Der Checkelec-Parameter-Thread

08.10.2010
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Teltow
#1
Hallo zusammen,

seit ein paar Tagen nutze ich die geniale App Checkelec und fange jetzt allmählich an, vorsichtig mit Parameter-Modifikationen zu arbeiten. Es ist schier unglaublich, was man alles beeinflussen kann.

Der Entwickler Stéphane schrieb mir, dass er ausser den selbsterklärenden Parametern leider keine weiteren Erkenntnisse über Details hat, aber dankbar für jede Erkenntnis oder Test ist.

Ich schlage daher vor, lasst uns nach und nach kleinere Modifikationen testen und ihn an den Resultaten teilhaben, dann kann er eine Dokumentation aufbauen, das nützt dann allen Nutzern weltweit und nicht nur den Forums-Lesern hier.

Mein Arbeitsplan ist wie folgt: (in Engl., da ich Stéphane das so geschrieben hatte)

(1) reduce stop-light trigger threshold to 40 A (which is originally set at an insane 169 A, which will never be reached in real life)

(2) modify charging scheme (as you suggested I will modify the existing one)

(3) adapt the discharge-curve over time to the Lithium-battery (which has a much lower discharge per day than the NiCd)

(4) adapt the Energy-indicator to the Lithium-batteries (they have a better discharge/charge-efficiency, so the original indicator setting runs into offset after a few cycles)

(5) adapt the cooling fan temperature linits to my Lithium-conversion (where the cooling circuit is running just through cooler, SAGEM-Box and back and needs other temperatures for switching on/off)

Punkt (1) habe ich schon umgesetzt und getestet, funktioniert prima, nun leuchtet das Bremslicht bei Rekuperation mit mehr als 40 A. Mit den originalen 169 A geht es nie an ...

Wer macht mit ? (mir macht das einen Heidenspass ....)

Nebenbei, ich verwende diesen OBD-Adapter, funktioniert gut.

Viele Grüsse, Christian
 
08.10.2010
97
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Teltow
#2
Update:

- (1) funktioniert problemlos, das bleibt so und ich würde es jedem empfehlen, der sonst oft beim Rekuperieren hinterherfahrende Autofahrer erschrecken sieht

- (2) habe ich jetzt für den Li-Umbau wie folgt umgesetzt:

- im Menü "Laden" die Spannungsschwelle (Ut) auf 149 Volt (Original > 160 Volt) gesetzt. Das beendet die Hauptladung bei 149 Volt (also bei meinen 42 Zellen, wenn diese im Schnitt je 3,47 Volt haben). Aber Achtung: bitte immer trotzdem eine weitere Absicherung gegen Überspannung einer Zelle durch das BMS dabei haben, denn wenn z.B. eine Zelle aus irgendeinem Grund sehr niedrig ist, kann eine andere bereits zu viel haben, weil SAGEM ja nur die Gesamtspannung sieht.

- im selben Menü die beiden Koeffizienten (Ut < U tief und Ut > U tief) jeweils auf 0,00 Volt/°C gesetzt, da ich diese starke NiCd.Abhängigkeit von der Temperatur beim Lithium nicht habe und daher keine Temp.-Korrektur der Ladeschluss-Spannung brauche. Perfektionisten können hier gerne minimale Werte für Lithium einstellen, mache ich vielleicht später auch noch

- den Rest im selben Menü gleich lassen

- im Menü "Normal-Ladung" den Wert "Überladung Strom" von 10 A (Original) auf 4 A setzen (damit können meine 5A-Balancer 100% des Ladestroms wegbalancen

- im selben Menü den Wert "Überladung Voreinstellung" auf 5 Ah (oder weniger) setzen, das begrenzt die Energiemenge und damit die Zeit der Balancing-Phase

- (3) ist an Lithium wie folgt angepasst: die Koeffizienten 11-14 und 21-24 setzen die Eckpunkte für die Kurve der Selbstentladung / Tag über die Temperatur (siehe Grafik, Originalwerte, x-Achse ist Temp.). Da meine Winston LiFeYPO4 laut Datenblatt eine Selbstentladung ziemlich unabhänig von der Temperatur haben, habe ich laut diesem Datenblatt die Koeffizienten auf 0,1 Ah / Tag gesetzt, unabhängig von der Temperatur (im Winston-Diagramm ca. 10 Ah von 100 Ah in 100 Tagen)

- zu (4) und (5) bin ich noch dran, hier habe ich rätselhafte Ergebnisse wenn ich Parameter ändere, evtl. ist die Übersetzung der Parameter-Namen nicht gut gelungen und ich ändere im Blindflug. Potentiell gefährlich, ich lasse mir erstmal die originalen Namen der Parameter senden bevor ich weitermache.

Soviel dazu für dieses Wochenende. Bitte seid vorsichtig beim Ändern und ändert nur immer einen Wert und testet erst.

VG, Christian

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Zuletzt bearbeitet:

Steens

Neues Mitglied
18.08.2017
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#3
Hallo,

Some precisions. The charging scheme doesn't depend only on voltage threshold but also on pilot meter (Read this document for more details). You can check the pilot meter value as an ecu parameter named "Pilot Zähler" in German. By the way, there is an error actually in V3.0: this parameter shows 10Ah more than reality. So you have to subtract 10Ah from the displayed value (i.e. 10Ah means 0Ah and 60Ah means 50Ah). I will correct this in a future release.
Then you can check after a charge that this value is automatically set to 0Ah (10Ah with the error). After driving, you can see the value corresponding to the total energy spent for the trip and that will be used to limit the charge. However, you will notice that once you turned the ignition off, you have to quit the app (wait for the water pump to stop) and come back in the app. This little break will allow the ecu to internally update this value.
So when you think that your charge is too short and doesn't reach the voltage threshold value, it could be due to a too low pilot meter value.

Regarding the point 4, note that you can change the gauge min and gauge max but also the battery nominal capacity. I've not tested the impact. Note also that if you change the number of elements, this will impact all values linked to the battery pack (voltage threshold, voltage coeffs,...)

Best regards,
Stéphane
 
08.10.2010
97
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Teltow
#4
Hi Stéphane, thanks a lot for the additional information (the SAFT-manual is very useful to understand the charging logic)

I have tested a few configurations on the energy gauge and will post the results shortly.

Cheers, Christian