Die herausnehmbare Batterie

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#1
Für ganz vordringlich halte ich es, dass sich die Hersteller darauf einigen, welche Form , Spannung und Größe Batterien haben, damit sie endlich mit Henkel herausnehmbar und von Fahrzeug zu Fahrzeug tauschbar sind.
Der ganze Rest erledigt sich dann von selbst, weil sich die Batteriefirmen darauf spezialisieren werden, alle Arten von Batterien austauschbar und ersetzbar zu machen.

Auch der Verkauf von Fahrzeugen dürfte dann sehr viel einfacher werden. man behält einfach seine alten Batterien.

Am Rande ein Artikel aus going electric
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
7.797
4
#2
so wird das nichts..
Du mußt weiter denken..
Wenn es mit den selbfahenden Autos mal läuft, steigt man einfach von einem Mietwagen in den nächsten...etwas nervig mit viel Reisegepäck aber eine Möglichkeit.
Wechselakkus sind eine Fixe Idee....da könntest Du fleissig wechseln :rp::rp::rp:
Dazu müßten die Akkus viel kleiner und leichter werden..wenn sie das dan aber sind braucht man nichts mehr wechseln...
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#3
Nein, kein Wechselakku. Nur kompakte, normierte Teile, die man leicht herausschrauben kann und in anderen Autos weiterverwenden.
Mir sind die Spannungen noch zu hoch und die allzu vielen kleinen Zellen mit ihren Verbindungen stellen ein Risiko dar.
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#5
Bei Rewe gibt es jetzt einen Lieferservice, die holen auch die verbrauchten wieder ab. Ab 4000 Stück kostenlos, auf der Autobahn ab 6000.
Ansonsten sind die vielen kleinen Zellen eine Verlegenheitslösung, sie waren in ausreichender Millionenstückzahl erhältlich, sind erprobt und gut kühlbar.
Trotzdem, nicht das Optimum für Fahrzeuge.
Suppentüten sind stapelbar, dabei könnte die isolierende Hülle wegfallen und die Metallflächen extrem dünn ausgeführt werden, wenn man sie nach dem Voltaschen Prinzip , vielleicht 10 Zellen übereinander, konfektionieren würde. Dann macht auch die Kühlung keine Probleme. Die ist erforderlich, wie auch die Trennung der Blöcke, bei Unfällen und Kurzschlüssen. Auf jeden Fall sollte man eine Form wählen, mit der man möglichst viele Hohlräume, in Neufahrzeugen und Oldtimern, füllen kann. Sprich, den Legostein der Batterietechnik. Der muss nicht gerade steckbar sein, es reicht, wenn sie nur irgendwie auswechselbar sind und leicht von Fahrzeug zu Fahrzeug, möglichst auch aufs Ein- Zwei- oder Dreirad wechselbar sind.
Bei der hohen Stückzahl könnte das BMS gut integriert sein, innerhalb der Blöcke.
Legosteine waren mir immer viel zu unflexibel und ich zog andere Bauteilformen vor. Steckverbindungen im elektrischen Bereich sind außerdem störanfällig.
Paul macht sich schon längst Gedanken deswegen und hat schon eine schöne Lösung, allerdings mit 18650ern, gefunden.
 

Gervais

Mitglied
10.03.2010
73
0
#6
Das könnte Rewe refinanzieren, wenn die Restenergie der zu entsorgenden Energieträger eingespeist würde. Ich tippe mal, dass bei den derzeitigen Verfahren (Z.B. Wegwerfen einer Mignonzelle bei 1.3V) Jahr für Jahr Megawatts in die Sammelboxen entsorgt werden.
 

omitreligion

Aktives Mitglied
26.02.2011
371
0
#7
hab sowas schon:

Die besten Zellen der größe 18650 kommen von Sony und sind am markt unter dem namen "konion" bekannt.

Es sind die einzigen zellen mit li-mn-technik die kein balancing brauchen und bis 10c belastbar sind. sie werden vor allem im racing bereich, power tools und elektrofahrrädern verbaut.

ich fahre in meinem twike einen solchen akku der im twike mit ca 440 volt läuft und im volta mit ca 115, verbaut in 48 volt packs die beliebig miteinander kombinierbar sind(!) Dafür ist der Akku tragbar und über steckbare hochstromverbinder an und abklemmbar.

dafür ist der akku auch teuerer als die sonstigen am markt.

sind dafür aber sehr lange haltbar, völlig problemlos, hochstromfähig und eben ohne balancing funktionsfähig und robust. sie halten sogar eine tiefentladung aus ohne dass man angst haben muß dass der akku nun hinüber ist, freilich ist das nach möglichkeit zu vermeiden.

für einen tipp für eine kostengünstige quelle für diese zellen wäre ich dankbar. es gibt immer probleme diese am markt in großen zahlen zu beziehen.

twike benutzt diese zellen nachdem versuche mit nimh aufgegeben wurden.

gruß, dragan
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
0
#8
Ob Michael solche Zellen hat?
Die waren ursprünglich für Elektrowerkzeuge bestimmt. Passen nicht nur ins Werkzeug, sondern auch ins E-mobil und könnten auch noch an anderer Stelle gut ihren Dienst verrichten. Bisher ohne BMS! Ja, die Pakete sind handlich klein und leicht.
Wechselakkus nicht für den täglichen Wechsel, aber schon für einen gelegentlichen.
 
19.01.2004
92
3
Krefeld
#10
http://www.spiegel.de/auto/fahrkult...-elektroautos-raus-rein-weiter-a-1190491.html
Michael Specht spricht hier genau das an, was mich vom Kauf eines Hybrid-Fahrzeuges abhalten könnte:
Warum soll man immer eine halbe Tonne Akkumulatoren mit sich herumschleppen, nur, weil man relativ selten eine größere Strecke zurücklegen will? Wo doch die Rohstoffvorräte begrenzt sind und die daraus folgenden Verteuerungen verhindern, dass das Elektroauto den Massenmarkt erobert?
Ich sehe nur die beiden Auswege: Wechselakku und Hybrid. Nur vielleicht auch Induktionslösungen, die infolge nachprüfbar nur esotherisch begründeter Magnetfeldempfindlichkeit vieler Deutscher wahrscheinlich illusorisch sind.
Shai Agassi erlebte in Israel mit seinen Wechselakkus ein Fiasko. Der Batteriewechsel ist einfach zu aufwendig und nicht ohne Störungen.
Bedenken wir, wenn wir eine 1000km lange Urlaubsreise antreten, wären bei einer Batteriemasse von 10kg pro kWh und einem Verbrauch von 20kWh/100km einigermaßen zügiger Fahrt 2000kg Batterien zu schleppen. Auch, wenn es sich um die handlichen Konions handeln würde, für die nicht wenigen Erdenbürger mit Rückenleiden ein aussichtsloses Unterfangen, dies von Hand erledigen zu wollen.

Meine Überzeugung ist: Das geht nur mit einem noch zu entwickelnden, transportablen Verbrennergenerator. So leicht, dass man ihn einfach ans Fahrzeugheck schnallen kann. Das funktioniert aber alles nur mit einer durchgreifenden Standardisierung von Abmessungen und der elektrischen Werte.
Die angebotenen Lösungen von Toyota, Kia uns Hyundai sind zu schwer und verbrennerlastig, Plug-in-Hybride sind einfach zu teuer.

In Frankreich hat man sich schon lange Zeit bemüht, serielle Verbrennergeneratoren in Elektrofahrzeuge einzubauen (Volta, Ctroen, Renault...).
Mit 20 bis 30 PS zwar leistungsmäßig gut angepasst, aber unkultiviert laut, spritfressend und nicht abgasarm.
Meiner Meinung fehlt hier eine zufriedenstellende Lösung. Das teure, spritfressende und laute Aggregat mit Motorradmotor, das man zum I3 erwerben kann, ist auch nicht DIE Lösung.

Meine Idee ist: ein leichtes 20kW-Aggregat, das am Heck ("huckepack") befestigt wird und keine Abstriche beim sonstigen Komfort macht. Die Marktlücke, die der Elektromobilität zum endgültigen Durchbruch verhelfen wird. Im Militärbereich wurden entsprechende Entwicklungen begonnen. Dort zu teuer und die Umwelt spielt dort auch keine Rolle.
 
Zuletzt bearbeitet:
#11
Oh Bernd,
was ist neu an Deinen Ideen? Warum dies immer wieder aufwärmen. Wir haben das (gefühlte) 100mal in den Foren durchgekaut. Kauf Dir einen Opel Ampera oder einen Mitsubishi Outlander Hybrid. Oder neulich war ein alter Kangoo mit Rangeextener irgendwo auf dem Markt.
Kleineres Auto gewünscht? Dann nimm einen Renault Zoe, bau Dir die Wolf Anhängerkupplung dran und fahr mit dem käuflich zu erwerbenden französischem Range-Extender herum. Es gibt eigentlich alles schon, die Frage ist nur, was sich durchgesetzt hat. Gut gut, Toyota macht sowas in großen Serien.

Übrigens waren die Hotzentblitz damals auch mit dem hinteren Einschub konstruiert, um einen temporären Rangeextender transportieren zu können. Sozusagen "on demand" oder wie man heute sagt: "Rangeextender to go".

p1170760-k-jpg.2626

Oktober 2017, gesehen auf dem Besucherparkplatz der EVS30 in Stuttgart

Gruss, Roland
 
19.01.2004
92
3
Krefeld
#12
Ja, der EVS30 gefällt mir.
Was dann noch fehlt, ist ein wirklich leichter und sparsamer Verbrennergenerator, den man huckepack anschnallen kann und natürlich fast immer zu Hause lässt.
Größe, Sparsamkeit und Dauerhaftigkeit sehe ich noch immer nicht als optimal gelöst an. Aber die Serien wären wohl zu klein, um mit den vorhandenen Rubeln etwas Vernünftiges zu erschaffen.
 
#13
Ja, der EVS30 gefällt mir.
Was dann noch fehlt, ist ein wirklich leichter und sparsamer Verbrennergenerator, den man huckepack anschnallen kann und natürlich fast immer zu Hause lässt.
Wie kann Dir der EVS30 gefallen? Das war die Konferenz und Messe "Electriv Vehicle Symposium 30" im Oktober 2017 in Stuttgart. Dort hatte ich den EP-Tender gesehen. Ich denke, Du meinst, dass Dir dieser "Tender" gefällt. Ist sozusagen ein großer Rucksackakku im Anhänger - und zum Mieten. Hat auch was.

Und ja, einen wirklich kleinen und tragbaren Range-Extender "on demand", also zum Mitnehmen nur bei Bedarf, suche ich schon lange. Sowas war ja direkt für den hinteren Einschub beim Hotzenblitz geplant, ist aber nie verwirklicht worden. Bin vor vielen Jahren zwar mit fündig geworden hinsichtlich eines kleinen Generators in einem handlichen Koffer. Es war jedoch eine MIL-Anwendung, für Zivilisten leider nicht erhältlich oder unbezahlbar. Möglich, dass Deine Erwähnung von "Rubeln"* hier Sinn machen würde. In dem Bereich gibts viele schöne Dinge, an die man nicht oder nur sehr schwer rankommt. Hat jemand Quellen?

Eine kleinere Typ2 Ladesäule mit integriertem Verbrenner-Generator sollte es mal aus Holland geben. Habe von dem Angebot aber nix mehr gehört, ist nicht mehr per Suchfunktion zu finden im Netz.

Gruss, Roland
* ganz sicher gebe ich keine Rubel für Kalaschnikow-Produkte aus. Auch wenns jetzt elektrische Motorräder werden... aber das ist eine andere Geschichte, die auch schon hier in den NEWS war.