Datenblatt/Preise Valence U-Charge (Li-Ion)

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.069
Ausführliche technische Daten, Ladeverfahren, etc.:
http://www.valence.com/pdffiles/U-Charge_Datasheet.pdf

3 verschiedene Blöcke mit 40Ah (U1), 100Ah (U24), 130Ah (U27) und 12.8V Nennspannung sind laut Datenblatt "Available Now".
In einem US-Forum standen auch die Preise:
U1:__$650
U24:_$1600
U27:_$1900


Dann mal schnell zu www.lotto.de :D !

Gruß Jens
 

Bernd Schlueter

Bekanntes Mitglied
10.12.2004
10.138
Die Preise von Valence wären ja gar nicht so hoch, wenn man der noch vor kurzem von der Firma in Zusammenhang mit dem Segway-people-mover geäußerten Lebensdauer von vielen Hunderttausenden Zyklen Glauben schenken würde. Auch Thundersky ließ sich, wie heute noch SAFT, zu diesen utopischen Zahlen hinreißen: SAFT-Typ VLP: 600.000 Zyklen. Sogar bei 3 bis 4 C Lade- und Entladestrom bei den exakt gleichen Listenpreisen wie die von Valence im Artikel von Jens. Dies erfuhr ich gestern aus der Nürnberger Vertretung.
Einschränkend dann gleich die zeitliche Lebensdauerbeschränkung von 10 Jahren, die dann einige Tausend Male eher eintritt, ehe die gelogene Zyklenzahl erreicht ist. Offensichtlich sollen hier gratis Versuchskaninchen geködert werden, die dann dreimal in zehn Jahren eine Garantieleistung erhalten, aber den ganzen Ärger mit der Garantie und den hohen Stromkosten haben.
Ich kann nur sagen: im höchsten Maße unsolide und Valence hat jetzt hier mit den Angaben auf den Boden der Tatsachen zurückgefunden: 1500 bzw. 2000 Zyklen. Ich wette, wenn wir die maximale Strombelastung wirklich ausnutzen, liegen wir bei 600 Zyklen 80%DOD.
Die kochen alle mit dem gleichen Wasser: organischer Elektrolyt auf der Kohleoberfläche mit 100m² pro Gramm Kohle.
Den einzigen Firmen, denen ich die hohe Zyklenzahl, in diesem Fall bescheidenen 500.000 Zyklen, abnehme, sind Epcos und die übrigen Ultracap-Hersteller mit ihren Doppelschichtkondensatoren. Diese enthalten praktisch die gleiche Technik wie die Lithiumakkus, bis auf die Lithiumelektrode. Da muss bei den Firmen zwecks Werbung etwas durcheinandergeraten sein.
Ich habe mich nun in die Materie ein wenig eingelesen (auch schon vor einigen Jahrzehnten) und das Märchenbuch scheint immer noch weitergesponnen zu werden. Es ist da von zwischenzeitigen Totalausfällen des Stromflusses die Rede, die dann durch ein entsprechendes, mikroprozessorgesteuertes Einzelzellenmanagement repariert werden sollen. Ich zweifle dies an und ich behaupte, die von mir angestrebte Lösung, auf die ich hier nicht mehr eingehen möchte, genügt zum sicheren Betrieb von Lios ( und auch von Bleiakkus).
Von meinen allzu blauäugigen Lösungen habe ich mich allerdings verabschiedet ( sofortige, vollständige Zellensymmetrierung während des Betriebs). Angeregt durch Gunthers Kritik.

Soviel noch einmal zu den mir glaubwürdig erscheinenden Batteriedaten:
Thundersky scheint ein günstiges Preis/Leistungsverhältnis zu liefern, wenn man die Belastungsspitzen auf andere Weise wegpuffert. Für die Pufferung waren bisher die bald verbotenen Nicad-Hochstromakkus geeignet. Wenn man SAFT und einem Teil seiner Daten Glauben schenken kann, wären die Lithium-Hochstromtypen VLP mit nur halber gewichtsbezogener Energiedichte , aber zehnfacher Belastbarkeit, als guter,zukünftiger Ersatz geeignet. Der Preis für die noch nicht allgemein lieferbaren Spezialtypen liegt zwar noch beim Zehnfachen dessen für die Thunderskies, aber rein gewichtsmäßig würde sich schon heute ein Vorteil ergeben, will man sein Fahrzeug nicht überladen. Eine deutliche Preisbewegung ist zu erwarten. Die VLP-Typen von SAFT werden für Hybridverbrenner entwickelt (wie beim Prius). Ich denke hier für uns mehr an den Thundersky-SAFT-VLP-Hybrid. Aber auch einige Ultracaps würden schon eine Menge Spitzenbelastung von den Thunderskies fernhalten. Selbst für diese sind von uns 500.000 Zyklen in 10 Jahren nicht zu erreichen.

Die Russen experimentieren übrigens mit wahrscheinlich KOH enthaltenden Doppelschichtkondensatoren für den Antrieb eines Stadtbusses. Nachteil: Zellenspannung nur ca 1 Volt, dafür noch höhere Strombelastbarkeit (Zoo in Moskau).
Danke, Jens, inzwischen gibt es unter google eine ganze Menge an Informationen zum Thema.
 
E

Eduard Hustinx

Guest
Hallo Jens,

Ja, das sind schon Preise. Dazu kommt noch das BMS. Außerdem frage ich mich wie Garantiefälle gehandelt werden wenn diese Batterien von Privatleuten verbaut werden. Die Energiedichte ist mit 100 Wh/kg auch nicht so hoch wie bei li-ion üblig.

Wie du sicher weißt, favorisiere ich die ZEBRA Batterie. Die Technik hat sich über Jahre in diversen Projekten bewährt. Das System ist äußerst robust und langlebig. Fuer eine knapp 20 kWh Batterie werden heute etwa 8000 euro veranschlagt. Bei Massenfertigung kann dieser bis unter 3000 Euro fallen. Die relativ niedrige Leistung von etwa 40 kW Spitze kann für manche Aplikationen (Hybridfahrzeuge) ein Problem sein. Die Batterie ist leider für Privatleute nicht verfügbar. Ich denke daß es vielleicht möglich wäre wenn eine Firma die Batterien von MES-DEA kauft und weiter vermarktet an Privatleute. Die Firma müßte dann auch die technische Betreuung übernehmen. Ich denke ein solches Szenario wäre nicht undenkbar.
Ansonsten muß man warten bis man Fahrzeuge mit den Batterien kaufen kann. Über die Einführung des Twingo und Smart, welche mit dem Zebra System, ausgeruestet werden, in Deutschland ist sicherlich nachgedacht. Ich denke aber das eine Europa Homologation und das einrichten von Servicestationen MES-DEA abschreckt.
Das die ZEBRA Batterie kommt, steht für mich aber außer Frage.
Persönlich würde ich mir ein Fahrzeug der Kompaktklasse mit 2 Zebra Batterien wünschen.

Gruß,

Eduard
 

Jens Schacherl

Aktives Mitglied
30.03.2004
1.069
Eduard Hustinx schrieb:

[...] Über die Einführung des Twingo und Smart, welche
mit dem Zebra System, ausgeruestet werden, in Deutschland ist
sicherlich nachgedacht. Ich denke aber das eine Europa
Homologation und das einrichten von Servicestationen MES-DEA
abschreckt.[...]
Die Homologation stelle ich mir nicht mehr allzu aufwendig vor, schließlich sind Twingo und Smart schon in der EU zugelassen. Ich gehe mal davon aus, daß MES an Rahmen, Bremsen, Scheinwerfern, ... nichts geändert hat, und auch Motorleistung und Höchstgeschwindigkeit sind niedriger als vorher.
Wenn mir die MESler ein Testfahrzeug leihen würden :D, würde ich gerne mal damit beim TÜV in Garching (die sind auf speziellere Fahrzeuge vorbereitet und haben z.B. auch die deutsche ABE für den Scootelec erstellt) vorfahren, da komme ich sowieso jeden Tag dran vorbei.

Was den Kundendienst angeht, so ist z.B. beim Kauf eines Reva in England der Abschluß eines Servicevertrages für ca. 500€/Jahr Pflicht, dafür gibts dann Vor-Ort-Service inkl. Batteriewässerung.
In Deutschland könnte ich mir vorstellen, daß es erstmal einen zentralen Service-Stützpunkt für die MES-Fahrzeuge gibt. Bei einem Problem fährt dann von dort aus ein Techniker zum Kunden, behebt das Problem entweder direkt oder tauscht in Zusammenarbeit mit einer Autowerkstatt vor Ort (Hebebühne etc.) defekte Komponenten aus.
Das wäre auf jeden Fall billiger als gleich ein ganzes Netz von "Servicestationen" aufzubauen.

Aber eigentlich geht ein Elektroauto ja sowieso nie kaputt ;-) :rp: !

Gruß Jens
 
K

Karl

Guest
Hallo Jens,
wenn ich die Valence -Akkus nehme, kostet mich das ca.15.000 €, für 144 V 100 Ah- das muss ich noch mal sehr genau durchdenken --- vielleicht sind die Fortu s dann doch bald günstiger! Das Gaia Angebot war noch deutlich höher!
Mit MES würde es gehen, allerdings ist die Spannung für den Saxi zu hoch, also brauche ich eine neue Steuerung ( der Motor würde es schaffen!)
Soll ich mich um die MES Vertretung in München bewerben?

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 
K

Karl

Guest
Hallo Berny !

München liegt im Südosten!
Auch unsere Altvorderen - unter welchen auch große Verbrecher waren- wußten schon, daß die Zukunft im Osten liegt!
Vielleicht liegt sie aber doch im Tessin?
Mit den von Dir genannten Preisen für Fortu Batterien bräuchten sie gar nicht erst anfangen.

Sonnenelektrische Grüße

Karl
 

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