hallo

gebrauchte federn sollten VOR dem richten wärmebehandelt werden ---> sogenannte weichglühen.
dann ausgerichtet werden und anschließend
wieder gehärtet werden.
das "umbiegen", sprich auf die andere seite, die vorspannung machen ist nur eine noch größere beanspruchung vom material. also bringt nix nur eine schwächung von der struktur des materials. bei richtigen blattfedern zum beispiel müßte man das auge auch begradigen und auf die andere seite neu formen. ist also purer wahnsinn.
das "setzen" von federn sprich kürzer werden von federn ist zum teil normal.
neue unbelastete federn werden bei den ersten belastungen immer kürzer. da bekommt die feder eine bleibende vorspannung.
wird die feder dauerhaft unter spannung gehaltet baut sich diese vorspannung langsam ab, je nach dauer und vorspannung. bei endurovorderradgabeln = federlänge ca. 50cm nach jahren der vorspannung ca. 1cm kürzer.
bei überbeanspruchung einer feder gibt es
a. bruch der feder
b. ist der federweg wird kürzer und schwächer
dazwischen ist alles möglich von haarrissen bis zum verlust der federwirkung.
das große thema ist das härten von federstahl.
der wird im rohzustand ungehärtet ausgeliefert und läst sich formen wie ein ganz normaler stahl. in dem zustand kann er auch geschmiedet werden, zb. ein auge bei blattfedern usw.
erst wenn der stahl auf 700 bis 900°C erwärmt wird und danach abgeschreckt , meist in kaltem wasser, wird er zum federstahl.
wichtig dabei ist dann noch wann höre ich auf mit dem abkühlen?
wenn der stahl kalt ist (max. härte min. federweg in bezug nehmend auf die glühtemperatur)
oder
etwas früher und lass ihn dann an der luft abkühlen (ein bisschen weicher dafür elastischer, auch in bezug nehmend auf die gühtemperatur)
das alles erfordert viel übung und erfahrung mit dem schmieden!
ist also nicht so einfach zu machen.
warum brechen die spiralfedern beim PKW so häufig?
ist im prinzp simpel:
da wird der dünnste federstahl genommen der nach dem härten vom max. glühtemperatur auf kalt genau die federwirkung noch erreicht.
somit ist der stahl an seinem limit und dass der eher, zb. bei eimen schlagloch, in den überlastbereich kommt garantiert und an ferderweg einbüßt oder bricht.
euer werner ad