :eek:

Grüße Norbert
 

Ralf Wagner

Administrator
15.03.2007
4.557
Filderstadt
www.elweb.info
@No_One , das ist lange her... Ich meine wir haben verschiedene Ausführungen gemacht, je nach Battterietyp. Rein aus der Logik müssten am Eingang der Fahrspannung ein Spannungsteiler zu finden sein, vemutlich über Festwiderstände. Mit der Innenbeschaltung der Reku hatte ich nicht so viel zu tun.
 

No_One

Neues Mitglied
24.08.2017
19
@Ralf Wagner Ja, so ähnlich (Spannungsteiler) hab ich mir das gedacht, aber dann muss es wesentlich mehr „individuelle“ Beschaltungen geben als ich vorhin noch angenommen habe.
 

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