DC-Lader sind andauernd kaputt!!!


trst_ohl12

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09.11.2018
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#1
Hallo,

Mit einem Freund bin ich neulich von Düsseldorf nach Hannover hochgefahren, in seinem e-Golf, den er im September bekommen hat. Nach gut 1,5 Stunden mussten wir aufladen, da der Akku schon an den 10% kratzte (wir sind nicht ganz voll losgefahren). DC-Ladesäule per App gefunden, eingesteckt, angeschaltet, ging nicht. Nach 15 Minuten des Scheiterns riefen wir die Support-Nummer an, aber niemand ging ran (an einem Donnerstagnachmittag!).

Da standen wir nun, mit einem fast nagelneuen Elektroauto, aber konnten nicht laden. Mit dem letzten Rest mussten wir uns zu einer AC Säule kämpfen und 2h nachladen bevor es weiterging. Unsere Stimmung war im Eimer, und der Abend auch.

Hat jemand von euch schonmal eine ähnliche Erfahrung gemacht, oder sind wir beide einfach zwei Pechvögel? Ich möchte wirklich von Herzen dass sich die Elektrifizierung durchsetzt aber wenn sich diese Symptome mehren, kann man wohl kaum Langstrecke fahren wenn man keinen Tesla hat...

Ich bin gespannt von euch zu hören!

Gruß

Olaf
 

microcar

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02.08.2010
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#2
Vielleicht ist auch aus diesem Grund der Renault ZOE Deutschlandweit der "Golf" unter den E-Autos...........zu Recht wurde er mal in einer Autozeitung als "Lademeister" tituliert........
Die Flexibilität des Aufladens ist gerade beim ZOE Q-Modell mit 43KW-AC-Lader eben momentan noch unschlagbar.
In Eurem Fall hätte man mit einer mobilen Adapter-Lade-Box eine nächstmögliche rote Kraftstromdose ausgemacht u. der ZOE wäre innerhalb ungleich kürzerer Zeit mit deutlich mehr km Reichweite wieder startklar gewesen.
Der E-Golf kann zwar geringfügig schneller Laden an CCS wie ZOE an der gleichen Säule mit 43KW AC, aber die meisten E-Autos wie der E-Golf werden eben ohne funktionierende Schnelllade-Säulen zum "Schnarchlader" da man in diesem Fall keine "beschleunigte" Lade-Alternativen hat.
Derzeit gibt es meines Wissens nur den ZOE serienmässig sowie den Smart oder Tesla optional mit alternativer 22KW-AC-Lademöglichkeit mit dem man in Eurem Fall dann an nahgelegenen Typ2 Ladesäulen bzw. mit Adapter an roten Kraftstromdosen laden könnte.
Euer Problem ist ein allzu bekannter Hemmschuh der Emobilität (Ladesäule ohne Funktion,zugeparkt bzw.besetzt, Zugangsvoraussetzungen über ein Ladekartensammelsurium......) inklusive zuwenig Information im Vorfeld über die Thematik welches E-Fahrzeug welche Vor u.Nachteile besitzt.......
 
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Ralf Wagner

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#3
Hallo Olaf,
willkommen im Forum! Ja die Zuverlässigkeit der Ladetechnik bei einigen Ladern lässt noch deutlich zu wünschen übrig. Es gibt sowohl Defizite bei den Herstellern von Ladestation, den Fahrzeugen und natürlich auch den Betreibern. Wenn eine Hotline nicht rangeht ist das ein "no-go".

Die Empfehlung ist die Fahrzeuge nicht runter zu fahren, sondern eine Reserve zu lassen, dass man noch einen anderen Schnelllader erreichen kann. Wenn man notladen muss mit AC ist das ärgerlich.

Ich selber musste die Erfahrung noch nicht machen, da ich Tesla fahre und dort geht immer was, aber man hört von vielen Fahrern dass es an der öffentlichen Ladeinfrastruktur Probleme gibt.

Mittlerweile gibt es nicht nur an privaten Portalen sondern auch bei google die Möglichkeit Ladestationen zu bewerten, macht das mal!

Sonnige Grüße
Ralf Wagner
 
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wchriss

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#4
Hallo Olaf,
deine Schilderung ist leider keine Ausnahme. So etwas ist mir auch schon passiert, obwohl ich immer Plan B habe ( Plane meist so das ich noch den nächsten Schnellader erreiche), leider gingen 2 hintereinander nicht, so das ich auf 3,6kw AC ausweichen musste. War zum glück an einem Sonntag mit Event in der Stadt so das man sich die Zeit vertreiben konnte.
Leider ist der Alltag so das ich nur etwa jede 3-te Säule benuten kann weil entweder nur per App möglich ( läuft auf meienm alten Smparthone nicht ) oder die Säule nicht geht, oder alle 3 Ladekarten die ich habe gehen nicht.
Ich denke das wird sich erst bessern, wenn die Betreiber darin auch einen verdienst sehen, solange eh nur miese gemacht werden, ist der Anreitz halt eher gering, leider leider. Meiner Meinung nach ist die LSV diesbezüglich ein absolutes versagen, weil mal wieder auf die Hersteller gehört wird was die wollen, nicht auf den Nutzer was er braucht.
Gruß
Christian
 
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umrath

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05.12.2018
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#5
Das Problem liegt bei den Betreibern.
E.ON, Innogy und enBW wissen nicht, wie man Ladesäulen betreibt und wartet.

Im Grunde kannst du das recht einfach testen: Wann immer du eine Hotline abends oder am Wochenende anrufst und du entweder keine Antwort bekommst oder die Antwort "Wir nehmen das auf und leiten es weiter. Wir können nichts tun." lautet, hat der Betreiber keine Ahnung von der Bedeutung einer Ladesäule.
 

Ralf Wagner

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#6
Bei der ENBW ist es besser geworden. Früher war Abends an der Hotline, der amre Tropf, der auch sonst Netzstörungen abarbeiten muß.

Auf einem Vortrag von Fortum, ein bewährter Charging Service Operator, wurde berichtet, dass die Stabilität und die gute Hotline zum Erfolg beigetragen haben.