Daimler: So verwertet der Konzern seine E-Auto-Batterien

2019 startet auch Daimler vollkommen durch und unterstützt tatkräftig die e-Mobility. Hierzu wird nicht nur der neue e-SUV EQC an den Start gehen - es sollen auch weitere BEV folgen. Kein Wunder, dass sich der Daimler-Konzern nunmehr auch Gedanken um die Batterien sowie dem damit verbundenen Recycling macht.

Recycling von Batterien ist nicht unwichtig

Dass zahlreiche e-Auto-Batterien nach ihrem Einsatz in BEV nicht gänzlich unbrauchbar sind, ist derweil bekannt. Damit die Akkus nach ihrer Zeit in e-Fahrzeugen weitere Verwendung finden, hat Daimler ein 4-Stufen-System errichtet:
  • ReUSe: Hier geht es um die Wiederverwendung von Batterien. Die Akkus werden aufgearbeitet, gereinigt und Teile, wie z. B. Sicherungen, ausgetauscht, die von begrenzter Nutzungsdauer sind.
  • RePair: Diese Stufe befasst sich mit Reparaturen. Können einzelne Modelle der Batterie ausgetauscht und erneuert werden, kommen die Akkus in diese Sparte.
  • ReMat: In diesem Fall werden die Batterien recycled und für die Wiederverwendung von wertvollen Inhaltsstoffen vorbereitet. In Mannheim wurde dazu ein Standort für das Produktrecycling errichtet.
  • ReManufacturing: Bei dieser Vorgehensweise werden die Batterien vollkommen zerlegt. Nach der Prüfung, Sortierung und dem Austausch von Modulen wird die Batterie wieder aufgebaut.
Mercedes hat einen ausgeklügelten Plan

Vor allem die Kategorie "ReUse" ist für Mercedes Benz Energy wichtig. Nach ihrer Verwendung in Plug-in-Hybriden oder reinelektronischen Fahrzeugen sollen die Batterien als stationäre Energiespeicher weitere Einsatzbereiche erhalten. Das Unternehmen teilt dazu mit: "Bei dieser Anwendung kommt es auf geringe Leistungsverluste nicht an, sodass ein wirtschaftlicher Betrieb im stationären Bereich für schätzungsweise mindestens zehn weitere Jahre möglich ist. Durch die Weiterverwendung von Lithium-Ionen-Modulen lässt sich deren wirtschaftliche Nutzung also quasi verdoppeln."

Selbst Batteriesysteme, die derzeit noch nicht in E-Autos, sondern als Ersatzteile verwendet werden, lassen sich als Stromspeicher nutzen. Demzufolge können 3.000 Batteriemodule, die für die derzeitige E-Smart-Flotte dienlich sind, als "lebendes Ersatzteillager" nahe Hannover zu einem Stationärspeicher geballt werden. Dieses Ersatzteillager ist für den Schwankungsausgleich im Stromnetz für Deutschland errichtet worden.

Quelle:
media.daimler.com


Bild: Daimler (Symbolbild)
 

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