CityEl "ausgelaufen" - Elektroauto Forum

CityEl "ausgelaufen"

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PhilippBlau

Neues Mitglied
15.06.2024
10
Hallo,

Als relativ neuer Besitzer eines City El bin ich technisch leider noch begrenzt bewandert und bitte hier um Ratschläge zur Fehlerbehebung.
Ich bin seit September einen City Baujahr 2002 mit thriege Motor zur Arbeit gefahren.
Nach ein bis zwei Monaten ist der city nach Anfahrenan einer Steigung bereits einmal "in die Knie" gegangen und nur noch mit etwa 15kmh nach Hause gekrochen. Nach etwa einer woche abwarten, immer mal wieder an den strom hängen, hatte sich das erst einmal wieder erledigt und der city fuhr normal. Ähnliches war mir später nochmals passiert, wobei er da einfach "ausgelaufen" war und tatsächlich am ende keinen pieps mehr gemacht hat.Die Blei Akkus sind älter gewesen, ca 5 Jahre. Spannung nach Laden war bei zwei Akkus 13v, bei einem 5v, sodass ich diesen zunächst ausgetauscht habe. Er ist dann wieder losgefahren, allerdings nach etwa 3km wieder "ausgelaufen", ohne dass irgendetwas noch herauszuholen wäre, auch nach Laden.
Ich habe dann die beiden älteren Akkus auch getauscht und wollte fröhlich los, aber auch jetzt passiert nichts mehr.
Beim Einlegen des Vorwärtsganges war früher ein Klack ertönt, der sich jetzt nicht einstellt. Licht und Uhr hingegen funktionieren.
Beim Anklemmen des Minuspoles hatte es seltsamerweise aber auch keinen Funken gegeben (die zwischen Batterie und Minuspolkabel gehaltene Glühbirne hatte aber auch nicht geleuchtet. Es sind Green Cell 100Ah 12v Akkus...

Die Preisfrage wäre: was ist kaputt?

Hat jemand eine Idee wie ich weiterkommen könnte? Für Vorschläge wäre ich dankbar.
Viele Grüße Philipp
 

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
5.437
Hi Philipp,
erstmal willkommen hier im Forum. Das "in die Knie gehen" bzw. "auslaufen" war eine Unterspannung deiner in die Jahre gekommenen Bleiakkus. Irgendwann bricht die Spannung unter Last soweit ein, dass der Motorstrom nicht mehr ausreicht.
Kannst du die Spannung deiner Zellen im Leerlauf und unter Last ausmessen? Moeglicherweise sind deine anderen Zellen auch Tuck.

Ende Juli haben wir ein Treffen an der Waldmuehle, da hast du auch Gelegenheit, andere Fahrer kennenzulernen..

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 
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Wertungen: Kamikaze

PhilippBlau

Neues Mitglied
15.06.2024
10
Hallo Sascha,

Danke für Deine schnelle Antwort. Die neu eingebauten Akkus sind direkt vom Händler (GreenCell 100Ah, 12V) neu.
Die Spannung im Ruhe kann ich messen, wie kann ich den Leerlauf testen ?
 

williblechklopfer

Aktives Mitglied
16.09.2018
302
Peine
Auch von mir ein herzlich Willkommen,

1. Du kannst mal die Gesamtspannung messen sollten wenigstens 30v sein oder hast du 4 Bleianker? Batterien sollte man übrgens immer, so leidlich das auch ist komplett tauschen. Da gerade bei Blei dir immer die schwächste Batterie die Gesammtspannung runter zieht.

2. Dann musst du mal unter dem Sitz nachschauen ob da die Spannungen am DCDC ankommen. Einmal wieder die Akkuspannung (rote Kabel) 12v (grüne Kabel. Damit hast du den DCDC und die 35A Anl Sicherung geprüft

...dann sehen wir weiter
Grüße Fabian

Ps : Leerlaufspannung ist die Gesammtspannung ohne Last.

Unter Last kannst du ja erst wieder messen wenn das El wieder fährt. Dann hängst du dein Multimeter nach und nach an jede Batterie und verlängerst dir die Messleitung nach vorne, damit du wärend der fahrt sehen kannst welche Batterie einbricht. Du solltest dir eh, wenn du weiter Verbleit fahren möchtest ne Einzelspannungsanzeige ins Cockpit basteln. Dann siehst du zukünftig schnell falls was nicht stimmt.

Hilfreich sind die Schaltpläne aus dem Reperaturhandbuch. Falls du es nicht hast findest du es bei @Kamikaze in der Signatur
 
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Wertungen: Kamikaze

Sascha Meyer

Bekanntes Mitglied
18.05.2007
5.437
Philipp,
gibt es EL-Fahrer in deiner Naehe, die dich vor Ort unterstuetzen koennen?

Viele Gruesse aus dem Saarland, Sascha
 

Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
9.498
46
Hannover
www.litrade.de
hast du die Ladung der Akkus vor dem Laden angeglichen? du musst bei solchen Aktionen die Batterien parallel schalten und aufladen, sonst nimmt gleich wieder ein Block Schaden und trocknet aus
 
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Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Hallo und herzlich Willkommen!

In meiner Signatur findest du das Werkstatthandbuch samt Fehlersuchplan.
Anhand deiner Beschreibung tippe ich zunächst mal auch darauf, dass eine Sicherung geschmolzen ist.
Gerade die große 175-250A-Megafuse direkt an der Batterie geht gerne mal in die Binsen - insbesondere falls es noch die originale von Anno dunnemals sein sollte.
Manchmal sieht man das nicht mal - also einfach mal pro Forma austauschen (kostet nur ein paar €) - dann weißt du sicher, dass da nicht der Hund begraben liegt. (Diese alten Teile brechen durch das Gerüttel im EL manchmal und verursachen dann alle möglichen seltsamen Fehlerbilder.)
Dann die sicherungen unter der Haube (vorne rechts) mal durch schauen, ob da noch alles so tut, wie es soll und alte Sicherungen ggf. gegen neue austauschen. (Selber Grund wie vorhin.)
Wenn dann immernoch nichts geht: genauere Analyse des Fehlerbilds.
Viel Spaß bein Schrauben und allzeit gute Fahrt mit deinem CityEL!
 

henzi

Mitglied
29.10.2021
156
Darmstadt
Wenn ich nach den genannten - neu gekauften - GreenCell-Akkus google, gibt es von dem Hersteller sowohl AGM -(=Blei), als auch LiFePo4-Batterien. Falls du die Lithium-Variante hast: bei der hat bestimmt jeder Block ein eigenes BMS eingebaut, das die Zellen z.B. bei zu hohem Strom, zu hoher oder zu niedriger Spannung "abschaltet" (was angeblich den Original-Lader des EL beschädigen kann). Die erfordern dann wohl besondere Ladetechniken (entweder vor Erreichen der Abschaltspannung das Laden beenden, von Hand/zeitgesteuert/nach Spannungsüberwachung, oder nach dem "Abschalten" durch das BMS alles noch mal trennen so dass es wieder einschaltet? Und besser die Batterien einzeln laden und nicht in Serie, sonst driften sie potenziell auseinander). Und je nach Maximalstrom des internen BMS der Akkus kann es sinnvoll sein, den maximalen Fahrstrom zu begrenzen.
 

Kamikaze

Bekanntes Mitglied
Fertige LiFePo4-Akkublöcke dürfen oft nicht in Reihe geschaltet werden, da weder die BMS, noch die Sicherungen darauf ausgelegt sind die höheren Spannungen verarbeiten zu können!
Auch sind für solche Blöcke die dauerhaften Ströme im EL oft zu hoch (bzw. die verbauten BMS zu klein).
Steht leider meist nur im (ganz) klein gedruckten Teil der Datenblätter.
Daher ging ich jetzt erst mal von AGM-Zellen aus.
Aber bei genauerer Überlegung könnte das Fehlerbild auch von BMS kommen, die in "Protect"-Abschaltung gehen. Da hast du völlig recht, @henzi .
 

PhilippBlau

Neues Mitglied
15.06.2024
10
So herzlichen Dank schon einmal für die vielen hilfreichen Infos.

Es sind Blei Akkus. Sie hängen an drei einzelnen Batterieladegeräten in parallelschaltung. Als das Problem auftrat war es so, dass der erste, alte, CTM Akku nur noch 5 Volt Spannung nach dem Laden hatte. Die anderen beiden 13V.
Um überhaupt herauszufinden, ob es nur an dem alten Akku liegt, habe ich nur einen getauscht, aber natürlich nicht den ladezustand angeglichen.
Dieser neue akku sitzt auf dem gleich Platz und am gleichen Ladegerät wie der alte und hat jetzt, auch nachdem alle getauscht sind, nur noch eine Spannung von -2,5v gehabt. Ich war lediglich 3km v.a. bergab gefahren. Er hat tatsächlich die Polarität getauscht. Die spannung über alle war 22,5V. Ich habe jetzt alle Akkus abgeklemmt, auch vom Motor, und lade nun den "defekten" Akku mit einem der anderen beiden Ladegeräte. Nach 10 Stunden bin ich jetzt wieder bei der regulären Polarität und etwa 4V
. Mal sehen, wie weit das geht oder ob der neue Akku schon gleich Fritten ist. Die beiden anderen eingebauten hatten die 13V behalten.
Was seltsam ist, ist dass die beiden anderen Ladegeräte ebenfalls leuchten, als ob sie gerade eine Batterie laden würden und die Ladestandanzeige bei allen dreien die gleiche ist (die beiden anderen sind nicht an den Batterien angeklemmt).
Die drei Ladegeräte hängen alle an einem Stecker in einer steckdose.

Die Sicherungen prüfe ich morgen einmal alle.
Vielen Dank nochmals für die Hinweise!
Einen City habe ich in der ganzen Region noch nie fahren sehen :) für die Einladung herzlichen Dank schon einmal!
 
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Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
9.498
46
Hannover
www.litrade.de
wenn der Akku neu ist, wird er es überlebt haben, denke ich.
wichtig ist jetzt nur ganz langsam zu laden un€ weitere Experimente erst, wenn alle Akkus wirklich voll sind.
was sind das für lader?
der originale aus dem 2003BK war einer der besten, die ich kenne. meine Akkus hielten im F4 damit 13.000 oder 15.000km und hatte die danach weiter verkauft, weil nur noch 20km Reichweite,
und das, obwohl der Vorbesitzer die 6monate bei 0V raumstehen ließ. also eigentlich Schrott.
habe die wieder ganz langsam und vorsichtig aufgebaut und dann halt bis 13000 bzw 15000km gefahren.
hatten beim Kauf 4334km runter
 

L.S.

Mitglied
05.05.2021
261
Mühldorf am Inn
Was seltsam ist, ist dass die beiden anderen Ladegeräte ebenfalls leuchten, als ob sie gerade eine Batterie laden würden und die Ladestandanzeige bei allen dreien die gleiche ist (die beiden anderen sind nicht an den Batterien angeklemmt).
Vielleicht ist das Ladegerät von dem einen "Akkuplatz" defekt? Hast Du mal vor dem Fahren (= nach dem Laden) die Einzelspannungen der Akkus überprüft? Wenn die Geräte alle die gleichen Infos anzeigen, kann es durchaus sein, dass da ein Gesamtgerät dahintersteckt, das gar nicht merkt wenn bei dem einen etwas schief läuft...
Wenn dann ein Akku tiefentladen ist und die anderen voll, fährt das EL vielleicht noch ein bisschen, aber der eine geht komplett in die Knie.

Bei meinen Bleiankern ist auch schonmal einer auf falscher Polarität gewesen, ein zweiter auf 0V (habe 4 Akkus =48V, ebenfalls mit Einzelladern geladen). Gefahren ist das EL dann trotzdem noch, aber ziemlich bald nur noch Schrittgeschwindigkeit.
Irgendwann bricht dann beim Gasgeben (oder evtl auch schon wenn das Schütz "klacken" will) die Gesamtspannung ein, so dass gar nichts mehr geht.
Der DC-DC Wandler dagegen wird vermutlich mit einer etwas niedrigeren Spannung noch klarkommen, so dass alle 12V-Verbraucher (Licht, Uhr, ...) noch funktionieren und dabei den Akku noch weiter an seine Grenzen bringen, bis dann auch der DCDC nachlässt. @PhilippBlau Du hast einen DC-DC Wandler verbaut, oder? (Bei mir wurde der durch einen separaten großen 12V-Block ersetzt...Pfusch...)
 
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Wertungen: Sven Salbach

PhilippBlau

Neues Mitglied
15.06.2024
10
Hallo!
Ich habe jetzt mal ein ctek Ladegerät zur rekonditionierung bestellt und werde das einmal versuchen.
Dann geht es mit den Sicherungen weiter.

@k2op Wir wohnen in Detmold im Kreis Lippe :)
 
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Sven Salbach

Bekanntes Mitglied
15.03.2007
9.498
46
Hannover
www.litrade.de
Die rekonditionieren ist unwichtig, wichtig ist nur angleichen und dann vernünftig laden.
Wie gesagt, der originale HF Lader ist klasse, gibt keinen Grund für Experimente, außer evtl Equalizer.
Abgesehen davon, wen rekonditionierung funktioniert sollte(Was meistens angezweifelt wird)....dauert das Wochen/Monate
 
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PhilippBlau

Neues Mitglied
15.06.2024
10
Hallo!
Ich habe jetzt mal ein ctek Ladegerät zur rekonditionierung bestellt und werde das einmal versuchen.
Dann geht es mit den Sicherungen weiter.

@k2op Wir wohnen in Detmold im Kreis Lippe :)
 

PhilippBlau

Neues Mitglied
15.06.2024
10
Oh ok. War mir vom Vorbesitzer empfohlen worden.
Mit einem anderen der vorhandenen Ladegeräte war ich bis plus 5 Volt gekommen...
 

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