Curtis-Anschluss ohne Kammstecker


elbjoern

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24.08.2018
34
Flintbek
Hi,

ich brauche Hilfe für den Anschluss meines Curtis-Ersatz. Vielleicht stehe ich auch einfach auf dem Schlauch. Einige hier haben das glaube ich schon erfolgreich getan.

Ich bin dabei meinen Curtis 1204X-4201 durch einen PMC 1204M-5305 zu ersetzen. Manual vom Neuen: https://www.nocoev.com/product/curtis/manual/1204m1205m_n.pdf

1.) Die Hauptanschlüsse (M-, B-, B+ und A2) sind gleich benannt und liegen auch gleich, hier bleibt alles wie es war.
2.) Gas: J2 und J3 kam vormals von einem 10kOhm Poti, soll ein 5kOhm sein ... Anschluss kein Problem, evtl. muss ich hier noch etwas konfigurieren. Anschluss ist aber klar.

für den Rest gibt es halt keinen Kammstecker (mehr) :)

3.) Was mache ich nun mit den beiden separat liegenden Schlüssel- und Notschalter-Eingängen? Die müssten eigentlich in Reihe geschaltet werden (habe aber von keinem ein "Ausgang").
4.) Vorwärts und Rückwärts: ist mir nicht klar wie das funktioniert:

1572801323654-png.6033


Ich schaue auf diese Schaltungen und versuche mir zu erschließen wie ich "den Neuen" anschließen soll. Oder fehlt mir da noch etwas?

Curtis 1204X-4201 (Schaltung für Funktionstest)
1572797590213-png.6028


Beschaltung A vom "Neuen" PMC 1204M-5305:
1572799879515-png.6030



Beschaltung B vom "Neuen" PMC 1204M-5305:
1572799909113-png.6031




Vielen Dank und Grüße aus dem Norden,
Björn
 

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Hallo Björn,

wie du schon schreibst, ist der eigentliche Anschluss des Leistungskreises identisch. Auch mit dem Poti kommst du klar.
Der Rest ist auch sehr einfach!
Der, beim altem Curtis als "Schlüsselschalter-Eingang" bezeichnete Anschluss ist beim neuem Controller "J1".
Der Ausgang "J5" zieht lediglich den Hauptschütz auf Masse, lässt ihn dadurch anziehen wenn ansonsten alles ok ist. Da du wahrscheinlich keinen Hauptschütz oder ähnliches hast, kannst du das weglassen. Ich denke nicht dass dieser Anschluss irgendwie im neuem Curtis überwacht wird.
Du musst dann nur noch den gemeinsamen Minus deiner beiden (Vor-.Rück) Relais vom jetzt vorhandenem V/R-Schützausganganschluss auf direkt Masse (unter dem Sitz) legen.
Den Notschalter-Eingang brauchst du nicht berücksichtigen. Der ist in deinem El ja auch nicht angeschlossen!
Auch die "alten" Vor-/Rück-Eingänge braucht der neue Regler nicht. Die Umschaltung erfolgt nur über die Schütze. Das ging bei alten Curtis nicht weil der immer auf einem von beiden Spannung sehen wollte, sonst hat er die Masse der Schütze nicht freigegeben. Das hat verhindert dass beide gleichzeitig angesteuert werden konnten. (Diese Sicherheit hast du mit dem "Neuen" dann nicht mehr)

Vielleicht solltest du dir mal den orginalen Schaltplan des alten Reglers, und nicht diesen "Testaufbau" ansehen, dann wird das alles klarer.

Wie sind denn die Meinungen von Leuten die diesen Umbau schon gemacht haben?


Also viel Erfolg!

mfG
Peter
 
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elbjoern

Neues Mitglied
24.08.2018
34
Flintbek
Hallo Peter,

vielen Dank, das macht mein Leben schon einfacher.

Der gemeinsame Minus der Schütze ist bei mir über ein Hochlastwiderstand (47 Ohm) am Schützausgang angeschlossen. Dort würde ich den Minus dann an (B-) legen und es "fast" so haben wie in dem Plan unten. Ich fummel das jetzt mal zusammen.

Noch eine Frage zu "fast": Bei mir sind Verbrauch-Plus (weiß) und Verbrauch-Minus (grau) von der Strombegrenzer Platine nicht jeweils an den "Enden" der Sicherung R1 angeschlossen, sondern über ein separates "Metallstück" kurzgeschlossen. Weiß jemand was das auf sich hat? (sorry für die schlechte Qualiät):
1572813403772-png.6035



Beste Grüße,
Björn


Schaltplan:
sp-7-2-2-motorsteuerung-curtis-neu-gif.6034
 
Hallo Björn,
dieses "Metallstück" ist ein sogenannter Shunt, also ein Widerstand von nur sehr wenigen Ohm.
Widerstände werden in Schaltplänen mit der Kennung "R" gekennzeichnet. Also ist der Anschluss genau wie in deinem Plan beschrieben. An so einem Shunt kann mittels eines Spannungsmessers die anliegende Spannung bei Stromfluss gemessen werden. Daraus lässt sich dann ableiten, bzw. ablesen wieviel Strom fließt. Das muss der Strombegrenzer ja wissen, weil er sonst nicht weiss was er begrenzen soll. In eine dieser beiden Leitungen kannst du auch später mal einen Schalter einbauen und dann... . Naja das ist dann doch ein anderes Thema.

Ja, lass den Widerstand ruhig drin. Der wurde nachgerüstet weil die Schütze eigentlich nur 36V Spulenspannung vertragen. Irgendwann wurde dann schon mal bei versch. El"s mit 48V (NC-Akkus) gefahren die ja teilweise mit über 60V geladen werden mussten. Da hat man dann damit die zu hohe Spulenspannung verringert. Ich weiß jetzt nicht mit welcher Akkutechnik du fahren willst, aber wenn du mit 36V unterwegs sein wirst muss dieser Widerstand raus, weil sonst der Anpressdruck und die Schaltgeschwindigkeit der Kontakte zu gering ist. Bei 42 oder 48v kannst du den Widerstand lassen wie er ist. Egal welche Akkutechnik du hast.

Schau bitte mal nach deinen PN"s.

mfG
Peter
 
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