Concept-Cars


04.09.2007
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#1
Hi Leute,

ich mache mir ja in letzter Zeit immer öfter Gedanken zu irgendwelchen Öko-Mobil-Konzepten. Das nicht immer nur Elektro-Fahrzeuge dabei herauskommen sondern oft auch mal ein Hybrid oder muskelkraftbetriebenes Fahrzeug dabei ist, werden einige von Euch sicher schon bemerkt haben. Bei meinen Stöbereien bin ich neulich (wieder) über eine Folge der SF-Serie "Earth 2" gestolpert. Die auf einer fernen, erdähnlichen Welt Gestrandeten fahren dort u.A. mit einem recht einfach konstruierten Geländewagen der eigentlich nur aus einem Stahlrohr-Gestell mit lenkbarer Vorder- und angetriebener Hinterachse sowie vier Sitzplätzen dazwischen und einem Gepäckträger darüber besteht. Das Ding basiert auf einem in den USA recht beliebten Strand-Vergnügungsfahrzeug und wird (glaube ich) auch vom US-Militär genutzt. Wegen des geringen Gewichts erreicht man schon mit einem Käfer-Motor erstaunliche Fahreigenschaften und eine Umrüstung auf Elektro- oder Hybrid-Betrieb scheint auch machbar. Ich frage mich nur, ob man in Zeiten eines Smart-Crossblade so ein Teil auch hierzulande Straßenzugelassen bekommt und wo ich genauere Informationen über solche Fahrzeuge bekommen kann.

Informationen über andere sehenswerte Concept-Cars sind an dieser Stelle natürlich auch willkommen. Mich persönlich interessieren besonders folgende Fahrzeuge:

Ein von Daimler-Chrysler (oder BMW?) konstruiertes Mittelding zwischen Motorrad und PKW. Nennt sich C1 (oder so), sieht dem SAM recht ähnlich und verfügt über die recht eindrucksvolle Kurven-Neigetechnik. Ist ansonsten aber mal wieder total Überdimensioniert.

Das Concept-Car, das für den Film "Demolition Man" mehrfach geklont und als Polizeiauto eingesetzt wurde. Sieht dem New-Beetle recht ähnlich, bis auf die beiden Flügeltüren. Auch Smart und Ford-Ka machen in der SF als Polizeifahrzeuge eine gute Figur und das Schweizer-Polizei-Twike ist glaube ich auch bekannt :)

Bis dann
SternFuchs
 
K

Karl Weippert

Guest
#2
Hallo Natascha!

die "einfach" konstruierten Stahlrohrgestelle habe ich schon vor vielen Jahren als "dune-buggys" in Oregon gesehen, normalerweise mit VW -boxer hinten, einer hatte aber einen Porsche Motor! Der kam die Dünen deutlich schneller rauf!

Es geht halt nix über power!
Leider ist es mit der Recuperation im Sand ziehmlich Essig- aber wir sollten doch den Spaßfaktor nicht vergessen!

sonnenelektrische Grüße
Karl
 
#3
Hallo Sternfuchs,
den C1 von Daimler (nicht BMW) konnte ich 1997 auf der IAA in Frankfurt bewundern. Leider war er so umlagert, dass man kaum drankam. Trotzdem fand ich das Konzept ganz gelungen.
Aber - wie so oft - blieb es ein "eyecatcher" und ein Concept Car ohne Chance auf eine Serienproduktion.
Es gab von einem Deutschen oder Schweizer ein Motorrad mit Bezinmotor und Vollverkleidung. Beim Halten klappten dann zwei Stütz- und Halteräder raus, das Ding sah recht flott aus. War es auch. Ging bis über 200 km/h. 1992 bereits hat mir der TÜV-Mann, der es zugelassen hatte, die ganze Geschichte erzählt. Es wurde in kleinen Stückzahlen gebaut und kostete so um die 125 000 DM!!
Auf der Bootsmesse in Friedrichshafen 2001 stand so ein Ding auf dem Parkplatz rum. Wenn Du Interesse hast, suche ich gelegentlich nach einem Foto und maile es Dir. Da ist sogar die Tel. Nr. drauf.
Und dann gab es natürlich den neuen "Messerschmitt Kabinenroller", ein Projekt von Herrn Fendt. Ich trag ihn 2001 in Regensburg auf dem OTTI Elektromobil Symposium, wo er den Festvortrag hielt. Wir hatten eine angeregte Unterhaltung beim Bier danach, und er war noch guter Hoffnung, das sehr stromliniengünstige Fahrzeug in Serie bauen zu können. Preis sollte um 20.000 DM sein, Spitze 180 km/h, Verbrauch unter 2 l auf 100 km. Der Antrieb war benzin-elektrisch: Der BMW Motorradmotor lieferte die Energie zu einem Generator, die Hinterräder wurden von einem Magnetmotor (aus Starnberg) angetrieben.
Such mal danach im WEB, versuchs mal mit Stichworten wie "1 l Auto", Magnetmotor und so. Auch die Seiten von Loremo sind ganz interessant.
Wa ist erstaunlich, was es alles schon (an Ideen) gegeben hat. Dass so wenig verwirklicht worden ist, macht mich nicht so froh.
Aber immerhin: City-El bzw. City Com lebt noch, TWIKE scheint auch weiterzugehen, es gibt einige Roller, viele E-Fahrräder, und einige Solar- und E-Schiffe. Ganz tot sind wir noch nicht, und unterkriegen wollen wir uns auch nicht lassen.

Übrigens sind dem Herrn Fendt die Investoren dann im Sommer 2001 abgesprungen, und im Herbst ist er dann gestorben, weit über 80jährig.

Gruß, Roland Reichel, bsm
 
S

Stefan S.

Guest
#4
Hallo Roland,
kannst Du mir nochmal weiterhelfen, was genau mit "Magnetmotor" gemeint war.
Ich hab ein bisserl rumgesucht, aber ich glaube ich hab nicht das Richtige gefunden.
Danke,
Stefan S.
 
#5
Na, die Firma Heidelberg Magnet-Motor in Starnberg ist doch sehr bekannt. Ich jedenfalls dachte, dass sie jeder kennt. Immerhin macht sie seit vielen Jahre Super-Elektromotoren für Fahrzeuge - allerdings für schwere Fahrzeuge, wie Busse und so (z.B. Neoplan).
Außerdem beschäftigen sich die mit allem, was neu und ungewöhnlich ist: Schwungradspeicher (damit fahren auch schon Busse), Stirling Motoren, Brennstoffzellen und so.
Damit die Berge nicht durcheinanderkommen:
Der Besitzer heißt Heidelberg, die Firma ist in Starnberg.

Versuchs mal unter www.magnet-motor.de, da müßte es gehn.

Gruss, Roland, bsm
 

Michael

Neues Mitglied
07.12.2012
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#6
Hallo Stefan,

falls Deine Frage auf das Motorprinzip abzielt, habe ich hier ein interessantes Zitat aus dem Tagungsband über "Elektrofahrzeuge: Entwicklungserfolge und Perspektiven" von 1999 (Seite 13.1):
"Von den neueren Bauformen kommen die Transversalflußmaschine (TFM) sowie der Magnet-Motor (MM) und neuerdings auch die Geschaltete Reluktanzmaschine (GRM) in Betracht. [...] Die MM ist (wie die GRM) vom Schrittmotor abgeleitet. In der Ausführung mit Außenrotor weist sie wegen der hohen Polzahl eine scheibenförmige Struktur auf. Die kurze axiale Länge ermöglicht bei einer Kapselung des Stators die direkte Leiterkühlung und damit in Verbindung mit dem großen Luftspaltradius ebenfalls eine sehr hohe Ausnutzung. MM-Antriebe haben bereits eine beachtliche Anwendung im Bereich militärischer und ziviler Fahrzeuge gefunden."
Einige dieser Fahrzeuge sind bei http://www.magnet-motor.de/ unter dem Stichwort "Anwendungen" zu sehen. Viel interessanter ist aber der unmittelbar folgende Absatz im gleichen Artikel:
"Die GRM ist erst in den letzten Jahren wieder als Fahrzeugantrieb ins Gespräch gekommen, nachdem schon lange auf deren Potential als "low cost drive" hingewiesen wurde."
Zu dieser Einsicht passt auch sehr gut ein Projekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF), dass mit über 2 Mio. DM gefördert wird und noch bis zum Ende 2002 läuft: http://www.minimalemission.de/projekte/okofeh.htm

MfG Michael "R" R
 
S

Stefan S.

Guest
#7
Hallo,
ja vielen Dank für die Links und Zitate.
Ich habe mich auf der Suche nach "Magnetmotor" vergoogelt.

So macht es natürlich mehr Sinn.
Gruß,
Stefan S.
 
#8
Hallo Motor-Interessenten,
da gibt es noch die interessanten Lieferanten und Entwickler aus dem Modellbaubereich:
www.torcman.de baut superkleine und starke Elektromotoren
www.batt-mann.de liefert die Bausätze dazu - und SANYO NiCd Akkus

Der Torcman ist eine polnische Entwicklung, ein Drehstrommotor mit einer Art magnetischem Untersetzungsgetriebe drin. Jedenfalls dreht der Motor rund 7 mal oder so langsamer als das Drehfeld. Dafür ist das Drehmoment höher.

Immerhin nehmen die Modell-Flieger es für ihre großen Flugmodelle. Und vor vielen Jahren habe ich zwei solcher Mini-Motoren auch in einem großen bemannten Segler gesehen.
Die Motoren wiegen bei rund 600 Watt nur rund 250 g, die 40 A-Drehstromsteller nur rund 52 g. Ideal für Fahrräder, und da gibt es auch schon Interessenten.

Ein Kollege im Solarmobil Verein Erlangen hat mir gestern schon mal den Bausatz gezeigt. Ist schon heiß. Wir bleiben dran.

Anschließend bin ich im Verein dann ein paar Runden mit dem Flyke probe-gefahren.
Ist auch heiß, wird mit der rechten Hand gesteuert, ähnlich wie im TWIKE, die linke Hand ist nur zum Festhalten an der Bremse. Fährt sich sehr gut, aber das Fahrgestellt ist natürlich für den Straßenverkehr viel zu breit.

Gruß, Roland Reichel, bsm
 
07.12.2004
79
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#9
Hallo Roland,

der 2. Link batt-man.de funktioniert bei mir nicht. Ist der richtig ?

Gruss, Wolfgang

sorry, hatte ein m vergessen. Jetzt gehts, muss www.batt-mann.de heißen.
Gruss, Roland
 
M

Martin Möscheid

Guest
#10
Hallo Christian,

das Fahrzeug mit Neigetechnik war der F 300 Life Jet von Daimler seinerzeit. Leider nur eine Studie, wäre aber mit seinen 600 kg in der Serienversion für unser Verständnis eindeutig zu schwer für einen Zweisitzer, auch wenn der Fahrspass dem des Ecomobils (das Liegemotorad aus der Schweiz) sehr nahe kommen müßte. Das von BMW angedachte Fahrzeug nennt sich C3, Clever, T1 oder auch TTW. Da hat man sich wohl noch nicht festgelegt. Infos hierzu unter:

http://www.mercedes-benz.com/d/innovation/fmobil/f300_avantgarde.htm
http://www.peraves.ch
http://www.bmwmotorrad.co.za/motorcycles/bikenews/t1.html

sonnige grüße
Martin Möscheid
 
04.09.2007
115
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#11
Hallo Christian,

das ist nicht der C1 den ich meinte. Der C1 von Daimler hat vorne zwei Räder und auch zwei Sitzplätze hintereinander sowie Kurven-Neigetechnik und eine geschlossene Kabine. Der C1 von BMW ist ja nur ein Roller mit seitlich offener Kabine und für eine Person.

SternFuchs
 

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